Frischzelle

Vorstellung: Renault Mégane 2020

Renault überarbeitet nach vier Jahren den Mégane. Wichtigste Neuerung ist ein Plug-in-Hybrid mit 118 kW und 9,8-kWh-Batterie. Davon abgesehen gibt es Feinschliff bei der Elektronik

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Renault fährt eine sehr eigene Modellpolitik. In der Regel bemühen sich die Hersteller, ihre Neuheiten gut zu verteilen, um sich so immer mal wieder ins Gespräch zu bringen. Bei Renault ist das etwas anders: Espace, Talisman und Mégane kamen nicht nur nah beieinander auf den Markt, sie werden auch alle in diesem Frühjahr leicht überarbeitet. Die äußerlichen Veränderungen beim Mégane sind kaum der Rede wert, die Neuerungen im Motorenbereich dagegen schon.

Dreizylinder folgt

Zunächst bleibt es bei den zusammen mit Mercedes entwickelten Benzinern. Ein Vierzylinder mit 1,3 Litern Hubraum leistet im Mégane 115, 140 und 160 PS. Im Modell mit 140 PS kann der Kunden zwischen einem Sechsgang-Schaltgetriebe und einem Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Stufen wählen. Letzteres ist im Benziner mit 160 PS alternativlos. Der 1,5-Liter-Diesel wird künftig nur noch mit 95 und 115 PS angeboten. Ende des Jahres soll ein Einliter-Benziner mit 120 PS folgen, den Renault als besonders sparsam anpreist. Er basiert vermutlich auf dem TCe 100 aus dem neuen Renault Clio. Am Ende der Leistungsskala entfällt der 280-PS-Motor. Der Mégane R.S. hat künftig die 1,8-Liter Maschine des R.S. Trophy mit 300 PS.

Ganz neu im Mégane ist die Option auf einen Plug-in-Hybrid. Dessen Batterie hat eine Kapazität von 9,8 kWh, wie viel sich davon nutzen lässt, verrät Renault leider nicht. Auch bei den restlichen Angaben hält sich der Hersteller noch ziemlich zurück: Es ist von einem 1,6-Liter-Benziner und zwei E-Motoren die Rede, die eine Systemleistung von 118 kW (160 PS) bieten sollen. Im WLTP soll der Mégane PHEV 50 km rein elektrisch schaffen. Angeboten wird er zunächst nur im Kombi, der Fünftürer folgt etwas später.

Verbesserte Helfer

Aufgerüstet hat Renault auch bei den Assistenten. Neu ist hier ein Autobahn- und Stauassistent, der sich auf mehrspurigen Straßen an den Markierungen orientiert und in gewissen Grenzen allein beschleunigen, bremsen und lenken kann. Gemeint ist hier, dass für Überholmanöver auf der Autobahn nur der Blinker gesetzt werden muss. Die dafür nötige Überwachung des Toten Winkels übernimmt ein Radar – statt, wie bisher, ein Ultraschallsensor. Sein Vorteil ist eine wesentlich höhere Reichweite.

Schon das Basismodell hat künftig LED-Scheinwerfer, Matrixlicht ist aber weiterhin im Mégane nicht vorgesehen. Hier ist die Konkurrenz schon einen Schritt weiter. Deutlich eleganter als bisher ist das Display als Kombiinstrument, das Renault aus dem Clio übernimmt. Die Auflösung ist nun wesentlich feiner als im noch aktuellen Mégane. Aus dem Kleinwagen übernimmt Renault auch das Infotainmentsystem Easy Link, das vor allem bei der Sprachsteuerung und dem Tempo gegenüber dem aktuellen System zulegen dürfte.

Faire Preise

Noch nicht geäußert hat sich Renault zu den Preisen, die vermutlich nur leicht steigen werden. Der günstigste Fünftürer kostet bislang offiziell 20.290 Euro, der Kombi ist ab 21.390 Euro zu haben. In den großen Autobörsen werden Neuwagen und Tageszulassungen derzeit ab etwa 13.000 Euro gehandelt. Was zudem für den Mégane spricht: Renault reicht 5 Jahre Garantie mit dazu, die sich aus zwei Jahren Neuwagen- und 3 Jahren Anschlussgarantie zusammensetzen. Vergleichbares kostet für den VW Golf immerhin 790 Euro Aufpreis.

(mfz)