Das große Brennen

DVD-Brenner von Lowcost bis Highend

Test & Kaufberatung | Test

Deutlich schneller als erwartet verdrängt der DVD-Brenner den CD-Recorder aus dem Standard-PC - kein Wunder, sind doch DVD-Brenner heute schon ab 79 Euro zu haben. Wenn man für gerade mal den doppelten Einstandspreis sowohl 700 MByte fassende CDs als auch 4,7-GByte-DVDs beschreiben kann, ist das nicht nur für Video-Enthusiasten den Mehrpreis wert.

Der Preisverfall für DVD-Brenner war vor allem im vergangenen Jahr rasant: Geräte, die noch Mitte des Jahres 200 bis 300 Euro kosteten, sind inzwischen unter die 100-Euro-Marke gerutscht - und nicht zuletzt in den PCs vom Discounter einfach mit dabei.

Wer sich nicht für DVD-Videos interessiert, kann seinen DVD-Brenner natürlich weiterhin als reinen CD-Brenner benutzen. Der eignet sich aber auch bestens zur einfachen Archivierung: Es ist schon ein Unterschied, ob man „mal eben“ seine wichtigsten Daten auf 20 CDs oder auf nur drei DVDs in Sicherheit bringen kann. Auch hat die wiederbeschreibbare DVD durch einige Neuerungen im Dateisystem Chancen, ein besseres Wechselmedium zur standardisierten Datenanlieferung auch über Rechnertypgrenzen hinweg zu werden. Mit der realen Praxis haben wir uns ab Seite 104 auseinander gesetzt.

Für die Mehrzahl der Anwender stellt das DVD-Brennen aber sicherlich die zeitgemäße Form des Video-Recording dar. Sei es, um das eigene TV-Serien-Archiv aus dem Fernsehprogramm - verlustfrei um Werbeblöcke bereinigt - aufzubauen, sei es, um eigene filmerische Erzeugnisse in eine universelle Form zu gießen, sodass man sie mit jedem DVD-Player vorführen kann. Wer selbst kreativ filmen will, der stößt allerdings schnell an die technischen Grenzen der den Brennern beigelegten Authoring-Programme. Wie weit günstige Alternativen bereits semi-professionelle Ansprüche befriedigen, zeigt der Vergleich auf Seite 96.

Um Kopien von Video-DVDs anzufertigen, muss man die meist auf DVD-9 gespeicherten Originale aber erst noch eindampfen, wobei die Bildqualität und Verarbeitungsgeschwindigkeit der inzwischen zahlreichen Kopierprogramme deutlich schwankt (siehe Seite 88). Bevor jedoch der Anwender in die Feinheiten der Film(re)produktion und Datenkonservierung einsteigt, steht er vor dem Verkaufsregal der DVD-Brenner und fragt sich: „Soll ich nun zu Plus oder Minus oder zu beiden greifen?“ Um es kurz zu sagen: Ein Format reicht. Die Brennerhersteller müssen sowohl für das Plus- als auch für das Minus-Format etwa neun Euro Lizenzgebühren bezahlen. Je tiefer der Verkaufspreis der Brenner in den Keller rutscht, desto mehr schmerzt dieser Lizenzanteil. Wer den Preis unter 100 Euro drücken will - sei es Hersteller oder Käufer -, muss sich wohl oder übel für eines der Formate entscheiden.

Die technischen Unterschiede zwischen Plus und Minus sind größtenteils nur für die Hersteller interessant. Die DVD+R-Rohlinge sind beispielsweise etwas leichter herzustellen, da man auf den vorgebrannten CSS-Kopierschutzring der DVD-R verzichten kann und das Mastering der Stamper einfacher ist. Für den Anwender sind die Unterschiede bei den R-Medien jedoch vernachlässigbar. Nach den Spezifikationen sind beide Formate zur DVD-ROM kompatibel, dass heißt, von den technischen Voraussetzungen her sollte jedes DVD-Laufwerk sowohl Plus- als auch Minus-Rohlinge lesen. Schlägt der Lesevorgang doch einmal fehl, so kann es daran liegen, dass der DVD-Player mit der Disc-Kennung im Book-Type-Field nichts anfangen kann. Für vorbeschriebene DVDs steht dort „DVD-ROM“, für die gebrannten „DVD+R“ oder „DVD-R“. Ältere Geräte können eventuell mit der Plus-Kennung noch nichts anfangen, da damals nur das Minus-Format bekannt war. Hierfür bieten die Plus-Brenner von Ricoh, BenQ, Philips und Nu-Tech aber die Möglichkeit, den Eintrag im Book-Type-Field auf „DVD-ROM“ zu ändern. In der Brennsoftware Nero ist beispielsweise dazu im Brenndialog ein simpler Haken zu setzen. Bei wiederbeschreibbaren RW-Medien bietet das Plus-Format sowohl Vorteile als auch Tücken, denen wir uns in zwei separaten Artikeln auf den Seiten 104 und 108 widmen.

Viele Abspielprobleme hängen aber nicht mit der Formatfrage, sondern mit der Brennqualität der DVDs zusammen. So haben wir in unseren zahlreichen Tests Rohlinge gefunden, die nur mit sehr hohen Fehlerraten jenseits der Spezifikationsgrenzen gebrannt wurden. Die Laufwerke und DVD-Player sind gegenüber solchen schlecht gebrannten Medien unterschiedlich tolerant. Leider kann man die Brennqualität und Fehlerrate nur mit teuren Messgeräten ermitteln. Generell sollte man sich daher an die Rohlingsempfehlungen auf den Webseiten der Brennerhersteller halten. Bei unseren vergangenen Medientests haben wir besonders beim Minus-Format billige Scheiben aus China oder Taiwan mit mangelhafter Qualität gefunden [1|#literatur]. Beim Plus-Format ist dieses Problem nicht so groß, da es hier bisher - zumindest für die 4X-Medien - nur wenige Hersteller gibt. Im kommenden Jahr wollen jedoch auch asiatische Medienhersteller mehr und mehr 8X-Plus-Rohlinge produzieren, was einerseits die Preise drückt, andererseits aber auch die Qualitätssicherung bei Philips Licensing vor eine große Aufgabe stellen wird.

Auch bei einem an sich guten Rohling muss der Brenner die richtige Schreibstrategie verwenden, also die korrekte Laserstärke und Pulslänge, damit später die Fehlerraten nicht zu hoch ausfallen. Hersteller mit gutem Support veröffentlichen deshalb regelmäßig neue Firmware-Versionen für ihre Laufwerke mit Schreibparametern für neue Rohlinge. Diese Firmware-Pflege ist - besonders für Dual-Brenner - enorm aufwendig und teuer, weswegen viele Hersteller darauf verzichten. Besonders lasch gehen so genannte OEM-Anbieter mit der Firmware-Pflege um, die die Laufwerke nicht selbst entwickeln, sondern auf fremde Hardware nur ihr eigenes Label aufkleben; nur wenige programmieren ihre Firmware selbst. Veröffentlicht der Original-Hersteller ein Update, dann dauert es oft Wochen, bis entsprechende Versionen auch für die baugleichen OEM-Modelle erhältlich sind oder das Update erscheint gar nicht. Dies wird besonders ärgerlich, wenn ein Brenner nur für langsamere Brenngeschwindigkeiten zugelassen ist, in ein bis zwei Jahren aber vielleicht nur noch 8X- oder 16X-Rohlinge verkauft werden. Diese Medien benötigen eine höhere Laserleistung, für die ältere Brenner nicht ausgelegt wurden. Ihr Einsatz kann im Extremfall dazu führen, dass die Laserdiode durchbrennt. Das erlebten wir mit älteren 1X- und 2X-Minus-Brennern, die ohne Firmware-Anpassung mit 4X-DVD-Rs gefüttert wurden. Beim Plus-Format sind solche krassen Fälle bisher nicht bekannt geworden, trotzdem empfehlen die Medienhersteller aber für die demnächst erscheinenden 8X-Rohlinge, bei 2,4X- und 4X-Brennern ein Firmware-Update durchzuführen. Vor dem Kauf eines Brenners sollte man also einen Blick auf die Homepage des Herstellers werfen, ob dieser Firmware-Downloads und Rohlingsempfehlungen anbietet.

Um zu sehen, mit welchem Rohling ein Brenner am besten zurande kommt, testen wir jedes Laufwerk mit zwei bis drei empfohlenen Fabrikaten und übernehmen dann das beste Ergebnis in die Tabelle. Die Messungen werden von einem externen Testlabor in Malmö vorgenommen. Dort untersucht Audiodev einmal die Qualität des Signals, das beim Auslesen der Discs entsteht, und die Fehlerraten. Für diesen Test haben wir fünf neue Brenner auf den Prüfstand geholt. Im 4X-Plus-Brenner DRW 4410 von AOpen steckt die gleiche Elektronik wie in Ricohs MP-5240A. LiteOns LDW-411S ist nahezu identisch mit seinem Vorgänger LDW-401S, nur dass er jetzt auch das Minus-Format brennen kann. Das gleiche Laufwerk bekommt man übrigens bei Speer unter der Bezeichnung LDW-411. Ebenfalls baugleich sind die 8X-Plus-Brenner DW-800A von BenQ und DVDRW824k von Philips - sie unterscheiden sich lediglich in der Firmware. Komplettiert wird das Testfeld durch den 8X-Dual-Brenner LDW-811S von LiteOn. Zur Übersicht haben wir Brenner aus älteren Tests mit in die Tabellen aufgenommen.

Bei der Brenngeschwindigkeit hat das Plus-Format derzeit mit 8X noch die Nase vorn. Erst im Januar 2004 sollen mit dem ND-2500A von NEC und dem DVR-A07 von Pioneer zwei Brenner erscheinen, die auch DVD-R mit 8X beschreiben können. Ein großes Problem stellt derzeit jedoch noch die Versorgung mit 8X-Rohlingen dar, die von Philips und Verbatim erst im Januar kommen sollen. Allerdings können die jetzigen 8X-Plus-Brenner zum Teil auch 4X-Medien mit den höheren Geschwindigkeiten beschreiben. Dabei kommt es aber sehr auf die Marke der Rohlinge an. Wie schon in unseren vergangenen Tests haben wir deshalb die neuen 8X-Brenner mit 4X-Plus-Medien von Ricoh, Taiyo Yuden und Verbatim überprüft. Bei nahezu allen 4X-DVD+R-Marken findet man derzeit die Discs dieser Hersteller.

Die Testergebnisse der gebrannten Medien finden Sie in der Tabelle. Den wichtigsten Parameter der Rohdatenfehlerrate PI Sum 8 haben wir zusätzlich als Graph abgedruckt. An ihm kann man genau sehen, an welcher Stelle die Fehler besonders zahlreich sind. Für ein optimales Schreibergebnis sollte darüber hinaus der Jitter, der Längenabweichungen der gebrannten Markierungen misst, möglichst gering ausfallen und die Signal-Asymmetrie (ASYM) eine möglichst geringe Schwankungsbreite zeigen.

Schaut man sich die Ergebnisse der neu getesteten Brenner an, fallen zunächst einmal die sehr guten Ergebnisse des BenQ-Brenners auf (das baugleiche Philips-Modell erreichte unsere Redaktion für einen Rohlingstest leider zu spät). Sogar bei achtfacher Brenngeschwindigkeit, für die die Rohlinge eigentlich nicht zugelassen sind, legt er - egal mit welcher Medienmarke - erstklassige Ergebnisse hin. Die hervorragende Brennqualität ist wohl auf die neue „Walking Optimal Power Calibration“ (WOPC) von BenQ/Philips zurückzuführen, bei der der Brenner während des Brennvorgangs immer wieder den Laser nachjustiert. Ganz anders beim neuen 8X-Brenner von LiteOn, der lediglich die 4X-Rohlinge von Taiyo Yuden mit 8X beschreiben wollte. Bei diesen Medien braucht er jedoch nicht nur fünf Minuten länger als der BenQ, die Fehlerraten sprengen auch alle Spezifikationsgrenzen bei weitem. Einzig mit den DVD-R-Rohlingen von Maxell bekam er bei 4X ein befriedigendes Ergebnis hin. Die 4X-Variante LDW-411S ist da schon deutlich toleranter und harmoniert am besten mit den Medien von Verbatim; wie auch übrigens der Plus-Brenner von AOpen, der interessanterweise gerade mit den Ricoh-Rohlingen nicht so gut abschneidet, obwohl hinter der Laufwerksklappe Hardware von Ricoh steckt.

Ein DVD-Brenner soll aber nicht nur Medien beschreiben, sondern sie auch ordentlich lesen. Hier gibt es deutliche Geschwindigkeitsunterschiede, die zudem von den Medientypen abhängen. Die fett auf der Packung prangende X-Zahl gibt nur die Maximalgeschwindigkeit wieder, die allenfalls bei DVD-5 im Außenbereich erreicht wird. Statt auf 11 bis 12 MByte/s kommen die Laufwerke bei DVD-9 und gebrannten Medien bestenfalls auf eine durchschnittliche Dauertransferrate von knapp 8 MByte/s.

Während man bei einem langsamen Laufwerk nur etwas länger warten muss, bis man die Daten gelesen hat, dauert es bei einem Laufwerk mit einer schlechten Fehlerkorrektur mitunter bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Wie gut die Laufwerke mit Kratzern und Flecken zurechtkommen, stellen wir mit einer speziell präparierten CD und DVD-9 fest; die Toleranz gegenüber hohen Jitter-Werten prüfen wir mit einer DVD-R, deren Jitter von acht auf 20 Prozent gleichmäßig ansteigt. Die Prozentzahl in der Tabelle gibt den Anteil der Sektoren wieder, der innerhalb einer festen Testdauer korrekt ausgelesen wurde.

Die Kopierschutzmechanismen von Musik-CDs erweisen sich in vielen Fällen auch als Abspielsperren, da sie abseits der Spezifikationen für Audio-CDs falsche TOC-Einträge, zusätzliche Sessions mit Datenmüll oder falsche Paritätssummen für die Fehlerkorrektur enthalten. Lediglich zwei Laufwerke von BenQ und Plextor konnten im Test alle kopiergeschützten Alben abspielen. Interessanterweise patzt der baugleiche Philips-Brenner nur aufgrund seiner anderen Firmware bei Cactus Data Shield 200, sodass Grönemeyer nur noch aus den Boxen stottert.

Wie viel Geld muss man nun für einen ordentlichen Brenner ausgeben? Für 79 Euro bekommt man bei Amazon die Bulk-Variante des schon ein Jahr alten NEC ND-1100A. Der ist zwar nicht der schnellste und NEC hat sich für dieses Modell bisher auch nicht um Firmware-Updates geschert, er leistet sich jedoch in keinem Bereich grobe Mängel und liefert recht gute Brennergebnisse. Für unter 100 Euro bekommt man sonst nur noch den AOpen- beziehungsweise Ricoh-MP5240-Brenner in einer bunten Retail-Schachtel, die einige Brenn- und Authoring-Programme enthält. Die Laufwerke liefern zwar ordentliche Brennergebnisse, ihre Leseleistungen konnten bisher aber nicht hundertprozentig überzeugen. Die neue Firmware 1.11 putzt die gröbsten Mängel zwar aus, trotzdem empfiehlt sich bei diesen Modellen mitunter ein zusätzliches Leselaufwerk. 20 Euro mehr verlangt Toshiba für den SD-R5112, nach dem Ausverkauf des DVR-A05 von Pioneer der einzig verbliebene Minus-Brenner. Alles in allem ein solides Laufwerk, das nur beim Beschreiben von CDs und - notgedrungen - auch DVD-RWs etwas langsam ist und für das Toshiba bisher nicht ein Firmware-Update oder eine Rohlingsempfehlung veröffentlicht hat.

Wer unbedingt beide Formate brennen will, muss derzeit mindestens 130 Euro auf den Ladentisch legen und bekommt dafür beispielsweise den DR4-A von MSI, der als nettes Feature einen so genannten HD-Burnmodus für CD-Rs bereithält, mit dem er 1400 MByte mit 24X in 7:33 min auf eine CD-R quetscht. Dazu verkürzt er aber die gebrannten Markierungen so stark, dass die Scheiben von keinem normalen CD-Laufwerk gelesen werden können. Gegenüber unserem ersten Test verbesserte MSI zwar die Lesefähigkeiten mit einem Firmware-Update, allerdings verfälschte unser Testgerät immer noch Daten beim Lesen unserer verkratzten DVD-9. Besser gefällt da schon der LDW-411S von LiteOn, der CDs schnell brennt und alle Formate zügig liest. Er ist allerdings recht laut und liefert nur mit wenigen Rohlingsmarken gute Brennergebnisse. Dafür kann man mit den LiteOn-Modellen als einzige die PI Sum 8 mit Hilfe des Programms „Kprobe“ auslesen (dessen Download man sich ergoogeln muss, da die offizielle Webseite nicht erreichbar ist), die zumindest einen groben Eindruck der Brennqualität vermittelt. Wer DVD-RAM ohne Caddy beschreiben will, weil er etwa einen passenden DVD-Recorder oder Camcorder besitzt, kommt an dem 150 Euro teuren LG GSA-4040B nicht vorbei, der lediglich Audio-CDs langsam liest.

Zum selben Preis bekommt man mittlerweile allerdings schon 8X-Brenner, wobei BenQs DW-800A wegen seiner besseren Fehlerkorrektur seinem baugleichen Bruder von Philips - zumindest bis zum nächsten Firmware-Update - vorzuziehen ist. Ob die Philips/BenQ-Modelle später auch DVD+R9 beschreiben können, wird man abwarten müssen (siehe Artikel auf Seite 111), aber auch so gehören sie mit ihren sehr guten Brenn- und Leseeigenschaften zu den derzeit besten DVD-Brennern, bei denen man ein zweites Brennformat überhaupt nicht vermisst. Von LiteOns LDW-811S können wir zumindest bei der derzeitigen Firmware HS06 wegen der schlechten Brennqualität bei DVD+R nur abraten. Greift man ganz tief in die Tasche, bekommt man bei Plextor mit dem PX-708A nicht nur einen sehr guten Brenner, sondern auch erstklassigen Support mit regelmäßigen Firmware-Updates, ausgiebigen Rohlingsempfehlungen und einem zweijährigen Austauschservice. Wer 4X-Rohlinge mit dem PX-708A mit 8X brennen möchte, sollte allerdings unbedingt auf Medien von Verba-tim zurückgreifen, da wir bei den Ricoh-Rohlingen sehr hohe Fehlerraten feststellten. Einen Schnitzer leistete sich der PX-708A darüber hinaus beim Lesen unserer verkratzten CD-ROM, die er auch mit der neuen Firmware 1.03 kaum erkennt.

Die Entwicklung schreitet aber rasend schnell voran. So haben für Januar/Februar zahlreiche Hersteller neue 8X-Brenner angekündigt, was die Verkaufspreise noch einmal unter Druck setzen wird. Im zweiten Quartal 2004 sollen die ersten zweilagigen Rohlinge (DVD+R9) auf den Markt kommen. Für aktuelle 8X-Brenner wird es vielleicht die Möglichkeit geben, sie per Firmware-Update kompatibel zu machen. Gegen Ende des Jahres sollen dann erste Brenner mit 16X auf den Markt kommen, womit die Temposchraube bis zum Anschlag aufgedreht wäre. Schneller geht es wegen der ho-hen Umdrehungszahlen von 10 000 min-1 nicht mehr. Zwar sollen zu Weihnachten 2004 bereits erste AOD-Brenner (Advanced Optical Disc) mit 15 bis 20 GByte Speicherkapazität und im Laufe des Jahres 2005 erste Blu-ray-Laufwerke mit 25 GByte zu haben sein, diese werden aber zunächst nur zu Luxus-Preisen gehandelt, sodass DVDs noch lange für viele das Speichermedium der Wahl bleiben werden. (hag)

[1] Scheibenwahl, Aktuelle DVD-Rohlinge im Test, c't 22/03, S. 134

[2] Dauerbrenner, 4X-DVD-Brenner für Plus und Minus, c't 11/03, S. 94

Eine tabellarische Übersicht über Funktionen und Brennqualität der Geräte finden Sie in der aktuellen Heft-Ausgabe.

"DVDs brennen"
Weitere Artikel zum Thema finden Sie in der c't 1/2004:
Überblick DVD-Brenner S. 82
Kopiersoftware im Vergleich S. 88
DVD-Transcoder für Linux S. 94
Authoring-Programme für semiprofessionelle DVDs S. 96
Packet-Writing: DVDs als Diskettenersatz S. 104
Brennprobleme mit DVD+RW-Rohlingen im Griff S. 108
Technik der zweilagigen DVD-Medien (DVD+R9) S. 111

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