Fritzbox: Sichern, Gastnetz einrichten und Problembeseitigung

Die Grundeinrichtung einer Fritzbox

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Nach erfolgter Ersteinrichtung finden Sie in der Übersicht alle grundlegenden Informationen zum Status der Fritzbox. Hier können Sie sehen, ob Probleme mit dem Internetzugang oder den Telefonen vorliegen, ob das WLAN aktiv ist und welche Geräte gerade mit der Fritzbox verbunden sind. An der linken Seite finden Sie verschiedene Menüpunkte, die Sie zu den Konfigurationsoptionen der Fritzbox führen. Ganz unten finden Sie Assistenten, die beim Einrichten weiterer Funktionen helfen.

Die Übersicht zeigt den Status der Fritzbox an.

Ein Klick auf die drei Punkte rechts oben öffnen ein Menü, in dem Sie und das Gerätekennwort ändern und die erweiterte Ansicht aktivieren können. Damit werden in den Menüpunkten links weitere Untermenüs und dort auch neue Reiter sichtbar, beispielsweise bei "Internet/Zugangsdaten" die Einstellungen für das ab Werk bei einigen Providern deaktivierte Internet-Protokoll IPv6.

Um die Sicherheit beim Betrieb der Fritzbox zu verbessern, empfehlen sich ein paar Änderungen. Zunächst kontrollieren Sie, ob die WLAN-Verschlüsselung Ihrer Fritzbox ausreicht. Klicken Sie dafür am linken Rand auf "WLAN" und dann auf "Sicherheit". Unter dem Reiter "Verschlüsselung" finden Sie den Punkt "WPA-Modus". Hier sollte "WPA2 (CCMP)" eingestellt sein. Mit der Option "AVM Stick & Surf" lassen sich USB-WLAN-Sticks von AVM durch kurzes Anstecken koppeln. Falls Sie keine solchen Sticks verwenden, schalten Sie die Option ab.

Im zweiten Reiter "WPS-Schnellverbindung" entfernen Sie den Haken bei "WPS aktiv", nachdem Sie alle Ihre WLAN-Clients mit der Fritzbox verbunden haben. Das Koppeln von WLAN-Clients per WPS-Tastendruck oder PIN-Eingabe ist zwar bequemer als ein kompliziertes Passwort einzugeben, aber nach dem ersten Einrichten des Routers braucht man WPS nur selten. Zudem gab es immer wieder Sicherheitslücken im Zusammenhang mit WPS, und die nicht abgeschaltete WPS-Taste ist auch ein Freifahrtschein für Fremde (siehe oben).

Sparen Sie sich das Unterdrücken des Funknetznamens und einen eventuell vorhandenen MAC-Filter. Diese Optionen erhöhen die Sicherheit nicht, sondern machen nur zusätzliche Arbeit. Ein Klick auf OK legt die neuen WLAN-Einstellungen fest.

Tipps zur Sicherheit bei der Fritzbox (4 Bilder)

Die folgenden Schritte machen den Betrieb der Fritzbox sicherer und komfortabler.

Um fremde Geräte von Ihren eigenen zu trennen, sollten Sie Besuchern den WLAN-Gastzugang aktivieren. Dieses Gastnetz trennt der Router logisch vom internen Netz, Gäste gelangen nur ins Internet. Aktivieren Sie auch für das Gast-WLAN sichere WPA2-Verschlüsselung, vergeben Sie aber ein anderes Passwort als für das interne WLAN. Ändern Sie das Gast-Passwort gelegentlich, denn es ist nicht auszuschließen, dass Ihre Freunde oder Kinder es in der Nachbarschaft herumreichen. Bietet der Router eine Option, Gästen nur bestimmte Dienste zu erlauben wie etwa Surfen und Mail, dann aktivieren Sie diese, um Ärger wegen Filesharing vorzubeugen. Wird das Gastnetz nicht gebraucht, schalten Sie es ab.

Mit den Portfreigaben unter Internet/Freigaben kann man interne Dienste wie einen eigenen Owncloud- oder Mail-Server aus dem Internet erreichbar machen. Bei älteren FRITZ!OS-Versionen musste man die sogenannte "Selbstständige Portfreigabe" (UPnP) noch explizit abschalten, denn damit konnten sich beliebige Anwendungen auf PCs, Smartphones und anderen Clients Löcher durch die Router-Firewall bohren. Neuerdings muss man diese Automatik gezielt aktivieren. Wenn Sie ein Gerät haben, das Portfreigaben per UPnP braucht, um vollständig zu funktionieren, tragen Sie es bei den Freigaben ein.

In der Grundeinstellung sind die Telefonanschlüsse der Fritzbox bereits mit den eingerichteten Telefonnummern verbunden. Steckte das Kabel Ihres analogen Telefons bislang direkt in der Wandbuchse beziehungsweise im DSL-Splitter, dann hängen Sie es nun an die FON1-Buchse Ihrer Fritzbox. Falls Sie die Konfiguration der Telefonanschlüsse ändern oder zusätzliche Geräte verbinden wollen, klicken Sie auf "Telefonie/Telefoniegeräte". Dort können Sie weitere ISDN-, DECT- oder IP-Telefone einrichten.

Telefone bei der Fritzbox verbinden (7 Bilder)

Man kann zwei herkömmliche Telefone per Kabel an die Fritzbox anschließen. Diese reagieren dann auf alle definierten Rufnummern. Ferner lassen sich unter Telefonie/Telefoniegeräte weitere ISDN-Telefone, DECT-Schnurlos-Geräte oder IP-Telefone mit der Fritzbox verbinden. Klicken Sie dafür auf "Neues Gerät einrichten''

Wählen Sie im Einrichtungsassistenten den Telefontyp aus, den Sie mit der Fritzbox verbinden möchten. Im Fall von ISDN-Telefonen müssen Sie anschließend auswählen, welche Rufnummern dem Telefon zugewiesen werden sollen. Darüber hinaus müssen Sie diese Rufnummer auch am Telefon einrichten, denn Anrufe per ISDN werden immer allen Telefonen am ISDN-Anschluss signalisiert. Das Telefon muss daher wissen, auf welche Anrufe es reagieren soll.

DECT-Telefone, also tragbare Telefone, müssen Sie mit der Fritzbox koppeln. Dafür müssen Sie im Menü des Handgeräts eine neue Verbindung zu einer DECT-Basis – in diesem Fall die Fritzbox – auslösen. Wie das geht, schlagen Sie am besten in der Anleitung des Telefons nach. Im Lauf der Einrichtung testet die Fritzbox, ob das Telefon klingelt. Klappt das, steht dem Telefonvergnügen nichts mehr im Weg. Achten Sie darauf, bei der Einrichtung eindeutige Namen für die Telefone zu vergeben. Sie behalten leichter die Übersicht, wenn ein Telefon "Annas Telefon" heißt, statt nur "Telefon 1".

Auch Fritzboxen sind nicht vor Problemen gefeit. Unter "Diagnose/Sicherheit" finden Sie eine Diagnosefunktion, die einen grundlegenden Überblick über eventuelle Probleme gibt. Mit Glück reicht ein Neustart der Fritzbox, um sie zu beheben. Klicken Sie dafür auf "System/Sicherung" und wählen Sie den Reiter "Neustart". Ein Klick auf "Neu starten" löst den Reboot aus.

Nach einigen Minuten sollte die Box wieder erreichbar sein. Alternativ trennen Sie den Router für 10 Sekunden vom Stromnetz. Hilft auch das nicht, können Sie die Fritzbox auf Werkseinstellungen zurücksetzen; dafür dient der gleichnamige Reiter. Zuvor sollten Sie die Einstellungen Ihrer Fritzbox aber sichern. Das geht unter dem Reiter "Sichern". Geben Sie dabei ein Passwort an, damit Ihre Zugangsdaten verschlüsselt gespeichert werden. Die so gesicherten Einstellungen können Sie später über den Reiter "Wiederherstellen" zurückholen, was das Konfigurieren des Routers erheblich abkürzt. Ändern Sie zwischendurch die Einstellungen, sollten Sie die Konfiguration erneut exportieren.

Problembehebung für die Fritzbox (6 Bilder)

Hilfe zur Selbsthilfe bietet die Fritzbox unter Diagnose/Funktion: Klicken Sie auf "Starten" und die Fritzbox beginnt einen Selbsttest.

(mls)

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