Vorhandene DVB-T-Antennen weiter nutzen

DVB-T2 HD, das Antennenfernsehen in Full-HD-Qualität

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Wie bereits von DVB-T gewohnt, reicht für DVB-T2 HD in zentralen Ballungsgebieten weiterhin eine passive Stabantenne aus, um auch in Zukunft ein gutes HD-Bild zu empfangen. Vorhandene Antennen können also weiterhin genutzt werden. In Wohnorten mit etwas schlechterem Empfang empfiehlt es sich, auf eine aktive Antenne mit eigener Stromversorgung zurückzugreifen, die das Signal verstärkt.

Wer in einem mittlerem bis schwachem Empfangsgebiet wohnt, muss in der Regel auf eine Außen- oder Dachantenne zurückgreifen. Deren Installation ist etwas aufwendiger als das Aufstellen einer simplen Zimmerantenne und man muss Kabel von der Antenne zum Wohnzimmer verlegen.

Allerdings verwendet das neue DVB-T2 HD modernere Technik, die bessere Empfangseigenschaften bei geringeren Feldstärken erlaubt. So kann es sogar sein, dass man mit derselben Antenne DVB-T2 HD empfangen kann, wo es woher kaum für DVB-T reichte

Seit Ende Mai 2016 waren in der ersten Ausbaustufe sechs Sender in 18 Ballungsgebieten in Deutschland kostenfrei zu empfangen. Darunter befanden sich als öffentlich-rechtliche Sender "Das Erste HD" und "ZDF HD", von den Privaten wren "RTL HD" "Pro7 HD" "SAT.1 HD" und "Vox HD" dabei..

Im Pilotbetrieb gibt es sechs HD-Sender, ab 29. März 2017 sollen es bis zu 40 Stück werden. (Bild: Initiative DVB-T2 HD)

Mit Aufnahme des Regelbetriebs am 29. März 2017 kamen weitere Sender dazu. Jetzt sind es etwa 40 Sender, davon knapp 20 öffentlich-rechtliche und rund 20 private HD-Sender. In einigen Gebieten kann man dann erstmals auch die privaten Sender in Full HD per Antenne empfangen. Zählt man die Internetsender von TV connect hinzu, die sich automatisch in die Senderliste einsortieren, kann man bis zu 65 Sender empfangen. Zusätzlich werden (zumidnest in Ballungsgebieten wie Hannover) das Erste, das ZDF und die regionalen Dritten bis zum 25.4. in geringerer PAL-Auflösung ausgestrahlt.

Wie die Initiative DVB-T2 HD bekannt gab, strahlen entgegen der ursprünglichen Planung weder die privaten noch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten DVB-T und DVB-T2 HD parallel aus:DEshalb wurden am 29. März 2017 die bisherigen DVB-T-Programme überall dort abgeschaltet, wo die neuen HD-Programme ausgestrahlt werden.

Alte DVB-T-Receiver und TVs mit DVB-T-Tuner empfangen deshalb seit dem 29. März 2017 keine Programme mehr. Wer jetzt weiterhin Antennenfernsehen schauen möchte, muss aufrüsten. Während die alten Antennen weiterhin genutzt werden können, werden an die Empfänger neue Anforderungen gestellt.

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