Donnerlüftchen

MacBook Air mit Core i5 und Thunderbolt

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Zeitgleich mit dem Verkaufsstart von Mac OS X 10.7 hat Apple neue MacBook-Air-Modelle vorgestellt. Bei fast identischem Exterieur arbeiten im Inneren nun Core-i-Prozessoren. Das 11-Zoll-Modell mit 4 GByte Arbeitsspeicher konnten wir bereits testen.

Genauso wie die überarbeiteten Mac-mini-Modelle liefert Apple auch seine erneuerten Ultra-leicht-Notebooks der Air-Reihe ab Werk bereits mit OS X 10.7 aus. Kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns ein erstes Testgerät: das MacBook Air mit 1,6-GHz Intel-Core-i5-Prozessor, 4 GByte RAM und einer 128 GByte großen SSD. Auch die um den Speicher halbierte Version besitzt diesen Zwei-Kern-Prozessor, in den 13-Zoll-Varianten arbeitet ein mit 1,7 GHz geringfügig schnellerer Chip. Optional ist in beiden Modellreihen ein 1,8 GHz-Core-i7-Prozessor mit zwei Kernen erhältlich.

Das Unibody-Gehäuse unseres Testgeräts entspricht dem des Vorgängers. Auf Veränderungen im Inneren weist lediglich das Blitzsymbol neben dem Thunderbolt-Port hin, der bei identischer Optik den bisherigen Mini-DisplayPort ersetzt. Aufgeklappt fällt auf, dass zwei Funktionstasten jetzt Lion-spezifische Symbole für Mission Control und Launchpad aufweisen. Nach der ersten Generation des MacBook Air besitzt nun die dritte auch wieder eine hintergrundbeleuchtete Tastatur.

Gut zu sehen: neue Symbole auf den schmalen Funktionstasten und die praktische Hintergrundbeleuchtung

Apple baut mit Intels Notebook-Core-i5 (i5-2467M) im 11-Zoll-Modell einen Zweikerner mit Hyperthreading und Turbo Boost ein. Der ist dem bisherigen Core-2-Duo-Prozessor deutlich überlegen. Das Display steuert Intels Onboard-Grafikchip HD Graphics 3000 an. Er zwackt sich bis zu 385 MByte vom Arbeitsspeicher (DDR 3, 1333 MHz) als Bildspeicher ab. Seine Performance liegt auf dem Niveau des zuvor eingesetzten GeForce 320M. Das Einstiegsmodell mit nur 2 GByte RAM kann nur 256 MByte an die Grafik abgeben.

Die Thermal Design Power des Core-i5-Prozessors im 11-Zoll-Modell beträgt 17 Watt. Dennoch bringt er eine ordentliche Leistungssteigerung. Cinebench 10 absolviert das neue Modell 2,3-mal schneller als sein Vorgänger. Im Cinebench 11.5, bei dem Apple eine 2,5-fache Leistungssteigerung angibt, messen wir den Faktor 2,4. Im Bereich der 3D-Leistung ist dafür nur eine geringe Steigerung zu verzeichnen. Die Kaltstartzeit unseres Testrechners beträgt 18 Sekunden. Die Vorgänger waren unter Snow Leopard bis zu fünf Sekunden schneller. Die SSD (Apple SSD TS128C9) verwendet wie der Vorgänger Flash-Module von Toshiba. Im Durchsatztest ermitteln wir beachtliche Werte von 161,3 MByte/s beim Lesen, beim Schreiben sind es mit 157,6 MByte/s nur geringfügig weniger. Bastelfreudige Nutzer können die Kapazität erhöhen, Apple setzt wieder Blade-SSDs ein. Der Arbeitsspeicher hingegen ist fest verlötet: Im Zweifel sollte man sich beim Kauf gleich für die 4-GByte-Option entscheiden.

Benchmarks

Die Akkulaufzeit bei geringer Belastung (WLAN eingeschaltet, Display-Helligkeit bei 100 cd/m2) beträgt 7 Stunden und einige Sekunden. Es kommt wie bisher ein fest eingebauter 35-Wh-Lithium-Polymer-Akku zum Einsatz, das Vormodell hielt anderthalb Stunden länger durch. Apple selbst gibt die Laufzeit mit „bis zu fünf Stunden“ beim drahtlosen Surfen an. Für die Neubeladung benötigt das 45-Watt-Netzteil 2:38 Stunden.

Unverändert zeigt sich das Gewicht des MacBook Air, es wiegt 1,08 Kilogramm, sein 11,6-Zoll-Display stellt 1366 x 768 Pixel (134 dpi) dar. Die 13,3-Zoll-Modelle besitzen eine Auflösung von 1440 x 900 Bildpunkten (127 dpi) und wiegen rund 300 Gramm mehr. Testergebnisse dazu liefern wir in einer der nächsten Ausgaben nach. Alle MacBook-Air-Modelle bringen neben dem MagSafe-Stromanschluss, den beiden USB-2.0-Ports und Thunderbolt noch einen Mono-Lautsprecher, ein integriertes Mikrofon sowie einen Anschluss (3,5 mm Klinke) für Stereo-Kopfhörer oder Headsets mit. In den 13-Zoll-Modellen steckt außerdem ein SDXC-Kartenleser.

MacBook Air

Das MacBook Air punktet mit schickem, schlankem und leichtem Design. Die Reduzierung der Schnittstellen auf das Notwendigste ist dank Thunderbolt mittlerweile zu verschmerzen. Adapter von Thunderbolt zu FireWire 800 hat beispielsweise Sonnet angekündigt, auch Apples Thunderbolt-Display kann mit sechs Erweiterungsports als Dockingstation dienen. Mit der Integration aktueller Intel Core-i-Prozessoren hat sich auch die Leistungsfähigkeit der neuen MacBook-Air-Reihe erheblich gesteigert. Neben einer HD-fähigen FaceTime-Kamera vermissen wir aber nach wie vor ein Modell mit 3G-Integration für das mobile Surfen. (ohu)

www.ct.de/1117028

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