Warum SAP-Nutzer jetzt über den Betrieb auf Azure nachdenken sollten

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Autor: John Lavallée
  • Beitrag vom: 22.05.2019
  • Views: 19.802

SAP stellt seine Business-Suite neu auf und hat Kunden bis 2025 eine Frist für ein obligatorisches Upgrade auf S/4HANA gesetzt. Nach dieser Zeit läuft das SAP-System nur noch auf der SAP HANA-Datenbank und wird von keiner anderen Datenbank unterstützt. Kunden stehen daher vor wichtigen Entscheidungen: Wie will ich meine SAP Applikations-Landschaft in Zukunft managen? Wie bringe ich meine SAP NW-Applikationen auf HANA und dann auf S/4 HANA? Wie kann ich mehr Innovation und Wettbewerbsfähigkeit für meine Firma sichern?… John Lavallee, Microsoft Channel Manager SAP on Azure, erläutert, was Kunden in den Bereichen Automatisierung, Integration und Sicherheit von SAP on Azure erwarten können.

Viele Kunden in Deutschland betreiben ihr SAP bereits auf Azure. Was aber bringt eine „SAP on Azure“-Lösung von Microsoft? Steffen Pietsch, DSAG Vorstand Technologie, hat im Februar bei den DSAG Technologie-Tagen in Bonn drei wichtige Punkte benannt, die jeder Kunde von SAP erwartet: Automatisierung, Integration und Qualität (insbesondere im Bereich Sicherheit). Diese drei Punkte werden durch Hyperscaler, wie Microsoft Azure, hervorragend ergänzt.

Automatisierung: Zeit sparen, Projekte beschleunigen

Eines der kostbarsten Güter in jeder Firma und für jeden Mitarbeiter ist Zeit. Zeit zu haben oder zu schaffen, um einen Mehrwert für die eigene Firma zu generieren, ist äußerst kostbar – und selten vorhanden. Automatisierung bedeutet, für IT-Ressourcen Zeit einzusparen bzw. Projekte zu beschleunigen. Wenn man eine komplette SAP-Umgebung (ob SAP NW, SAP HANA, S/4 HANA, C/4 HANA oder Hybris) in der Cloud betreibt, lässt sich die nötige Infrastruktur per Knopfdruck aufsetzen. Microsoft und seine Partner nutzen hierzu den Azure Resource Manager (ARM) und so genannten Skripte, in denen eine komplette Infrastruktur-Lösungsbeschreibung enthalten ist. Die Automatisierung sorgt dafür, dass Lösungen basierend auf Virtual Machines (VMs), Storage, Netzwerk, Gateways und sogar Drittanbieterlösungen usw. innerhalb von Minuten komplett aufgebaut werden. So können nicht nur Produktions-, sondern auch Dev/Test-, QA-, Sandbox- oder Trainingssysteme von SAP schnellstens aufgebaut und betrieben werden – und das genau dann, wenn sie benötigt werden.

Microsoft selbst ist SAP-Kunde. Aus eigener Erfahrung bieten solche Automatisierungen/Skripten kostenfrei an – beispielsweise Azure Templates oder GitHub. Tatsächlich haben bereits mehr als 200 ABAP-Entwickler ein ABAP Software Development Kit (SDK) geschrieben, um Azure-Dienste leichter zu provisionieren und zu nutzen. Microsoft Partner schaffen genau die Automatisierung, die Kunden brauchen. Sie bieten solche Dienstleistungen zusätzlich zu HANA-Transitionen oder dem SAP-Basisbetrieb an.

Automatisierung hat Folgen

Kunden, die SAP auf diese Weise betreiben, können leichter neue Ideen ausprobieren und beispielsweise per Knopfdruck Sandbox-Umgebungen aufbauen oder neue Lösungen testen. Es mangelt nicht an Ideen und der Appetit wächst beim Essen.

Das Schöne an der Cloud ist, dass man eine Umgebung, wenn man sie gerade nicht braucht, „snoozen“ lassen kann. Das heißt, die Virtual Machines werden gewissermaßen ausgeschaltet und Sie sparen damit Geld. Virtual Machines in der Cloud werden minutengenau berechnet und der Kunde bezahlt für die Cloud-Infrastruktur tatsächlich nur, wenn sie läuft. – Dieser Hinweis mag manchen banal erscheinen. Tatsächlich ist er aber alles andere als banal, wenn Kunden damit verstehen, wie wirtschaftlich ihre diversen SAP-Systeme laufen können und wie viel Innovation mit vernünftigen Budgets möglich ist.

Kurzum: SAP on Azure bietet ganz andere Möglichkeiten als eine SAP „on-premise“ Umgebung, und unsere Kunden lernen, wie eine Cloud-Umgebung am besten zu managen ist – oder vielleicht entscheiden sie sich sogar für einen „hands-off“-Ansatz und genießen SAP on Azure als Managed Service durch einen Microsoft Partner.

Integration: Teil eines Ökosystems

SAP existiert nie als eine Standalone-Applikation. Es ist immer Teil eines Ökosystems aus Personen, Kunden, Lieferanten, Software, Datenbanken, Big-Data-Lösungen, Front/Back-Office-Lösungen, Extensions, Add-Ons, Business Warehouse (BW), Mobil-Anwendungen etc. Wenn SAP über ein „SAP Digital Core“ redet, ist SAP als „Core“ bzw. Herz des Geschäfts gemeint. Warum? Weil die wichtigsten Geschäftsentscheidungen basierend auf SAP getroffen und die wichtigsten Aktivitäten einer Firma durch SAP unterstützt werden.

Da um SAP herum ein ganzes Ökosystem an Lösungen besteht, sollten Kunden die Möglichkeit haben, solche Lösungen leicht anzusprechen, Daten von/mit SAP zu teilen und SAP letztendlich zu veredeln. Zur Integration von Daten haben Microsoft, SAP und Adobe eine Open Data Initiative ins Leben gerufen, um damit einheitliche Datenmodelle zu entwickeln und die Entwicklung von Schnittstellen zu vereinfachen. Für App-Entwickler ist die Integration mit der SAP Cloud Plattform (SCP) und Azure sehr wertvoll, denn dadurch wird die Applikationsentwicklung bzw. der Betrieb von Applikationen deutlich vereinfacht.

Mit SAP on Azure bietet Microsoft eine Reihe von Schnittstellen an, die die tägliche Arbeit erleichtern können, darunter Single Sign On (via Azure Active Directory), Power Apps, Power BI, Office 365, Power BI, Office-Anwendungen wie Word, SharePoint oder – ein Favorit – Excel. Und es ist bekannt, dass „The Best Run Businesses Run SAP©” und einige der wichtigsten Entscheidungen in Firmen basierend auf Excel getroffen werden. 😉

Die genannten Integrationen sind nur einige wenige Beispiele aus dem Hause Microsoft. Andere Lösungen werden durch Azure-Dienste wie Internet of Things, Künstliche Intelligence, Machine Learning, Cognitive Intelligence, u.v.m. angeboten. Das bedeutet, man muss nicht über SAP in Azure verfügen, um SAP mit Azure Plattform Services zu veredeln. Doch wenn man SAP on Azure hat, stehen diese und andere Lösungen bereit, um sie auszuprobieren bzw. aufzusetzen!

Aus der Crisp-Studie von 2018 haben wir gelernt, dass circa 50 % der deutschen Unternehmen künstliche Intelligenz (KI) in produktiven Lösungen nutzen, und dass von allen KI-Lösungen in Deutschland SAP in 59 % der Fällen eine Quelle ist. Wem das alles zu theoretisch klingt, hier ein paar Beispiele, was Microsoft selbst mit SAP on Azure im Einsatz hat: Machine Learning-basierendes Forecasting, ML-basierende Compliance Detection und Accelerated Treasury. Wenn also ein Azure-Dienst einem Unternehmen helfen kann, besser fundierte Entscheidung zu treffen oder compliant zu sein, sind solche Dienste Gold wert.

All diese genannten, coolen Services lassen sich am besten anwenden, wenn SAP-Daten (Digital Core) sich in der Cloud befinden. Doch auch wenn SAP nicht in Azure läuft, lässt sich das SAP Digital Core mit einem hybriden Ansatz veredeln. Zu diesem Zweck hat Microsoft seine 54 weltweiten Azure-Regionen so nah wie möglich in der Nähe seiner Kunden platziert; die Regionen sind durch ein Dark-Fiber Glasfasernetzwerk miteinander verknüpft. Tatsächlich werden Ende des Jahres sogar noch zwei weitere Azure-Regionen in Deutschland eingerichtet, in denen SAP HANA Workloads laufen werden.

Deutsche Unternehmen, die SAP on Azure einsetzen, haben häufig auch Mutter-, Schwester-, oder Tochterunternehmen im Ausland. Die Azure-Regionen in Deutschland ebenso wie das weltweite Netzwerk ermöglichen es deutschen Firmen, auch ihre SAP-Anwender mit Standorten im Ausland bestens zu bedienen und typische Probleme mit Latenzzeiten zu reduzieren, sodass jeder Anwender ein gutes Benutzererlebnis hat.

Qualität und Sicherheit

Oft hören wir in Kundengesprächen Sätze wie „Ja, die Cloud bietet viel. Aber ist sie auch sicher?“ Qualität und Sicherheit sind vielschichtige Themen, die sich in ihrem Umfang hier gar nicht alle adressieren lassen. Daher hier nur einige wenige Punkte. In Azure gibt es für die Sicherheit mehrere Ebenen, die Microsoft über physische Rechenzentren, Infrastrukturen und Vorgänge in Azure hinweg bereitstellt. Jeder Kunde, der Lösungen in Azure betreibt, genießt Sicherheitsfeatures, die global in den Azure-Rechenzentren zur Verfügung gestellt werden. Microsoft-Kunden bauen auf eine Cloud mit kundenspezifischer Hardware, mit Sicherheitssteuerungen, die in alle Hardware- und Firmwarekomponenten integriert sind, und mit vielen weiteren Features zum Schutz vor Bedrohungen, wie z.B. DDoS durch die Advanced Threat Analytics Plattform von Microsoft (Azure Machine Learning built-in!).

Microsoft verfügt über ein Team aus mehr als 3.500 Experten für die globale Cybersicherheit, die gemeinsam daran arbeiten, Ihre geschäftlichen Ressourcen und Daten in Azure zu schützen. Wenn es um Vertrauen oder Compliance geht, bietet Azure sehr viel. Nennenswert für Kunden in Deutschland sind C5, IT-Grundschutz, die DSVGO bzw. BAFIN in der Finanzbranche.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Microsoft-Kunden bekommen ihre Lösungen bzw. Qualität im Projekt durch die Zusammenarbeit mit ausgezeichneten Partnern, die Microsoft Azure und SAP bestens kennen. Partner wie All for One, Arvato Systems, PTSGroup und Scheer stehen mit ihrer Erfahrung zur Seite.

Wenn Sie SAP im Einsatz haben und in der nächsten Zeit ein Hardware-Refresh ansteht oder ihr Hosting-Vertrag ausläuft, sollten Sie sich jetzt darüber informieren, wie Sie Ihre SAP-Landschaft auf Azure betreiben können und was das im Detail für Vorteile für Sie bedeutet. Wir beraten Sie gerne.

Weiterführende Informationen erhalten Sie in dem Leitfaden für Führungskräfte: Nutzung von SAP auf Azure für Ihre IT-Transformation oder auf dieser Webseite mit allgemeinen Informationen, Referenzen, Dokumentation und mehr.

Eine Auswahl qualifizierter Microsoft Partner mit dediziertem Fachwissen zu SAP und Microsoft Azure finden Sie nachstehend:

All for One Group AG
Rita-Maiburg-Straße 40
70794 Filderstadt
Kontakt: Willi Prosen, Head of Sales Microsoft, willi.prosen@all-for-one.com
Telefon: +49 711 788 07-0
https://www.all-for-one.com
Arvato Systems GmbH
An der Autobahn 200
33333 Gütersloh
Kontakt: microsoft-solutions@bertelsmann.de
Telefon: +49 5241 8080888
https://www.arvato-systems.de
PTS Group AG
Cuxhavener Straße 10a
28217 Bremen
Kontakt: https://www.ptsgroup.de/kontakt
Telefon: +49 421 43810-000
https://www.ptsgroup.de
Scheer GmbH
Uni-Campus Nord
66123 Saarbrücken
Kontakt: cloud.sales@scheer-group.com
Telefon:  +49 681 96777-0
https://www.scheer-group.com/sap-on-azure/

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