Desktop-Management von Linux-Clients

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Im Rahmen ihres Szenarios Desktop-Management hat die LiSoG acht Lösungen zur Verwaltung von Linux-Arbeitsplätzen verglichen. Die Anforderungen konzentrieren sich auf das Benutzer-Management, das Objekt-Management und das Software-Management.

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Mit ihrer Veröffentlichung Desktop-Management von Linux-Clients möchten die Autoren aus den Reihen der Linux Solutions Group (LiSoG) Firmen und Behörden, die an einem Linux-Einsatz interessiert sind, einen Überblick über die bereits zahlreichen und unterschiedlichen Lösungen im Bereich Desktop-Management sowie eine Hilfestellung bei der Auswahl der geeigneten Lösung bieten. Anhand der eigenen Anforderungen, die mit dem von den Autoren zusammengetragenen detaillierten Anforderungsprofil abgeglichen werden können, lässt sich über die Marktübersicht bereits eine Vorauswahl treffen, die über die Eindrücke aus den Reviews weiter verfeinert werden kann.

Von insgesamt zehn Lösungen hat das Szenarioteam acht im Detail in einem jeweils eintägigem Review anhand der Anforderungen betrachtet. Im Detail wurden die Lösungen der ASDIS Software AG, der BMC Software AG, von GONICUS, Novell, Network Competence Services (NWC), Red Hat, Univention und Xandros untersucht. Zu jedem Produkt nennt die Marktübersicht Referenzinstallationen, Systemanforderungen, spezifische Stärken und die Zielgruppe. Die komplette Studie steht als PDF-Datei zum kostenlosen Download im Internet bereit.

Die folgenden Produkte wurden geprüft:

ASDIS Enterprise Management wurde für die Verwaltung von heterogenen Systemen entwickelt. Es ermöglicht System- und Software-Lifecycle-Management für unterschiedliche Geräte und Plattformen und unterstützt auch einen Wechsel auf andere Desktop-Systeme. So verwaltet beispielsweise die Deutsche Bahn die Software der Fahrkartenautomaten mit ASDIS Enterprise Management. Die Konfigurationen der einzelnen Geräte sind in einer proprietären CMDB abgelegt und die Software wird über eine Definitiv Software Library (DSL) verwaltet. ASDIS ist nach Serview ITIL-zertifiziert. Konfigurationen werden regelbasiert vorgenommen, um eine höchstmögliche Automation der Lifecycle-Prozesse zu erreichen.

Der BMC Configuration Manager ist die Weiterentwicklung des Produkts Marimba. Er konzentriert sich auf PC Lifecycle Management und bietet außerdem eine Installation für Red Hat auf die blanke Maschine an. Durch die Implementierung in Java ist er plattformunabhängig; BMC liefert die Java Virtual Machine mit. Marimba unterstützt eine Reihe von Clients, darunter Mac OS X und Pocket PC. Der Management-Server (Transmitter) kann unter Windows Server, Linux und Unix (AIX, HP-UX und Solaris) betrieben werden.

GOsa² von GONICUS, eine von zwei freien Lösungen im Bereich des Desktop-Managament, kann dem Client eine breite Palette von Konfigurationen mitgeben: Über die Zuordnung von Programmen im Startmenü und Icons auf dem Desktop bis hin zur Konfiguration der Startseite im Firefox-Browser lassen sich die Parameter zentral im Management-Server hinterlegen. Benutzer, Benutzerprofile, Geräte, Gruppen, Software-Konfigurationen und vieles andere sind als Objekte mit ihren Attributen im LDAP-Verzeichnis hinterlegt. Die Objekte werden mit ihren Attributen in Objektgruppen und weiter auch in Templates organisiert zusammengefasst. Soll ein Gerät zusätzliche Aufgaben erfüllen, so wird ihm das entsprechende Template zugeordnet und der Administrator bestimmt, wann es installiert werden soll. So wird die nötige Software oder die veränderte Konfiguration nach Aktivierung beispielsweise beim nächsten Start des Clients vom Verteilserver bzw. vom Management-Server geladen und auf dem Client eingespielt.

Novell ZENworks verwendet hauptsächlich Software-Images für das Deployment des Betriebssystems, ermöglicht jedoch auch scriptgesteuerte Installationen über AutoYast für Novell-Suse-Systeme und über Red Hat Kickstart für Red-Hat-Systeme. Von einem mit ZENworks installierten System lässt sich ein Software-Image erstellen, das auf weitere Maschinen verteilt werden kann. ZENworks bringt hierfür den ZENworks Imaging Service mit. Eine Gruppierung zu installierender Software wird über Bundles realisiert. Der Fokus liegt hierbei bei der zu installierenden Software und Abhängigkeiten werden laut Hersteller automatisch aufgelöst. Konfigurationen für einzelne Anwendungen lassen sich zentral in ZENworks vornehmen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit anzugeben, mit welchen vorgenommen Einstellungen Mozilla-Firefox oder Evolution installiert werden sollen. Novell bringt integrierte Assistenten für derartige Policies mit. Nicht abgedeckte Software kann über das Deployment einer entsprechenden Konfigurationsdatei berücksichtigt werden.

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Desktop-Management von Linux-Clients
    1. ASDIS
    2. BMC
    3. GONICUS
    4. Novell
  2. Desktop-Management von Linux-Clients
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