Softwarehäuser: Reif für die Cloud

Véronique Hauser, Leiterin Commercial Management Workplace APPs, Telekom Deutschland GmbH
Autor: Véronique Hauser, Leiterin Commercial Management Workplace APPs
  • Beitrag vom: 10.09.2018

Immer mehr Unternehmen bevorzugen Software als Service aus der Cloud. Damit gerät das klassische Lizenzgeschäft der Softwarehäuser unter Druck. Eine eigene Cloud zu bauen, ist jedoch aufwändig und mit Risiken verbunden. Die Alternative liegt in der Zusammenarbeit mit erfahrenen Cloud-Partnern.

Software-as-a-Service, kurz SaaS, hat sich durchgesetzt. Unternehmen und Anwender schätzen die Vorzüge von Software, die sich flexibel mieten und auf jedem Endgerät nutzen lässt. Laut Gartner wird der weltweite Umsatz mit SaaS-Lösungen 2018 um fast 25 Prozent gegenüber 2017 steigen und knapp 74 Milliarden US-Dollar erreichen. Für 2021 beziffert Gartner das Umsatzvolumen gar auf gut 117 Milliarden US-Dollar. SaaS boomt also. Standard-Bürosoftware wie Office nutzt laut Bitkom Cloud Monitor 2017 bereits knapp die Hälfte der Unternehmen in Deutschland als Service aus Rechenzentren von Cloud-Anbietern. Stark verbreitete Anwendungen aus der Cloud sind außerdem Sicherheitssoftware (44 Prozent) sowie Groupware, Collaboration-Tools und ERP-Systeme.

SaaS-Vorteile für Anwender und Anbieter

Von SaaS profitieren sowohl Softwarenutzer als auch Softwareanbieter. Für letztere ergibt sich die Möglichkeit, durch zentrales Management Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen – regelmäßige Umsatzströme verbessern darüber hinaus die Kosten- und Gewinnplanung. Auf der anderen Seite nutzen die Anwender im Vergleich zum Lizenzkauf stets aktuelle Software und bedarfsangepasste, kostengünstigere Abo-Modelle. Hierin liegt eine Chance für Softwarehäuser, neue Kunden zu gewinnen: Wenn die Software sich auf monatlicher Basis buchen und bezahlen lässt, wird das Angebot auch für Unternehmen interessant, die bisher aufgrund zu hoher Startinvestitionen abgewunken haben.

Auch geeignet für Branchensoftware

Beispielsweise findet in der stetig wachsenden Gaming-Branche aktuell die Transformation zum SaaS-Geschäftsmodell statt. Spiele-Software kommt künftig über schnelle und hochperformante Netze als Stream aus der Cloud. Auf diese Weise sind High-End-Games auf jedem beliebigen Endgerät möglich, weil die komplexen und rechenintensiven Prozesse im Rechenzentrum des Anbieters laufen. Ein Spiele-Anbieter kann sich so zum Games-as-a-Service-Provider weiterentwickeln, ohne über eigene Rechenzentren verfügen zu müssen. Deren Bereitstellung obliegt dem Cloud-Anbieter.

Partnerprogramme machen Softwarehäuser cloudfähig

Damit die Umstellung auf SaaS gelingt, setzen viele Softwarehäuser auf Partnerschaften mit Cloud-Providern. Diese können insbesondere kleinen und mittelständischen Softwarehäusern die Sorge bezüglich Datenschutz, Informationssicherheit und Compliance nehmen – und sie mit ihrem Technologie- und Vermarktungs-Know-how darin unterstützen, cloudbasierte Produkte schnell am Markt zu platzieren.

Beispiel Telekom: Mit SoftwareBoost hat der Bonner Provider kürzlich ein solches Partnerprogramm ins Leben gerufen. Teilnehmer erhalten unter anderem bis zu 250.000 Euro Startguthaben für IT-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud, der Public Cloud der Telekom, sowie Technologie-Beratung durch Cloud-Experten. Bei Fragen oder Beratungsbedarf sichert der Konzern unter anderem Webex-Konferenzen und Vor-Ort-Termine zu. Hinzu kommen Hilfestellungen bei der Vermarktung, beispielsweise durch digitales Marketing sowie gemeinsame Auftritte auf Messen. Softwarehäuser mit einem spannenden digitalen Geschäftsmodell können sich bei der Telekom für das Partnerprogramm bewerben.

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