Vom Softwarehaus zum SaaS-Anbieter

  • Beitrag vom: 13.09.2018

Das SaaS-Geschäft boomt. Um auch als kleiner oder mittelständischer Softwareanbieter davon zu profitieren und sich zum SaaS-Anbieter zu wandeln, ist die Partnerschaft mit einem Cloud-Anbieter ratsam – vorausgesetzt, dieser bringt genügend Know-how in Technologie, Datenschutz und Vermarktung mit.

Software-as-a-Service (SaaS) anzubieten, hat großes Wachstumspotenzial – doch die Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells ist für Softwarehäuser kein Kinderspiel. Eigene Rechenzentren aufzubauen, kann aufwändig und teuer werden. Bezieht man die Kosten für Administration, Wartung, Pflege, Updates und Back-ups ein, geht die Rechnung häufig nicht auf. Die Folge ist ein kostspieliger und wenig transparenter Eigenbetrieb von Cloud und Rechenzentrum – hinzu kommt die Angst vor Ausfällen und Datenverlusten. Und auch die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien (Compliance) ist seit Einführung der europaweit geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht einfacher geworden.

Compliance mit Datenschutz und DSGVO

Grund genug, nach einem geeigneten Cloud-Partner Ausschau zu halten, der Produkte von Softwarehäusern skalierbar, sicher und schnell als Service bereitstellen kann. Gerade im Hinblick auf das Thema DSGVO ist es für Softwareanbieter ein Vorteil, vom professionellen Know-how eines Cloud-Anbieters zu profitieren, der tagtäglich Informationssicherheit und Datenschutz gewährleisten muss. So lassen sich auch personenbezogene Daten von Kunden besser schützen, die bei einer SaaS-Anwendung übermittelt werden.

Wichtige Zertifikate für Cloud-Anbieter: TCDP und BSI C5

Die Qualitäten eines Cloud-Providers bescheinigen unabhängige Zertifikate. Verfügt der Anbieter über das Trusted Cloud-Datenschutzprofil für Cloud-Dienste (TCDP), das auf DSGVO-Anforderungen ausgerichtet ist, und das Zertifikat BSI C5, das Informationssicherheit bescheinigt, dann ist er in der Lage, die Auftragsdatenverarbeitung mit Cloud-Services rechtskonform abzubilden. Nahezu alle (97 Prozent) Unternehmen, die für den Bitkom Cloud Monitor 2018 befragt wurden, betrachten die Konformität mit der DSGVO inzwischen als „Must-Have“ bei der Wahl eines Cloud-Anbieters.

Cloud-Standort ohne Zugriffsmöglichkeiten unbefugter Dritter

Cloud-Anbieter sollten zudem sicherstellen, dass nicht nur die Standorte ihrer Server und Rechenzentren in Deutschland oder einem EU-Land liegen, sondern auch keinerlei administrative Zugriffe aus Drittstaaten wie den USA auf Kundendaten erfolgen können, die im EU-Raum gehostet werden. Zwar existieren so genannte EU-Standardvertragsklauseln, um Zugriffe datenschutzkonform zu regeln – doch es bleiben Zweifel, ob etwa in den USA staatliche Stellen dennoch den Zugang zu Daten eines Cloud-Anbieters erzwingen könnten.

Offener Standard OpenStack sichert Datenportabilität

Darüber hinaus tragen Maßnahmen wie Identity- und Access-Management und der Schutz vor DDoS-Attacken erheblich zur Sicherheit von Cloud-Services bei. Um einen problemlosen Umzug zu einem anderen Anbieter zu ermöglichen und somit die DSGVO-Anforderung der Datenportabilität zu erfüllen, sollte eine Cloud-Lösung zudem auf einem offenen Standard wie OpenStack basieren.

Know-how-Transfer und Partnerleistungen

Über die technischen Leistungen hinaus sollten Cloud-Anbieter den Softwarehäusern auch mit ihrem Vermarktungs-Know-how unter die Arme greifen und die Transformation des Geschäftsmodells bis zum Start des SaaS-Betriebs begleiten. Ein solches Partnerprogramm hat beispielsweise die Deutsche Telekom mit SoftwareBoost aufgelegt. Die Teilnehmer erhalten unter anderem Guthaben von bis zu 250.000 € für skalierbare Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Ressourcen aus der Open Telekom Cloud, der Public Cloud der Telekom. Cloud-Experten des Bonner Providers begleiten Softwarehäuser auf ihrem Weg in die Cloud. Und leisten dabei bei Bedarf Support durch Webex-Konferenzen oder Vor-Ort-Termine. Zur Unterstützung von Marketing und Vertrieb werden im Bedarfsfall gemeinsam mit einer externen Agentur individuelle Mediapläne inklusive Social-Media-Marketing erarbeitet. Darüber hinaus helfen gemeinsame Auftritte bei Messen und Präsentationen bei der Vermarktung der SaaS-Lösungen. Softwarehäuser können sich aktuell bei der Telekom für das Partnerprogramm bewerben – Voraussetzung ist ein spannendes digitales Geschäftsmodell.

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