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Reichweitenstärkung

Zehn Prozent mehr Reichweite für Tesla Model S und X

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Tesla Model X

(Bild: Tesla)

Tesla Model S und Model X erreichen nun eine um rund zehn Prozent verlängerte Reichweite mit ihrem unverändert 100 kWh fassenden Akku. Gleichzeitig verbessert Tesla die Steuerung der adaptiven Fahrwerks-Dämpfung und der Luftfederung

Die Tesla Modelle Model S (Test) [1] und Model X (Test) [2] erreichen nun eine um rund zehn Prozent verlängerte Reichweite mit ihrem unverändert 100 kWh fassenden Akku. Gleichzeitig verbessert Tesla die Steuerung der adaptiven Fahrwerks-Dämpfung und der Luftfederung für die beiden technisch eng verwandten Modelle.

Die Effizienzsteigerung verdanken die Antriebe von S und X laut Tesla der Überarbeitung des Synchron-Reluktanzmotors mit Permanentmagneten und der Leistungselektronik. Gleichzeitig soll aber auch der Abbau mechanischer Widerstände bei Schmierung, Kühlung, Lagern und Getriebe zu einem neuen Bestwert von über 93 Prozent beim Wirkungsgrad zu beitragen.

Es bleibt für den Allradantrieb bei der Kombination eines Permanentmagnetmotors vorn mit einem Induktionsmotor an der Hinterachse. Ebenfalls unverändert bleibt der Aufbau der Batterie, weiterhin werden nicht die Zellen des 2170er-Formats wie aktuell schon im Model 3 (Test) [3] eingesetzt, wie Motortrend am 23. April 2019 meldete [4].

Wirkungsgrad in beide Richtungen besser

Netto soll sich die Reichweite um mehr als zehn Prozent vergrößern, weil zudem der Wirkungsgrad bei der Rekuperation [5] im gleichen Maße steigt wie beim Fahren mit Strom. Durch den gleichen Effekt erhöhen sich auch Leistung und Drehmoment um einen ähnlichen Betrag, was zu einer besseren Maximalbeschleunigung führen soll.

Tesla gibt für das Model S mit 100-kWh-Akku 370 Meilen Reichweite im amerikanischen EPA-Zyklus (610 Kilometer im WLTP [6]) an, das Model X mit 100-kWh-Batterie soll 325 Meilen (EPA) bzw. 505 km (WLTP) erreichen. Da die Werte bislang nach dem veralteten NEFZ angegeben waren, müssen wir Tesla bis auf Weiteres die runden zehn Prozent also glauben. Dank der höheren Effizienz des elektrischen Pfads sollen zudem die Modelle S und X jetzt mit 200 kW bei Teslas V3- respektive 145 kW bei V2-Superchargern laden können. Die vollen 250 kW kann allerdings nach wie vor nur das neue Tesla Model 3 nutzen.

Luftfeder-Update „over-the-air“

Darüber hinaus bekommt die adaptive Dämpfung des Luftfedersystems beider Modelle ein Software-Update, das auch bei Bestandsfahrzeugen „over-the-air“ eingespielt werden können soll. Damit wird nun die Dämpfkraft auf Autobahnfahrten oder im „Autopilot“-Modus verstärkt, um ein „dynamisches Fahrgefühl“ zu vermitteln. Im Zuge der Überarbeitung profitiert auch die Luftfederung durch eine Verbesserung der Niveauregulierung während der Fahrt. Wenn möglich, soll sie das Auto zwischen 116 und 160 mm Bodenfreiheit noch niedriger halten, um den Luftwiderstand zu verringern.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4407401

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/autos/artikel/Dezemberfahrt-im-kalifornischen-Tesla-Model-S-2063319.html
[2] https://www.heise.de/autos/artikel/Ausfahrt-mit-dem-Tesla-Model-X-3491198.html
[3] https://www.heise.de/autos/artikel/Test-Tesla-Model-3-4400919.html
[4] https://www.motortrend.com/cars/tesla/model-s/2019/exclusive-2019-tesla-model-s-review/
[5] https://www.heise.de/autos/artikel/Bremsenergierueckgewinnung-und-ihr-Wirkungsgrad-4340576.html
[6] https://www.heise.de/autos/artikel/BEV-Reichweitenermittlung-nach-WLTP-3891502.html