Xiaomi 13T
Stefan schrieb schon während seines Studiums für ein kleines Printmagazin im Ruhrpott Spieletests und kam durch glückliche Fügung nach Berlin. Dort arbeitete er anfangs als Redakteur, später dann als leitender Testredakteur insgesamt fast 15 Jahre beim Mobilfunkmagazin areamobile.de. Nach so langer Zeit ist er nun froh, bei Heise Bestenlisten by TechStage zusätzlich auch über Roboter aller Art, eBikes, Balkonkraftwerke mit und ohne Speicher, Lautsprecher, Modellflugzeuge und allerhand andere technische Spielereien schreiben zu können.
High-End-Smartphone zum Schnäppchenpreis? In einigen Bereichen stimmt das absolut. Es ist erstaunlich, was an Technik selbst in günstigen Handys steckt. Wir zeigen die besten Smartphones von 300 bis 400 Euro.
Klar stehen die Flaggschiffe der Smartphone-Hersteller besonders im Fokus der Berichterstattung und der Begierde von Kaufinteressenten. Aber müssen Käufer wirklich immer 800, 1000 oder noch mehr Euro für ein richtig gutes Smartphone ausgeben? Früher ja, heute längst nicht mehr. Denn auch für unter 400 Euro sind inzwischen hervorragende Smartphones zu haben, die den Topmodellen nur in wenig nachstehen.
Xiaomis T-Serie folgt immer zum Jahresende und ist dabei günstiger, aber oftmals auch abgespeckt im Vergleich zur eigentlichen Spitzenserie. Beim neuen Xiaomi 13T ist das anders.
Eigentlich ist die T-Version immer die jüngere, aber schon mehr oder weniger klar schwächere Version des jeweiligen Spitzenmodells. Vor allem der Preis macht da die Wahl zugunsten des T-Modells oft schwer. Beim Xiaomi 13T ist das anders, denn technisch sind die Abstriche überschaubar und im Alltag dürfte weder der schwächere Chipsatz noch der im Detail niedrigere Standard einiger technischer Komponenten weiter auffallen. Im Gegenteil: Display, Kamera und generelle Leistung überzeugen, das Design stammt von den Topmodellen und ist hochwertig.
Ein Mittelklasse-Kamera-Smartphone – gibt es so etwas? Honor meint ja und tritt den Beweis mit dem Honor 200 an. Wir haben es getestet.
Die "kleine" Version mit "nur" 8/256 GB Speicher gibt es inzwischen für unter 400 Euro. Dafür bekommt man ein rundum gelungenes Mittelklasse-Smartphone mit starkem Fokus auf Fotografie und einem exzellenten Display. Die Performance ist typisch für die Preisklasse und im Alltag absolut ausreichend, Akku und Ladegeschwindigkeit überzeugen ebenfalls.
Motorolas Edge-40-Reihe kann nicht nur teuer, mit dem Edge 40 ohne Pro-Zusatz geht es unter die 600-Euro-Grenze. Ist das Smartphone nur günstiger oder auch gut?
Ein richtig tolles Smartphone hat Motorola mit dem Edge 40 auf die Beine gestellt, das nur wenige Wünsche offenlässt. Das schlanke Design mit den Edge-Kanten vorn und dem weichen Kunststoffmaterial auf der Rückseite gefällt uns gut, ebenso die Leistung mit ordentlich Speicher. Die Kamera überrascht mit guten Nachtaufnahmen, für Videos wäre aber 4K/60 schön gewesen. Beim Akku punktet das Modell ebenfalls und das Display ist klasse.
High-End-Power in der Mittelklasse: Das Poco F6 bietet viel Leistung für wenig Geld. Wie gut das neue Smartphone von Xiaomi ist und welche Schwächen es gibt, zeigt dieser Test.
Das Poco F6 ist ein Poco X6 Pro (Testbericht) auf Steroiden. Der Snapdragon 8s Gen 3 bietet enorm viel Power für den Preis, auch das helle Display überzeugt auf ganzer Linie. Die Kamera bietet für den Preis gute Aufnahmen, allerdings kann sie sich von der Konkurrenz hier nicht absetzen. Das Mittelklasse-Smartphone bietet eine ordentliche Akkulaufzeit und lädt mit 90 Watt sehr flott.
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi bietet viel Hardware zum günstigen Preis. Neben einem hellen Display und einer 200-Megapixel-Kamera ist das Smartphone jetzt nach IP 68 wasserdicht. Mehr im Test.
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet wie schon der Vorgänger viel für vergleichsweise wenig Geld. Das Display ist auf Flagship-Niveau, die Kamera mit 200 Megapixel schießt exzellente Bilder. Gut gefallen hat uns zudem das Design, endlich ist das Mittelklasse-Smartphone auch komplett wasserdicht. Dank 120 Watt ist das Handy in einer halben Stunde geladen. Wenger der Rede wert ist die Weitwinkel- und Makrolinse, die Akkulaufzeit könnte besser sein.
Welches Smartphone für welchen Nutzer tatsächlich das beste Handy ist, hängt nicht nur von harten Fakten, sondern neben Dingen wie dem Geldbeutel auch von weichen Fakten wie persönlichem Geschmack und Nutzungsverhalten ab. Trotzdem gibt es Dinge, auf die man beim Kauf achten sollte, denn niemand möchte Geld für etwas ausgeben, das entweder längst veraltet oder einfach überflüssig ist. Die folgende Liste gibt daher nur Anhaltspunkte und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. So legen wir in dieser Bestenliste besonderen Wert auf gute Ausgewogenheit. Daher interessiert uns nicht der schnellste Prozessor oder ausschließlich der größte Speicher, sondern wichtig ist uns ein „rundes“ Gesamtbild.
Die Bestenliste versucht, Smartphones als Gesamtpaket in eine Reihenfolge zu bringen. Dabei ist nicht jedes Modell zwangsläufig in allen Punkten besser, nur weil es höher platziert wurde. Wir geben weiter unten in Kurzform Tipps, für wen sich welches Smartphone am besten eignen dürfte.
Anmerkung: Bei unseren Bestenlisten handelt es sich um Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Artikelerstellung. Preise der Geräte können nach einigen Wochen, manchmal schon nach wenigen Tagen abweichen. Unsere Top 10 aktualisieren wir in der Regel einmal pro Quartal.
Xiaomis T-Serie folgt immer zum Jahresende und ist dabei günstiger, aber oftmals auch abgespeckt im Vergleich zur eigentlichen Spitzenserie. Beim neuen Xiaomi 13T ist das anders.
Xiaomis T-Serie folgt immer zum Jahresende und ist dabei günstiger, aber oftmals auch abgespeckt im Vergleich zur eigentlichen Spitzenserie. Beim neuen Xiaomi 13T ist das anders.
Xiaomi 13T und Xiaomi 13T Pro erweitern auch in diesem Jahr die High-End-Serie, die bis jetzt aus Xiaomi 13 (Testbericht) und Xiaomi 13 Pro (Testbericht) bestand. Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist der Unterschied der T-Modelle zur Spitze aber deutlich geringer, klar günstiger als die Topmodelle bleiben sie trotzdem. Klingt klasse – wir wollten im Test des Xiaomi 13 wissen, ob es das auch ist.
Bei der Optik orientiert sich das Xiaomi 13T stark am Xiaomi 13. Unser Testmodell kommt im gleichen Farbton (Schwarz), bietet eine fast identische, spiegelnde Glasrückseite mit stark gerundeten Seiten und selbst die Kamera weist eine deutliche Ähnlichkeit auf. Das ist einerseits etwas langweilig, andererseits wirkt das T-Modell dadurch genauso edel wie die Oberklasse. Auch bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, sie ist vorbildlich. Ebenfalls schön: Eine IP68-Zertifizierung, die Schutz vor Staub und Wasser bescheinigt, ist wie bei den „großen“ auch beim 13T mit dabei. Wegen des größeren Displays und einem für unseren Geschmack etwas zu dicken Rahmens ringsherum ist das T-Modell insgesamt aber spürbar größer und auch etwas schwerer geworden.
War der Screen und damit das Xiaomi 13 noch recht handlich, wächst das Display beim Xiaomi 13T auf stolze 6,67 Zoll an. Gleichzeitig steigt die Auflösung, so kommt der Screen im T-Modell auf knapp 450 Pixel pro Zoll und ist somit sogar schärfer als im Xiaomi 13. Auch bei den restlichen Werten zeigt sich das Panel des 13T vorbildlich. Es punktet dank OLED-Technik und Unterstützung von HDR10+ und Dolby Vision mit bis zu 68 Mrd. Farben. Es ist nicht nur sehr kontraststark, sondern stellt Farben zudem auf Wunsch intensiv, aber ausreichend farbtreu dar.
Die Helligkeit ist ebenfalls vorbildlich, wir konnten über 1100 cd/m² messen, der Screen liegt somit auf dem Niveau des kleinen Flagship-Smartphones. Zugelegt hat das 13T bei der Bildwiederholungsrate. Sie steigt auf satte 144 Hz – nötig ist das unserer Ansicht nach aber nicht. Im Gegensatz zum günstigeren Poco F5 (Testbericht) bietet das Xiaomi 13T ein echtes Always-on-Display und rundet damit die positive Leistung des Displays ab.
Das neue Xiaomi 13T setzt auf eine Triple-Cam mit Haupt-, Weitwinkel- und Telelinse. Mit 50, 50 und 12 Megapixel ist die Auflösung der Linsen bis auf die der Hauptkamera sogar deutlich höher als beim Xiaomi 13. Dafür wird beim 13T nur noch die Hauptkamera von einem optischen Bildstabilisator (OIS) unterstützt. Tatsächlich merkt man das im direkten Vergleich auch, wenn nur etwas.
Zwar ist die Bildqualität von Xiaomi 13 und 13T insgesamt ähnlich hoch, im Detail gibt es dann aber doch ein paar Unterschiede. So gefallen uns Haupt- und Weitwinkelkamera des neuen 13T bei Tageslicht mindestens genauso gut wie beim Xiaomi 13 (Testbericht), in manchen Situationen sogar noch etwas besser.
Bei Nachtaufnahmen liegt hingegen das kleine Topmodelle bisweilen leicht vor dem 13T. Außerdem hat das Xiaomi 13 beim Teleobjektiv die Nase vorn. Insgesamt sind die Unterschiede aber selten der Rede wert und auch das Xiaomi 13T bietet Fotoqualität auf sehr hohem Niveau. Die Frontkamera macht ebenfalls ordentliche Bilder, die auf dem Niveau der Xiaomi-13-Modelle sind, die Konkurrenz macht das aber bisweilen noch besser. Etwas schade: Bei Videos ist die Hauptkamera zwar eigentlich ebenfalls ordentlich, allerdings ist hier bei 4K/30 schon Feierabend. Das führt etwa bei schnellen Schwenks zu Rucklern.
Xiaomi 13T und das ebenfalls neue Xiaomi 13T Pro sind technisch weitestgehend gleich aufgestellt. Hauptunterschied ist der eingebaute Chipsatz: Während im Pro-Modell der Spitzenchip Snapdragon 8 Gen 2 steckt, der auch Xiaomi 13 (Testbericht) und Xiaomi 13 Pro (Testbericht) zu Spitzenleistung verhilft, arbeitet im Xiaomi 13T „nur“ ein Dimensity 8200 Ultra von Mediatek. Der schlägt sich im Alltag trotzdem richtig gut und Unterschiede zu den Modellen mit stärkerem Chipsatz sind allenfalls im direkten Vergleich zu bemerken. Und in Benchmarks und sehr anfordernden Games. Denn hier zeigt der Dimensity-Chip, dass in PCmark Work 3.0 mit 13.300 Punkten und in 3Dmark Wildlife Extreme mit 1750 Punkten ein respektabler Unterschied besteht. Zum Vergleich: Das Xiaomi 13 schaffte 14.800 und 2950 Punkte. In den meisten Spielen wird der Leistungsunterschied normalerweise ebenso wenig wie im sonstigen Alltag bemerkt, bei viel 3D-Grafikpracht haben Gamer mit dem 13T aber das Nachsehen.
Ansonsten ist vieles gleich oder zumindest nahezu gleichwertig. Speicher gibt es bis 8/256 GByte, erweiterbar ist er erneut nicht. Allerdings bietet das Xiaomi 13 UFS 4.0, beim 13T ist es „nur“ UFS 3.1. Außerdem bietet das kleine Topmodell Wi-Fi 7, beim 13T gibt es nur Wi-Fi 6. Bei Bluetooth hat das neue 13T mit Version 5.4 sogar die Nase vorn, der Rest ist gleich. Das betrifft leider auch den USB-C-Port, der wieder nur mit Version 2.0 daherkommt. Das sollte im Jahr 2023 auch in der oberen Mittelklasse langsam aber sicher mal zugunsten des schnelleren 3er-Standards aussterben. Sehr gut funktioniert der Fingerabdrucksensor im Display, der hybride Stereolautsprecher klingt ausreichend laut und voll.
Android 13 und MIUI 14 sind installiert, hinzu sollen mindestens vier Android-Upgrades und 5 Jahre Sicherheits-Patches kommen. Das ist ordentlich. Wie immer installiert Xiaomi recht viel Bloatware, vieles davon lässt sich aber deinstallieren.
5000 mAh bietet der Akku des Xiaomi 13T, das ist guter Standard bei einem so großen Display. Dennoch schneidet das Modell etwas schlechter als das Xiaomi 13 mit nur 4500 mAh ab. Schlussendlich sind 11,5 Stunden im Battery Test von PCmark aber ein ordentlicher Wert, der für gute 2 Tage Laufzeit spricht – je nach Nutzung versteht sich. Bei der anschließenden Ladegeschwindigkeit sind Xiaomi 13 und 13T auf dem Papier gleichauf, beide laden am Kabel mit 67 Watt. Wegen des größeren Akkus dauert das beim 13T mit etwa 45 Minuten aber minimal länger. Kabelloses Laden fehlt hier.
Das Xiaomi 13T gibt es in Schwarz, Blau und Grün, eine andere Speichervariante als 8/256 GByte fehlt. Zum Testzeitpunkt lag der Straßenpreis des 13T bei 584 Euro.
Eigentlich ist die T-Version immer die jüngere, aber schon mehr oder weniger klar schwächere Version des jeweiligen Spitzenmodells. Vor allem der Preis macht da die Wahl zugunsten des T-Modells oft schwer. Beim Xiaomi 13T ist das anders, denn technisch sind die Abstriche überschaubar und im Alltag dürfte weder der schwächere Chipsatz noch der im Detail niedrigere Standard einiger technischer Komponenten weiter auffallen. Im Gegenteil: Display, Kamera und generelle Leistung überzeugen, das Design stammt von den Topmodellen und ist hochwertig. Die Akkuausdauer ist insgesamt ebenfalls auf gutem Kurs, am schlimmsten wiegt hier der Wegfall der kabellosen Lademöglichkeit. Dafür kostet das T-Modell aber auch mal locker 100 Euro weniger als das Xiaomi 13 (Testbericht) – das ist schon eine Hausnummer. Wer mit den genannten Nachteilen leben kann, sollte daher zum neuen 13T greifen.
Den passenden Tarif zum Xiaomi 13T findet man im Tarifrechner von heise.de. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.
Ein Mittelklasse-Kamera-Smartphone – gibt es so etwas? Honor meint ja und tritt den Beweis mit dem Honor 200 an. Wir haben es getestet.
Ein Mittelklasse-Kamera-Smartphone – gibt es so etwas? Honor meint ja und tritt den Beweis mit dem Honor 200 an. Wir haben es getestet.
Das Honor 200 Pro (Testbericht) überzeugte in unserem Test mit toller Ausstattung. Besonders Display, schneller Prozessor und eine richtig tolle Kamera machen das Modell zu einem der besten Mittelklasse-Geräte auf dem Markt. Das Pro-Modell kostet aber immer noch fast 600 Euro, mit dem Honor 200 beweist der Hersteller aber, dass gut auch günstiger geht. Wir haben das Non-Pro-Modell ausführlich getestet.
Das Honor 200 ist derzeit ab 379 Euro zu haben, mit doppeltem Speicher ab 415 Euro, wenn man den Code POWEREBAY6 verwendet.
Das 161,5 x 74,6 x 7,7 mm große und 187 Gramm leichte Honor 200 ist schon beim ersten Kontakt ein Knaller. Das Gerät ist dünn und geradezu zierlich, die Rückseite wirkt hochwertig und das ovale Kameramodul auf der Rückseite ist nicht nur markant, sondern erinnert an einen Spiegel aus der Jugendstil-Zeit. Unser schwarzes Testgerät zeigt sich zudem elegant mit schimmernder, Fingerabdrücke abweisender Oberfläche. Alternativ gibt es die Farben Grün und Weiß mit einem Muster, das wohl an Mondstrahlen erinnern soll.
Trotz Kunststoff-Rückseite und -Rahmen wirkt die Verarbeitung insgesamt hochwertig. Erst wenn man das Modell in die Hand nimmt, spürt man einerseits den absichtlich kantigen Rahmen – und dass es sich eben nur um Kunststoff handelt. Optisch fällt das nicht auf. Die Vorderseite dominiert ein großes, an den Seiten abgerundetes OLED-Display (2,5D, also nur ganz leichte Rundung). Die Frontkamera ist mittig oben in einem Punch-Hole untergebracht. Ein IP-Rating für Schutz gegen Wasser und Staub gibt es leider nicht.
Eines der Highlights des Honor 200 ist das exzellente 6,7 Zoll OLED-Display. Es löst mit scharfen 2664 x 1200 Pixeln auf (436 Pixel pro Zoll) und bietet dank 120 Hz eine extrem flüssige Darstellung von bewegten Inhalten. Die maximale Helligkeit von 4000 cd/m² ist rekordverdächtig und ermöglicht beste Ablesbarkeit selbst in direkter Sonne – auch, wenn sich die enorme Candela-Angabe natürlich wieder nur punktuell und kurzfristig auf HDR-Inhalte bezieht.
Augenschonende Technologien wie ein Blaulichtfilter und eine TÜV-Zertifizierung für Flimmerfreiheit runden das Gesamtpaket ab. Das Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis beträgt sehr gute 90 Prozent. Insgesamt ist der Screen in dieser Preisklasse und auch unabhängig davon richtig klasse.
Den größten Fokus legt Honor beim 200 auf die Fotografie, was bei Smartphones unter 600 Euro durchaus selten ist. Der Hersteller unterstreicht sein Ansinnen durch die Kooperation mit dem berühmten Pariser Fotostudio Harcourt, durch das diverse Portrait-Funktionen in der Kamera-App inspiriert sind. Auf der Rückseite kommt ein Dreifach-Kamerasystem zum Einsatz, das aus der Hauptkamera mit 50 Megapixel und großem Sensor sowie optischem Bildstabilisator besteht. Dazu gesellen sich eine Telekamera mit ebenfalls 50 und 2,5-fach optischem und bis 50-fach digitalem Zoom sowie ein Weitwinkel mit 12 Megapixel, 112 Grad Sichtfeld und Makro-Funktion. Für Haupt- und Teleobjektiv gibt es einen optischen Bildstabilisator. Vorne löst die Selfie-Kamera mit ebenfalls 50 Megapixel auf.
In der Praxis liefern die Kameras tagsüber hervorragende Ergebnisse, die sich mit bloßem Auge nicht von Bildern aus der Oberklasse unterscheiden lassen. Bilddynamik, Bildschärfe und Farbwiedergabe sind erstaunlich gut, Bildrauschen ist so gut wie nicht auszumachen. Das gilt für alle drei Kameras und selbst die Frontcam macht ansprechende Bilder. Auch bei wenig Licht entstehen dank optischer Bildstabilisierung und großem Sensor noch gute Fotos, wenn auch mit leichtem Rauschen. Wenn es richtig dunkel wird, verschwinden zudem allmählich Details und die Bildschärfe geht verloren. Das ist allerdings meckern auf sehr hohem Niveau und machen selbst Spitzen-Smartphone-Kameras nicht viel besser – Hut ab!
Spezielle KI-Funktionen und die Harcourt-Porträt-Modi "Vibrant", "Color" und "Classic" heben das Honor 200 besonders bei der Porträtfotografie von der Konkurrenz ab. Classic meint dabei Schwarz. Videoaufnahmen sind nur in 4K/30 möglich. Als Resultat der "niedrigen" Bildwiederholungsrate scheinen Schwenks immer etwas zu ruckeln – schade.
Im Honor 200 arbeitet als Chipsatz ein Snapdragon 7 Gen 3. Der stammt von TSMC, gilt als energieeffizient und typisch für Mittelklasse-Smartphones. Im Wild Life Extreme von 3Dmark kommt das Smartphone auf knapp 1500 Punkte, in PCmark Work 3.0 auf 13.200 Punkte. Das Honor 200 Pro (Testbericht) ist bis zu doppelt so stark in den Benchmarks (3Dmark), auch an das nicht viel teurere Xiaomi 14T (Testbericht) kommt das Honor 200 nicht ganz heran. Für die meisten Alltagsaufgaben wie Surfen, Social Media und Streaming reicht die Leistung aber locker. Anspruchsvolle 3D-Spiele bewältigt das Honor 200 ebenfalls, wenn auch nicht immer in maximalen Details. Im Alltag läuft das Modell fast immer flüssig und ohne zu stocken.
Es gibt zwei Speicherversionen: 8 GB RAM mit 256 GB interner Speicher oder 12 GB RAM mit 512 GB. Wir haben die große Version getestet. Eine Erweiterung per MicroSD-Karte ist nicht möglich, bei so viel Platz aber wohl auch nicht nötig. Das Honor 200 unterstützt 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3, NFC und bietet eine IR-Diode zum Fernsteuern von passenden Geräten wie Hifi- oder Klimaanlage. Der Dual-SIM-Slot nimmt zwei Nano-SIMs auf, eSIM wird ebenfalls unterstützt. Als physischer Anschluss steht USB-C 2.0 bereit, ein schnellerer Standard wäre hier schön gewesen. Ansonsten gibt es die üblichen Annehmlichkeiten wie einen im Display integrierten Fingerabdrucksensor, der gut funktioniert, und 2D-Gesichtserkennung.
Als Betriebssystem kommt Magic OS 8.0 auf Basis von Android 14 zum Einsatz. Honor verspricht drei große Android-Updates und vier Jahre Sicherheitspatches. Einige vorinstallierte Apps und Bloatware lassen sich bei Bedarf entfernen, schön wäre es aber, wenn Honor darauf gleich verzichten würde. Der Sicherheits-Patch stammt von September, das ist ausreichend aktuell.
Der üppige 5.200 mAh Akku ist ein weiteres Plus beim Honor 200. Er hält im Test bis zu zwei Tage durch, im Battery Test von PCmark erreicht das Gerät einen ordentlichen Wert von knapp 11 Stunden. Anschließend lässt es sich dank 100-Watt-Schnellladen in kaum mehr als 30 Minuten komplett füllen. Von 0 auf 50 Prozent dauert es keine 15 Minuten. Wireless Charging fehlt.
Das Honor 200 startet mit 8/256 GB für 599 Euro (UVP) und kostet mit 12/512 GB 649 Euro (UVP). Als Farben stehen Weiß, Schwarz und Grün zur Auswahl. Zum Testzeitpunkt kostet das Honor 200 ab 379 Euro, mit doppeltem Speicher ab 415 Euro, wenn man den Code POWEREBAY6 verwendet.
Die "kleine" Version mit "nur" 8/256 GB Speicher gibt es inzwischen für unter 400 Euro. Dafür bekommt man ein rundum gelungenes Mittelklasse-Smartphone mit starkem Fokus auf Fotografie und einem exzellenten Display. Die Performance ist typisch für die Preisklasse und im Alltag absolut ausreichend, Akku und Ladegeschwindigkeit überzeugen ebenfalls. Schick ist das Smartphone auch noch, einzige Kritikpunkte sind die fehlende IP-Zertifizierung sowie die Abwesenheit von kabellosem Laden. Dann wäre das Gerät aber auch schon kriminell gut, so reicht es aber immerhin für eine Preis-Leistungs-Empfehlung, denn das Honor 200 gehört zweifelsfrei zu den besten Smartphones bis 400 Euro.
Weitere sehr gute Smartphones stellen wir in unseren Bestenlisten vor:
Motorolas Edge-40-Reihe kann nicht nur teuer, mit dem Edge 40 ohne Pro-Zusatz geht es unter die 600-Euro-Grenze. Ist das Smartphone nur günstiger oder auch gut?
Motorolas Edge-40-Reihe kann nicht nur teuer, mit dem Edge 40 ohne Pro-Zusatz geht es unter die 600-Euro-Grenze. Ist das Smartphone nur günstiger oder auch gut?
Im Vergleich zum Motorola Edge 40 Pro (Testbericht) ist das Edge 40 nicht nur günstiger, sondern auch deutlich flacher. Gerade 7,6 Millimeter Bautiefe und vergleichsweise leichte 171 Gramm Gewicht machen das insgesamt schicke und hochwertige Modell erstaunlich handlich. Erstaunlich, weil das Gerät mit seinem 6,55 Zoll großen Display nun auch nicht gerade klein ist. Aber im Zusammenspiel mit der beinahe weichen, etwas gummiartigen Kunststoffoberfläche auf der Rückseite liegt das Smartphone einfach gut in der Hand. Die Übergänge von der Rückseite zum Metallrahmen sind kaum zu spüren, gleiches gilt für das Glas auf der Front zum Metallrahmen. Schick ist zudem die leicht erhabene Kameraeinheit auf der Rückseite gelungen, die minimal und sanft übergehend eingepasst wurde. Die beiden großen Linsen der Kamera stehen dann allerdings noch einmal deutlich aus dem Gehäuse hervor, sodass das Smartphone auf dem Tisch liegend recht stark wackelt, wenn man es bedienen möchte. Tolle Verarbeitung samt IP68-Zertifizierung zum Schutz gegen Wasser und Staub und die angenehme Handlichkeit machen das Motorola Edge 40 beinahe schon zu einem filigranen Smartphone.
Das wie bereits erwähnt 6,55 Zoll große Display verwendet OLED-Technik und bietet eine Auflösung von 2400 × 1080 Pixel. Damit kommt es auf eine angenehme Bildschärfe von 402 Pixel pro Zoll (ppi) und wirkt dank toller Kontraste, hervorragendem Schwarzwert sowie auf Wunsch angenehm lebendigen Farben ein insgesamt tolles Bild. Bewegte Inhalte wirken dank einer Bildwiederholungsfrequenz von bis zu 144 Hertz im Zusammenspiel mit der starken restlichen Hardware des Smartphones absolut flüssig. Die Helligkeit liegt nur unwesentlich unter der des Pro-Modells, 875 cd/m² sorgen selbst im Sommer bei direkter Sonneneinstrahlung aufs Panel für ordentliche Ablesbarkeit. Etwas schade ist der Umstand, dass Motorola kein vollwertiges Always-on-Display einbaut, sondern nur bei Berührung des Screens oder bei Bewegung des Smartphones kurz entsprechende Informationen einblendet. Das ist auch beim Pro-Modell so.
Die Kameras des Motorola Edge 40 erinnern auf den ersten Blick an die des Pro-Modells, auch wenn eine Telelinse fehlt. Tatsächlich bietet die Hauptkamera mit ihren ebenfalls 50 Megapixel aber sogar ein echtes Highlight: Mit einem optischen Bildstabilisator (OIS) schießt sie dank einer extrem lichtstarken Blende von f/1.4 auch bei wenig Licht erstaunlich gute Fotos. Insgesamt sehen Aufnahmen damit bei Tag schön scharf und knackig aus, allerdings werden Grüntöne etwas überbetont. Bildrauschen ist nicht zu finden und die Bilddynamik ziemlich gut. Erstaunlich ist der Umstand, dass auch bei Nachtaufnahmen Bildrauschen schwach ausgeprägt ist. Das Zusammenspiel von OIS und extremer Blende macht sich hier positiv bemerkbar.
Der Weitwinkel kann hier nicht ganz mithalten, bezüglich der Bildschärfe hat er klar das Nachsehen. Für gelegentliche Aufnahmen im Alltag reicht der aber allemal. Schade, dass ein Teleobjektiv fehlt, der Digitalzoom kann beim Edge 40 nämlich spätestens bei Vergrößerungen über Faktor Zwei nicht mehr überzeugen. Gut gefallen hat uns die Frontkamera mit ihren 32 Megapixel. Sie erlaubt nicht nur herkömmliche Selfies, sondern auch Groufies mit etwas mehr Weitwinkel. Videos sehen zwar eigentlich ganz ordentlich aus, allerdings beherrscht das Edge 40 nur 4K/30 oder FHD/60 – und das trotz des recht potenten Chipsatzes. Das ist nicht ganz nachvollziehbar. Für die Preisklasse bis 600 Euro macht das Smartphone aber beim Thema Kamera – vor allem bei der Hauptlinse – insgesamt eine ganz ordentliche Figur.
Im Gegensatz zum Pro-Modell steckt im Edge 40 kein Snapdragon 8 Gen 2 von Qualcomm, sondern ein Dimensity 8020 von Mediatek. Der ist insgesamt nicht so leistungsstark wie der Spitzenchipsatz des Konkurrenten, er richtet sich aber auch nicht an Highend-Smartphones. Auch beim Speicher hat das „normale“ Edge 40 leicht das Nachsehen, statt 12 gibt es 8 GByte RAM und der mit 256 GByte gleich große interne, nicht erweiterbare Speicher verwendet UFS 3.1 statt die schnellere 4.0-Version. In Benchmarks macht sich das nur bedingt bemerkbar. In 3Dmark Wildlife Extreme erreicht das Mittelklasse-Smartphone 1270 statt 3600 Punkte, bei PCmark Work 3.0 sind es hingegen sogar 15.300 statt 15.000 Punkte. Auch wer genau darauf achtet, wird im Alltag nur leichte Unterschiede sehen. Das Edge 40 reagiert insgesamt nicht genauso flott wie das bärenstarke Pro-Modell, abseits so eines direkten Vergleiches schlägt sich das Edge 40 aber ziemlich gut. Über mangelnde Leistung wird hier wohl niemand klagen, selbst bei den meisten Spielen sollten Gamer zufrieden sein. Hier ist allerdings am ehesten ein echter Unterschied zu sehen, zumindest bei extrem anfordernden Games.
Beim Rest setzt Motorola ebenfalls den Rotstift an, auch hier gilt aber wieder: Wer (im übertragenden Sinne) nicht gerade auf Highscore-Suche ist, sollte im Alltag problemlos mit der gebotenen Hardware auskommen. Das Edge 40 bietet Wifi-6 statt -7, Bluetooth 5.2 statt 5.3 und USB-C-2.0 statt -3.2. Letzteres dürfte das sein, was Nutzern am ehesten übel aufstößt. Uns hat zudem der recht weit unten platzierte Fingerabdrucksensor mit nicht gerade fehlerfreier Erkennung gestört. Die Stereolautsprecher haben uns hingegen mit vollem Klang und Dolby Atmos überzeugt.
Bei der Software setzt Motorola auf sein bekanntes Erfolgsrezept mit aktuellem, weitgehend „unverbasteltem“ Android – hier in Version 13. Zum weitgehend Vanilla-belassenen Betriebssystem bietet Motorola weiterhin seine tollen Moto-Actions an, die in der dazugehörigen App eingestellt werden dürfen. Gerade die Aktivierung der Taschenlampenfunktion durch eine doppelte Hackbewegung ist für uns nach wie vor unerreicht. Für das Update-Versprechen von Motorola gilt das leider nicht, hier bietet der Hersteller nur zwei volle Android-Versionen und drei Jahre Sicherheits-Updates. Das machen Konkurrenten wie Google und Samsung wesentlich besser.
Mit 4400 zu 4600 mAh ist der Akku des Motorola Edge 40 gar nicht viel kleiner als im Pro-Modell und auch kabelloses Laden per Qi-Standard mit 15 Watt ist wieder mit dabei. Per Kabel dauert das wegen 68 statt 125 Watt etwas länger, nach knapp 40 Minuten ist das Gerät hier wieder voll. Insgesamt liegt die Laufzeit des Edge 40 mit einer Akkufüllung in etwa auf dem Niveau des Pro-Modells – bedeutet: Die fast 12 Stunden im Battery Test von PCmark deuten auf eine Laufzeit hin, die im Alltag locker einem Tag, eher aber zweien entspricht. Das ist ein ordentlicher Wert für ein kräftiges und so dünnes Smartphone.
Die UVP des Motorola Edge 40 liegt bei knapp 600 Euro. Unterschiedliche Speicherversionen gibt es nicht, dafür die drei Farben Schwarz, Blau und Grün.
Ein richtig tolles Smartphone hat Motorola mit dem Edge 40 auf die Beine gestellt, das nur wenige Wünsche offenlässt. Das schlanke Design mit den Edge-Kanten vorn und dem weichen Kunststoffmaterial auf der Rückseite gefällt uns gut, ebenso die Leistung mit ordentlich Speicher. Die Kamera überrascht mit guten Nachtaufnahmen, für Videos wäre aber 4K/60 schön gewesen. Beim Akku punktet das Modell ebenfalls und das Display ist klasse. Bleibt für uns nur USB 2.0 als Kritikpunkt – das sollte in Smartphones jenseits der 400-Euro-Marke im Jahr 2023 nicht mehr auftauchen. Größter Konkurrent für das Edge 40 dürfte das Google Pixel 7 (Testbericht) sein. Wer weitere Alternativen sucht, sollte unsere Bestenliste bis 500 Euro zurate ziehen.
High-End-Power in der Mittelklasse: Das Poco F6 bietet viel Leistung für wenig Geld. Wie gut das neue Smartphone von Xiaomi ist und welche Schwächen es gibt, zeigt dieser Test.
High-End-Power in der Mittelklasse: Das Poco F6 bietet viel Leistung für wenig Geld. Wie gut das neue Smartphone von Xiaomi ist und welche Schwächen es gibt, zeigt dieser Test.
Unter der Marke Poco bietet Xiaomi seit vielen Jahren Smartphones mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis an. Die Modelle der F-Reihe legen den Fokus dabei auf möglichst viel Leistung zum kleinen Preis. Innerhalb der meist einfach verarbeiteten Gehäuse aus Kunststoff kommen schnelle Prozessoren zum Einsatz, die Displays können sich in der Regel auch mehr als sehen lassen.
Im Poco F6 werkelt der potente Snapdragon 8s Gen 3. Dazu gesellt sich ein 6,67-Zoll-Display mit OLED-Panel und 120 Hertz sowie ein Netzteil mit 90 Watt und eine 50-Megapixel-Kamera. Das klingt zu gut für einen Preis ab 377 Euro? Ob es einen Haken gibt, klärt dieser Testbericht.
Weitere Alternativen zeigen wir in der Top 10: Die besten Smartphones bis 500 Euro – Samsung vor Xiaomi und Google.
Das Poco F6 sieht sehr schick aus und ist flach (7,8 mm) und leicht (179 g). Sehr markant sind die beiden großen Linsen, die mit dem LED-Blitz wie ein überraschtes Emoji aussehen. Die Verarbeitung ist sauber, allerdings wirkt das Gerät etwas billig, denn sowohl der Rahmen als auch die Rückseite sind nur aus Kunststoff. Das wuchtige Handy liegt gut und rutschfest in der Hand, kann aber einhändig nicht bedient werden. Zudem ist die Oberfläche erfreulich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Der Schutz vor Wasser und Stab entspricht IP64. Damit ist es zwar vor Spritzwasser geschützt, aber nicht wasserdicht.
Das OLED-Display des Poco F6 misst in der Diagonale 6,67 Zoll – wie auch schon beim Poco X6 (Testbericht) oder Poco X6 Pro (Testbericht). Die Auflösung fällt mit 2712 × 1220 Pixel sehr hoch aus und hat eine messerscharfe Bilddarstellung zur Folge bei hohen 446 PPI (Pixel pro Zoll). Die Bildqualität weiß mit ausgeprägten Kontrasten und satten, aber dennoch natürlichen Farben, zu überzeugen. Für ein geschmeidiges Bild sorgen die 120 Hz an Bildwiederholrate. Geht es allein um die Anzeige, spielt das Poco F6 auf Oberklasse-Niveau. Zudem ist der Screen strahlend hell, sodass man auch bei Sonnenlicht die Anzeige noch gut ablesen kann.
Das Setup ist recht simpel: Die Dual-Kamera bietet eine Hauptlinse mit 50 Megapixel, optischem Bildstabilisator (OIS) und f/1.59 sowie ein Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und f/2.2. Mit einer unnötigen Makrolinse verschont uns Xiaomi. Die Frontkamera bietet 20 Megapixel.
Standardmäßig fasst das Hauptobjektiv vier Pixel zu einem zusammen, um die Lichtempfindlichkeit zu erhöhen. Die Bilder der Hauptlinse haben damit eine Auflösung von 12,5 Pixeln. Optional kann man aber die vollen 50 Megapixel abrufen. Bei Tag gelingen mit dem Poco F6 wirklich gute und scharfe Aufnahmen mit ausgeprägten Bilddetails. Der Dynamikumfang könnte jedoch etwas höher ausfallen, so wirken die Bilder bei schlechtem Wetter etwas eintönig und farblos.
Für Aufnahmen bei Dunkelheit steht ein Nachtmodus zur Verfügung, bei dem man das Handy dann aber möglichst ruhig halten sollte. Diese hellen die Aufnahmen spürbar auf – sofern genug Restlicht vorhanden ist. Ist es zu dunkel, sind die Fotos dann aber dennoch stark von Bildrauschen geprägt. Dank des starken Prozessors filmt das Poco F6 auch in 4K mit 60 FPS. Dabei wirken die Clips durch OIS gekonnt stabilisiert.
Weitwinkel-Aufnahmen weichen farblich erfreulich wenig ab von der Hauptlinse ab. Aufgrund der geringen Auflösung sind Bilddetails aber deutlich weniger ausgeprägt. Gut gefallen haben uns Selfies. Im Porträtmodus erzeugen sie ein sauberes Bokeh rund um Profil. Mit der Selfie-Kamera filmt das Poco F6 maximal mit Full-HD bei 60 FPS.
Die Kamera-App bei Hyper OS bietet zudem verschiedene Filter, einen Beauty-Modus für Personen, eine Zeitlupe sowie einen Zeitraffer sowie einen Kurzfilm- und einen Panorama-Modus. Es gibt zudem optionale Profile für eine längere Belichtungszeit bei Aufnahmen.
Als Antrieb kommt der Snapdragon 8s Gen 3 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Variante des High-End-Prozessors von Qualcomm. Dieser liegt in etwa auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 8 Gen 2 und ist minimal stärker als der Dimensity 8300 des Poco X6 Pro. Egal, ob für Spiele, einfache Anwendungen oder Surfen: Die Leistungsreserven sind immens, das Handy arbeitet immer geschmeidig. Das belegen auch die starken Ergebnisse bei den Benchmarks (15.000 Punkte bei PCmark, 3100 Punkte bei Wild Life Extreme).
Sehr großzügig bemessen ist der Speicher: So bietet die kleine Variante schon 256 GB und 8 GB RAM, es gibt zudem eine Ausführung mit 512 GB und 12 GB RAM. Zum Einsatz kommt dabei der flotte Standard UFS 4.0. Einen Slot für Speicherkarten gibt es allerdings nicht. Zu den Schnittstellen gehören ferner Bluetooth 5.4, Wi-Fi 6E, 5G, NFC sowie ein Infrarot-Port. Die Ortung ist mit 3 Metern nach GPS-Test recht genau und erfolgt via A-GPS, Beidou, Glonass, Galileo sowie QZSS.
Der Fingerabdruckscanner im Power-Button arbeitet schnell und verlässlich. Die Stereo-Lautsprecher bieten eine klaren und fülligen Klang, neigen bei hoher Lautstärke jedoch leicht zum Scheppern.
Als Betriebssystem kommt Android 14 mit der Bedienoberfläche Hyper OS zum Einsatz. Wie immer steckt etwas viel Bloatware im Poco. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus Mai und ist so nicht mehr ganz aktuell. Xiaomi verspricht drei Updates bis Android 17. Zudem gibt es für vier Jahre Sicherheitsupdates.
Trotz schlankem Gehäuse kommt ein großer Akku mit 5000 mAh zum Einsatz. Hier zeigt sich jedoch, dass die Effizienz des Snapdragon 8s Gen 3 Luft nach oben hat. Die Akkulaufzeit von 11 Stunden laut PCmark Battery Test ist zwar ordentlich, aber nicht übermäßig hoch. Einen Tag sollte das Poco F6 aber gut durchhalten.
Dank 90 Watt mit einem proprietären Netzteil (liegt bei) ist es schnell aufgeladen. Ein komplett leeres F6 ist in 45 Minuten aufgeladen, von 20 auf 100 Prozent vergeht rund einer halben Stunde. Kabellose Laden gibt es aber nicht.
Die UVP für das Modell mit 8/256 GB liegt bei 450 Euro, die Variante mit 12/512 GB bei 500 Euro. Im Straßenverkauf sind die Geräte aber deutlich günstiger zu haben. Das schwarze Modell mit 8/256 GB gibt es schon für 377 Euro. Die größere Variante liegt bei 419 Euro. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz, Grün und Titan (Silber).
Wer lieber auf ein hochwertiges und edles Gehäuse mit Kunstleder setzt, sollte das Poco X6 Pro (Testbericht) ab 299 Euro in Erwägung ziehen. Noch schnelleres Laden, ein wasserdichtes Gehäuse und eine höhere Auflösung der Linse bietet das Redmi Note 13 Pro+ 5G (Testbericht) ab 308 Euro. Liegt das Augenmerk eher auf einer möglichst guten Kamera, dann ist in der Preisklasse das Google Pixel 8a (Testbericht) für 469 Euro eine gute Option.
Das Poco F6 ist ein Poco X6 Pro (Testbericht) auf Steroiden. Der Snapdragon 8s Gen 3 bietet enorm viel Power für den Preis, auch das helle Display überzeugt auf ganzer Linie. Die Kamera bietet für den Preis gute Aufnahmen, allerdings kann sie sich von der Konkurrenz hier nicht absetzen. Das Mittelklasse-Smartphone bietet eine ordentliche Akkulaufzeit und lädt mit 90 Watt sehr flott. Allerdings wirkt das Poco F6 nicht gerade hochwertig und ist nur gegen Tropfwasser geschützt. Wer möglichst viel Power und ein tolles Display für wenig Geld möchte, ist hier aber an der richtigen Adresse.
Weitere Smartphones finden sich in unseren Bestenlisten:
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi bietet viel Hardware zum günstigen Preis. Neben einem hellen Display und einer 200-Megapixel-Kamera ist das Smartphone jetzt nach IP 68 wasserdicht. Mehr im Test.
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi bietet viel Hardware zum günstigen Preis. Neben einem hellen Display und einer 200-Megapixel-Kamera ist das Smartphone jetzt nach IP 68 wasserdicht. Mehr im Test.
Erneut packt Xiaomi beim Redmi Note 13 Pro+ 5G viel gute Technik in ein edles Gehäuse – zum vergleichsweise fairen Preis. Nahezu auf Flagship-Niveau sind etwa das Ladegerät, das helle Display oder die hochauflösende Kamera. Einiges hatte zwar schon der starke Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ 5G (Testbericht) in petto, das Plus-Modell in der 13. Generation beim Redmi Note ist jetzt erstmalig wasserdicht. Was das Smartphone alles bietet, zeigt dieser Testbericht.
Achtung: Bei diesem Test geht es ausschließlich um das Redmi Note 13 Pro+ 5G. Xiaomi bietet aus der Modellreihe zahlreiche weitere Varianten an, die sich technisch stark unterscheiden. So verfügt das Redmi Note 13 Pro 5G (Preisvergleich) über ein flaches Design des Displays und einen Prozessor von Qualcomm. Zudem ist es nicht nach IP68 wasserdicht, sondern nur nach IP54 spritzwassergeschützt. Das Redmi Note 13 Pro (Preisvergleich) ohne 5G weicht ebenfalls nochmals ab. Das Redmi Note 13 5G (Preisvergleich) wiederum ist deutlich schwächer ausgestattet, das trifft auch auf das Redmi Note 13 (Preisvergleich) zu.
Weitere gute Geräte mit starkem Preis-Leistung-Verhältnis zeigen wir in der Bestenliste Top 10: Die besten Smartphones bis 500 Euro.
Eine der größten Stärken und Neuerungen ist das nach IP68 wasserdicht Gehäuse. Das ist in dieser Preisklasse abseits von Outdoor-Smartphones bisher nicht selbstverständlich. Überzeugend sind auch die Kamera mit 200 Megapixel sowie das schicke Design und das extrem schnelle Ladegerät. Für einen Preis ab knapp 340 Euro bekommen Käufer stellenweise High-End-Features in einem Mittelklasse-Smartphone.
Die wohl wichtigste Neuerung beim Redmi Note 13 Pro+ 5G von Xiaomi ist die IP68-Zertifizierung. Damit ist das Smartphone wasserdicht. Bisher bietet Xiaomi diesen Schutz nur bei seinen High-End-Smartphones an. Das Handy übersteht damit den Aufenthalt in Süßwasser bis in eine Tiefe von einem Meter für rund 30 Minuten. Abgesehen von preiswerten Outdoor-Handys (Bestenliste) bieten nur wenige Smartphones in dieser Preisklasse ein Zertifikat für IP68.
Die Wasserdichtigkeit sieht man dem sonst edlen Gehäuse nicht an. Das Redmi Note 13 Pro+ 5G sieht sehr schick aus. Die Klavierlack-Optik verleiht dem Mobilgerät eine hochwertige Optik, ist allerdings anfällig für Fingerabdrücke. Sehr stabil wirkt es nicht, zum Glück liegt eine dunkelgraue Schutzhülle bei. Das Display ist an den Seiten gewölbt (2,5D). Das Redmi Note 13 Pro+ 5G gehört zu den größeren Smartphones und kann so kaum nur mit einer Hand bedient werden.
Eindrucksvoll beweist das Redmi Note 13 Pro+ 5G, wie gut ein Display in einem Mittelklasse-Smartphone sein kann. Die Anzeige mit stabilem Gorilla Glass misst in der Diagonale 6,67 Zoll und löst mit bis zu 2712 × 1220 Pixel auf (446 PPI). Es liefert damit eine messerscharfe und hervorragende Bildqualität ab. Für ein geschmeidiges Bild bei Animationen oder Spielen sorgt zudem die adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Zudem ist der Bildschirm strahlend hell. Selbst bei Sonnenschein war es stets ablesbar. Xiaomi spricht hier von bis zu 1800 Nits – das ist für den Preis wirklich stark.
Das Xiaomi Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet eine UVP von 499 Euro – mittlerweile bekommt man das Mittelklasse-Smartphone mit 256 GB ab 337 Euro und mit 512 GB für 380 Euro. Hier würden wir gleich zum größeren Speicher raten. Als Farben stehen Weiß, Schwarz und Lila zur Auswahl.
Etwas unübersichtlich ist es mit den vielen Varianten. Nur das Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet IP68 und eine 200-Megapixel-Kamera. Das Note 13 Pro 5G ohne Plus ist nur nach IP54 zertifiziert, hat kein Curved Display und nutzt den etwas schwächeren Prozessor Snapdragon 7s Gen 2. Dafür ist es günstiger. Das Note 13 Pro kommt nur mit 4G und abermals schwächerem Prozessor aus.
Wie schon beim Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ 5G (Testbericht) kommt erneut eine Hauptkamera mit stolzen 200 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung (OIS) zum Einsatz. Damit gelingen hervorragende Aufnahmen bei Tageslicht, mit ausgeprägten Bilddetails und einem weiten Dynamikumfang. Die hohe Auflösung erlaubt auch ohne Telelinse einen gelungenen Zoom. Bis zu einer vierfachen Vergrößerungen weisen die Motive kaum Pixel auf.
Der Nachtmodus hellt Aufnahmen effektiv auf, die ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen, aber mit High-End-Smartphones nicht ganz mithalten können. Überzeugend ist auch die Frontkamera bei Selfies. Weniger der Rede wert sind die 08/15-Linsen für Weitwinkel (8 Megapixel) und Makroaufnahmen (2 Megapixel). Videos wirken stabil und sind mit bis zu 4K bei 30 Bildern pro Sekunde (FPS) möglich.
Als Antrieb dient ein Mediatek MT6886 Dimensity 7200. Zur Rakete macht der SoC das Redmi Note 13 Pro+ jetzt nicht, aber die Leistung ist für die meisten Einsatzzwecke mehr als ausreichend. Das System läuft geschmeidig und ohne nervige Denkpausen. Die adäquate Leistung belegt der Benchmark von PCmark mit 12000 Punkten, was auf dem gleichen Niveau liegt wie er Vorgänger. Etwas besser geworden ist die Grafikleistung, wie die 4200 Punkte beim Test „Wild Life“ von 3Dmark zeigen. Damit eignet sich das Redmi Note 13 Pro+ auch gut zum Spielen.
Gut bestückt ist das Handy beim Speicher: wahlweise 8/256 GB oder 12/512 GB können sich sehen lassen. Eine Speichererweiterung ist allerdings nicht möglich. Die übrige Ausstattung bietet alles, was ein Smartphone benötigt. Enttäuschend ist da nur der langsame Übertagungsstandard per Kabel mit USB-C 2.0
Das Testgerät lief zum Testzeitpunkt am 18. Februar 2024 mit Android 13 und der Bedienoberfläche MIUI 14.0.5. Der Sicherheits-Patch stammt aus Januar 2024. Demnächst löst Xiaomi seine alte Software durch Hyper OS auf Basis von Android 14 ab, ein Update sollte in Kürze folgen. Insgesamt sind für 4 Jahre Sicherheits-Updates geplant, es soll dabei drei große Android-Upgrades bis Version 16 geben. Das ist allerdings jeweils ein Jahr kürzer als etwa beim Xiaomi 13 (Testbericht).
Der Akku ist mit 5000 mAh recht großzügig bemessen, die Akkulaufzeit fällt im Battery Test von PCmark mit unter 10 Stunden aber weniger üppig aus. Allerdings hatten wir die adaptive Bildwiederholrate sowie Auflösung eingestellt, die für einen höheren Energieverbrauch sorgt. Das sollte zwar für einen Tag gut reichen, aber andere Konkurrenten kommen hier auf etwas längere Laufzeiten. Umso brutaler ist das Netzteil mit 120 Watt, damit ist das Handy in nur 30 Minuten aufgeladen. Bereits nach einer Viertelstunde ist der Akku halb voll. Kabelloses Laden gibt es aber nicht.
Eine Kamera mit 200 Megapixel bietet auch das Honor 90 (Testbericht). Etwas günstiger ist zudem Vorgänger Redmi Note 12 Pro+ 5G (Testbericht).
Das Redmi Note 13 Pro+ 5G bietet wie schon der Vorgänger viel für vergleichsweise wenig Geld. Das Display ist auf Flagship-Niveau, die Kamera mit 200 Megapixel schießt exzellente Bilder. Gut gefallen hat uns zudem das Design, endlich ist das Mittelklasse-Smartphone auch komplett wasserdicht. Dank 120 Watt ist das Handy in einer halben Stunde geladen. Wenger der Rede wert ist die Weitwinkel- und Makrolinse, die Akkulaufzeit könnte besser sein.
Top-Display und gute Ausstattung: Das Android-Smartphone Poco X6 bietet ein hervorragendes Preis-Leitung-Verhältnis. Welche Stärken und Schwächen es hat, zeigt der Test.
Top-Display und gute Ausstattung: Das Android-Smartphone Poco X6 bietet ein hervorragendes Preis-Leitung-Verhältnis. Welche Stärken und Schwächen es hat, zeigt der Test.
Die Poco-Reihe von Xiaomi steht für Smartphones mit guter Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld. Das Poco X6 bietet im Preisbereich unter 250 Euro zum Teil Technologie, die es bis in jüngster Vergangenheit erst in Preisklassen jenseits von 400 Euro gab. Dazu gehören etwa ein helles OLED-Display mit 120 Hertz und hoher Auflösung sowie eine gute Ausstattung bei Speicher, Prozessor oder Kamera mit optischer Bildstabilisierung sowie 5G. Es ist ein guter Kompromiss zwischen Poco X6 Pro (Testbericht) und Poco M6 Pro (Testbericht). Ob das Smartphone überzeugen kann und wo die Schwächen liegen, zeigt unser Test.
Wer ein preiswertes Smartphone mit flotter Leistung, Schnellladefunktion und tollem Display sucht, das zumindest bei Tag ordentliche Fotos schießt, ist beim Poco X6 für 229 Euro (Gutschein-Code: FESTIVAL24, gültig bis zum 24.04.2024) genau richtig aufgehoben.
Das Poco X6 bietet ein auffälliges Design mit einer glänzenden Rückseite sowie Rahmen aus Kunststoff. Die Rückseite ist jedoch anfällig für Fingerabdrücke und wirkt nicht sehr hochwertig. Die drei prominent platzierten Kameralinsen verleihen dem Smartphone eine markante Ästhetik. Trotz seiner großzügigen Abmessungen von 163,5 × 76,3 × 8,9 mm liegt das Gerät gut in der Hand und bietet dank seiner IP54-Zertifizierung einen gewissen Schutz vor Spritzwasser.
Das Display des Poco X6 gehört zu den größten Stärken des preiswerten Smartphones, Dank der OLED-Technologie liefert es nicht nur lebendige Farben und tiefe Schwarztöne, sondern auch eine beeindruckende Bildschärfe. Dafür sorgt eine messerscharfe Auflösung von 2712 × 1220 Pixel, die für eine sehr hohe Pixeldichte von 446 PPI sorgt.
Die Helligkeit des Displays ist zudem extrem hoch – der Hersteller spricht von bis zu 1800 Nits. Das ermöglicht eine komfortable Nutzung auch bei direkter Sonneneinstrahlung, was besonders im Outdoor-Einsatz von Vorteil ist. Das kennen wir so nur von Smartphones der Oberklasse oder gehobenen Mittelklasse.
Mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz bietet das Display des Poco X6 zudem eine flüssige Darstellung von Bewegungen beim Scrollen oder Gaming. Diese höhere Bildwiederholrate trägt spürbar zur Nutzererfahrung bei, indem sie ein insgesamt geschmeidigeres und ansprechenderes Bild liefert.
Das Poco X6 kommt mit einer Triple-Kamera daher. Die Hauptlinse bietet 64 Megapixel und sogar optische Stabilisierung (OIS), die standardmäßig per Pixel-Binning vier Bildpunkte zu einem zusammenfasst, dazu kommt eine Weitwinkellinse von 8 Megapixel und eine überflüssige Makrolinse mit 2 Megapixel.
Bei Tag überzeugen die Aufnahmen mit der Hauptkamera. Fotos sind scharf und Bilddetails umfangreich. Der Dynamikumfang könnte etwas ausgeprägter sein, geht für den Preis aber in Ordnung. Bei sehr trübem Wetter wirken die Aufnahmen etwas farblos. Bei Dunkelheit hellt der Nachtmodus zwar die Aufnahmen deutlich auf, allerdings kommt es dann zu starkem Bildrauschen. Für Nachtaufnahmen ist das Poco X6 nicht gemacht, aber für Schnappschüsse im Urlaub bei Tag reicht es allemal aus.
Video sehen dank OIS ziemlich gut aus mit dem Poco X6. 4K-Clips sind mit bis zu 30 FPS möglich, Full-HD mit 60 FPS. Die Weitwinkellinse fällt im Vergleich zum Hauptobjektiv farblich und qualitativ stark ab und ist nur mäßig scharf. Die Bildqualität der Makrolinse ist für die Tonne. Dafür weiß die Selfie-Kamera mit scharfen Aufnahmen zu gefallen – natürlich nur bei Tag. Allerdings kommt es im Porträtmodus zu kleinen Fehlern beim Bokeh rund ums Profil.
Das Poco X6 ist mit einem leistungsstarken Prozessor und großzügigen 8 GB bis 12 GB RAM ausgestattet, was eine schnelle und reibungslose Nutzung gewährleistet – selbst bei anspruchsvollen Anwendungen und Multitasking. Als Antrieb dient der Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2, der für die Preisklasse eine mehr als solide Leistung bietet, das zeigen die angemessenen Ergebnisse in den Benchmarks PCmark Work 3.0 (11.500 Punkte) und 3Dmark Wild Life (3000 Punkte). Damit eignet sich das Poco X6 auch zum gelegentlichen Zocken.
Zudem bietet das Smartphone einen großzügigen internen Speicher von 256 GB bis 512 GB, der ausreichend Platz für Apps, Spiele und andere Inhalte bietet. Mit diesen leistungsstarken Komponenten ist das Poco X6 ideal für Nutzer, die eine flüssige und effiziente Leistung von ihrem Smartphone erwarten.
Abgerundet wird die Ausstattung mit Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, NFC und dem Infrarot-Port von Xiaomi. Die Ortung erfolgt über GPS, Glonass, Beidou, Galileo sowie QZSS. Mobil surft das Poco X6 zudem mit 5G. Nicht ganz auf dem neusten Stand – aber typisch für die Preisklasse: Der Anschluss bietet nur mäßig schnelles USB-C 2.0.
Unser Testgerät lief nach der Aktivierung mit MIUI 14 auf Basis von Android 13 mit einem aktuellen Sicherheits-Patch. In Kürze sollte aber ein Update auf Android 14 mit der neuen Bedienoberfläche Hyper OS folgen – wie es schon beim Poco X6 Pro (Testbericht) zum Einsatz kommt. Sicherheits-Patches sollte es laut Xiaomi für rund vier Jahre geben, zudem besteht Hoffnung auf drei Android-Updates – also bis Version 16.
Ausgeliefert wird das Handy mit etwas Bloatware, etwa Xiaomi-Apps für Kalender, Browser, einem App Store sowie Linkedin, Facebook, Spotify, Netflix, Aliexpress und Opera. Belegt sind rund 45 GB – was bei dem üppigen Speicher aber weniger ins Gewicht fällt.
Der Akku ist mit 5100 mAh ziemlich üppig. Beim Battery Test von PCmark erreicht das Poco X6 eine simulierte Laufzeit von rund 11 Stunden. Das geht in Ordnung, ist aber angesichts des großen Akkus nicht übermäßig stark und liegt so etwas oberhalb des Mittelfelds aus unsern Tests. Über den Tag kommt das Poco X6 aber ohne Probleme. Dank 67 Watt ist es zudem sehr schnell geladen: Nach 15 Minuten ist es halb voll, von 20 auf 100 Prozent gelangt man in knapp 40 Minuten.
Zum Marktstart lag der Preis für das Poco X6 mit 8/256 GB bei 299 Euro. Mittlerweile bekommt man es in der Regel für etwa 250 Euro. Den derzeit besten Preis bietet aktuell Ebay mit dem Gutschein-Code FESTIVAL24 (gültig bis 24.04.2024) für 229 Euro. Mit 12/256 GB kostet es 269 Euro, mit 12/512 GB sind es 318 Euro. Als Farben stehen sehr klassisch Blau, Weiß und Schwarz zur Auswahl.
Ebenfalls ein tolles OLED-Display mit 120 Hertz und viel Speicher bietet das Motorola Moto G84 5G (Testbericht) ab knapp über 220 Euro. Nicht mehr ganz neu, aber gut ausgestattet und sogar wasserdicht ist das Samsung Galaxy A34 (Testbericht) für rund 230 Euro. Ein spannender Exot in edler Optik ist das Blackview A200 Pro (Testbericht) für 250 Euro. Weitere Optionen finden sich in der Top 10: Die besten Smartphones bis 300 Euro – Motorola und Xiaomi vor Samsung.
Mit dem Poco X6 bekommen Käufer ein gutes Smartphone für nur 230 Euro. Die größte Stärke ist das strahlend helle OLED-Display mit 2,7K-Auflösung und 120 Hertz. Die Leistung des Prozessors ist mehr als ausreichend, zudem lädt das Netzteil richtig schnell mit 67 Watt. Für die Preisklasse ist die Update-Politik ebenfalls stark. Die Hauptkamera mit 64 Megapixel und die optische Bildstabilisierung wissen zumindest bei Tag zu überzeugen. Bei Dunkelheit schwächelt die Kamera, zudem wirkt das Kunststoffgehäuse nicht sehr hochwertig.
Richtig viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld bietet das Poco F6 Pro. Wir haben das Budget-Smartphone mit Top-Prozessor von Xiaomi getestet.
Richtig viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld bietet das Poco F6 Pro. Wir haben das Budget-Smartphone mit Top-Prozessor von Xiaomi getestet.
Unter der Marke Poco vermarktet Xiaomi gute Smartphones zum günstigen Preis. Während Modelle wie das Poco X6 (Testbericht) oder Poco X6 Pro (Testbericht) vorwiegend durch das Preis-Leistung-Verhältnis glänzen, bietet die F-Reihe der Marke viel Power für relativ wenig Geld. Neben dem preiswerten Poco F6 (Testbericht) gibt es mit dem Poco F6 Pro eine besonders starke Variante. Sie folgt auf das Poco F5 Pro (Testbericht), das uns letztes Jahr mit guter Leistung zum fairen Preis überzeugt hat.
Kann das neue Modell hier an den Vorgänger anknüpfen? Wie stark das F6 Pro ab 418 Euro ist und ob sich der Aufpreis zum F6 lohnt, zeigt dieser Test. Weitere Alternativen finden sich in der Top 10: Die besten Smartphones bis 500 Euro.
Anders als das preiswertere Poco F6 (Testbericht), das immerhin über IP64 verfügt und somit spritzwassergeschützt ist, hat das Poco F6 Pro keine IP-Zertifizierung. Es ist also nicht wasserdicht, entsprechend vorsichtig sollte man sein. Das ist schade, denn die Konkurrenz bietet mittlerweile in dieser Preisklasse IP67 und teilweise sogar IP68.
Das Poco F6 Pro von Xiaomi ist definitiv ein Hingucker. Verglichen mit den preiswerteren Poco-Modellen aus Kunststoff kommen hier hochwertiges Glas und Metall zum Einsatz. Das große Smartphone wirkt schlank und filigran und ist zudem relativ leicht (209 g) für die dann schon recht wuchtigen Abmessungen (160,9 × 75 × 8,2 mm). Einhändiges Bedienen ist nicht so ohne Weiteres möglich.
Sehr präsent ist das Kameramodul im oberen Drittel auf der Rückseite. Vier Ringe beherbergen die drei Linsen sowie den LED-Blitz auf einem rechteckigen Element. Der übrige Bereich der Rückseite ist aus Glas. Unser Testgerät ist mit einer sehr edlen Schraffierung versehen. Der Rahmen besteht aus Metall. Die Verarbeitung ist erstklassig, der Druckpunkt der Tasten ist solide und Spaltmaße gibt es keine.
Nichts zu meckern gibt es am messerscharfen und strahlend hellem Display. Das OLED-Panel hat eine Diagonale von 6,67 Zoll. Die Auflösung fällt mit 3200 × 1440 Pixel sehr hoch aus, das führt zu einer ausgesprochen scharfen Bildgebung mit 525 PPI (Pixel per Inch). Die Bildqualität überzeugt mit lebendigen Farben und perfekt abgestimmten Kontrasten. Zudem ist die Anzeige bei adaptiver Anpassung immer hell genug, um auch bei starkem Sonnenschein ablesbar zu sein. Wir konnten über 1000 Nits messen, laut Xiaomi sind bis zu 4000 Nits im HDR-Modus möglich.
Als Kamera dient eine Hauptlinse mit 50 Megapixel (f/1.6) sowie optischer Bildstabilisierung (OIS). Dazu kommt jeweils eine Weitwinkellinse mit 8 Megapixel (f/2.2) sowie eine Makrolinse mit 2 Megapixel (f/2.4). Für Selfies steht eine Frontkamera mit 16 Megapixel in einer Punch-Hole-Notch zur Verfügung.
Wie so oft bei Smartphones dieser Klasse gilt auch hier: Hauptkamera hui, Weitwinkel und Makro pfui. Die 50-Megapixel-Linse liefert tolle Aufnahmen bei Tag und macht dank des Nachtmodus in Verbindung mit OIS auch bei Dunkelheit noch eine gute Figur. Üblicherweise fasst die Linse per Pixel Binnning vier Bildpunkte zu einem zusammen, somit entstehen Aufnahmen mit 12,5 Megapixel. Die Methode reduziert zwar die Auflösung, verbessert aber wiederum die Lichtempfindlichkeit. Auf Wunsch kann man auch die volle Auflösung von 50 Megapixel abrufen.
Fotos wirken sehr lebendig dank eines großen Dynamikumfangs, der ein gutes Zusammenspiel aus Licht und Schatten bietet. Bilddetails sind ausgeprägt, der Zoom ist bei zweifacher Vergrößerung noch fast verlustfrei nutzbar, ab fünffacher Vergrößerung neigen die Bilder aber zu grobkörniger Darstellung.
Aufnahmen mit der Weitwinkellinse gehen in Ordnung, offenbaren aber deutlich weniger Bilddetails aufgrund der niedrigen Auflösung. Bei Dunkelheit sollte man den Weitwinkel nicht nutzen, er zeigt dann ohnehin nur dunkles Bildrauschen. Die Makrolinse wiederum hätte man sich auch sparen können. Eine Telelinse wäre uns hier lieber gewesen, diese sind allerdings teurer. Selfies sehen wiederum gut aus, auch das Bokeh im Porträtmodus ist gelungen.
Videos sind mit der Hauptkamera mit bis zu 4K bei 60 FPS (Frames pro Sekunde möglich). Hier zeigt der OIS sein Können, die Clips sehen flüssig und stabil aus und überzeugen mit hoher Bildschärfe und lebendigen Farben. Das gefällt uns gut. Videos mit der Selfie-Cam gelingen in Full-HD bei 60 FPS.
Angetrieben wird das Poco F6 Pro vom Snapdragon 8 Gen 2 - dem Flagship-Prozessor aus dem Vorjahr. Dieser ist nicht mehr ganz neu, bietet aber noch immer eine enorme Leistung für alle Anforderungen. Selbst Gaming ist kein Problem, was die starken Benchmark-Werte bei 3Dmark Wild Life Extreme mit 3500 Punkten sowie PCmark Work 3.0 mit 15.000 Punkten verdeutlichen.
Der RAM beträgt immer 12 GB und als interner Speicher stehen 256 GB, 512 GB sowie 1 TB zur Auswahl – und zwar von der schnellen Sorte mit UFS 4.0. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist aber nicht möglich. Wi-Fi 7, 5G und Bluetooth 5.3 sowie NFC und ein Infrarot-Port sind auch an Bord. Schwach ist der Typ-C-Anschluss, der nur USB 2.0 liefert und damit eine langsame Datenübertagung per Kabel ermöglicht. Für den Preis wäre mehr zu erwarten. Zur Ortung nutzt das Poco F6 Pro Multiband-Technologie via GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic. Laut GPS-Test kommen wir auf eine Genauigkeit von rund 3 Metern.
Das Poco F6 Pro läuft mit Hyper OS 1.0.5 auf Basis von Android 14. Die Änderungen gegenüber der früheren Bedienoberfläche MIUI 14 fallen auf den ersten Blick nur marginal aus. Wie immer ist zu viel Bloatware vorhanden. Zum Testzeitpunkt Ende August stammte der Sicherheits-Patch aus Juli, hier wäre also langsam ein Update fällig. Xiaomi verspricht Sicherheits-Patches für vier Jahre und drei große Android-Updates, also bis Version 17.
Der Akku hat üppige 5000 mAh. Zum Laufzeitwunder wird das F6 Pro damit aber eher nicht, so konnten wir im Battery Test von PCmark rund 10,5 Stunden festhalten. Das liegt nur im Mittelfeld unseres Testfelds. Über den Tag sollte man mit dem F6 Pro aber problemlos kommen. Das Laden geht dann erfreulich schnell – mit 120 Watt ist das leere Handy in weniger als 30 Minuten voll aufgeladen. Kabellose Laden gibt es aber nicht.
Das Poco F6 Pro ist mit Abstand das teuerste Modell der Reihe. Die UVP für das Modell mit 12/256 GB liegt bei 599 Euro. Mittlerweile ist der Preis aber deutlich gesunken. Die Variante mit 12/256 GB startet bei 418 Euro. Unser Tipp ist das Modell mit 12/512 GB, das mit 448 Euro unwesentlich teurer ist. Das F6 Pro mit 1 TB und 16 GB RAM kostet mindestens 640 Euro. Erhältlich ist das Handy in den Farben Schwarz und Weiß.
Weniger Leistung, aber eine bessere Kamera im Vergleich zum F6 Pro bietet das Google Pixel 8a (Testbericht). Wer in dieser Preisklasse eine Telelinse haben will, sollte sich das Samsung Galaxy S23 FE (Testbericht) ansehen. Deutlich günstiger ist das Poco F6 (Testbericht), das fast die gleiche Performance und eine ähnliche Kamera bietet.
Das Poco F6 Pro bietet als Top-Gerät der preiswerten Marke von Xiaomi viel Performance und ein fabelhaftes Display auf Flagship-Niveau. Anders als sonst bei Poco-Modellen wirkt auch die Verarbeitung mit Glas und Metall statt Kunststoff sehr hochwertig. Per 120-Watt-Netzteil ist das Smartphone rasant geladen. Die Hauptkamera überzeugt ferner bei Tag und weitgehend bei Nacht.
Allerdings fehlen einige Merkmale, wie sie Top-Smartphones heutzutage bieten. So gibt es keine Telelinse, die Weitwinkellinse ist nur Durchschnitt und die Makrolinse hätte sich Xiaomi sparen können. Einen Schutz vor Wasser samt Zertifikat gibt es nicht – nicht mal bei Spritzwasser. Wenn das nicht stört, bekommt ein gutes Smartphone, das aber nicht so günstig ist, wie man es von anderen Modellen der Marke her gewohnt ist. Naheliegend ist aus diesem Grund das Poco F6 (Testbericht) als günstige Alternative.
Weitere Smartphones zeigen wir in den Bestenlisten:
Xiaomi hat seine Poco-F-Reihe einem Update unterzogen. Das neue Poco F5 setzt dabei aber nicht mehr auf einen Spitzen-Chipsatz – kann das gutgehen?
Xiaomi hat seine Poco-F-Reihe einem Update unterzogen. Das neue Poco F5 setzt dabei aber nicht mehr auf einen Spitzen-Chipsatz – kann das gutgehen?
Xiaomis Poco-Reihe unterteilt sich in mehrere Unterserien. Die F-Serie stand dabei in der Vergangenheit meist für viel Power bei wenig Geld. Beim neuen Poco F5 ist das zwar immer noch so, allerdings kommt statt eines Spitzen-Chipsatzes ein kräftiger, topaktueller Mittelklasse-Chip zum Einsatz. Ob das reicht, um wieder eine Empfehlung zu bekommen?
Xiaomi setzt beim neuen Poco F5 auf ein leicht eckiges, unauffälliges Design. Das Display vorn weist an den äußersten Rändern nur minimale Krümmung zum Rahmen hin auf, auf der Rückseite ist die wenigstens etwas stärker ausgeprägt. Front und Rückseite gehen dann in einen Kunststoffrahmen über, der auch nur an den äußersten Kanten gerundet ist, überwiegend aber flach und kantig ausfällt. Trotzdem fühlt sich das Smartphone in der Hand nicht unangenehm an und ist trotz Kunststoffrückseite nicht rutschig.
Hinten wird das Gerät optisch von zwei großen und einer dritten kleinen Kamera-Linse dominiert. Als Material setzt der Hersteller auf Kunststoff und verpasst ihm bei unserem Testgerät einen Verlauf von einfachem Schwarz an der Stirnseite des Modells in Schwarz mit feinen grauen Streifen zur Fußseite. Das wirkt ausreichend wertig, aber nicht sonderlich aufregend. Insgesamt überzeugt die Verarbeitung, Spaltmaße sind nur minimal vorhanden und gleichmäßig, die Tasten auf der rechten Seite perfekt in den Rahmen integriert. Gut gefallen uns die für ein Mittelklassemodell recht schmalen und gleichmäßigen Rändern rings ums Display. Nur eine IP-Zertifizierung als Beleg für Schutz gegen Wasser fehlt.
Xiaomi setzt beim Poco F5 wieder auf seine beliebte Displaygröße mit 6,67 Zoll. Das ergibt bei einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixel eine Bildschärfe von 395 Pixel pro Zoll (ppi). Zusammen mit den anderen Vorzügen von OLED, etwa Farbintensität, Schwarzwert und Betrachtungswinkel, macht das ein ordentliches Bild. Gerade mit der maximalen Bildwiederholungsrate von 120 Hz wirkt zudem alles schön geschmeidig, etwa beim Scrolling durch Menüs. Außerdem verspricht Xiaomi beim F5 erstmals eine maximale Helligkeit von 1000 Candela pro Quadratmeter. Das konnten wir im Test nicht ganz verifizieren, mit einem Spitzenwert von stolzen 945 cd/m² (460 Candela im manuellen Modus) ist das Panel aber nah dran und auch bei Sonnenschein gut ablesbar. Einziger Wermutstropfen: Das F5 verfügt im Gegensatz zum F5 Pro über kein echtes Always-on-Display, sondern eher ein „Sometimes-on-Display“.
Die Kamera ist bei Mittelklassegeräten höchst selten im Fokus der Entwicklung, das ist auch beim Poco F5 nicht viel anders. Entsprechend verzichtet der Hersteller auf die Implementierung eines Zoom-Objektives, sondern setzt – auch im Jahr 2023 immer noch – lieber auf eine Makrokamera mit mickrigen 2 Megapixel als Ergänzung für Haupt- und Weitwinkel. Trotzdem hat Xiaomi die Kamera insgesamt nicht vernachlässigt, im Gegenteil. So bietet die Hauptkamera mit Omnivision-Sensor ordentliche 64 Megapixel, eine lichtstarke Blende von f/1.79 und zusätzlich einen optischen Bildstabilisator (OIS). Und selbst der Weitwinkel von Sony (IMX355) mit seinen 8 Megapixel und f/2.2 bringt mehr, als die eher alltäglichen Zahlen für die Breitbild-Aufnahmen vermuten lassen.
Am besten schneidet, wie nicht anders zu erwarten, die Hauptkamera ab. Die ist so schon vom Vorgänger Poco F4 (Testbericht) bekannt und liefert vor allem am Tag ordentliche Bildqualität. Hier passen Bildschärfe, meist auch Bilddynamik sowie Farbwiedergabe und der Unterschied zur deutlich teureren Kameraelite unter den Smartphones ist eher gering. Nur bisweilen etwas schwache Farben mit einem Wechsel ins Gegenteil bei Nutzung der AI-Funktion und hin und wieder eine nicht ganz optimale Bilddynamik bleiben – wie schon beim Vorgänger – als kleine Kritikpunkte.
Bei Nacht werden die Unterschiede zu deutlich teureren Smartphone-Kameras offensichtlicher. Hier sinkt die Bildschärfe stärker und Bildrauschen tritt hervor. Für ein Mittelklassemodell ist das aber trotzdem ziemlich ordentlich. Erstaunlicher zeigt sich der Weitwinkel. Er macht ausreichend scharfe Aufnahmen, selbst zu den Rändern hin sinkt die Bildschärfe durch Verzeichnung nicht wesentlich und die Gesamtqualität ist bei Tageslichtaufnahmen erstaunlich gut. Bei schlechtem Licht sollte man aber definitiv eher zur Hauptkamera greifen. Die Makrokamera mit ihren 2 Megapixel haben wir oberflächlich ausprobiert, schon auf den ersten Blick wurde unsere Meinung zu derart niedrig auflösenden Nahbereichs-Linsen allerdings umgehend bestätigt: Xiaomi hätte die einfach gleich weglassen sollen und niemand wäre ernsthaft traurig gewesen.
Videos sehen ebenfalls gut aus, leider ist schon bei 4K/30 Schluss. Das führt bei Schwenks immer zu einem ruckeligen Eindruck. Gut gefallen hat uns die Bildstabilisierung. Die Selfiecam macht ausreichend scharfe und bei der Farbwahl natürliche Aufnahmen.
Leistung war bislang die Devise der F-Serie von Poco, in diesem Jahr scheint das anders zu sein. Denn mit dem Snapdragon 7+ Gen 2 kommt auf dem Papier nur ein Chipsatz der oberen Mittelklasse zum Einsatz. Der wird im 4-Nanometer-Verfahren von TSMC hergestellt und orientiert sich mit seiner Aufteilung mit Prime-Core, drei Leistungskernen und vier Sparkernen allerdings an den Chips der 8er-Serie. Auch die Adreno 725 erinnert stark an die GPU im Snapdragon 8 Gen 1. Entsprechend wundert es nicht, dass der Abstand zu den Spitzenchips des gleichen Herstellers nicht übermäßig groß ist. So erreicht das Poco F5 in PCmark 3.0 rund 14.100 Punkte, in 3Dmark Wildlife Extreme sind es 1950 Punkte. Je nach Benchmarkt sind das kaum 10 Prozent Unterschied zum stärkeren Snapdragon 8+ Gen 1 – bemerkenswert. In der alltäglichen Nutzung zeigt sich das F5 in allen Situationen absolut flüssig und souverän.
Nicht nur bei der Leistung, auch beim Speicher präsentiert sich das Poco F5 zukunftssicher. In der kleinsten Version ist der 8/256 GByte groß, außerdem gibt es eine Variante mit 12/256 GByte. Der Massenspeicher setzt dabei auf UFS-3.1-Technik und ist nicht erweiterbar. Technisch ist das Smartphone auch sonst auf der Höhe, hier ist von Wifi-6 über NFC und einen IR-Port bis hin zu 5G alles dabei. Lediglich der USB-C-2.0-Anschluss stört, aber dieser inzwischen eigentlich etwas zu langsame Standard ist leider auch im Jahr 2023 in der Mittelklasse noch normal. Dafür verfügt das Modell sogar noch über einen 3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer. Der Sound des integrierten Lautsprechers ist ausreichend kräftig, der Fingerabdrucksensor im Powerbutton reagiert schnell und zuverlässig.
Xiaomi installiert auf dem Poco F5 Android 13 und packt darüber einen Launcher, der der MIUI-Oberfläche von Xiaomis anderen Geräten ähnelt. Kleine Unterschiede bleiben, so gibt es bei Poco etwa keinen App-Drawer. Auffällig sind die zahlreichen Zusatz-Apps, gemeinhin als Bloatware bezeichnet. Zwar gibt es mehr oder weniger komplizierte Möglichkeiten, die zusätzlichen Xiaomi-Apps loszuwerden, dennoch wäre es wünschenswert, wenn Xiaomi hier einfach ein paar Gänge zurückschalten würde. In anderen Bereichen wäre genau das Gegenteil schön. Denn zu einem Update-Versprechen konnte sich Xiaomi für seine Poco-Phones bislang nicht durchringen, auch wenn immer mal wieder von 3 Systemupdates und 4 Jahren Sicherheits-Patches gemunkelt wird. Das wäre klasse, eine offizielle Selbstverpflichtung aber noch besser.
Der Akku kommt mit 5000 mAh im F5 daher, das ist inzwischen ein durchschnittlicher Wert. Die daraus bezogene Akkulaufzeit ist hingegen sogar überdurchschnittlich. Bei 200 Candela und automatischer Frequenzanpassung bis zu 120 Hz hielt das Poco F5 im Battery Test von PCmark über 13 Stunden durch. Im Alltag wirkt das Modell sogar noch kräftiger, sodass durchschnittliche Nutzer gut 2 Tage ohne Zwischenladen auskommen dürften. Ein Tag ist zumindest überhaupt kein Problem. Geladen wird mit 67 Watt – das ist inzwischen kein herausragender Wert mehr, dennoch ist der Akku damit in rund 45 Minuten komplett geladen und 10 Minuten reichen bei leerem Akku für rund 40 Prozent. Das ist voll in Ordnung, nur kabelloses Laden bekommt man beim F5 nicht.
Das Poco F5 gibt es zu einem vergünstigten Einführungspreis von 380 Euro, die eigentliche UVP liegt aber bei knapp 430 Euro. Die Version mit 12/256 GByte Speicher liegt zum Testzeitpunkt beim Hersteller bei knapp 420 statt 480 Euro. Der Straßenpreis ist noch niedriger.
Das Xiaomi Poco F5 ist ein Smartphone mit vielen Stärken und wenig Schwächen. Das helle OLED-Display überzeugt, gleiches gilt für Leistung und Speicher und selbst die Hauptkamera ist stark – zumindest bei Tageslicht nicht nur für den Preis des Smartphones. Die Kunststoffrückseite finden wir halb so schlimm, da stört uns das Fehlen eines echten Always-on-Displays schon mehr und auch die große Zahl an Bloatware muss nicht sein. Auf die Makrokamera hätte Xiaomi gleich verzichten können – aber die müssen Nutzer ja auch nicht verwenden. Insgesamt ist das Poco F5 derzeit das beste Smartphone bis 400 Euro.
Wer sich selbst einen Überblick verschaffen und vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere Top 10 der besten Smartphones werfen, die regelmäßig aktualisiert werden:
Den zum Poco F5 passenden Tarif findet man im Tarifrechner von heise.de. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.
Das Samsung Galaxy A54 5G ist das beste Modell der A-Reihe der Koreaner. Ob das Handy als Gerät für die Massen überzeugt, klärt der Test von TechStage.
Das Samsung Galaxy A54 5G ist das beste Modell der A-Reihe der Koreaner. Ob das Handy als Gerät für die Massen überzeugt, klärt der Test von TechStage.
Nachdem Samsung das Galaxy A74 gestrichen hat, ist das Galaxy A54 5G das Top-Modell der Galaxy-A-Reihe unterhalb der Galaxy-S-Smartphones. Der Nachfolger des Samsung Galaxy A53 (Testbericht) ähnelt stark dem Samsung Galaxy A34 (Testbericht), bietet aber eine bessere Kamera und einen Exynos-Chipsatz. Der Vorgänger enttäuschte uns speziell mit der mittelmäßigen Performance sowie dem billig anmutenden Plastik-Look. Jetzt greift Samsung wieder zu einem eigenen Prozessor, bei einem Snapdragon 7 Gen 1 hätten wir ein besseres Gefühl gehabt.
Ob das Samsung Galaxy A54 als „Volkshandy“ für die Massen dennoch überzeugen kann, zeigt unser Test.
Die Koreaner gleichen das Design des Galaxy A54 an die Top-Modelle Samsung Galaxy S23 (Testbericht) & Co. an. Damit ähnelt das Smartphone stark dem preiswerteren Samsung Galaxy A34 (Testbericht). Schluss ist also mit der gewöhnungsbedürftigen und teils billig anmutenden Kunststoff-Optik der Vorgängermodelle.
Drei markante Ringe aus Metall um die einzelnen Objektive erinnern an die Flagships von Samsung. Anders als beim Galaxy A34 ist die Rückseite beim A54 sogar aus Glas. Der Rahmen besteht aus Kunststoff, wenngleich eine metallfarbene Lackierung zumindest optisch einen hochwertigen Akzent setzt. Optisch ähnelt das A54 stark dem preiswerten Bruder. Aufgrund des minimal kleineren Bildschirmes ist das Galaxy A54 wenige Millimeter kürzer (Maße: 158,2 × 76,7 × 8,2 mm) als das Galaxy A34. Es ist damit nahezu gleich groß wie das Samsung Galaxy S23+ (Testbericht). Allerdings ist die glänzende Rückseite ziemlich empfindlich gegenüber Fingerabdrücken.
Die Frontkamera ist erneut in einer dezenten Punch-Hole-Notch mittig oben im Display eingelassen. Rechts sitzen die Power-Taste und Lautstärkewippe, die mit einem festen Druckpunkt überzeugen. Der Fingerabdruckscanner sitzt im unteren Bereich des Bildschirmes. Die Verarbeitung ist gelungen, störende Spaltmaße finden sich keine. Damit wirkt das Galaxy A54 insgesamt erwachsener und hochwertiger als die Vorgänger und fügt sich nahtlos in die Design-Sprache aller aktuellen Smartphones der Koreaner ein. Dank einer Zertifizierung nach IP67 übersteht das Handy auch einen Aufenthalt in Süßwasser für maximal 30 Minuten bei einer Tiefe von einem Meter.
Mit einer Diagonale von 6,4 Zoll fällt das OLED-Display etwas kleiner aus als beim Samsung Galaxy A34 (Testbericht) oder Samsung Galaxy S23+ (Testbericht). Die Auflösung von 2340 × 1080 Pixel (Full-HD+) sorgt für ein gestochen scharfes Bild bei rund 403 Pixel pro Zoll (ppi). Einzelne Bildpunkte sind nicht mehr zu erkennen. Dank einer Aktualisierungsrate von bis zu 120 Hertz erscheinen Animationen beim Scrollen oder bei Spielen immer geschmeidig.
Die Bildqualität des Bildschirmes ist hervorragend. Farben wirken kräftig, aber nicht unnatürlich, Kontraste sind gut abgestimmt und Schwarz ist wirklich so, wie es sein sollte – OLED sei Dank. Hell genug ist die Anzeige allemal. Selbst bei strahlendem Sonnenschein kann man die Anzeige noch ablesen. Damit stellt es etwa das nicht mehr ganz taufrische, aber dennoch gute Samsung Galaxy S21 FE (Testbericht) ordentlich in den Schatten – im wahrsten Sinne des Wortes.
Größter Vorteil gegenüber dem preiswerteren Galaxy A34 ist die Kamera. Die Hauptlinse bietet 50 Megapixel mit einer f/1.8-Blende sowie einem optischen Bildstabilisator (OIS). Damit entspricht das technische Setup des Hauptobjektivs weitgehend dem Galaxy S23. Ähnlich sieht es bei der zweiten Linse für Weitwinkelaufnahmen aus, diese bietet 12 Megapixel sowie f/2.2. Die dritte Linse im Bunde mit 5 Megapixel dient wie schon beim Galaxy A34 für Makroaufnahmen. Für Selfies kommt eine Linse mit stolzen 32 Megapixel zum Einsatz.
Das Galaxy A54 schießt bei Tag richtig gute Fotos. Für den Urlaub kann man sich damit eine Digitalkamera eigentlich sparen. Bilddetails sind ausgeprägt, der Dynamikumfang ist groß, Kontraste und Farben sind gut abgestimmt und natürlich. Standardmäßig fasst das Hauptobjektiv vier Pixel zu einem zusammen, sodass Aufnahmen mit einer Auflösung von 12,5 Megapixel entstehen. Optional kann man auch die vollen 50 Megapixel abrufen. Lediglich bei Dunkelheit lässt die Kamera nach und sorgt für Bildrauschen. In diesem Punkt kann das Galaxy A54 wenig überraschend nicht mit dem Samsung Galaxy S23 (Testbericht) mithalten – bei Tag schon.
Die Weitwinkellinse liefert ebenfalls gute Aufnahmen und weicht farblich nur minimal von der Hauptlinse ab. Bei Dunkelheit ist das Objektiv aber wenig zu gebrauchen. Die dritte Linse dient als Makrolinse – ist also eher zum Alibi da, um das Design mit drei Objektiven zu gewährleisten. Verglichen mit den niedrig auflösenden Makrolinsen andere Smartphones gelingen Nahaufnahmen aber zufriedenstellend dank der ordentlichen Auflösung von 5 Megapixel.
Richtig gut gefallen haben uns Videoaufnahmen. Hier macht sich die optische Bildstabilisierung positiv bemerkbar und liefert stabile Videoclips ohne Wackler. Maximal sind 4K bei 30 Bildern pro Sekunde (fps) möglich, oder Full-HD mit 60 fps. Selfies sowie Videos mit der Frontkamera überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie.
Eine der größten Schwachstellen des Vorgängers war der eher mittelmäßige Prozessor von Samsung. Erneut setzen die Koreaner auf ein eigenes Produkt in Form des Exynos 1380 mit jeweils vier Cortex-A78- und Cortex-A55-Kernen. Hier scheint Samsung seine Hausaufgaben erledigt zu haben. Die CPU bietet eine mehr als ausreichende Leistung, was die guten Werte beim Benchmark PCmark Work 3.0 mit rund 13.000 Punkten zeigen. Das liegt auf Augenhöhe mit dem Snapdragon 7 Gen 1. Im Alltag zeigt sich das System geschmeidig und verschont den Nutzer mit Denkpausen.
Im Hinblick auf Grafikleistung erreicht die integrierte GPU Mali-G68 MP5 etwa 2800 Punkte beim Test „Wild Life“ von 3Dmark. Das ist solide, der Snapdragon 7 Gen 1 ist hier nur minimal stärker. Zum Vergleich: Ein Snapdragon 888 erreicht rund 6000 Punkte. Ein Gaming-Smartphone ist das Galaxy A54 damit nicht, aber für die meisten gängigen Casual Games ist es mehr als gewappnet. Der Snapdragon 7 Gen 1 von Qualcomm wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen, insgesamt sind wir aber zufrieden mit dem Exynos-Chip.
Gut gerüstet ist das A54 mit 8 GByte beim Arbeitsspeicher, 2 GByte RAM mehr als beim A34. Als interner Speicher stehen 128 oder 256 GByte zur Verfügung. Mit UFS 2.2 kommt aber nicht der allerschnellste Speicher zum Einsatz. Hier sind viele Konkurrenten mit UFS 3.1 und einem SoC (System on a Chip), der das entsprechend unterstützt, besser aufgestellt. Eine Erweiterung über eine microSD-Karte ist aber immerhin auf bis zu 1 TByte möglich.
Sofern mobile oder heimische Netzwerke es hergeben, surft das Galaxy A54 maximal schnell mit 5G sowie Wi-Fi 6. Bluetooth 5.3 und NFC sind ebenfalls an Bord. Allerdings bietet der USB-C-Slot nur den langsamen Standard USB 2.0 – was auch 2023 bedauerlicherweise bei den meisten Mittelklasse-Smartphones noch immer der Fall ist. Der Fingerabdrucksensor im Display arbeitet flott und zuverlässig.
Zur Ortung nutzt das Gerät A-GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS. Die Genauigkeit liegt laut GPS-Test bei rund 4 Metern. Die Telefonqualität ist gut, man hört den Gesprächspartner bei gutem Netzempfang ausreichend klar. Überraschend gut, klar und voluminös ist der Klang der Lautsprecher, selbst Musik klingt damit ordentlich.
Das Galaxy A54 nutzt als Betriebssystem Android 13 mit der Samsung-eigenen Bedienoberfläche One UI 5.1. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus Juni 2023 und ist somit hinreichend aktuell. Generell ist Samsung sehr lobenswert, was Updates angeht. Bis zu vier Versions-Upgrades soll das Handy bekommen, Sicherheits-Updates gibt es für fünf Jahre.
Der Akku fällt mit 5000 mAh ziemlich üppig aus. Beim Battery Test erreichte das Smartphone eine ordentliche Akkulaufzeit von rund 12 Stunden. Damit hält es locker im Alltag einen Tag durch. Ein Netzteil legt Samsung generell nicht bei. Maximal lädt das Galaxy A54 mit 25 Watt, der Ladevorgang dauert etwas mehr als eine Stunde. Kabelloses Laden unterstützt das Handy nicht.
Die UVP des Samsung Galaxy A54 5G lag zum Marktstart und Testzeitpunkt im Juli 2023 mit 128 GByte internem Speicher bei 489 Euro, mit 256 GByte sogar bei üppigen 539 Euro. Mittlerweile ist der Preis auf rund 330 Euro stark gesunken. Als Farben stehen Schwarz (Awesome Graphite), Weiß (Awesome White), Zitrusgrün (Awesome Lime) und Lila (Awesome Violet) zur Auswahl.
Mit dem Galaxy A54 ist Samsung endlich wieder ein richtig gutes Smartphone für die Massen gelungen. Die Schwachstellen des Vorgängers konnten gut ausgeglichen werden. Klar, ein Snapdragon-Chip wäre uns lieber gewesen, aber die neuste Generation des Exynos zeigt eine solide Performance, die für die meisten Aufgaben gewappnet ist. Das Display ist exzellent und nahezu auf Flagship-Niveau. Richtig gut ist die Kamera mit OIS bei Tag – nachts kann sie aber mit Top-Modellen nicht mithalten. Da mittlerweile der Preis deutlich gesunken ist, können wir guten Gewissens eine Kaufempfehlung für das Samsung Galaxy A54 5G geben. Käufer profitieren von langen Software-Updates und Schutz vor Wasser.
Wer auf stolze 200 Megapixel bei der Kamera zugreifen möchte, sollte sich das Redmi Note 12 Pro+ (Testbericht) von Xiaomi ansehen, das mit 256 GByte sogar günstiger ist als das A54. Smartphones mit mehr Power bei einem ähnlichen Preis sind das Oneplus Nord 2T 5G (Testbericht) sowie das Xiaomi Poco F4 (Testbericht). Wer keinen so großen Wert auf die Kamera legt, bekommt mit dem Samsung Galaxy A34 (Testbericht) eine in den meisten anderen Punkten fast gleichwertige, aber deutlich günstigere Alternative. Weitere empfehlenswerte Handys dieser Preisklasse zeigt unsere Top 10: Die besten Smartphones bis 400 Euro.
Das Nothing Phone 2a löst das erste Oberklasse-Modell des jungen Herstellers ab und ist dabei zugleich das erste Mittelklasse-Smartphone des Unternehmens. Besser als der Vorgänger ist es trotzdem – aber ist es auch gut?
Das Nothing Phone 2a löst das erste Oberklasse-Modell des jungen Herstellers ab und ist dabei zugleich das erste Mittelklasse-Smartphone des Unternehmens. Besser als der Vorgänger ist es trotzdem – aber ist es auch gut?
Seit sich Firmenchef Carl Pei von Oneplus verabschiedet und mit Nothing ein neues Unternehmen gegründet hat, bieten dessen bislang erschienene Modelle Nothing Phone 1 (Testbericht) und Nothing Phone 2 (Testbericht) ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis, starke Technik und die „Glyphen“ genannte LED-Beleuchtung auf der halbtransparenten Rückseite. Beide Modelle gingen bislang als Oberklasse durch. Das ändert sich mit dem neuen Nothing Phone 2a, bei dem es sich erstmals um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Da es das erste Modell von Nothing ablöst, muss es dabei aber natürlich besser sein – aber wie möchte ein Mittelklasse-Gerät ein Topmodell ablösen? Diese Frage klären wir im Test.
Auch wenn es echte Einzel-Highlights wie das grandiose OLED-Display gibt, so ist doch das stimmige Gesamtpaket zusammen mit dem in Relation günstigen Preis das absolute Highlight des Nothing Phone 2a. Denn das Gerät bietet nirgends echte Schwächen, jedoch überall Stärken, bei denen im Detail nichts unübertroffen ist (kein Wunder, handelt es sich doch „nur“ um ein Mittelklasse-Smartphone), im Zusammenspiel aber prächtig harmoniert. Nur sporadisch werden selbst anspruchsvolle Nutzer noch mehr Leistung vermissen – das macht das Nothing Phone 2a zu einem der besten Smartphones unter 330 Euro.
Das Modell gibt es mit 8/128 GB Speicher ab 329 Euro, die Version mit 12/256 GB kostet rund 379 Euro. Nur wenige Modelle wie ein Xiaomi Poco X6 Pro (Testbericht) für inzwischen ab 307 Euro können es mit dem Nothing Phone 2a aufnehmen.
In Leaks vor Vorstellung des Nothing Phone 2a hieß es, der Hersteller würde aus Kostengründen auf die „Glyphen“ genannte LED-Beleuchtung auf der transparenten Rückseite verzichten. Dem ist nicht so und entsprechend sieht man unter der durchsichtigen Kunststoffabdeckung hinten wieder Andeutungen von technischen Komponenten, Schrauben – und eben jenen LED-Bändern. Die scharen sich beim günstigsten Nothing-Modell aber nur um die Doppelkamera, die nun im Hochformat neben- statt übereinander angeordnet ist und an die Augen eines freundlichen Roboters erinnern. Neben der Reduzierung der Glyphen auf den oberen Bereich des Smartphones ist auch die Zahl der LED-Bänder reduziert, es gibt nur noch drei davon.
Die Front des Smartphones überzeugt vorwiegend mit für ein Mittelklasse-Smartphone erstaunlich ebenförmigen, dünnen Display-Rändern, das wirkt hochwertig. Die Ecken des Modells sind stark abgerundet, die Kanten zum Rahmen hingegen kaum, wodurch das Gerät ein monolithisches Aussehen erhält, das gut zum technischen-modernen Gesamt-Look passt. In der Hand liegt das Smartphone dennoch ausreichend gut – in etwa so wie das Nothing Phone 2 (Testbericht), dessen Maßen es im Wesentlichen entspricht. Dabei bemerkt der Nutzer aber schnell, dass Nothing fast ausschließlich auf Kunststoff setzt, das stört aber nur kurz. Insgesamt macht das Nothing Phone 2a einen hochwertigen und robusten Eindruck. Gegen Feuchtigkeit ist es gemäß IP54 geschützt.
Beim Display entscheidet sich Nothing beim Phone 2a für ein 6,7 Zoll großes OLED mit erweiterter Full-HD-Auflösung, mit der es das Gerät auf eine gute Bildschärfe von fast 400 ppi (Pixel pro Zoll) bringt. Farben, Blickwinkel, Schwarzwert – all diese wichtigen Eigenschaften fallen bei Nothings neuestem Werk erstaunlich gut. Der Nutzer dürfte sich eingangs die Frage stellen, ob er wirklich das günstige Mittelklasse-Modell oder nicht doch das doppelt so teure und von vorn fast gleich aussehende Nothing Phone 2 (Testbericht) in den Händen hält.
Auch bei der Helligkeit liefert das Unternehmen ab. Bis zu 1300 cd/m² soll das Modell bei HDR-Inhalten schaffen, 1100 Candela unter freiem Himmel. Tatsächlich kam das 2a dort auf über 1000 Candela – ein sehr guter Wert. Die Darstellung wird zwar vom Display nicht komplett variabel gestaltet, die unterste Darstellungsfrequenz liegt aber mit 30 Hz recht niedrig und spart so Strom. Maximal bietet das Display 120 Hz und ist insgesamt richtig gut. Das gilt auch für den optischen Fingerabdrucksensor, der ins Display integriert ist.
Nothing verzichtet beim Phone 2a dankenswerterweise auf technischen, im Alltag überflüssigen Schnickschnack wie Makro- oder Tiefenschärfesensor. Stattdessen der Hersteller auf zwei ehrliche Sensoren mit je 50 Megapixel für Haupt- und Weitwinkelkamera. Durch diese Auslegung ist der qualitative Unterschied zwischen den Linsen geringer, als wenn zusätzlich zur unterschiedlichen Auslegung auch noch eine große Differenz bei der Auflösung hinzukäme. Sichtbar ist er trotzdem, was unter anderem an der unterschiedlichen Blende liegt, die bei der Hauptkamera bei f/1.88, für den Weitwinkel nur bei f/2.2 liegt. Außerdem verfügt nur die Hauptlinse über einen optischen Bildstabilisator (OIS).
Vor allem die Hauptkamera bildet Inhalte etwa bei Kontrast, Schärfe und Farben angenehm natürlich ab. Das mag im Detail hinter teureren Modellen zurückstecken, schlägt sich im Alltag aber klasse und liegt nur wenig hinter dem teureren Nothing Phone 2 (Testbericht). Gut gefallen haben uns zudem das schön sämige Bokeh bei Aufnahmen im Nahbereich und der 2fache digitale Zoom macht seine Arbeit ebenfalls ordentlich. Bei Nachtaufnahmen schlägt sich das 2a ebenfalls erstaunlich gut, auch wenn hier die Unterschiede zu Topmodellen offensichtlicher werden. Alle Aussagen treffen auch auf den Weitwinkel zu, allerdings in abgeschwächter Form. Positiv, zumindest bei ausreichendem Licht, sehen wir außerdem die Frontkamera. Sie macht ebenfalls schön natürliche Aufnahmen – klasse!
Der eingebaute Mediatek Dimensity 7200 Pro ist bislang in keinem anderen Smartphone zu finden, angeblich wurde das Pro-Modell in direkter Zusammenarbeit zwischen Mediatek und Nothing für das Phone 2a entwickelt. Im Test liefert es sehr ordentliche, wenn auch keine High-End-Leistung ab. Dank Fertigung in 4 Nanometer Strukturbreite soll das Modell nicht nur rund 15 Prozent schneller, sondern auch effizienter als das Nothing Phone 1 (Testbericht) sein. Tatsächlich ist es in Benchmarks und im Alltag schneller als der Vorgänger mit Snapdragon 778G+. Bei PCmark Work 3.0 und 3DMark Wild Life Extreme erreicht das neue Modell so 7300 und 1150 Punkte, was guten Mittelklassewerten entspricht.
Das bestätigt sich auch im Alltag. Beim Öffnen von Apps, Navigation in Menüs und selbst bei vielen offenen Tabs im Browser haben Nutzer kaum das Verlangen nach mehr Leistung, woran auch die mit 8/128 GB oder erst recht 12/256 GB Speicher einen guten Anteil haben dürften. Ein kleines Highlight sind die bereits erwähnten Glyphen auf der Rückseite, bei denen es sich um drei weiße LED-Bänder handelt, die der Nutzer in einigen Belangen individualisieren darf. So darf er etwa bestimmte Blinkmuster bei Anrufen besonderen Kontakten zuweisen, sich per abnehmendem LED-Band einen ablaufenden Timer darstellen oder bei bestimmten Nachrichteneingängen einen Teil der Glyphen aufleuchten lassen. Das bietet außer Nothing (fast) kein anderer Hersteller. Nur Unihertz hat sich mit dem Luna (Testbericht) in einen ähnlichen Bereich vorgewagt. Weitere Angaben zur Technik bietet unsere Tabelle.
Hersteller Nothing installiert auf dem Nothing Phone 2a Nothing OS 2.0, dem Android 14 zugrunde liegt. Grundsätzlich hält sich Nothing nah an Vanilla-Android, sofern der Nutzer das bei der Installation des Smartphones so auswählt. Ansonsten wird auf den ersten Blick alles umgedreht. Denn dann überzieht der Hersteller Android mit seinem eigenen Theme, das nicht nur die typische Pixel-Schrift der Nothing-Phones mitbringt, sondern auch eigene Widgets im gleichen Stil sowie eine komplett monochrome Darstellung der UI – auch im App Drawer. Das muss man mögen, ist aber definitiv einzigartig. Bei der Funktionalität gibt es weniger Unterschiede, sie betreffen in erster Linie die Steuerung der Glyphen sowie Anbindungen an Tesla und Apples Airpods. Positiv: Nothing verspricht drei Jahre Android-Updates und vier Jahre Sicherheits-Patches – das ist in der Mittelklasse stark.
Nothing baut in das Phone 2a den bislang stärksten Akku seiner Modelle ein, es gibt stramme 5000 mAh. Mit Blick auf die Konkurrenz ist das aber nichts Außergewöhnliches. Im Alltag gibt es wenig Überraschungen. In PCmark Battery Test erreichte das Phone 2a gute 11 Stunden – das ist nicht außerordentlich viel, aber ein akzeptabler Wert. Kabelloses Laden gibt es nicht, per hinzugekauften Netzteil ist bei 45 Watt Schluss, womit das Smartphone in kaum mehr als einer Stunde wieder voll ist. In der Mittelklasse ist das in Ordnung, wobei uns der Wegfall eines Netzteils im Lieferumfang nicht behagt.
Das Nothing Phone 2 kostet in der UPC als Version mit 8/128 GB Speicher 329 Euro und ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich. Die Version mit 12/256 GB kostet 379 Euro und somit 50 Euro mehr.
Alternativen zum Nothing Phone 2a sind etwa:
Auch wenn es echte Einzel-Highlights wie das grandiose OLED-Display gibt, so ist doch das stimmige Gesamtpaket zusammen mit dem in Relation günstigen Preis das absolute Highlight des Nothing Phone 2a. Denn das Gerät bietet nirgends echte Schwächen, jedoch überall Stärken, bei denen im Detail nichts unübertroffen ist (kein Wunder, handelt es sich doch „nur“ um ein Mittelklasse-Smartphone), im Zusammenspiel aber prächtig harmoniert. Nur sporadisch werden selbst anspruchsvolle Nutzer noch mehr Leistung vermissen – das macht das Nothing Phone 2a zu einem der besten Smartphones unter 330 Euro.
Im Folgenden geben wir einige Tipps, worauf Interessenten in dieser Preisklasse besonders achten sollten. Natürlich kommt es dabei immer auch auf den persönlichen Geschmack an – wem die Kamera weniger wichtig ist, der achtet vielleicht lieber auf einen möglichst starken Chipsatz. Wir hingegen sehen die Smartphone-Kamera als besonders wichtig an, während alle aktuellen Chips in dieser Preisklasse absolut ausreichen, um schnellen und ruckelfreien Betrieb zu gewährleisten – das ist uns wichtiger als möglichst hohe Benchmark-Ergebnisse. In jedem Fall: Wer die kommenden Hinweise beachtet, sollte vor Fehlkäufen gefeit sein.
Im Folgenden geben wir Tipps, auf welche Features Käufer bei Smartphones bis 400 Euro besonders achten sollten. Dabei gehen wir etwa darauf ein, was angemessene Qualität bei einem Foto bei einer Smartphone-Kamera verspricht und ob es immer eine Triple-Kamera sein muss, welche Angaben auf gute Display-Qualität hindeuten und was überhaupt bis 400 Euro zu bekommen ist – kurz: Was ist für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig?
Ein wichtiger Punkt, auf den Käufer bei einem Smartphone zwischen 300 und 400 Euro bezüglich der Software achten sollten, ist Aktualität. Weniger als Android 13 sollte 2024 niemand bei so viel Geld akzeptieren – auch wenn Android 12 im Alltag sicherlich kein Beinbruch wäre. Allerdings geht es hier auch um die Versorgung mit Software-Updates und -Patches für die nächsten Jahre. Da wir uns auf Modelle aus mindestens 2023 beschränken, ist eine aktuelle Android-Version aber in dieser Top 10 kein Problem. Alle Modelle unserer Bestenliste haben Android 13 oder 14. Welche Modelle eine Chance auf ein Update haben, zeigt unser Ratgeber zu Android 14. Versions- und Sicherheits-Updates für drei oder vier Jahre sind in dieser Preisklasse heute gut zu bekommen.
Beim Chipsatz sollte es wenigstens ein Prozessor der oberen Mittelklasse sein. Bei Qualcomm ist das etwa ein Chip der 7er-Reihe, Mediatek ist mit seinen Dimensity-Chips der 70XXer- oder 80XXer-Serie (und höher) ein großer Wurf gelungen. Auch (ehemalige) Spitzenchipsätze sind bisweilen in dieser Preisregion schon zu haben. Dazu gehören etwa der Dimensity 8100, 8020 sowie Snapdragon 7 Gen 3, 8 Gen 2 oder 8S Gen 3 – es wird also richtig fix! In jedem Fall gilt: Ist der Chipsatz nicht zu alt und schwach, sollte auch ein vermeintlich langsamerer Chip kein Ausschlusskriterium sein. Denn im Alltag kommt es nicht auf Benchmark-Ergebnisse an, sondern auf flüssige, direkte Bedienung. Die erreichen alle in dieser Bestenliste genannten Modelle.
Beim Speicher gilt: 6 GByte RAM sollte nicht unterschritten werden, das ist in dieser Preisklasse inzwischen unterer Standard. In unserer aktuellen Fassung der Bestenliste herrschen Smartphones mit 8 GByte vor, manchmal gibt es sogar 12 GByte – wobei sich die Frage stellt, ob das wirklich nützlich oder nur Schönfärberei auf dem Datenblatt ist. Schaden wird es zumindest nicht, vorwiegend dann, wenn man das Handy länger nutzen möchte. Der interne Speicher sollte nicht kleiner als 128 GByte sein, vor allem, wenn er nicht erweiterbar ist. Um 400 Euro sind aber 256 GByte problemlos und manchmal sogar 512 GByte zu bekommen. So viel Speicher gab es vor wenigen Jahren noch nur in sündhaft teuren Spitzenmodellen.
Das Display sollte im genannten Preissegment dank Punch-Hole-Notch und Diagonalen jenseits der 6 Zoll eine Menge Platz bieten, von Auflösungen unter Full-HD-Plus (also niedriger als 2400 × 1080 Pixel) sollten Interessenten die Finger lassen. In unserer Aufzählung sind ausschließlich Panels mit FHD+ enthalten, alle Modelle verfügen zudem über (P)OLEDs und AMOLEDs mit erhöhter Bildwiederholungsrate.
IPS-LCDs sind inzwischen eher die Ausnahme und niedrigeren Preisbereichen vorbehalten. Weniger als 90 Hz gibt es bei aktuellen Modellen nicht mehr, 60-Hz-Modelle sind nach der Oberklasse auch in der Mittelklasse längst ausgelaufen. Inzwischen haben sich bis 400 Euro 120 Hz gegen 90 Hz durchgesetzt, 144 Hz oder mehr sind aber noch die Ausnahme – und auch nicht zwingend nötig. Denn für flüssige Darstellung bewegter Inhalte reichen eigentlich 90 und erst recht 120 Hz aus, darüber steht der zusätzliche Energieverbrauch eigentlich nicht mehr im Verhältnis zu einem besseren Ergebnis.
Nicht nur ein Google Pixel knipst gute Bilder, auch deutlich günstigere Modelle schaffen das mittlerweile. Ein Grund: Es kommt nicht mehr nur darauf an, hochwertige, teure und technisch komplizierte Hardware zu verwenden, sondern Software wird immer wichtiger. Trotzdem sollten auch bei der Hardware einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein.
Ergänzend zur Hauptlinse haben die meisten Smartphones unter 400 Euro zusätzlich Ultraweitwinkel und immer wieder mal (wenn auch selten) optische Vergrößerung. Gerade auf solche Telelinsen legen wir großen Wert, da sie die Einsatzmöglichkeiten der Fotografen deutlich erweitern. Zudem kommen immer häufiger Smartphones mit optischem Bildstabilisator (OIS) hinzu. Modelle mit dieser Ausstattung bieten ordentliche Bildqualität, da sie Verwackler gut verhindern und bei schwierigen Lichtverhältnissen längere Belichtungszeiten erlauben. Trotzdem ist zumindest bei Aufnahmen mit wenig Licht der Unterschied zu Spitzenmodellen weiterhin sichtbar.
Wie wichtig weitere Faktoren wie Akkuleistung, KI oder spezielle Gaming-Features sind, hängt stark vom Nutzungsverhalten jedes Käufers ab. Beim Akku sollten aber weniger als 4000 mAh die Ausnahme sein oder wenigstens durch hohe Ladegeschwindigkeit ausgeglichen werden. Das gilt für Watt-Leistungen von über 50 Watt. Wer Wert auf Wasserdichtigkeit oder kabelloses Laden legt, sollte besonders gut hinschauen – zumindest letzteres kommt bis 400 Euro immer noch selten vor. Wasserfestigkeit bis IP54 („Spritzwasser“) ist hingegen schon ziemlich verbreitet und gelegentlich gibt es auch Handys mit IP68-Rating. Die überleben dann auch vollständiges Untertauchen, solange das Modell nicht gerade in den Marianengraben sinkt und auch nicht stundenlang unter Wasser liegt. Standards wie 5G, der aktuell schnellste Funkstandard, oder Dinge wie USB-C und NFC sind in allen Modellen unserer Top 10 vorhanden.
Auch in der Mittelklasse finden Interessenten gelegentlich High-End-Performance, zumindest ist der Abstand zu absoluten Top-Modellen teilweise erstaunlich gering. 5G bekommt man um 400 Euro inzwischen regelmäßig und mittlerweile gibt es hier sogar Smartphones mit (hoher) IP-Zertifizierung. Die Bildwiederholfrequenz ist inzwischen ebenfalls locker mit 120 Hz zu bekommen, unter 90 Hz sollte ohnehin niemand mehr kaufen – all die schönen Top-Features werden immer mehr in die Mittelklasse durchgereicht.
Nur für Sonderwünsche, etwa kabelloses Laden, müssen Käufer dann meist doch noch tiefer in die Tasche greifen, auch wenn es inzwischen selbst damit erste Modelle bis 400 Euro gibt. Nur bei der Kamera gibt es bisweilen noch spürbare Unterschiede zu Flaggschiffen, so fehlt bis 400 Euro immer noch fast immer eine brauchbare Telelinse. Zudem bieten die meisten Geräte in dieser Preisregion nur USB-C 2.0 statt des schnelleren 3.x-Standards.
Wer mit anderen Preisklassen vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere weiteren Top 10 der besten Smartphones werfen, die regelmäßig aktualisiert werden:
Übrigens: Wer zu seinem neuen Smartphone einen passenden Tarif sucht, wird vielleicht im Tarifrechner von heise.de fündig. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.
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