Eines für alles

Das Notebook als Desktop-Ersatz

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Das stärkste und größte Notebook ist nicht automatisch das beste, um den Desktop-PC zu ersetzen. Vielmehr bestimmen die persönlichen Vorlieben und Anforderungen die Wahl des Mobilrechners, der keinen anderen PC neben sich dulden muss. So kommt zwar sicherlich oft ein großes Notebook, aber auch mal ein Subnotebook in Frage.

Gegenüber der Kombination aus Desktop-PC daheim und Notebook für unterwegs hat ein Alleskönner-Notebook, das die beiden ersetzt, einige Vorteile: Die Daten sind immer auf dem aktuellen Stand, ohne dass man ständig verschiedene Datei-Versionen miteinander in Einklang bringen muss. Anwendungen müssen nur einmal installiert, angepasst und aktualisiert werden - und falls es sich um Einzellizenzen handelt, müssen sie auch nur einmal gekauft werden.

Dass ein Notebook auch Platz auf dem Schreibtisch schafft, ist allerdings eher Wunschdenken: Flachbildschirm, kabellose Tastatur und Maus nehmen weniger Raum ein als der Klapprechner. Zudem verschwinden die Kabel beim PC mit ihm zusammen unterm Schreibtisch und stören somit nicht auf der Arbeitsplatte, wie das etwa bei einem großen Peripheriepark aus externer Festplatte, externem Brenner und Scanner am Notebook der Fall ist. Der Platzvorteil des Mobilrechners liegt woanders: Man kann ihn zusammenklappen und in den Schrank legen.

Geht es um die Rechenleistung, gelten für PC und Notebook dieselben Kriterien: Die wenigsten Anwender brauchen einen PC mit der höchsten verfügbaren Rechenleistung, sondern lediglich einen, der die eigenen Bedürfnisse erfüllt. Etwas schwerer fällt aber die Auswahl der Bauform: Beim Desktop-PC muss man sich nur zwischen den Varianten Mini-Barebone, Mini-/Midi-Tower und Big-Tower entscheiden, beim Notebook reicht das Angebot vom 1-kg-Subnotebook bis zum 5-kg-Schwergewicht mit 17-Zoll-Display.

Damit jeder aus dem aktuellen Angebot sein optimales Notebook findet, haben wir das Schwerpunktthema in diesem Heft dreigeteilt: Dieser Artikel erläutert, für wen sich welches Notebook eignet. Anschließend folgt ein Test von Notebooks mit 17-Zoll-Display (ab S. 110, c't 19/05). Ob Linux-Notebooks die Desktop-PCs ersetzen können, untersucht der Artikel ab Seite 122, c't 19/05.

Es gibt durchaus die Möglichkeit, sowohl Notebook als auch PC zu nutzen und dabei die Nachteile zweier Rechner zu umgehen, indem man per Remote Access mit dem einen auf den anderen zugreift. Wer mit dem Notebook in WLAN-Reichweite seines Desktop-PC arbeitet oder ständig LAN-Zugang hat, der hat seinen Desktop-PC immer zur Hand. Auch andersherum kann man mit einem auf Spiele oder Wohnzimmeraufgaben spezialisierten PC sein Notebook fernsteuern, sodass eine Arbeitsumgebung reicht. Windows XP Professionell hat das mit Remotedesktop bereits eingebaut (c't 10/05, S. 196, c't 19/05).

Wenn aber das Notebook der einzige Rechner sein soll, dann muss man zunächst über die verschiedenen Einsatzorte nachdenken. Oft ergeben sich allein daraus schon Hinweise, welcher Mobilrechner in Frage kommt: Wer den Rechner auch im Garten oder auf dem Balkon nutzt, will mehrere Stunden Akkulaufzeit und vielleicht einen guten WLAN-Empfang; das Gewicht ist zweitrangig. Vorwiegend als Schreibtisch-Notebook genutzt, darf die Laufzeit dagegen kurz ausfallen. Beim Laptop-Lounging auf dem Sofa soll der Blickbereich des Displays groß sein und die Geräteunterseite darf sich nicht unangenehm aufheizen. Unterwegs mit geschulterter Tasche gilt es dagegen, den Kompromiss aus geringem Gewicht, langer Laufzeit und akzeptablem Preis zu finden. Da es aber das leise 1-kg-Notebook mit 12 Stunden Laufzeit und Top-Rechen- und Grafikleistung für unter 1000 Euro auch in den nächsten Jahren nicht geben wird, besteht das Ziel darin, den besten Kompromiss zu finden.

Die Ergonomie ist ein besonderer Knackpunkt: Schon bei einem Notebook mit gängiger Gehäusedicke empfindet man die Handhaltung beim Tippen unnatürlich im Vergleich zur PC-Tastatur. Auch die Körperhaltung ist nicht gerade der Gesundheit förderlich, wenn man lange nach unten aufs Display schaut. Nach langem Arbeiten mit Touchpad und Trackpoint-Knubbel machen sich schon mal die Sehnen unangenehm bemerkbar. Auch der zu geringe Abstand von eingebauter Tastatur zu Anzeige widerspricht den Lehren der Ergonomie. Bei stundenlangem Arbeiten sollte man daher externe Eingabemöglichkeiten und einen Monitor erwägen.

Trotz aller Typenvielfalt gibt es eine Grundausstattung, die man auch bei preiswerten Geräten verlangen muss. Beim optischen Laufwerk ist ein 8X-DVD-Brenner Stand der Technik. Bei Anschlüssen führt an mindestens zwei USB-2.0-Ports kein Weg vorbei; FireWire vierpolig ohne eigene Stromversorgung haben fast alle Notebooks.

Da die VGA-Signalqualität bei Notebooks oft schlecht ist, sollte man auf einem externen Monitor sicherstellen, dass die Bilder nicht verschwommen und unsauber aussehen - oder unsere Testartikel konsultieren, in denen dieser Aspekt stets bewertet wird. Obwohl die Notebook-VGA-Ausgänge sehr oft ein matschiges Bild liefern, sind Grafiksysteme mit Digitalausgang (DVI), die prinzipiell für gute Bilder sorgen und das Problem perfekt abstellen würden, eher selten in Notebooks anzutreffen.

WLAN-Drahtlosfunk nach IEEE 802.11g gehört in jedes Notebook, Bluetooth haben nicht alle. Die Festplatte fasst 60 bis 120 GByte an Daten. Einige wenige Mobilrechner mit 17-Zoll-Notebooks integrieren zwei Festplatten, aber auch dann liegt der Speicherplatz noch weit unter dem, was PC-Kisten unterbringen: Die größten Festplatten fassen dort bereits 500 GByte und die PC-Gehäuse oft vier Platten oder mehr.

Auch wenn Samsung zur IFA das erste Notebook mit 19-Zoll-Display angekündigt hat, noch sind die Modelle mit 17-Zoll-Display im 16:10-Format die größten Mobilrechner. Für das 17-Zoll-Display muss man im Vergleich zu den nächst kleineren Breitbild-Notebooks (mit 15,4-Zoll-Display) einige hundert Euro mehr zahlen. Wer bislang einen 17- oder 19-Zoll-Monitor gewohnt war und aufs Notebook umsteigt, hat wenig Umgewöhnungsprobleme. Anders bei der Tastatur: Obwohl Platz für eine ausgewachsene Tastatur inklusive Ziffernblock wäre, kennen wir unter anderem mit HP Pavilion zd8185es und Toshiba Satellite M60 nur wenige Geräte, die das bieten.

3D-fähige Grafikchips in 17-Zoll-Notebooks bescheren passable bis beachtliche Spieleleistung. Eine Übersicht über die verschiedenen Notebook-Grafikchips inklusive Benchmarks finden Sie in c't 13/05, Seite 178, c't 19/05. Zusammen mit einem Pentium-M-Prozessor darf man in Notebooks Spieleleistung etwa auf dem Niveau der unteren PC-Oberklasse erwarten. An der Spitze steht das Dell Inspiron XPS Gen2 mit Nvidia GeForce Go 6800 Ultra, aber die volle Leistung steht nur am Stromnetz zur Verfügung und die Akkulaufzeit ist kurz.

Die mittlerweile seltenen Notebooks mit Pentium 4 bieten kaum mehr Power als die mit Pentium M, dafür ein höheres Betriebsgeräusch und gedrosselte Leistung im Akkubetrieb. Die Leistungsobergrenze markiert derzeit ein von Clevo gebautes Notebook namens D900T für den AMD Athlon 64 in der Dualcore-Version X2. Es wird in verschiedenen Konfigurationen beispielsweise von Amadeus, Bullman, Faet oder Xeron vertrieben. Gut aufgehoben ist dieser Bolide wohl auf LAN-Partys, wo sein Lärm in einer hohen Geräuschkulisse untergeht.

Wer sein Notebook auch mal vom Schreibtisch wegbewegen möchte - und sei es nur in die Küche oder in den Wintergarten - für den ist ein 17-Zoll-Notebook dann eine schlechte Wahl, wenn er dabei auf Akkubetrieb angewiesen ist: Laufzeiten von 1 bis unter 3 Stunden sind einfach zu kurz. Dazu kommt das hohe Gewicht von 3,3 bis 4,3 kg. Die einzigen positiven Ausnahmen sind das Apple PowerBook 17" und das Samsung M40+ mit bis zu 4,5 Stunden Laufzeit bei nur 3 kg Gewicht. Sie kosten 2600 respektive 3000 Euro und eignen sich sogar für den echten Mobilbetrieb außerhalb von Wohnung und Büro. In Flugzeug oder Zug kann man diese Monster mit Abmessungen von rund 40 cm x 25 cm allerdings kaum aufklappen.

Auf vielen dieser großen Notebooks ist eine Media-Center-Software installiert, die über eine beiliegende Fernbedienung gesteuert wird. Mit USB- oder eingebautem TV-Receiver taugen sie als TV-Alternative fürs Wohnzimmer nur, wenn man keine hohen Anforderungen an die Sound-Qualität stellt (oder externe Boxen anschließt). Und gegenüber einem zusätzlichen wohnzimmertauglichen PC rentiert sich so ein Bolide auch nur, wenn er anderweitig viel genutzt wird, zum Beispiel als Musikanlage und eben auch als Rechner.

Unter den Geräten mit eingebauter TV-Hardware hat uns allein das Toshiba Qosmio G20 gefallen, dessen Zusatzhardware mit Namen Qosmio Engine nach wenigen Sekunden ohne zu booten ein Fernsehbild zeigt. Auffallende Multimedia-Features zeigt auch das Sony Vaio A417S mit seiner Docking Station plus integrierter TV-Hardware, Boxen und zahlreichen Anschlüssen, die sich der Hersteller aber mit rund 800 Euro Aufpreis gut bezahlen lässt. Mit 1500 Euro relativ günstig ist das Toshiba Satellite M60-139. Es ist - bis auf sein optisches Laufwerk - leise und für seine Klasse recht schmal. Das Asus W2V hat eine robuste Oberfläche und sehr gute Rechenleistung, aber ein dunkles Display und einen ständig rotierenden, lauten Lüfter sowie schlechte Signalqualität am Audio- und VGA-Ausgang.

Das Angebot an 15,4-Zoll-Notebooks hat rasant zugenommen - bald schon könnten diese Geräte im Vergleich zu 15-Zoll-Notebooks in der Mehrzahl sein. Ihre breiten 16:10-Displays sind für Kinofilme besser geeignet und sie zeigen einen größeren Teil von Tabellen gegenüber den 15-zölligen 4:3-Panels. Bei gleichzeitig geöffneten Fenstern mag man bald aufs breite Format nicht mehr verzichten. Wer allerdings gewohnt ist, alle Fenster zu maximieren, schaut bei vielen Texten auf ein sehr unergonomisches Bild mit zu langen Zeilen. Bei diesen Notebooks findet man den besten Kompromiss aus Breitformat-Display, Notebook-Größe und Gewicht. Die meisten kosten zwischen 900 und 2000 Euro, ein besonders leichtes und flaches wie das Samsung X50 WVM 2000 überspringt aber auch die 3000-Euro-Marke.

Die günstigen unter ihnen arbeiten mit einem AMD-Sempron- oder Intel-Celeron-M-Prozessor. Deren Rechenleistung genügt den meisten Anwendern; oft gehört auch ein 3D-Chip zur Ausstattung. Sie spielen in der unteren Mittelklasse der Desktop-PCs mit, die teureren mit Pentium M ab 1,8 GHz und Grafikchips ab ATI Mobility Radeon X700 oder Nvidia GeForce Go 6600 überflügeln den Durchschnitts-Desktop-PC deutlich.

In der Regel haben 15,4-Zoll-Panels einen größeren Blickbereich als die 15-Zoll-Displays, doch wegen der immer noch deutlichen Farbverfälschung reichen sie an LC-Monitore nicht heran. Viele von ihnen spiegeln deutlich. Mit einem Notebook-Gewicht von 2,6 und 3,1 kg findet auch bei dieser Klasse der Mobilbetrieb eher in der Wohnung statt oder auf Autoreisen, bei denen man den Rechner selten tragen muss. Wie schon bei den 17-Zoll-Notebooks bilden auch hier Samsung und Apple die Ausnahmen: Das flache Samsung X50 WVM 2000 wiegt nur 2,4 kg und kostet rund 3400 Euro, das Apple PowerBook 15" wiegt sogar nur 2,1 kg und kostet um 2000 Euro. Letzteres ist das einzige noch erhältliche Notebook mit 15:10-Display und 15,2-Zoll-Bildschirmdiagonale. Günstiger ist das Acer TravelMate 4500, das lange und mit geringem Betriebsgeräusch läuft; sein 15,4-Zoll-Panel zeigt jedoch einen eingeschränkten Blickbereich. Das Sony Vaio F115M läuft leise, sieht schick aus, hat aber schlechte Lautsprecher und eine kurze Laufzeit.

Bei Geräten mit 14- oder 15-Zoll-Display im 4:3-Format gibt es immer noch die größte Auswahl. Die Spanne reicht von Billiggeräten unter 600 Euro bis zu Business-Geräten, die weit mehr als 2000 Euro kosten. Die meisten Panels zeigen deutliche Farbverfälschungen bei verändertem Blickwinkel, und der Blickbereich in vertikaler Richtung ist zu klein für ergonomisches Arbeiten. Nur wenige, etwa die UltraSharp- und FlexView-Panels von Dell respektive Lenovo, machen es besser. 15-Zoll-Notebooks wiegen zwischen 2,7 und 3 kg, einige wenige wie das Samsung X20 bringen nur 2,4 kg auf die Waage.

Schon für weniger als 700 Euro findet man vereinzelt Geräte, doch muss man dabei genau auf die Komponenten und auf den Lieferumfang achten. Ein VIA-Prozessor, ein SIS-Chipsatz mit 256 MByte Speicher und integrierter Grafik sind zu langsam für einen Desktop-Ersatz, wenn man mehr als nur ein Briefchen tippen will. WLAN gibts für den Preis nicht, oft findet man nur einen CD-Brenner statt einen für DVD-Rohlinge und Windows gehört nicht immer zum Lieferumfang. Bei einem Preis von 700 bis 1000 Euro ist die Gefahr eines Fehlkaufs deutlich niedriger, die Auswahl groß und attraktiv. Geräte mit Celeron M und Intel-Chipsatz können durchaus lange und leise laufen, beispielsweise Lenovos R50e oder HPs nx6110.

Die Preise für Pentium-M-Notebooks mit einem 15-Zoll-Display in XGA-Auflösung beginnen bei etwa 900 Euro, meist stecken eine niedrig getaktete CPU und eine integrierte Grafik drin. Letztere reicht für fast alle Lebenslagen, sofern nicht aktuelle 3D-Spiele dazugehören. Geräte mit 3D-Grafikchip bringen mehr Spielspaß, brauchen aber deutlich mehr Strom - was mehr Abwärme (und damit laute Lüfter) und geringe Akkulaufzeit bedeutet. Auch die Notebooks mit AMDs Turion brauchen etwas mehr Strom als die Pentium-M-Konkurrenz. Es gibt zwar stets Abweichungen nach oben und unten, doch als Richtwert sollte ein typisches Centrino-Notebook mit integrierter Grafik gut vier Stunden laufen.

Bei den meist viel teureren Business-Notebooks zahlt man für eine längere und umfangreichere Garantie, manchmal bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen und für die Kompatibilität von Peripheriegeräten zwischen unterschiedlichen Modellserien eines Herstellers. Treiberversorgung oder Qualität sind bei Business-Serien wie denen von HP und Fujitsu Siemens oft besser.

Auch die Display-Auflösung treibt den Preis nach oben. Für 1400 x 1050 Bildpunkte gegenüber 1024 x 768 muss man etwa 200 bis 400 Euro mehr einkalkulieren. Vorteile bringen solche hochauflösenden Displays dann, wenn man viel mit Tabellen hantiert, Bilder bearbeitet oder viele Fenster gleichzeitig nutzt. Allerdings ist die Darstellung auch entsprechend kleiner. Der bei den Consumer-Geräten auffallende Trend zu stark spiegelnden Displays ist bei den professionellen Geräten noch nicht zu beobachten.

Einige wenige 14-Zoll-Notebooks sind kompakt, haben Tasten in gewohnter Größe und wiegen um zwei Kilogramm. Wer viel unterwegs ist, aber auf den Komfort von normalgroßen Tasten nicht verzichten will, findet hier vielleicht sein Gerät. Auf dem Schreibtisch zu Hause genügt es für kurze Tätigkeiten. Bei langen Arbeitseinsätzen kommt die wegen der kompakten Abmessungen nicht optimale Ergonomie ins Spiel. Vor allem den Preis eines externen Displays sollte man deshalb für einen Desktop-Ersatz einkalkulieren.

Mit Pentium M und meist integrierter Grafik bekommt man ein aktuell ausgestattetes Notebook inklusive optischem Laufwerk - Spitzenleistung liefert die Hardware jedoch nicht. Früher gab es noch 13,3-Zoll-Displays im 4:3-Format, doch nur das 2,2 kg leichte Panasonic Toughbook CF-73 verwendet es noch. Das stabile Gerät mit Tragegriff läuft bis zu 4,4 Stunden und übersteht auch Stürze, kostet aber beim Händler mehr als 3800 Euro.

Das Samsung X10+ gehört mit 1,8 kg zu den leichtesten 14-Zoll-Notebooks. Mit Grafikchip Nvidia GeForce Go 5200 und Pentium M kostet es je nach Konfiguration zwischen 2000 und 2500 Euro. Sein Display dürfte heller sein und erst zusammen mit dem mitgelieferten Zweitakku läuft es länger als drei Stunden. Auch das Fujitsu Siemens LifeBook S wiegt mit knapp 2 kg wenig. Es läuft über Stunden, erzeugt aber hörbare Lüftergeräusche. Zwischen 2 und 2,5 kg liegen Dell Latitude D610 (2,2 kg), HP Compaq nc6220 (2,3 kg) und Lenovo ThinkPad T43 (2,4 kg für Modelle mit integrierter Grafik).

Eines der wenigen Note-books mit 14-Zoll-Display im Breitformat ist das TravelMate 3212WXMi mit 1280 x 800 Bildpunkten, sogar mit leistungsfähigem 3D-Chip ATI Mobility Radeon X700, aber mit nur maximal drei Stunden Laufzeit. Immerhin bietet dieses nur 2,4 kg leichte Gerät damit die Vorteile des 16:10-Formats. Acers Preisempfehlung liegt bei 1499 Euro.

Moderne Nomaden reisen mit wenig Gepäck und brauchen ein besonders kleines und lange laufendes Notebook. Flug- und Bahnreisende schätzen dessen geringen Platzbedarf wegen der oft winzigen Tischchen. Die Mini- und Subnotebooks sind meist wesentlich teurer als Modelle in üblicher Größe und haben kleinere Tasten als von der Schreibtischtastatur gewohnt. Eine der wenigen Ausnahmen mit normalgroßen Tasten ist das HP Compaq nc4200. Die Kleinen gibt es in vielen Formaten, von 7,2 bis 12,1 Zoll Bildschirmdiagonale, dazu kommt das Sony Vaio S4M mit ungewöhnlichen 13,3-Zoll-Display im 16:10-Breitformat. Die Geräte wiegen zwischen 1 und 2 kg.

Die Kleinrechner allein eignen sich nicht als Desktop-Ersatz. Erst zusammen mit externem Display und separater Tastatur mit Maus - am besten drahtlos - stehen sie für den Schreibtischbetrieb bereit. Ein Port-Replikator am USB-Anschluss reduziert Kabelsalat und stellt weitere Anschlüsse bereit, an die stationär genutzte Peripherie angestöpselt bleiben kann. Bei dieser Notebook-Klasse ist ein VGA-Ausgang mit sauberem Signal für den externen Bildschirm unabdingbar: Das liefern zum Beispiel Sony Vaio S4M, Toshiba Libretto U100, Portégé R200, Fujitsu Siemens LifeBook P und Panasonic CF-W2.

Die Leistung mit Pentium M 1,1 bis 1,86 GHz (seltener AMD) und integrierter Grafik reicht für den Bürobedarf, nicht aber für Spiele. Der Festplattenplatz liegt wie bei anderen Notebooks auch zwischen 60 und 100 GByte. Ein optisches Laufwerk hat knapp die Hälfte der etwa 25 Subnotebooks am Markt eingebaut. Die Anzeigen im 4:3-Format haben einen sehr eingeschränkten Blickbereich, besser fährt man mit den Notebooks, die ein Display im Breitformat haben. Weit über drei Stunden mit eingebautem Akku sind Stand der Technik, einige wie das Apple iBook G4 12", Fujitsu Siemens LifeBook P, Sony VGN-T2, Panasonic CF-W2, Averatec 1000, HP Compaq nc4200 und Toshiba Libretto U100 laufen mit rund fünf Stunden lobenswert lang.

Besonders günstig kommt man mit Apple iBook G4 12" und MSI Megabook S270 für rund 1000 Euro weg. Das Dell Latitude X1 hat zwar nur wenige Ports vorzuweisen, ist aber besonders flach und mit einer guten Tastatur nebst hellem Display ausgestattet. Das Acer TravelMate 3000 bietet ein noch helleres Display und üppig Rechenleistung. Bei den 4:3-Displays setzen sich das HP Compaq nc4200 und das Lenovo ThinkPad X41 positiv ab. Das Panasonic Toughbook CF-W2 mit geschickt integriertem optischen Laufwerk ist zwar teuer, läuft aber lange und wiegt wenig.

Für die Tablet PCs gelten prinzipiell die gleichen Einschätzungen wie für Subnotebooks. Da sie im Stiftbetrieb auch mal wie ein Papierblock auf dem Tisch liegend genutzt werden, ist ein besonders großer Blickbereich unbedingt notwendig, wie ihn die brandneuen HP Compaq tc4200, Motion LE-1600 und Lenovo ThinkPad X41 Tablet vorweisen.

Ein würdiger Ersatz für den heimischen Desktop-PC findet sich in jeder Notebook-Klasse. Eine allgemein gültige Empfehlung kann es aber nicht geben, zu unterschiedlich sind die Anforderungen und Einsatzbereiche. Ob Subnotebook, normalgroßes Modell oder riesiges Notebook mit 17-Zoll-Display, jeder Mobilrechner hat im Vergleich mit einem Desktop-PC den Nachteil der schlechteren Erweiterbarkeit, höheren Reparaturkosten und nicht optimaler Ergonomie. Sein einziger Vorteil ist die Mobilität: Mal bedeutet Mobilität nur, das Notebook vom Schreibtisch in den Schrank zu legen, mal, es vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer zu tragen und mal, damit einen mehrstündigen Flug zu überbrücken.

Kleine Notebooks eignen sich als Desktop-Ersatz zu Hause nur zusammen mit Peripherie, also mit Tastatur, Maus, Bildschirm und Port-Replikator. Bei Geräten in gewohnter Größe mit Displays von 14 bis 15,4 Zoll hängt es davon ab, wie oft man es benutzt. Mehrstündiges Arbeiten am Tisch wird durch einen externen Bildschirm erleichtert, wer nur ab und zu einen Brief schreibt, surft und E-Mails anschaut, kommt mit dem Notebook allein aus. Geräte mit 17-Zoll-Display haben die höchste Grafikleistung, sind aber zu schwer für unterwegs. (jr)

"Notebooks für alles"
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