Dell UP3218K: Platz schaffen mit 33 Millionen Pixeln

Dell UP3218K: Platz schaffen mit 33 Millionen Pixeln

@ctmagazin | Blog

Als Dells 8K-Monitor in die Redaktion kam, habe ich mich gefragt, welchen Qualitätsgewinn derart viele Pixel in der Praxis eigentlich bringen – und bat die Kollegen zum Sichttest.

Auf den ersten Blick sieht Dells UP3218K aus wie viele andere Monitore: Schmal eingefasster Schirm, höhenverstellbarer Fuß, dunkelgraues Büro-Gehäuse. Beim Einschalten ist der Unterschied allerdings unübersehbar: Auf so ein 8K-Display passt seeehr viel Inhalt. Einige Webseiten haben darauf plötzlich einen Anfang und ein Ende!

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Weil jedes Pixel an Dells UltraSharp UP3218K nur 0,09 mm groß ist, stellt der Grafiktreiber unter Windows die 8K-Darstellung automatisch auf Zoomstufe 300 Prozent ein – zum Glück, denn sämtliche Auswahlmenüs unter Windows sind ohne Zoom unlesbar. Auch bei der Wiedergabe von Texten am 8K-Display mussten wir zwangsläufig eine Zoomstufe einstellen.

Angesteuert wird Dells 8K-Monitor über zwei DisplayPort-1.4-Eingänge. Man benötigt also eine entsprechend potente Grafikkarte, die zwei DisplayPort-1.4-Ausgänge besitzt und diese gleichzeitig ansteuern kann. Das sollten alle Nvidia-Karten der GeForce 1000er-Serie unterstützen und AMD-Karten ab der Polaris-Generation (RX400).

Wir wollten wissen, wie deutlich der Unterschied zwischen 8K und 4K in der Praxis, also bei der Wiedergabe von Texten, Bildern und Videos ausfällt. Dazu haben wir einen gleich großen 4K-Monitor und das Dell-Display an einer Nvidia Quadro P4000 im erweiterten Desktop-Betrieb betrieben: den 4K mit nativen 3840 × 2160 Bildpunkten, den UP3218K mit 7680 × 4320 Bildpunkten.

In unserer kleine Versuchsreihe zeigten beide Monitore zunächst denselben Text jeweils schirmfüllend an: Wir verdeckten die Gerätebezeichnungen und baten die Kollegen ins Hardware-Büro (wobei wir gar nicht lange bitten mussten, viele schauten ganz freiwillig vorbei). Einige identifizierten bei diesem Blindtest sehr schnell die Darstellung am 8K-Monitor als die schärfere. Der ein oder andere Kollege zeigte auf das falsche Gerät, was wohl auch der blickwinkelabhängigeren Darstellung am 4K-Vergleichsmonitor (mit VA-Panel) geschuldet war. Insgesamt fiel das Urteil aber zugunsten des höher auflösenden Dell UP3218K aus.

Bei der Fotowiedergabe mit entsprechend hochaufgelösten Bildern muss man zwar ebenfalls sehr genau hinschauen – aus einem Meter waren wenig Unterscheide zu erkennen. Doch wer näher an den Schirm heranrückt, kann an feinen Strukturen recht deutlich sehen, dass der 8K-Monitor diese noch ein bisschen schärfer wiedergibt.

Dann wollten wir bei YouTube hochaufgelöste Videos streamen, so wie es wohl viele Nutzer in der Praxis machen würden. Allerdings scheiterte unser Versuch kläglich, Videos in 4K und 8K zu vergleichen: Eine Radeon RX Vega 5 kam mit der Videowiedergabe im Zweischirm-Betrieb gar nicht klar und selbst unsere Workstation mit Quadro P4000 versagte – die Decodierkapazität reichte nicht aus, das 8K-Video stockte ständig.

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Den ausführlichen Testbericht zum Dell UP3218K inklusive aller Messergebnisse lesen Sie in c't 8/2018:

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