VW: falsche Verbräuche durch manipulierte Tests

Die frisierten Angaben beim Verbrauch (angegeben durch den CO2-Ausstoß) Hunderttausender Wagen des VW-Konzerns haben ihren Ursprung in manipulierten Testabläufen entweder auf dem Prüfstand selber oder über präparierte Testwagen zustande gekommen

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Von
  • Florian Pillau

Der EA 211 ist ein Konzernmotor, der ebenfalls betroffen ist.

(Bild: Volkswagen)

Die frisierten Angaben beim Verbrauch (angegeben durch den CO2-Ausstoß) Hunderttausender Wagen des VW-Konzerns haben ihren Ursprung in manipulierten Testabläufen. Die Falschangaben seien entweder über Manipulationen im Messvorgang auf dem Prüfstand selber oder über präparierte Testwagen zustande gekommen, sagte ein Konzernsprecher heute der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Damit aktualisierte der Sprecher frühere Angaben, wonach offenbar lediglich auf dem Papier zu niedrige CO2-Werte angegeben wurden.

Bevor neue Automodelle vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für den Straßenverkehr zugelassen werden, müssen verschiedene Gutachten erstellt werden, unter anderem zu den Abgaswerten. Die Messungen werden von sogenannten Technischen Diensten abgenommen, unter anderem vom TÜV. Das erledigen die Dienstleister entweder auf den eigenen Prüfständen oder direkt beim Hersteller selber.

Der Sprecher sagte: „Nicht alle betroffenen Modelle wurden auf dem Firmengelände in Wolfsburg auf dem Prüfstand getestet.“ Einige Modelle seien auch extern überprüft worden.

VW hatte am Dienstag eingeräumt, dass bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten zahlreicher Modelle aufgefallen seien. Die Angaben zum Ausstoß für Kohlendioxid (CO2) und damit auch zum Spritverbrauch seien zu niedrig ausgewiesen worden.

Volkswagen zufolge könnten bis zu 800.000 Autos der Konzernmarken VW, Audi, Skoda und Seat betroffen sein.

(dpa) (fpi)