Deus Ex Mankind Divided: Zehn Tipps für die ersten Stunden

Deus Ex Mankind Divided: Zehn Tipps für die ersten Stunden

Praxis & Tipps | Tipps & Tricks

Bild: Square Enix

Eidos Interactives neues Abenteuer mit dem Maximalaugmentierten Adam Jensen brilliert in Atmosphäre und Spieltiefe. Die große Freiheit kann allerdings auch zu Fehlentscheidungen und frühem Frust führen. Zumal das Spiel selbst im leichtesten Schwierigkeitsgrad ziemlich fordernd ist. Damit man nicht zu früh verzweifelt, hier zehn Tipps für den Anfang von "Deus Ex: Mankind Divided".

In der Einführungsmission von Deus Ex: Mankind Divided in Dubai darf man sich zwischen tödlicher und nichttödlicher Taktik, Nah- und Fernkampf entscheiden. Auch wenn es als die beste Wahl scheint: das Betäubungsgewehr ist ziemlich nutzlos. Die Level sind verwinkelt und nur an wenigen Stellen hat man freie Schussbahn. Später macht zudem ein Sandsturm jede Chance auf Fernkampf zunichte. Darum besser gleich auf Nahkampf setzen. Die vielen Kisten, Ecken und Hochwege eignen sich bestens zum Anschleichen an die große Gegnerschar. Oder noch besser: jeden (unnötigen) Kampf vermeiden! Denn vor allem am Anfang belohnt das Spiel Schleichen und bestraft Aggression.

"Mankind Divided" gibt einem große Freiheit, welche Haupt- und Nebenmissionen man in welcher Reihenfolge spielen möchte. Am besten ist aber, man ignoriert alle Aufträge von Interpol und Juggernaut erst einmal und marschiert schnurstracks zu Koller. Dessen Ghetto-Buchladen "Time Machine" wird jedoch an einer Stelle von der Mafia und an einer anderen von korrupten Polizisten bewacht. Mit einer Gasgranate konnten wir die Türsteher der Mafia leicht ausschalten und danach direkt zu Koller durch das Chaos laufen. Hat man den irren Mechaniker im von seinem Mafia-Problem erlöst, beginnt dieser mit dem Systemcheck – und schaltet die neuen Augmentierungen frei, die einige Missionen erleichtern können.

Während Waffen schwierig zu handeln sind, viel Platz im Inventar verbrauchen und Munition oft rar ist, kommt man mit den Augmentationen erstaunlich weit. Essentiell sind hier zunächst die Augenverbesserungen, um Gegner durch Wände sehen zu können, die sozialen Verbesserung der Gesprächsführung, sowie der Kraftschlag, mit dem man Gegner im Nahkampf einfach ausschalten kann, wenn man sich von hinten anschleicht. Die Spezial-Augmentierungen benötigt man zunächst noch nicht. Um möglichst flexibel in den Missionen agieren zu können (mal braucht man einen Hack, dann wieder einer Gasmaske oder die sanfte Ikarus-Landung) empfielht es sich, die Augmentationen möglichst breit zu fächern, statt eine Disziplin auf Maximum auszubauen und den Rest links liegen zu lassen.

Wenn sie in einen Raum partout nicht reinkommen und die Flure von zu vielen Wachen bewacht werden, gibt es meist einen geheimen Weg durch die Lüftungsschächte, die auf den Karten nicht verzeichnet sind. Skannen sie die Umgebung mit ihrem Röntgenblick und halten nach den gelb leuchtenden Schachtabdeckungen Ausschau. Das geht meist stressfreier, als immer wieder zu versuchen, schwerbewaffent durch die Mitte zu stürmen.

Innerhalb der Stadtbezirke ist das neue "Deus Ex" faktisch ein Open World-Spiel. Diese Bewegungsfreiheit lässt sich bestens nutzen, um Informationen zu sammeln, Waffen zu ergattern und Ressourcen anzusammeln. Über Dächer und Simse gelangt man leicht in abgesperrte Bereiche und leere Wohnungen. Herumliegende PDAs enthalten manchmal Zugangscodes zu weiteren Wohnungen oder Garagen, in denen sich Verbrauchsgüter finden. Manche Apartments besitzen auch geheime Räume, in denen Geheimnisse und mächtige Waffen warten. Pro forma Lichtschalter zu drücken und Boxsäcke zu kicken kann sich lohnen!

Deus Ex Mankind Divided (10 Bilder)

In Prag patrouillieren Polizeiwachen und prüfen die Papiere der Cyborgs. Die Atmosphäre erinnert an die "City 17" aus Half-Life 2.
(Bild: Square Enix)

Im Prager Ghetto herrscht Totalüberwachung, und vor allem die bewaffneten Polizeidrohnen sind hochgefährlich. Darum gilt es, bewaffnete Konflikte etwa mit der georgischen Mafia so gut es geht zu vermeiden, will man nicht von zwei Seiten beschossen werden. Doch manchmal genügen freundliche Worte nicht, und man muss Klingen sprechen lassen. In diesem Fall ist es ratsam, zunächst per Hack die Alarmsysteme in der Nähe zu deaktivieren. Ist das geschehen, kann man nach Herzenslust mit allem zuschlagen, was man im Arsenal hat – selbst wenn die Polizei nur 10 Meter entfernt steht.

Auch wenn "Deus Ex: Mankind Divided" anfangs ein sehr realistisches und gnadenloses Bild der totalen Überwachung im Prager Ghetto zeichnet – es gibt viele tote Winkel. Die NPCs sind nicht immer aufmerksam, und so kann man fast gefahrlos über Dächer hinweg in abgetrennte Bereiche eindringen, wo die lokalen Dealer ihre Heilmittel horten. Auch die vielen Polizeiwagen können kleine Schätze bergen. Ein beherzter Griff, und uns gehört ein nagelneuer Granatwerfer! Zwar geht beim Öffnen der Autotür ein Alarm los. Doch wenn man sich rasch genug entfernt, hat dies keinerlei Konsequenzen.

Lebenskraft und Adams Energiereserve sind seine wichtigsten Ressourcen. Beide sind anfangs auf sehr niedrigem Niveau, weswegen man direkte Angriffe auf große Gegnergruppen vermeiden sollte. Diese aufzuforsten lohnt sich, vor allem wenn man gerne offensiv spielt – oder ein miserabler Schleicher ist. Mit der Fähigkeit "Defibrillator" lässt sich die Selbstregeneration von Leben beschleunigen, die Fähigkeit "Angiogenese" erhöht in drei Stufen die Standard-Gesundheit.

Alle Augmentierungen verbrauchen Energie. Ein kleiner Teil lädt sich immer wieder auf, doch da Adam zu 60 % aus künstlichen Körperteilen besteht, verschlingen auch scheinbare Standard-Aktionen wie lautloses Ausschalten Energie. Ist die Batterie leer, verweigert sich vielleicht im entscheidenden Moment ein lebensrettendes Talent. Darum sollte man immer einen Blick auf die Anzeige unten links haben, und von Anfang an fleißig Biozellen sammeln.

Nach einem actionreichen Anfang steuert "Mankind Divided" in ruhigere Fahrwasser, und man kann sich relativ frei in Prag bewegen. Die reiche Welt bietet viele Geschichten und Charaktere, und sehr viele von ihnen haben wichtige Informationen. Man sollte von Anfang an mit so vielen Menschen wie möglich reden. Auf diese Weise schaltet man optionale Nebenmissionen frei und erhält Informationen, die zum Lösen der Hauptmission sinnvoll sein können. Ob Straßendealer oder korrupter Polizist: praktisch jede/r hat wertvolle Neuigkeiten oder Gerüchte in petto.

Auch ein Ausbau der Kommunikationsfähigkeiten lohnt sich! Je überzeugender Jensen in Gesprächen ist, desto gewaltfreier kann man Aufgaben erfüllen – wenn man mag. Hat man sich zur goldenen Zunge von Prag gemausert, erledigen manche Charaktere gern die Drecksarbeit für den Mann mit den Roboterarmen.

Egal ob Türschlösser, Tresore oder Computer, Hacken nimmt in Deus Ex eine sehr große Rolle ein, weshalb sie ihre Fähigkeiten in diesem Bereich immer wieder verbessern sollten. In den Minispielen ist Glück und Taktik gerfragt. Schauen Sie sich den Verlauf der Knotenpunkte genau an. Manchmal ist ein Umweg besser, weil dessen Punkte eine geringere Entdeckungs-Chance haben. Platzieren sie auf Ihrem Startpunkt und auf wichtigen Knotenpunkten zu den roten Abwehrkugeln auch Affirmationen, so gewinnen Sie etwas Zeit nach dem Alarm. Wenn dieser schrillt, versuchen sie so schnell wie möglich zum Grünen Ziel zu kommen. Wenn mehrere grüne Ziele im System sind, können Sie sie auch parallel angreifen und müssen nicht warten, bis der eine Punkt geknackt ist. Auf dem leichtesten Schwiergkeitsgrad haben Sie an den meisten Systemen unendlich viele Versuche. Auf den höheren Stufen ist deren Zahl begrenzt. Sammeln sie dort erst entsprechende Abwehr-Software, bevor sie den letzten Versuch starten.

Deus Ex Mankind Divided – Der Cyborg-Thriller im c't-Video-Test

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