App statt Workshop: Ist-Analyse für SAP-Systeme

  • Beitrag vom: 30.04.2019

Eine aktuelle Umfrage der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) zeigt, was SAP-Nutzer im Jahr 2019 planen: Von den 244 Befragten, die ihre Geschäftsprozesse mit Software aus Walldorf realisieren, stehen Big Data (46 Prozent), Internet of Things (43 Prozent) sowie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen (32 Prozent) oben auf der Agenda. Für Anwendungen wie diese ist SAP S/4HANA wie gemacht: Die Business Suite der nächsten Generation ist seit 2015 auf dem Markt und wirbt mit In-Memory-Technologie und Echtzeit-Datenverarbeitung um die Gunst der Kunden.

Aber mit ihrem Umstieg auf die neue SAP-Suite tun sich Anwender bis dato schwer. Laut DSAG-Umfrage haben erst drei Prozent der Unternehmen auf SAP S/4HAHA migriert. Immerhin planen 39 Prozent den Umstieg auf SAP S/4HANA binnen der nächsten drei Jahre. Was die Migration kompliziert macht: „SAP S/4HANA ist kein technisches Releasewechsel, sondern ein Technologiesprung“, sagt Diana Bohr, Chief Technology Officer bei West Trax. „Wer migrieren möchte, macht daraus besser nicht nur ein IT-Projekt, sondern ein Thema fürs Management und jede Fachabteilung, um Anforderungen zu bestimmen.“

SAP-Systeme mit Tool analysieren

Bohr weiß, wovon sie spricht. West Trax ist darauf spezialisiert, SAP-Systeme zu analysieren und Kunden Orientierung zu bieten. Der Anbieter mit Sitz in Hahnstätten bei Limburg an der Lahn wurde 2003 gegründet. Seitdem hat West Trax mit seinen Tools mehr als 1.700 SAP-Systeme in 15 Branchen auf den Prüfstand gestellt. Bohr: „Wir evaluieren beispielsweise die Kernprozesse und bestimmen, was die Kunden bei einer Migration anpacken müssen.“ Denn: Unternehmen haben oft den Durchblick verloren, was in ihren SAP-Systemen genau vor sich geht. Nicht nur Eigenentwicklungen haben die ERP-Landschaft komplex gemacht, sondern auch die Abläufe selbst: So kann es vorkommen, dass eine Firma an zwei Standorten mit unterschiedlichen SAP-Prozessen für ein- und denselben Geschäftsvorgang arbeitet. „Das stellen Anwender erst fest, wenn sie unsere Analysen sehen“, sagt Bohr.

Und der Blick für Details ist im Hinblick auf SAP S/4HANA wichtig: Wollen Unternehmen auf die neue Suite migrieren, müssen sie sich auf diese zubewegen – nicht andersherum. Was SAP „Fit to Standard“ nennt, bedeutet nichts weniger, als dass alles auf den Prüfstand kommen muss – jede Buchung, jeder Prozess, jede Individualentwicklung. Warum? Weil SAP S/4HANA erst dann das volle Potential ausspielt und umfangreiche Innovationen zulässt, wenn Firmen alle Prozesse und Anwendungen mit den Möglichkeiten realisieren, die das ERP-System im Standardumfang vorsieht. Anders die SAP-Vorgängersysteme: Was hier nicht passte, wurde so lange individualisiert, bis es passte.

Ist-Analyse bestimmt Migrationspfad und Benchmarks

Genau hier helfen die Tools und Analysen von West Trax: Bohr und ihr Team ermitteln, wie weit die ERP-Landschaft eines Kunden von dem abweicht, was SAP S/4HANA im Standardumfang bietet. Die Ergebnisse zeigen dann alle Abweichungen auf und verweisen sogar auf die entsprechenden Best Practice-Lösungswege, die SAP in der mittlerweile auf mehr als 1.000 Seiten angewachsenen Simplification List für die Migration vorsieht. „Zudem erhalten die Kunden Benchmarks, um die eigene Situation anonym mit Vertretern der eigenen Branche vergleichen zu können“, sagt Bohr. Auch kostspielige Eigenentwicklungen prüft die Ist-Analyse. Bohr: „Sieben von zehn Individualanpassungen werden gar nicht mehr genutzt oder sind veraltet, zeigt unsere Erfahrung.“

Wo sich Unternehmen sonst mit Workshops behelfen, um die Ist-Analyse vor einer SAP-Migration durchzuführen, sind die Software-Auswertungen präziser und lückenloser: Die Anwendung von West Trax arbeitet direkt mit den rohen SAP-Nutzungsdaten, um den Reifegrad automatisiert zu messen und Anforderungen zu bestimmen. „80 bis 90 Prozent der Analysen laufen auch bereits über unsere App in der SAP Cloud Platform. Ergebnisse liegen dann für alle Buchungskreise, Nutzer und Firmenstandorte binnen 24 Stunden vor“, sagt Bohr.

West Trax und die Telekom: Webinare für den Mittelstand

Gemeinsam mit der Telekom hat West Trax Pakete geschnürt, die SAP-Anwendern aus dem Mittelstand Orientierung und Unterstützung bieten sollen. Wollen Unternehmen beispielsweise ihre SAP-Landschaft einer Ist-Analyse unterziehen, Migrationsszenarien ausloten, Benchmarks bestimmen, Zielinfrastruktur und IT-Anforderungen ermitteln, dann stehen beide Partner dafür bereit.

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