Angezockt: Empires of the Undergrowth - Das große Krabbeln

c't zockt Angespielt: Empires of the Undergrowth -- das große Krabbeln

Test & Kaufberatung | Spielekritik

Bild: Slug Disco Studios

Im Early-Access-Spiel "Empires of the Untergrowth" kontrolliert der Spieler eine Ameisenkolonie und lässt sie mit der richtigen Strategie wachsen, kämpfen und siegen.

Die Ameisenkönigin liegt in ihrer Brutkammer. Um sie herum wuseln einige Arbeiterinnen und versorgen die wenigen Eier. Doch die neue Kolonie muss wachsen und braucht Futter. Mit der richtigen Taktik hilft der Spieler den Ameisen im Early-Access-Spiel "Empires of the Undergrowth", sich zu einer großen, wehrhaften Kolonie zu entwickeln.

Das Echtzeitstrategiespiel von Slug Disco Studios erinnert in mancher Hinsicht an den Klassiker Dungeon Keeper. Als übergeordnete Instanz gibt man den Arbeiterinnen den Befehl zu graben, Futter zu sammeln oder Nahrungs- und Brutfelder anzulegen. Letztere sorgen für mehr Arbeiter- oder Soldatenameisen und bei den unvermeidlichen Kampfverlusten für stetigen Nachschub – aber nur so lange, wie Futter vorhanden ist. Herz der Kolonie ist die Königin, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt. Stirbt sie, ist die Runde vorbei.

Verschiedene Spiele-Modi, Aufgaben und Herausforderungen und nicht zuletzt eine Vielzahl an Feinden sorgen für Überraschungen und viel Spaß. Der Spieler kann unterschiedliche Strategien ausprobieren und nicht nur im unterirdischen Bau sondern auch an der liebevoll gestalteten Oberfläche agieren.

Im Hauptspiel, dem Formicarium, lebt die Startkolonie – eine Königin mit sieben Arbeiterinnen – in einer Ameisenfarm, die auf dem Tisch einer Wissenschaftlerin steht. Während des Spiels hört man die Konversation mit ihrem Assistenten. Dieser führt Experimente durch (Herausforderungen) und ist etwas sadistisch veranlagt.

Empires of the Undergrowth (18 Bilder)

Bei Empires of the Undergrowth hat man die Wahl zweischen verschiedenen Spielvarianten. Die Hauptkampagne ist das Formicarium - eine Ameisenfarm auf dem Tisch einer Wissenschaftlerin. 

Grafisch macht Empires of the Undergrowth viel her – die Entwicker haben die Unreal-4-Engine benutzt –, allerdings dürfte es zumindest arachnophobisch veranlagten Spielern Unbehagen verursachen. Ameisen und besonders Feinde wie Moderkäfer, räuberische Larven, Krebse, Fangschrecken, verschiedene Spinnen und nicht zuletzt andere Ameisenvölker werden recht realistisch dargestellt und animiert.

Wer die Hauptaufgabe erfüllt hat, kann spezielle Maps spielen oder ein freies Spiel starten. Bei letzterem wählt man Schwierigkeit und Feinde individuell aus und lässt in der Arena verschiedene Krabbeltiere gegeneinander antreten.

Obwohl Empires of the Undergrowth noch ein unfertiges Early-Access-Spiel ist, fielen uns kaum grafische oder spielerische Fehler auf, wenn man von der wechselnden Maustaste beim Setzen von Pheromon-Markern (damit steuert man Kampf- und Arbeitseinheiten) absieht. Mal braucht es einen Doppelklick auf die rechte Maustaste, mal reicht ein Linksklick.

Besonders wichtig: Das Spiel versteht zu fesseln und lässt Spieler, die Spaß am Ausprobieren von Taktiken haben, auch die eine oder andere Niederlage verschmerzen. Die bisherigen Inhalte reichen bereits für viele Stunden Spielspaß; die Entwickler planen aber weitere Feinde und Ameisenvölker wie Schnappkiefer- und Blattschneiderameisen – von letzteren gibt es bereits eine spielbare Demo-Map.

Empires of the Undergrowth ist für Linux, macOS und Windows bei GOG, Itch.io und Steam erhältlich und kostet rund 20 Euro. Unser Angezockt-Video finden Sie im ctzockt-Kanal von YouTube oder hier:

ct angezockt: Empires of the Undergrowth

(rop)

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