Wie sich SAP-Systeme und Cloud-Angebote integrieren lassen

  • Beitrag vom: 13.05.2019

Continental zeigt, wie es heute gehen kann: Bisher hatte der Automobilzulieferer vor allem SAP aus der Private Cloud genutzt. Jetzt soll aus dem Zusammenspiel von Public und Private Cloud eine hybride Cloud wachsen. Neue Anwendungen aus der Public Cloud sollen das Technologieunternehmen agiler und flexibler machen. So kann Continental über die hybride Architektur SAP- und Non-SAP-Services dynamisch und kostenoptimiert beziehen, Innovationen schneller testen und bei Bedarf auch in den laufenden Betrieb integrieren.

SAP-Systeme über die Cloud anpassen und erweitern

Beispiele wie diese werden Schule machen. SAP-Systeme bieten bereits viele Funktionen von der Stange. Dennoch verbleiben kundenindividuelle Anforderungen, für die Public Clouds immer interessanter werden. Wer etwa Proof of Concepts, Mobile Apps, Demo-Landschaften oder Schulungssysteme schnell bereitstellen will, der setzt dafür heute auf Public-Cloud-Services. Pay-per-use-Modelle machen die Dienste attraktiv: Anwender bezahlen nur das, was sie auch verbrauchen. Auf Knopfdruck lassen sich Ressourcen bestellen und auch abbestellen.

Nicht nur für agile und moderne Cloud-Anwendungen ist die Public Cloud der Ort der Wahl. Darüber hinaus wollen Firmen ihre IT-Landschaften rund ums SAP-System auch modifizieren und erweitern oder Schnittstellen nutzen. Auch dafür brauchen Unternehmen Freiräume. Nicht anders Private Clouds: Diese bieten SAP-Anwendern neben Freiräumen und Skalierbarkeit vor allem hohe Daten- und Ausfallsicherheit. Wer hochverfügbare Dienste (High Availability) braucht, die auch im Notfall stabil weiterlaufen (Desaster Recovery), der kommt an Private Clouds nicht vorbei.

T-Systems integriert Cloud-Angebote

Ob public oder private – die Integration von Cloud-Plattform und SAP-System ist für Anwender keine leichte Aufgabe. Auch Continental realisiert seine SAP-Cloud-Strategie daher nicht in Eigenregie, sondern gemeinsam mit T-Systems. Der SAP-Provider betreut für den Zulieferer weltweit rund 500 SAP-Systeme, die etwa 60 Millionen Rechenschritte pro Stunde leisten. Rund 75.000 Nutzer an 600 Standorten greifen auf die Systeme zu.

Umfragen der deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) zeigen, wie der Markt sich aktuell bewegt: Laut Investitionsreport 2019 investieren 10 Prozent der 244 befragten SAP-Anwenderunternehmen aus der DACH-Region in die SAP Cloud Platform. Was Nicht-SAP-Angebote betrifft, so planen 21 Prozent Investitionen beispielsweise in Microsoft Azure und 4 Prozent in Amazon Web Services. Darüber hinaus zeigt die DSAG-Befragung, welche Themen die SAP-Anwender zukünftig angehen möchten: Big Data (46 Prozent), Internet of Things (43 Prozent) und künstliche Intelligenz (32 Prozent) stehen oben auf der Agenda. Moderne, innovative Technologien wie diese sind die Basis für digitale Geschäftsmodelle, neue Services und Produkte. Was die eigenen Kunden wollen, treibt die technologische Entwicklung auch bei SAP voran: SAP S/4HANA heißt die Business Suite der nächsten Generation. Die ERP-Software lässt sich auch erstmals komplett aus der Cloud beziehen, um das eigene Business digital weiterzuentwickeln.

SAP S/4HANA und Cloud im Mittelstand

Anwendern verspricht die neue Suite stabilere und schnellere SAP-Installationen. So können Firmen einen Teil der Software als digitalen Kern im eigenen Serverraum on-premises nutzen. Applikationen etwa für die Personalentwicklung (SAP Success Factors), Reisekostenabwicklung (SAP Concur) oder das Customer Relationship Management (CRM) lassen sich dann zeitgemäß aus dem Cloud-Ökosystem von SAP beziehen. Unternehmen, die die seit 2015 auf dem Markt verfügbare ERP-Software nutzen, reduzieren so die Komplexität ihrer SAP-Landschaften, beschleunigen Durchlaufzeiten, arbeiten mit Echtzeit-Kennzahlen und spielen auch Updates von SAP problemlos ein.

Open Telekom Cloud: Support von SAP und Telekom

Wie lassen sich monolithische SAP-Systeme aus dem Serverraum in die Cloud verlagern? Welche Cloud-Ressourcen benötigt die eigene SAP-Landschaft? Und wie sieht die Roadmap für die Transformation aus? Egal ob Migration auf SAP S/4HANA oder Integration bestehender SAP-Systeme in Public- und Private-Cloud-Angebote: Die Telekom hilft Unternehmen aus dem Mittelstand. Ausgehend von den Nutzungsanforderungen analysiert sie die SAP-Landschaft und definiert die Zielarchitektur. Darüber hinaus bietet die Telekom mit der Open Telekom Cloud ein DSGVO-konformes, besonders sicheres Public-Cloud-Angebot, das von SAP für den Betrieb von SAP-Systemen zertifiziert ist. Nutzer des Betriebsmodells in der Open Telekom Cloud erhalten somit nicht nur volle Unterstützung von der Telekom, sondern auch von SAP selbst.

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