Eigene Überholspur in die Cloud

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Autor: Martin König, Senior Product Manager für Cloud & IT
  • Beitrag vom: 05.09.2019

Die Wahl der richtigen Computernetzwerke wird für Unternehmen zunehmend entscheidend für den eigenen Geschäftserfolg. Um IT-Services aus der Public oder Hybrid Cloud zu nutzen, scheint das Internet vielen Firmen jedoch einige Schwächen aufzuweisen. Gründe dafür sind zu hohe Latenzen und eine schwankende Bandbreite. Schließlich kann es – je nach Anwendungsszenario – viel zu lange dauern, bis eine Information über das öffentliche Netzwerk in der Cloud ankommt, dort verarbeitet wird und das benötigte Ergebnis wieder zurück ist. Daher kommen allein aufgrund der Netzanbindung für einige Unternehmen Public-Cloud-Dienste von AWS, Google, Microsoft Azure oder Open Telekom Cloud gar nicht erst in Betracht, wenn Anwendungsszenarien eine stabile, schwankungsfreie Verbindung mit garantierter Bandbreite und geringer Latenz erforderlich machen – oder wenn es um die Verarbeitung hochsensibler Daten geht.

Private Anbindung an die Cloud

Eine Lösung für mehr Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit können eigene, reservierte Netzanbindungen zu Cloud-Diensten wie Microsoft Azure sein, getrennt vom öffentlichen Internet. Eine Direktverbindung, mit der Firmen den allgemeinen Datenstau im Netz auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke umgehen können. Was zunächst teuer und aufwändig klingt, ist jedoch keineswegs nur etwas für solvente Großkonzerne: Weil in Deutschland mehr als 99 Prozent der Unternehmen zu den kleinen und mittelständischen gehören, bieten Provider inzwischen Privat-Konnektivität mit entsprechenden Tarifen, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten sind.

Mit bis zu 100 GBit/s in die Public Cloud

Wie zum Beispiel die Telekom: Managed Hybrid Infrastructure mit Microsoft Azure soll bestehende IT-Systeme in Unternehmen via ExpressRoute direkt an die Cloud-Welt von Microsoft anbinden. Grundlage der IP-VPN-Lösung namens IntraSelect ist ein gemanagtes VPN auf MPLS-Basis (Multi-Protocol Label Switching). Damit erhalten Firmen getrennt vom öffentlichen Internet eine Verbindung in die Azure-Cloud mit garantierter Bandbreite von bis zu 100 GBit/s.

Cloud Computing statt klassischer Softwarelizenzen

Weiterer Vorteil dieser virtuellen Schnellstraße: Unternehmen können damit das klassische – und teure – Software-Lizenzmodell ablösen und auf diese Weise vom Pay-per-use-Prinzip profitieren. Denn ohne den Internet-Flaschenhals kommt Standardsoftware von Anbietern wie Linux, SAP, Oracle oder Microsoft bedarfsgerecht aus der Public Cloud, als liefe sie in der Private Cloud im eigenen Rechenzentrum. Sie zahlen also immer nur die Ressourcen, die sie auch verwenden – und verfügen jederzeit über die aktuellste Softwareversion. Wartung, Betrieb und Management bleiben in der Verantwortung des Service-Providers.

Plattformdienste ohne eigenes Know-how nutzen

Darüber hinaus eröffnen sich für Firmen neue Möglichkeiten, wenn sie Dienste aus der Public Cloud so nutzen können, als kämen sie vom Server im eigenen Keller. Denn durch eine stabile und schnelle Netzanbindung in die Cloud werden auch für mittelständische Betriebe Serverless-Computing-Dienste nutzbar – vorgefertigte, gebrauchsfertige Lösungen, die bedarfsgerecht verwendet werden können; ohne tiefgreifende IT-Expertise. Auf diese Weise können sie komplexe Lösungen wie beispielsweise eine Gesichtserkennung einfach aus der Cloud buchen, ohne dafür über eigene Kapazitäten oder das für die Entwicklung eigentlich notwendige Know-how verfügen zu müssen.

„Die Netzwerkanbindung bestimmt für Unternehmen zunehmend über den Geschäftserfolg“, sagt Martin König von der Telekom. „Mithilfe eigener, nur für Unternehmen reservierter Verbindungen zu Rechenzentren von Cloud-Anbietern wird die Welt der komplexen IT-Dienste demokratisiert.“

Die Telekom bietet Geschäftskunden entsprechende Beratung für die Einrichtung privater Netzanbindungen in die Public Cloud. Interessierte Unternehmen können sich unter 0800 33 04444 oder über https://cloud.telekom.de/de/kontakt mit dem Provider in Verbindung setzen.

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