Volkswagen V-Charge: Autonomes Parken und Laden

Abstellgenehmigung

In den USA nimmt man den Gästen von Hotels oder Restaurants erst das Auto und dann das Parken ab. Wir Bewohner der Servicewüste Deutschland erledigen das Einparken immer noch selbst. Noch, denn Volkswagen stellt uns jetzt ein selbstparkendes Auto vor

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  • Christoph M. Schwarzer
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Wolfsburg, 29. Juni 2015 – In den USA nimmt man den Gästen von Hotels oder Restaurants erst das Auto und dann das Parken ab. Wir Bewohner der Servicewüste Deutschland erledigen das Einparken immer noch selbst. Noch, denn Volkswagen stellt uns jetzt ein selbstparkendes Auto vor.

Wer Objekte der Gastronomie eher selten mit dem Wagen besucht, denke an die lästige Samstagsschlange vor der Parkhausschranke oder den Platz vor dem Supermarkt, der so groß ist, dass schon der Gedanke an den Weg starke Müdigkeit hervorruft. Oder an die gestresste Suche nach einem Stellplatz mit bisweilen unerfreulichen Diskussionen mit ebenfalls genervten Mitmenschen oder sogar Kratzern und Schrammen von missglückten Abstellmanövern.

Volkswagen hat nun in Zusammenarbeit mit diversen Partnern ein Forschungsprojekt vorgestellt, dass gleich zwei Probleme löst: Zum einen sucht der gezeigte e-Golf selbstständig und fahrerlos eine Lücke. Zum anderen, und das ist ein weiterer interessanter Ausblick fürs Roboterauto, fährt er auf eine induktive Ladeplatte, wenn zu wenig Saft in der Batterie ist. Und er verlässt sie, wenn der Speicher voll ist, damit andere darauf Strom ziehen können.

Car2X hält die Daten aktuell

Dieser e-Golf parkt und lädt also alleine. Eine der Voraussetzungen: Bis zu einer Geschwindigkeit von zehn km/h erlaubt die Wiener Straßenverkehrskonvention schon heute das autonome Fahren eines Autos. Ein Fahrer könnte also in Zukunft, so die Idee, sein Fahrzeug an einem definierten Übergabepunkt stehen lassen. In der demonstrierten Wolfsburger Realität tippt der Besitzer nach dem Aussteigen auf eine App mit einem Symbol fürs Einparken. Jetzt bekommt der e-Golf über eine drahtlose Verbindung eine Karte des Parkgeländes, das andere Fahrzeuge vorher schon erfasst haben. Ein lernendes System – der Wagen könnte den Weg auch als Erster finden. Je mehr Fahrzeuge aber die Umgebung erkunden und sie über Car2X-Kommunikation verbreiten, desto aktueller und genauer sind die Informationen über die Topographie und ihre Hindernisse wie etwa Poller.