Windows Server 2019: Hybrid, Security, Hyper-Converged Infrastructure und mehr

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Autor: Markus Zeischke
  • Beitrag vom: 18.01.2019

Eines der Highlights des vergangenen Jahres aus IT-Pro-Sicht war mit Sicherheit der Start von Windows Server 2019. Im Fundament basierend auf Windows Server 2016 ist die neue Version mit ihren zahlreichen Neuerungen, Weiterentwicklungen und Verbesserungen ideal für den Einsatz in modernen Rechenzentren und hybriden Infrastrukturen.

Zu finden sind diese neuen Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen, angefangen bei Hybrid Cloud und Sicherheit über Anwendungsplattform und Container bis hin zu Linux-Integration und Hyper-Converged Infrastructure.

Hybrid: Ein hybrider Ansatz, bei dem On-Premise- und Cloud-Umgebungen kombiniert werden, ist ein Kernelement der Modernisierungsstrategie von vielen Microsoft-Kunden. Um die Verbindung vorhandener Windows-Server-Bereitstellungen mit Azure-Diensten zu vereinfachen, wurden Schnittstellen für Hybrid-Funktionen im Windows Admin Center erstellt. Mit Windows Admin Center und Windows Server 2019 können Kunden hybride Funktionen wie Azure Backup, Azure File Sync und Disaster Recovery verwenden, um ihr Rechenzentrum auf Azure zu erweitern. Außerdem wurde Storage Migration Service hinzugefügt, um Dateiserver und ihre Daten zu Azure zu migrieren, ohne Anwendungen oder Benutzer neu konfigurieren zu müssen.

Sicherheit: Sicherheit hat für Microsoft-Kunden weiterhin höchste Priorität. Angesichts der wachsenden Anzahl von Sicherheitsbedrohungen, die immer ausgefeilter werden, konzentriert Microsoft sich weiterhin auf Sicherheit. Der Sicherheitsansatz ist in drei Bereiche unterteilt: Schützen, Erkennen und Reagieren. In allen drei Bereichen wurden Sicherheitsfunktionen auf Windows Server 2019 gebracht.

Was das Schützen angeht, sind zuvor Shielded VMs eingeführt worden, um sensible virtualisierte Workloads wie Domänencontroller, PCI-Daten, sensible Gesundheits- und Finanzdaten und andere zu schützen. In Windows Server 2019 wurde die Unterstützung geschirmter VMs auf Linux-VMs erweitert. Was das Erkennen und Reagieren angeht, wurde Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) aktiviert, das unter anderem Angriffe und Zero-Day-Exploits erkennt. Windows Server 2019 hat außerdem den Defender Exploit Guard erhalten, mit dem man die Sicherheit einer IT-Umgebung verbessern und Ransomware-Angriffen entgegenwirken kann.

Anwendungsplattform: Ein wichtiges Leitprinzip für das Windows-Server-Team ist eine konsequente Konzentration auf die Möglichkeiten für Entwickler. Rückmeldungen zufolge würde eine kleinere Container-Image-Größe Entwicklern und IT-Experten, die ihre bestehenden Anwendungen mithilfe von Containern modernisieren, sehr weiterhelfen. In Windows Server 2019 wurde das Image des Server-Core-Basiscontainers auf ein Drittel seiner Größe reduziert. Außerdem bietet Microsoft verbesserte App-Kompatibilität, Unterstützung für Service Fabric und Kubernetes sowie Unterstützung für Linux-Container unter Windows, um die Modernisierung von Apps zu unterstützen.

Ein Feedback, das Microsoft regelmäßig von Entwicklern bekam, bezog sich auf die Komplexität bei der Navigation in Umgebungen mit Linux- und Windows-Bereitstellungen. Um diese zu reduzieren, wurde bereits das Windows-Subsystem für Linux (WSL) in Insider-Builds für Windows Server erweitert, sodass Kunden Linux-Container nebeneinander mit Windows-Containern auf einem Windows-Server ausführen können. In Windows Server 2019 wurde dieser Weg zur Verbesserung des WSL fortgesetzt und Linux-Benutzer werden nun dabei unterstützt, ihre Skripts unter Verwendung von Industriestandards wie OpenSSH, Curl & Tar zu Windows zu bringen.

Hyper-Converged Infrastructure (HCI): HCI ist einer der Trends in der Server-Industrie. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Kunden den Nutzen der Verwendung von Servern mit leistungsstarken lokalen Festplatten zum gleichzeitigen Ausführen ihrer Rechen- und Speicheranforderungen zu schätzen wissen. In Windows Server 2019 wurde HCI durch kostengünstige, softwaregestützte Speicher- und Netzwerkfunktionen demokratisiert, sodass Bereitstellungen von kleinen 2-Knoten- bis hin zu Hunderten von Servern mit Cluster-Set-Technologie skaliert werden können. Über das Windows Server Software Defined-Programm arbeitet Microsoft mit branchenführenden Hardware-Anbietern zusammen, um eine kostengünstige und dennoch äußerst robuste HCI-Lösung mit validiertem Design bieten zu können.

Virtual Datacenter Summit am 30. Januar 2019

Für alle, die sich bestmöglich mit den neuen Möglichkeiten von Windows Server vertraut machen wollen, veranstaltet Microsoft eine virtuelle Konferenz unter dem Titel: Microsoft Datacenter Summit – Windows Server, Azure & Co. Am 30. Januar stellen auf dem kostenfreien Event verschiedene technische Experten von Microsoft Deutschland von 9 bis 16 Uhr in insgesamt sechs Vorträgen verschiedene Aspekte rund den Betrieb eines Rechenzentrums vor.

Behandelt werden u.a. folgende Themen: Neuerungen bei Windows Server 2019, Server-Management in einer hybriden Welt, Windows Admin Center, Hybrid Connectivity, hybride Storage-Lösungen, Storage Migration Service, Hyper-V und Hyper-Converged Infrastructure. Ein weiteres Thema, das auf der Agenda steht, ist das nahende Support-Ende von Windows Server 2008 (R2) und die damit verbundene Migration auf Windows Server 2019 oder Microsoft Azure.

Passend zu den Themen des Datacenter Summit ist auch die kostenfreie Anleitung „The Ultimate Guide to Windows Server on Azure zu empfehlen. Dort erhalten Interessierte verschiedene Informationen rund Windows Server auf Azure, Windows Server in hybriden Umgebungen und anderen Punkten. Außerdem bietet das Windows IT Pro Center eine ausführliche technische Dokumentation zu Windows Server 2019.

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