Das Problem

Am 16. 9. behandeln wir IPv6 und IPv4 gleich

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Paradoxerweise kann das Angebot des zusätzlichen Transportweges dazu führen, dass einige Nutzer www.heise.de gar nicht mehr erreichen. So fragte Opera vor der Version 10.50 zuerst IPv6-Adressen zu einem Namen ab und versuchte dann auf Teufel komm raus, sie zu benutzen – auch wenn es gar kein geeignetes IPv6-Interface gab. Das Ergebnis war eine Fehlermeldung vom Browser.

Ein anderes Beispiel: Schon wegen der längeren Adressen sind DNS-Antworten für IPv6-Adressen länger. Bei einigen alten Heim-Routern sprengen sie daher den vorgesehenen Speicherbereich, was zum Absturz des DNS-Proxy im Gerät führt. Auch die anschließenden IPv4-Anfragen bleiben daher unbeantwortet. Ähnliche bekannte und bisher verborgene Programmierfehler lauern in anderen Programmen, Betriebssystemen und Geräten. Hinzu kommt, dass IPv6 auch auf dem PC falsch konfiguriert sein kann.

Nach unterschiedlichen Untersuchungen verhindern diese Fehler bei bis zu 0,1 % der Internetnutzer, dass sie Internet-Seiten erreichen, die IPv4 und IPv6 gleichberechtigt anbieten. Die Gefahr, so viele Leser zu verlieren, hält viele Seitenanbieter davon ab, IPv6 zu aktivieren.

Ob Sie betroffen sind, können Sie testen. Es gibt einige Seiten, die schon mit doppelten DNS-Einträgen ausgestattet sind, zum Beispiel

Diese Seiten zeigen auch an, auf welchem Wege man sie gerade abruft.

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