Der Desktop für Ubuntu 17.10: Gnome 3.26

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Zu den Highlights der jüngsten Gnome-Version zählen ein neues Kontrollzentrum und eine verbesserte Suche. Für teilweise hitzige Diskussionen sorgte die Entscheidung, keine Tray Icons mehr anzuzeigen.

Das Gnome-Projekt hat die Version 3.26 seiner Desktop-Umgebung freigegeben. Deren zahlreiche Neuerungen sind aber nicht der Hauptgrund, warum dieser Version mehr Bedeutung zukommt als ihrem direkten Vorgänger. Dafür sorgt vielmehr das Ubuntu-Projekt, denn beim Mitte Oktober erwarteten Ubuntu 17.10 wird Gnome wieder zur Standard-Bedienoberfläche. Sechseinhalb Jahre nach dem Umstieg auf Canonicals hauseigenen Unity-Desktop macht die Distribution damit eine Kehrtwende und wechselt zur Desktop-Umgebung zurück, die auch in den ersten Jahren die Standard-Bedienoberfläche von Ubuntu war.

Um aber Gnome-Fans vorzuwarnen und zugleich Unity-Fans zu beruhigen: Die Desktop-Variante von Ubuntu wird standardmäßig eine leicht modifizierte Version von Gnome 3.26 nutzen. Auf den ersten Blick erinnert die Bedienoberfläche daher mehr an Unity denn an Gnome. Das zeigen einige Bilder in der folgenden Bilderstrecke zu den Neuerungen von Gnome 3.26:

Gnome 3.26 erscheint knapp einen Monat, nachdem das Gnome-Projekt seinen 20. Geburtstag gefeiert hat. Die Freigabeankündigung und die Release Notes erläutern zahlreiche weitere Neuerungen von Gnome 3.26 "Manchester". Rolling-Release-Distributionen wie Arch Linux und OpenSuse Tumbleweed dürften die neue Version bereits in den nächsten Wochen erhalten. Das für Mitte Oktober geplante Ubuntu 17.10 wird wohl das erste Mainstream-Linux sein, das die neue Desktop-Umgebung mitbringt. Auch das Ende Oktober/Anfang November erwarteten Fedora Workstation 27 wird Gnome 3.26 als Standard-Bedienoberfläche nutzen. (thl)

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