Die Abhilfe

Am 16. 9. behandeln wir IPv6 und IPv4 gleich

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Seite 3: Die Abhilfe

Wenn keine Verbindung zu Stande kommt, kann das sehr unterschiedliche Ursachen haben: Programm- oder Betriebssystemfehler, fehlerhafte Router oder verborgene Unterbrechungen der IPv6-Strecke, Timeouts oder verfummelte IPv6-Konfiguration. Doch eine Holzhammermethode hilft immer, das Problem zu umgehen: Surfen Sie vorübergehend nur über IPv4. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

Der Browser stockt, weil das DNS ihm eine IPv6-Adresse nennt, über die keine Verbindung zu Stande kommt. Alle aktuellen Betriebssysteme benutzen zur Namensauflösung nicht nur das DNS, sondern auch die hosts-Datei – in der Standardkonfiguration sogar bevorzugt. Wenn Sie nur die IPv4-Adresse von www.heise.de in Ihre hosts-Datei eintragen, fragt das System als nicht beim DNS nach und erhält auch keine IPv6-Adresse, die den Fehler auslöst.

Die Datei hosts liegt bei Windows im Verzeichnis %WINDIR%\System32\drivers\etc, bei Linux und Mac OS X in /etc/. Öffnen Sie sie mit einem reinen Texteditor (unter Windows zum Beispiel notepad.exe) und schreiben Sie ans Ende die Zeile

193.99.144.85  www.heise.de

Mit diesem Eintrag bekommen Sie wieder Verbindung zu www.heise.de, doch andere Dual-Stack-Seiten bleiben unzugänglich.

Ein falscher Editor oder ein Tippfehler in der hosts-Datei kann statt zur Lösung zu weiterem Ärger führen. Weniger fehleranfällig aber etwas komplizierter ist es, IPv6 zeitweise ganz abzuschalten. Mit dieser Methode kommen sich nicht nur wieder an www.heise.de, sondern umgehen das Problem generell. Die folgenden Klickanleitungen zeigen, wie:

Beide Workarounds zu kombinieren, ist nicht sinnvoll. Außerdem sollten Sie sie nicht auf Dauer laufen lassen. Am Abend des 16. September werden wir www.heise.de wieder auf reinen IPv4-Betrieb umstellen, um unseren Test auszuwerten. Spätestens dann sollten Sie den hosts-Eintrag wieder löschen oder IPv6 wieder einschalten. Denn moderne Betriebssysteme wie Windows 7 nutzen das Protokoll im lokalen Netzwerk.

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