Alexa unterm Fernseher: Mini-Soundbar Sonos Beam im Hands-On

Hands-On: Mini-Soundbar Sonos Beam

Test & Kaufberatung | Hands-on

Die Sonos-Familie erhält Zuwachs: Der Beam soll als Mini-Soundbar den Kinoabend bestreiten und auch als Musikspieler taugen. Alexa ist auch mit von der Partie.

Ab 17. Juli startet Sonos mit dem Verkauf seiner neuen Mini-Soundbar – ein Testgerät mit Software im Beta-Stadium stellte Sonos c't schon vorab zur Verfügung. Klein, stark, schwarz – so der erste Eindruck unserer Sonos Beam, als wir sie aus der voll recyclebaren Umverpackung pulen. Mit nur 65 Zentimeter Breite fällt die kleine Soundbar auf dem Sideboard unterm Fernseher kaum auf. Sonos liefert als Zubehör auch verschiedene Halterung für die Wandmontage oder die Montage unter einem hängenden TV-Gerät. Die Beam ist rundum mit Stoff bespannt, die Oberseite ist leicht nach innen gewölbt. In der Mitte liegen die vom Play One und Play:5 bekannten Touch-Felder zum Verändern der Lautstärke oder zur Wiedergabesteuerung.

Fürs Wohnzimmer hat Sonos nun drei TV-Lösungen parat: Playbase, Playbar und Beam. (Bild: Sonos)

Ein Blick auf die Rückseite: Sonos hat die Wünsche der Nutzer erhört. Der Sound vom Fernseher kommt nun per HDMI in die Soundbar. Für ältere Fernseher ohne Audio Return Channel (ARC) liegt noch ein Adapter von HDMI auf SPDIF in der Packung, um den TV-Sound abzugreifen. Bei den unterstützten Mehrkanalformaten muss man weiter mit Einschränkungen leben: DTS-Tonspuren kann die Soundbar nicht verarbeiten. Sie müssen vom jeweiligen Zuspieler in DolbyDigital gewandelt werden. Die Beam kann – wie die große Playbar – Infrarotsignale einer Fernbedienung empfangen. Sonos nutzt diese Fähigkeit, um das Soundsystem mit der TV-Remote zu steuern.

Sonos Beam (10 Bilder)

Ökologisch verpackt und ein Griff zum Wegtragen: Die Sonos Beam.

Die Einrichtung verläuft ohne Probleme, der von der Playbar bekannte Assistent führt Schritt für Schritt durch den Prozess. Die Mini-Soundbar lässt sich durch Effektlautsprecher und den Sonos Sub zur vollwertigen 5.1-Lösung aufrüsten. Lohnenswert: Die Soundoptimierung mit Trueplay. Mit einem iOS-Device als Einmessmikrofon zeichnet man vom System produzierte Testsignale auf. Die Beam passt die Audioausgabe daraufhin an die Gegebenheiten des Raumes an.

Die Beam ist laut Spezifikation mit fünf Richtfeldmikrofonen ausgestattet. Amazons Sprachassistentin Alexa ließ sich problemlos über die Sonos-App einklinken. Noch dieses Jahr soll das System um den Google Assistant erweitert werden. Im Labor reagierten die Mikros empfindlicher auf das Aufweckwort "Alexa" als die des kleinen Sonos One – selbst bei lauten Umgebungsgeräuschen schlug sich die Beam nicht schlechter als der Echo-Lautsprecher von Amazon.

Die Sonos Beam findet auf dem Sideboard unter dem TV-Gerät Platz. (Bild: Sonos)

Sonos' Mini-Soundbar arbeitet mit vier Tiefmittentönern und einem nach vorne gerichteten Hochtöner. Der Name Beam ist gut gewählt, denn die nach vorne abgestrahlten hohen Frequenzen lassen sich besonders gut orten und sorgen gerade im TV-Modus für eine ausgezeichnete Sprachverständlichkeit. Dialoge ließen sich selbst in Szenen mit vielen Umgebungsgeräuschen sehr gut verstehen. Generell liefert die kompakte Soundbar in Filmen eine breite Stereobühne. Was diesen Punkt angeht, konnte die Beam im Test mit der großen Sonos Playbar mithalten, allerdings fehlten ihr die satten Bässe der großen Schwester. Drei Passivstrahler sorgen bei der Beam für die nötige Bassverstärkung – doch die Physik lässt sich nicht überlisten. Das zeigt sich auch in den Frequenzgängen aus dem c't-Messlabor: Im Bassbereich produzieren die Passivstrahler zwar einen Peak bei etwa 60 Hz, es reicht aber nicht für ein gleichmäßiges Bassfundament.

Die Stärke bei der Sprachwiedergabe im TV-Modus wird bei der Musikwiedergabe zur einzigen Schwäche der Sonos Beam. Befindet man sich in der perfekten Abhörposition mittig vor dem Lautsprecher, treten Gesangsstimmen oder mittig abgemischte Instrumente über Gebühr hervor. Befindet man sich hingegen an andere Position im Raum, wirkt der Klangeindruck ausgeglichen. Als Default-Einstellung hat Sonos bei allen Lautsprechern Loudness aktiviert. Nimmt man die Bassanhebung über die Sonos-App heraus, klingt die Beam unaufdringlich neutral. Den vollständigen Test mit allen Messergebnissen finden Sie in einer der nächsten Ausgaben von c't.

Kommentare

Anzeige