IoT: Status Quo und Ausblick

  • Beitrag vom 16.12.2019

Das Internet of Things (IoT) ist nach wie vor eines der führenden Themen rund um die Digitale Transformation, das Unternehmen beschäftigt. Doch wohin geht die Reise?

Prädiktive Instandhaltung, vernetzte Fahrzeuge, smarte Infrastrukturen oder vernetztes Gesundheitswesen sind nur einige Bereiche, in denen das Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) Einzug in den Alltag von Unternehmen und Menschen hält. IoT entwickelt sich schnell zu einer der wichtigsten Quellen für Daten(-gewinnung) und Business Intelligence.

Allgemein ausgedrückt ist das Internet der Dinge (IoT) ein Netzwerk physischer Objekte – also Endgeräte, Fahrzeuge, Maschinen –, die über Sensoren, Software und Netze miteinander verbunden und damit in der Lage sind, Daten zu sammeln, auszutauschen und zu verarbeiten. Das erfolgt häufig ohne menschliches Zutun und geschieht zunehmend durch „eigene“ Entscheidungen der vernetzten Geräte.

Im Kontext

Während der Fokus in der „Frühgeschichte“ des IoT auf der digitalen Integration von physikalischen Dingen lag, gewinnt aktuell die Synchronisierung von Menschen und Gegenständen zunehmend an Fahrt. Kurz: Der Kernnutzen (und damit auch der Fokus) von IoT wird ab 2020 in der Interaktion von Menschen und „Dingen“ sowie in integrierten Prozessen liegen. IoT wird als die Schlüsseltechnologie betrachtet, der die digitale Transformation vorantreibt. Und wie immer gilt: Daten sind der kleinste gemeinsame Nenner, wenn es darum geht, Arbeitsabläufe zu verbessern oder Geschäftsprozesse zu optimieren.

IoT mit und ohne menschliche Eingriffe

Eine nachhaltige Entwicklung ist das verbesserte Zusammenspiel zwischen Menschen und ihrer Umgebung durch den Einsatz von IoT. IoT-Komponenten werden so in die Prozesse eingebunden, dass der Mensch in der Lage ist, schneller bessere Entscheidungen zu treffen oder seinen Alltag effizienter und/oder angenehmer zu gestalten.

Ein weiterer starker IoT-Trend: autonome Prozesse ohne direktes menschliches Zutun. Durch eine Zunahme an Rechenleistung und eine Verschiebung von „Intelligenz“ auf Endgeräte (Stichwort: „Edge-AI“) werden einzelne Gegenstände zukünftig verstärkt Verträge abschließen (Stichwort: „Smart Contracts“) oder mehrstufige Prozesse auslösen.

IoT funktioniert nur im Verbund

Auch wenn IoT als eine Schlüsselkomponente der digitalen Transformation gesehen wird und die damit verbundenen Umsatzmöglichkeiten enorm sind: IoT-Systeme sind auf andere Technologien angewiesen. Hierzu zählen insbesondere Cloud- und Edge-Lösungen, aber auch Netzwerk- und Übertragungslösungen sowie künstliche Intelligenz. Erst durch ein Zusammenspiel dieser Technologien und IT-Infrastrukturen lassen sich nutzbare IoT-Anwendungen realisieren. IoT braucht Konnektivität, Interoperabilität und gemeinsame Normen.

Was 2020 zu erwarten ist

Im Kontext von IoT werden häufig die Begriffe „smart“ und „connected“ verwendet: „Smart Cars“, „Smart Factories“, „Connected Living“, „Connected Health“. Diese Formulierungen drücken aus, dass IoT die jeweiligen Umgebungen intelligenter macht, als es im Vor-IoT-Zeitalter der Fall war.

„Smart“ und „Connected“ wird zum neuen Standard, was im kommenden Jahr besonders deutlich wird. So werden Smart Home-Devices 2020 neue Rekordmarken setzen. Die Verfügbarkeit der Basistechnologien und insbesondere die zunehmende Verbreitung von 5G sind die Grundlage für deren Verbreitung. Neben Komfort und Automatisierung sind die Themen Sicherheit und Schutz die Treiber. Darüber hinaus wird der Druck, Energie zu sparen, ein Treiber für IoT im privaten Umfeld sein. Intelligente Thermostate und Lichtsteuerung werden die Lösungen sein, die am stärksten nachgefragt werden.

Neben IoT-Security und dem Bedarf an besseren Analysen wird IoT im geschäftlichen Umfeld insbesondere im Zusammenspiel mit Blockchain-Ansätzen an Relevanz gewinnen. Die bereits erwähnten dezentralen selbstverwalteten Aktionen (exemplarisch Verträge etc.) von IoT-Systemen bedingen eine Dokumentation und Nachweispflicht. Hierfür eignen sich Blockchains. Aber mit Blockchain lassen sich nicht nur Verträge bzw. Aktivitäten nachverfolgen. Mit Blockchain können unter anderem auch IoT-Geräte authentifiziert und identifiziert oder umgekehrt auch Geräte außer Betrieb genommen werden.

Kurz: Sowohl im privaten Umfeld (CIoT) als auch im gewerblichen und industriellen Umfeld (IIoT) wird die Nachfrage nach IoT-Lösungen 2020 deutlich steigen. Der Reifegrad der Unternehmen und der Reifegrad der Technologie selbst nimmt zu. Unterstützende Technologien, wie etwa 5G-Netzwerke, werden IoT-Lösungen weiter stärken und deren Verbreitung beschleunigen.

 

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