ClarkConnect heißt jetzt ClearOS

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Die ClearFoundation will mit ClearOS durchstarten: Der von ClarkConnect abgeleitete Small Business Server auf Linux-Basis soll jetzt unbeschränkt kostenlos nutzbar sein; Dienstleistungen drumherum sollen die Kasse füllen.

Schon im August hatte die kanadische Firma PointClark Networks grundlegende Änderungen angekündigt. Bisher hatte man unter dem Namen ClarkConnect einen Linux-basierten Small Business Server entwickelt, der als freie Community Edition und als kostenpflichtige Enterprise Version vertrieben wurde. Dazu verkaufte das Unternehmen Dienstleitungen rund um den Server, etwa zentrales Monitoring, Spam- und Virenschutz.

Zukünftig will man die Angebote anders ausrichten und erweitern. Für die Pflege der Software, die noch im September als Vorabfassung unter dem Namen ClearOS in Version 5.1 erscheinen soll (als Nachfolger von ClarkConnect 5.0), ist nunmehr eine Stiftung – die ClearFoundation – zuständig. Den Vorsitz der Stiftung übernimmt John H. Terpstra, lang gedientes Mitglied des Samba-Entwicklerteams und unermüdlicher Open-Source-Evanglist. Die Stiftung soll der Community neuen Schwung geben.

Eine neue Firma ClearCenter soll zukünftig Dienstleistungen rund um das Produkt verkaufen. Fürs erste werden das die gleichen sein, wie sie schon PointClark Network geliefert hat, aber man hat auch langfristigere Pläne: ClearOS soll sich zu einer Plattform mausern, die Dritte über offene Schnittstellen nutzen können. Es soll teilhaben an/in einer Cloud. Als ersten Schritt in diese Richtung sieht die Firma die Integration von Google Apps (für ClearOS 5.2 geplant).

Es entsteht der Eindruck, dass die neu entstandene Firma noch an der Strategie feilt. Interessant ist ein Blick hinter die Kulissen: In das Management-Team ist Michel Proper eingestiegen, der mit DirectPointe in den letzten Jahren einen IT-Dienstleister in den USA aufgebaut hat – wahrscheinlich, dass unter seinem Einfluss sich die Tätigkeit von ClearCenter auch in dieser Richtung entwickelt; passen würde es.

ClearOS beziehungsweise ClarkConnect bauen auf CentOS 5.3 auf. Die bisher separat erhältlichen und teils kostenpflichtigen Versionen sollen zugunsten einer nicht weiter beschränkten Version entfallen. Über ein einheitliches Web-GUI lässt sich der Server verwalten. Er vereint E-Mail und Dateidienste, stellt eine Weboberfläche mit einigen Groupware-Ansätzen bereit und kann darüber hinaus als VPN-Einwahlpunkt und Firewall dienen. Hinzu kommen jetzt Funktionen aus der Enterprise-Ausgabe für parallel nutzbare Internet-Zugänge und Hotspots. ps)

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