Vorträge mit PowerPoint aufnehmen – ein Erfahrungsbericht

Die Aufnahme eines Vortrags kann sehr hilfreich sein. Mit PowerPoint geht das inzwischen recht einfach.

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(Bild: metamorworks / Shutterstock.com)

Von
  • Michael Keller

Vor Kurzem habe ich online einen Vortrag gehalten. Das Ganze aus einem Studio mehrere hundert Kilometer von zu Hause entfernt. Zur Absicherung habe ich vorher ein Video von dem Vortrag aufgenommen: den Vortrag inklusive meiner Anmerkungen in Ton und Bild. Schließlich hätte ja auch das ein oder andere dazwischen kommen können: Erkrankung, Haushaltsunfall, Autopanne. Um nur ein paar Hindernisse zu nennen. Das Leben ist bei Überraschungen bekanntermaßen recht kreativ.

Well Organized – Michael Keller

Michael Keller, Jahrgang 1982, entwickelt beruflich mit der Programmiersprache ABAP Anwendungen für SAP ERP Systeme, bevorzugt im Logistikumfeld. Sein Interesse gilt dabei insbesondere dem Einsatz von modernem ABAP zur Erzeugung wartbarer und damit zukunftsfähiger Softwarearchitekturen. Gleichzeitig stellt er sich täglich der Frage, wie man sinnvoll mit Legacy Code arbeiten kann.

Für mich um so überraschender war, wie komfortabel das inzwischen funktioniert. Man kann von PowerPoint halten, was man will. Aber zumindest in meinem Umfeld ist die Anwendung sehr verbreitet und auf so ziemlich jedem PC und Notebook installiert. OK, gefühlt werden auch die meisten Präsentationen damit erstellt und viele Anwender haben mehr oder weniger viel Erfahrung mit der Software.

Erwartet hatte ich vor der Recherche zur Aufzeichnung meines Vortrags eine wirre Kombination aus mehreren unterschiedlichen Softwarekomponenten, die je nach Tagesform miteinander können oder nicht. Aber siehe da, PowerPoint meistert die Herausforderung heutzutage ganz alleine. Quelle surprise!

Bewerkstelligen lässt sich die Aufnahme mit Hilfe des Menübands "Aufzeichnen". Von dort aus startet man die Aufzeichnung entweder ab der aktuellen Folie oder vom Anfang der Präsentation. Voraussetzung sind eine Videokamera und ein Mikrofon. In meinem Falle beides integriert in einer Mittelklasse-Webcam eines bekannten Herstellers.

Für mich stellte sich schnell heraus, dass ich meine Kommentare pro Folie aufnehmen sollte. Das zeigt PowerPoint dann auch in jeder Folie als Videofenster im unteren rechten Bildbereich an. Jederzeit kann man die Aufnahme der gerade angezeigten Folie löschen und erneut aufnehmen – angenehm. Einige Folien musste ich mehrfach aufnehmen, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war.

Nach etwas Übung und Zeit konnte ich so meinen 35-minütigen Vortrag aufzeichnen. Die PowerPoint-Datei wuchs schnell von ursprünglich 400 KB auf mehrere 100 MB.

Nach Abschluss der Aufzeichnung exportierte ich das Video. Da es in 720p grobkörnig aussah, habe ich es auf 1080p ausgeben lassen. Die Konvertierung dauerte überraschend lang. In meiner Erinnerung die Länge einer Tasse Kaffee, die nach all dem Sprechen dringend fällig war. Mein AMD Ryzen 5 2400G mit 32 GB RAM war auf jeden Fall beschäftigt. Ergebnis: Eine mp4-Datei mit um die 350 MB.

Das Resultat ließ sich sehen. Zudem: 350 MB kann man via Filehosting-Dienst und schneller Internetanbindung mal eben den Kollegen in mehreren hundert Kilometer Entfernung einfach zur Verfügung stellen.

In Endergebnis also empfehlenswert. Übrigens war die Anreise im Nachhinein nicht das Problem. Auf der Rückreise habe ich mir viele Kilometer der Autobahn A3 in Ruhe, teilweise im Stillstand, über einen Zeitraum von einer Stunde ansehen können – liegengebliebener Laster in einer der unzähligen Baustellen.

Wie oben geschrieben: Das Leben überrascht einen immer wieder. Gut wenn man eine kleine "Absicherung" hat.

In diesem Sinne, bleibt organisiert und strukturiert

euer Michael

(rme)