Dritte Spur

Mehr Durchsatz für WLAN und Powerline

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Per Funk oder über die Stromleitung: WLAN und Powerline sind die beiden Techniken für Heimvernetzung ohne Strippenziehen. Beide legen einen Zahn zu und sind jetzt schnell genug, um auch einen Internet-Anschluss mit 100 MBit/s nicht auszubremsen.

Datenübertragung über die Stromleitung (Powerline Communication, PLC) und noch viel mehr WLAN haben sich in den letzten Jahren zum nachträglichen Vernetzen von Eigenheimen und Mietwohnungen ausgebreitet, weil man keine Netzwerkkabel legen muss. PLC taugt gut zum Anbinden stationärer Clients. Für mobile Geräte – Smartphones, Tablets oder Notebooks – nimmt man WLAN, allein schon, weil das die meisten Mobilgeräte ab Werk mitbringen. Ebenso besitzen die meisten von den Internet-Providern beim Vertragsabschluss kostenlos oder gegen geringe Gebühr offerierten DSL- oder Breitband-Router die Funkschnittstelle.

Die beschleunigten WLAN- und Powerline-Produkte kommen gerade recht: Internetzugänge der Express-Klasse ziehen derzeit auf 100 MBit/s und mehr davon [1 , 2]. Folglich müssen die Inhaus-Techniken mithalten, damit man derlei Rasanz auch dann nutzen kann, wenn der Rechner nicht per Kabel am Gigabit-fähigen Internet-Router hängt.

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In diesem Beitrag schildern wir unsere Erfahrungen mit ersten Mustern der neuen Techniken. Auf Seite 80 in c't 2/11 folgen Tipps, wie Sie das Optimum aus alten und neuen Geräten herausholen. Der Artikel auf Seite 84 (c't 2/11) beleuchtet das umstrittene Funkstörpotenzial der Powerline-Technik.

Beide Kabellos-Techniken arbeiten bislang mit einer maximalen Datenrate auf dem Medium (Brutto) von 200 MBit/s (PLC) beziehungsweise 300 MBit/s (WLAN). In beiden Fällen bleibt auf Anwendungsebene (Netto) ein Bruchteil übrig: Typischerweise kommen bei guten Powerline-Verbindungen um die 70 MBit/s an, bei WLAN können es bis zu 130 MBit/s sein. Der Schwund liegt am unumgänglichen zeitgesteuerten Zugriffsprotokoll: Bei PLC und WLAN teilen sich alle Stationen dasselbe Medium. Wenn zwei gleichzeitig Daten senden, versteht keiner mehr was. Daher teilen sie sich den Zugriff zeitscheibchenweise.

Ferner sinkt die Nutzdatenrate, wenn die zu überbrückende Distanz wächst, bis schließlich die Verbindung abreißt, weil sich die Stationen gar nicht mehr empfangen können. Diese Gesetzmäßigkeiten gelten unverändert weiter, sowohl bei den jetzt herauskommenden Powerline-Adaptern der 500-MBit/s-Klasse als auch den demnächst erscheinenden 450-MBit/s-WLAN-Geräten. (ea)

Den vollständigen Artikel finden Sie in c't 2/2011.

Turbo-LAN ohne Bohren

Artikel zum Thema "Turbo-LAN ohne Bohren" finden Sie in c't 2/2011:

  • WLAN und Powerline werden schneller - Seite 76
  • Netzwerk-Tuning für optimalen Durchsatz - Seite 80
  • Das Störpotenzial der Powerline-Vernetzung - Seite 84

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