Die Architektur von Android

Innenansichten eines Smartphone-Betriebssystems

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Android geht in vielerlei Hinsicht ganz andere Wege als andere Linux-Versionen – das beginnt bei Anpassungen am Kernel und hört bei der virtuellen Maschine Dalvik noch lange nicht auf.

Die Architektur von Android

Android geht in vielerlei Hinsicht ganz andere Wege als andere Linux-Versionen – das beginnt bei Anpassungen am Kernel und hört bei der virtuellen Maschine Dalvik noch lange nicht auf. Die Besonderheiten der Android-Architektur zu kennen hilft dabei, die Eigenarten der populärsten Linux-Variante zu verstehen.

Es ist schon erstaunlich, wie viele Funktionen ein modernes Smartphone in sich birgt: telefonieren, Internet-Zugang, Spiele, Videos drehen … Selbstverständlich ist das nicht, eher ein kleines Wunder: Jede Funktion verbraucht Strom und Speicher, und das sind auf mobilen Geräten sehr endliche Ressourcen. Android ist ein Betriebssystem mit Linux-Kernel für Smartphones, aber auch andere Embedded Systems, das den Beschränkungen solcher Geräte Rechnung trägt. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf Android zu werfen: Vieles, was an der Android-Systemarchitektur besonders ist, hat direkte Auswirkungen auf das Verhalten von Android-Geräten und -Anwendungen.

Android ist eine Open-Source-Plattform, die von der Open Handset Alliance entwickelt wird, einem von Google initiierten breiten Zusammenschluss von Netzbetreibern, Smartphone-, Prozessor- und Chip-Herstellern sowie Softwarefirmen. Kern des Betriebssystems ist ein angepasster Linux-Kernel 2.6. Zudem sind zahlreiche Treiber und Bibliotheken verändert oder vollständig ersetzt – ein normales Linux würde die mobile CPU zu stark belasten, wodurch Anwendungen im Multitasking-Betrieb nicht schnell genug laufen würden und der Akku eines mobilen Geräts im Handumdrehen geleert wäre.

Daher erweitert Android das klassische Power Management des Linux-Kernels, um es an die Gegebenheiten mobiler Hardware anzupassen. So muss das System beispielsweise die Hintergrundbeleuchtung von Tastatur und Bildschirm ein- und ausschalten können. Ebenso muss das System den Status des Akkus überwachen und zuverlässig das Gerät herunterfahren, bevor die Stromversorgung zusammenbricht.

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