Anwenderfreundliches Arch Linux: Manjaro Linux 0.8.9

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Mit einem Installationsassistenten erleichtert Manjaro den Einstieg in Arch Linux. Die neue Version 0.8.9 bringt viele Verbesserungen bei den distributionseigenen Tools. Sie ist in vier Varianten mit unterschiedlichen Desktop-Oberflächen verfügbar.

Mit einem vorkonfigurierten System, dem Installationsassistenten Thus und weiteren grafischen Werkzeugen erleichtert die Distribution Manjaro Linux den Einstieg in Arch Linux. Die Installation mit dem Assistenten Thus ist genauso einfach wie die von Ubuntu, danach lässt sich das Rolling Release über den Paketmanager aktuell halten.

Die neueste Version Manjaro Linux 0.8.9 hat das Entwicklerteam nun in vier Varianten veröffentlicht: mit dem bisherigen Standard-Desktop Xfce, als KDE-Edition, mit Openbox-Windowmanager und als "Minimal Net Edition" ohne grafische Oberfläche. Unter der Haube arbeitet ein Kernel 3.10.30, Mesa 10.0.3 und der Xorg-Server 1.14.5. Für AMD- und Nvidia-Grafikkarten stehen der Catalyst-Treiber 13.10 und der Nvidia-Treiber 331.38 zur Verfügung.

Manjaro Linux 0.8.9 (11 Bilder)

Manjaro Linux 0.8.9 Xfce-Edition

Die Xfce-Edition von Manjaro Linux 0.8.9

Die Xfce-Variante bringt den Xfce-Desktop 4.11 mit Whiskermenu und MDM Displaymanager. Daneben ist Manjaro als KDE-Edition mit KDE 4.12 verfügbar, die so gestaltet wurde, dass sie der Xfce-Ausgabe ähnelt. Über KDE Connect lassen sich hier Android-Geräte mit dem System verbinden, um beispielsweise Benachrichtigungen auf dem Desktop anzuzeigen. Die Openbox Edition eignet sich gut für ältere Hardware und enthält Version 3.5.2 des schlanken Windowmanagers. Auch hier ist das Werkzeug Turbulence mit dabei,

Neuerungen vermelden die Manjaro-Entwickler auch bei den distributionseigenen Tools, etwa dem Manjaro Settings Manager. Ganz neu ist das Tool Turbulence zur Konfiguration des Desktops nach der Installation. Damit lassen sich beispielsweise das Hintergrundbild anpassen, die Position des Panels festlegen und weitere Pakete nachrüsten. Das Werkzeug ist bei der KDE- und der Openbox-Edition dabei.

Der grafische Installationsassistent Thus macht mittlerweile eine recht ausgereiften Eindruck. Bei der Installation lässt sich die Systempartition verschlüsseln, auch das Verschlüsseln des Home-Verzeichnisses mittels EncFS ist möglich. Fortschritte versprechen die Entwickler auch beim in Thus integrierten Partitionierer, etwa durch verbesserte UEFI-Unterstützung und Dateisystemerkennung. In dem grafischen Frontend zur Software-Installation, Pamac 0.9.7, lässt sich die Unterstützung für das Arch User Repository (AUR) jetzt im Menü leicht an- oder abschalten und die Häufigkeit festlegen, in der das Tool nach Updates sieht.

Alle Neuerungen in Manjaro Linux 0.8.9 stellt die ausführliche Release-Ankündigung vor. ISO-Images der Distribution stehen für 32-Bit- und 64-Bit-x86-Systeme über die Projekt-Website zum Download bereit.

Die Netbook-Edition von Manjaro Linux nutzt den Platz auf dem Display optimal.

Neben den offiziellen Releases gibt es verschiedene Community Editions von Manjaro, die allerdings noch nicht alle auf dem neuesten Stand sind. Hinzugekommen ist mit diesem Release die Netbook Edition von Rob McCathie, die einen für kleine Displays optimierten Xfce-Desktop mit modifiziertem Xfwm4-Windowmanager liefert. Links ist ein DockbarX-Panel zu sehen, das ein Icon zum schnellen Maximieren und Verkleinern der Fenster sowie eines zum Schließen der Fenster enthält. Die Fensterdekorationen verschwinden bei maximierten Fenstern ganz und verschwenden nicht unnötig Platz. In dieser Edition kommt ein spezieller Kernel aus dem Kernel-Netbook-Projekt zum Einsatz. Die Manjaro Netbook Edition 0.8.9 steht bei Sourceforge zum Download bereit. (lmd)

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