Wertverlust batterieelektrischer Autos

Bedingt wertstabil

Momentan haben batterieelektrische Autos und Plug-In-Hybride weder einen höheren noch einen niedrigeren Wertverlust als konventionelle Fahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch das Portal mobile.de. Als Vergleichsmaßstab diente ein VW Golf 1.2

Lesezeit: 3 Min.
In Pocket speichern
Druckansicht Kommentare lesen 14 Beiträge
10 Bilder
Von

Inhaltsverzeichnis

Hamburg 8. Juli 2015 – Momentan haben batterieelektrische Autos und Plug-In-Hybride weder einen höheren noch einen niedrigeren Wertverlust als konventionelle Fahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch das Portal mobile.de. Als Vergleichsmaßstab diente ein Volkswagen Golf 1.2, eins der meistverkauften Modelle in Deutschland. Ob sich diese Entwicklung in die Zukunft fortschreiben lässt, ist allerdings ungewiss. Und unter bestimmten Bedingungen verlieren Fahrzeuge mit Ladestecker schon heute stark an Wert.

Die Datenbasis bilden dabei die Anzeigen bei mobile.de sowie die jeweiligen Neupreise zum Zeitpunkt der Erstzulassung. Dazu eine kurze Erklärung: Die Neupreise stammen ebenfalls aus der Datenbank des Portals, wo es eine Rubrik für Neufahrzeuge gibt – diese beinhaltet auch Tageszulassungen; die ausgelesenen Werte sind also nah an der tatsächlichen Händlerrealität und keine Herstellerlistenpreise.

Ein willkürliches Beispiel zur Berechnung des prozentualen Verlusts: Wenn ein drei Jahre altes Fahrzeug dieses Jahr im Erhebungsmonat Mai 23.752 Euro kostet, ergibt das gegenüber einem Ursprungskurs von 38.071 Euro ein Minus von 37,6 Prozent.

Bei der Auswertung war die insgesamt geringe Verbreitung von Batterieelektrischen Autos und Plug-In-Hybriden ein grundsätzliches Problem. Bestimmte inzwischen marktrelevante Typen wie der Volkswagen e-Golf oder der BMW i3 etwa sind nicht lange genug im Verkauf, um eine ausreichende Fallzahl zu generieren.

Ausgangpunkt bleibt wie erwähnt der VW Golf in seiner Standardversion. Der ist nach einem Jahr 10,1 Prozent, nach zwei Jahren 14,9 Prozent und nach drei Jahren 24,9 Prozent weniger Wert als zu Beginn. Bitte merken.

Weltverkaufsmeister als Ur-Meter

Der eingangs genannte Nissan Leaf ist ein hervorragend geeigneter Ur-Meter für die batterieelektrischen Autos. Er gehört zur gleichen Klasse wie der Golf, er ist seit über drei Jahren auf dem Markt, und er ist der Weltverkaufsmeister. Kein Akku-Auto wurde weltweit so häufig auf die Straße gebracht. Stand heute: circa 185.000 Exemplare; zusammen mit dem Konzernpartner Renault hat man die Viertelmillion voll.