Zukunft austesten: SAP in der Cloud betreiben

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Autor: John Lavallée
  • Beitrag vom: 05.06.2019
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Der Einsatz lokaler IT-Lösungen ist meist mit kostspieliger Hardware verbunden. Das gilt insbesondere im SAP-Bereich. Statt auf lokale Lösungen wird daher immer öfter auf bedarfsgerechte Lösungen aus der Cloud gesetzt. Doch auch diese erfordern Installation und Einrichtung. Wer diesen Aufwand vermeiden möchte, kann dafür Dienstleistungen wie den Managed Service SAP on Azure der All for One Group nutzen.

Wächst ein Unternehmen, so muss auch die IT wachsen. Wo auf eine herkömmliche IT-Infrastruktur gesetzt und diese im eigenen Rechenzentrum (on-Premises) betrieben wird, stößt man meist irgendwann an Kapazitätsgrenzen. Denn das Sizing einer IT-Landschaft ist für kleine Peaks ausgelegt, nicht jedoch für großes Wachstum. Hinzu kommt, dass der Betrieb einer komplexen IT-Infrastruktur fundiertes Know-how im Bereich Server und Storage, Netzwerk und Backup erfordert. Eine praktische Lösung bietet hier die All for One Group mit einem Azure-Management inklusive SAP-Betrieb als Managed Service SAP on Azure. Zudem kann auch die hochmoderne S/4HANA-Conversion-Sandbox für einen Testbetrieb genutzt werden.

SAP aus der Public-Cloud

Wer das hohe Investitionsvolumen bei SAP-Hardware und den zeitlichen Aufwand beim Konfigurieren der SAP-Systeme scheut, dem stehen unterschiedliche Optionen offen. Bei der Auslagerung sind jedoch langjährige Verträge nicht unüblich und die Bereitstellungszeiten für neue SAP-Systeme erstrecken sich oft über mehrere Wochen. Flexibler sind hier Public-Cloud-Plattformen wie Microsoft Azure, die sehr kurze Bereitstellungszeiten ermöglichen. Darüber hinaus werden dabei keine großen Kapitalmengen gebunden, denn es wird je nach Modell auf monatlicher (Pay-as-you-go) oder jährlicher Basis (Reserved Instances) abgerechnet. Mit Azure wird das Software-defined Datacenter Wirklichkeit: Die Hardware wird abstrahiert und sämtliche Infrastrukturkomponenten werden in einem Portal oder über APIs konfiguriert. Der Kunde braucht also keine Hardware mehr selbst zu beschaffen, sondern kann diese on-Demand, also nach Bedarf, mit entsprechenden Dienstvereinbarungen, kurz: SLAs, einkaufen.

Lesen Sie dazu auch die aktuelle Crisp-Studie „SAP-Betrieb in der Public Cloud?“ mit über zweihundert IT- und SAP-Entscheidern in deutschen Unternehmen.

Crisp-Studie: Welche Chancen und Benefits ergeben sich Ihrer Meinung nach durch den Betrieb von SAP-Lösungen auf IaaS-/PaaS-Plattformen in der Public Cloud (gegenüber dem Betrieb im eigenen Rechenzentrum bzw. dem klassischen Hosting)?

Aufwand nicht unterschätzen

Ist das passende Infrastruktur-Setup gefunden und ausgerollt, folgen die SAP-Installation und die Übernahme der Daten. Das bedeutet oft nach wie vor einen manuellen Schritt. Je nach bisherigem Automatisierungsgrad kann die Bereitstellung damit eher Wochen als Tage dauern. Dabei sollen Sandbox-Systeme für Projekte jedoch möglichst schnell zur Verfügung stehen.

Kürzere Zeiten können hier nur über eine Automatisierung des gesamten Bereitstellungsprozesses erreicht werden. Der Aufwand für eine automatisierte SAP-Installation ist dabei aber nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn eine breite Palette an SAP-Produkten eingesetzt wird, denn jedes Produkt muss gesondert betrachtet werden. Das lohnt sich letzten Endes erst über die Masse – wie spezialisierte SAP Service Provider sie handhaben können. Dienstleister, die den SAP-Betrieb in Azure anbieten, können Kunden so den gesamten Aufwand vom Infrastruktur-Setup bis hin zur fertigen SAP-Systeminstallation abnehmen und damit tatsächlich das Versprechen von sehr kurzen Bereitstellungszeiten einlösen. Die All for One Group hat ein solches Angebot: Kunden können das Azure-Management inklusive SAP-Betrieb als Managed Service SAP on Azure beauftragen und brauchen sich damit nicht mehr selbst darum zu kümmern. Alternativ können sie die reine Beratung für das Azure-Setup einkaufen und später die Azure-Umgebung selbst betreiben und betreuen.

SAP S/4HANA unter realen Bedingungen testen – ohne Hardware-Beschaffung

Bis 2025 müssen alle SAP Systeme auf einer HANA-Datenbank betrieben werden, denn dann läuft der Support für reguläre SAP-System aus. Das setzt voraus, sich frühzeitig mit dem Einsatz von neuen In-Memory-Datenbanksystemen auseinanderzusetzen. Im Vergleich zu herkömmlichen Datenbanken haben diese höhere Anforderungen an die IT-Infrastruktur, etwa an die Performance oder Herstellervorgaben zu zertifizierter Hardware. Wer heute im Eigenbetrieb SAP on AnyDB betreibt und die Auswirkungen einer S/4HANA-Conversion unter realen Bedingungen erfahren möchte, für den kann kurzfristig eine temporäre Testumgebung dafür auf Azure aufgebaut werden. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass dafür zunächst keine HANA-zertifizierte Hardware beschafft werden muss. Für den Testbereich wird ein Export des ERP-Systems vom Kunden angefordert bzw. von einem Berater durchgeführt, zu Azure transferiert, woraus dann das ERP on HANA aufgebaut wird. Danach läuft die S/4-Conversion mit anschließender Testphase. Schnittstellen können über diesen Weg zunächst nicht getestet werden bzw. erfordern eine zusätzliche manuelle Anbindung.

Damit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Man gewinnt wichtige Erkenntnisse aus der S/4-Conversion und kann gleichzeitig Azure kennenlernen. Ein solcher Testlauf verrät, mit welchem Aufwand bei einer Conversion tatsächlich zu rechnen ist. Denn es kann unter realistischen Bedingungen erprobt werden, wie das individuelle System als SAP S/4HANA funktioniert und wie Anwender letztendlich damit arbeiten können. Zum Abschluss erhält der Nutzer ein ausführliches Protokoll, in dem die Resultate aus dem Conversion-Projekt sinnvoll aufbereitet werden. Ein SAP S/4HANA-Transformationsprojekt kann so also auf einer fundierten Grundlage geplant werden.

Ausführliche Informationen zur S/4HANA-Conversion-Sandbox finden Sie auf dieser Webseite.

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