Everybodys Darling

Flachbildschirme auf der CeBIT

Trends & News | News

Zwar werden LC-Displays fast ausschließlich in Asien produziert. Doch die CeBIT entwickelt sich zu einer bevorzugten Präsentationsplattform für LCD-Monitore.

Bereits im letzten Jahr konnte man einen regelrechten LCD-Boom auf der CeBIT ausmachen, so auch in diesem Jahr: Neben 15"-LCDs dürften vor allem die 17- und 18-Zöller die Szene beherrschen.

Samsung will gleich eine ganze Palette von LCDs zeigen: Darunter ein 17"- und ein 18"-Monitor aus der SyncMaster-Reihe, beide mit einer 1280 x 1024er Auflösung und TCO99-Konformität. Für das 17zöllige 700TFT nennt Samsung einen Zielpreis von 5000 Mark - deutlich weniger, als derzeit für 18-Zöller verlangt wird. Daneben warten die Koreaner mit einem 21,3"-Display auf und zeigen ein 15"-LCD mit drehbarem Bildschirm in neuem Gehäusedesign.

ADI Kulkoni bewies bereits im letzten Jahr Umweltbewußtsein: Sie zeigten einen Monitor im Flachsgehäuse. Wie weit die Entwicklung in diesem Bereich vorangeschritten ist, dürfte man auf der CeBIT ´99 erfahren können. Neben 14"- und 15"-LCDs wollen die Bremer ihr neues Glanzstück vorstellen: den 18zölligen MicroScan 9L. Er steht in zwei Varianten zur Verfügung, entweder als Standgerät mit integrierten Lautsprechern und drehbarem Panel oder als Display zur direkten Wandmontage.

Philips und LG Electronics zeigen auf der Messe TFT-Monitore im 15- und 18-Zoll-Format. Die Niederländer reisen mit zwei LCDs aus der Brilliance-Reihe an: das 15zöllige 151AS und das großformatige 18,1"- Display 181AS. Letzteres besitzt ein dreh- und und schwenkbares Panel sowie eine Zertifikation nach TCO99. Das Studioworks 880LC ist laut LG nur 7 cm tief, es basiert auf der In Plane Switching-Technologie (IPS).

Iiyama präsentiert mit dem ProLite 39a ein neues LCD-Konzept: Das 15,4zöllige Display kann auf einer sichtbaren Bilddiagonale von 39 cm eine Standardauflösung von 1280 x 1024 Pixeln darstellen (siehe Test auf Seite 120). Eine interessante Lösung für Anwender, die jede Menge Fenster auf ihren Bildschirm packen möchten. Das ProLite 46a ist dagegen ein `gewöhnlicher´ 18-Zöller mit gleicher Auflösung (siehe Testbericht auf Seite 116). Alle Iiyama-LCDs sind mit um 90° rotierbarem Panel, Lautsprechern und integriertem USB-Hub (1 up, 4 down) ausgestattet.

Einen echten Coup plant die Quatographic AG mit ihrem aktuellen Display auf der faqtor-Serie: Das 18,1"-LCD mit SXGA-Auflösung und einem Kontrastverhältnis von 200 : 1 (laut Hersteller) soll für nur 4498 Mark zu haben sein.

Kann Quatographic den Preis von 4500 Mark für das 18"-LCD faqtor 20.20 halten?

Auch Sanyo wird auf der CeBIT erstmals seinen aktuellen 18-Zöller präsentieren. Das LMU-TF181A verfügt neben zwei analogen VGA-Eingängen über zwei Video-Ports, über die man das LCD an den heimischen Videorecorder anschließen kann; integrierte Lautsprecher und USB-Hub runden das "Komplettpaket" ab.

Mitsubishi reiht sich ebenso wie Compaq, Nokia und Hitachi in die Riege der 18-Zoll-Anbieter ein. Das LSA810W von Mitsubishi soll knapp 6000 Mark kosten; einen kleinen Vorgeschmack auf das Gerät bietet unser Test auf Seite 116. Das Compaq TFT8000 besitzt zwei VGA-Eingänge und einen USB-Hub (1 up, 2 down). Dank IPS-Panel bieten sowohl Nokias 800Xi als auch Hitachis 18-Zöller einen großen Sichtwinkelbereich, bei Hitachi läuft die IPS-Technologie unter der Bezeichnung "Super Fine".

NEC will auf seinem Stand neben einer großen Palette von LCD-Monitoren ein 3D-Display vorführen, das in Zusammenarbeit mit der Uni Dresden entwickelt wurde.

Am Stand von Viewsonic ist neben diversen 15-Zöllern mit dem VG180 ebenfalls ein großformatiges 18"-LCD zu bewundern. Außerdem will der Hersteller sein erstes Display mit digitaler Ansteuerung vorstellen: Das VPD150 besitzt eine DFP-Schnittstelle und wird zusammen mit der Grafikkarte Xpert-LCD von ATI ausgeliefert.

Princeton Graphic baut komplett auf die Digitaltechnik: Neben 14"- und 15"-Modellen präsentiert der Hersteller sein neues Digital-LCD DPP 800. Das 18,1zöllige Display bietet gestochen scharfe Bilder in 1280er Auflösung. Der nach TCO99 zertifizierte Monitor ist mit USB (1 up, 4 down) ausgestattet und wird ebenfalls über den DFP-Port mit der Grafikkarte verbunden; letztere gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.

Die digitale Ansteuerung per DFP-Port garantiert flimmerfreie Bilder auf Princetons 18"-LCD.

IBM gibt sich auf der CeBIT avantgardistisch: 15- und 18zöllige LCDs im Designergehäuse, analog oder digital, anthrazit oder perlweiß. Interessant dürfte hier insbesondere die Schnittstelle der digitalen Geräte sein: Big Blue verwendete bislang ausschließlich den von der VESA zum Standard erhobenen Plug&Display-Stecker. Vielleicht schwenkt der Mitentwickler des P&D-Ports angesichts der neuen Initiative von Intel&Co zukünftig auf den billigeren DVI-Stecker (Digital Visual Interface) um.

Einen Blick dürfte auch in diesem Jahr das 17,3zöllige SGI-Display wert sein. Silicon Graphics will den formschönen Flachbildschirm künftig auch Mac-Anwendern zugänglich machen - eine Grafikkarte von Number Nine soll für die notwendige Verbindung sorgen.

Sony 3D-Brille soll für ein völlig neues Raumgefühl sorgen. Der Benutzer ist nicht mehr vor den Bildschirm verbannt, sondern kann sich frei bewegen - die Illusion eines dreidimensionalen Bildes bleibt erhalten. Dafür sorgen zwei im Nasengestell eingebaute Mini-Displays, die vom PC angesteuert werden. Dieser muß mit der entsprechenden Software ausgestattet sein, die zwei leicht unterschiedliche Bilder für das linke und rechte Auge erzeugt.

Sharp wartet mit einer Kombination aus Display und Projektor auf: das LC150M2E soll jede Form von Videoinstallation beziehungsweise -präsentation in ein gutes Licht rücken. Es kann allerdings nicht an den PC angeschlossen werden - ihm fehlt es sowohl an einer entsprechenden Schnittstelle als auch an der notwendigen Auflösung. Mit 380 cd/m2 Leuchtdichte, 640 x 480 Bildpunkten, zwei FBAS-Eingängen sowie Composite-Video und integrierten Lautsprechern stellt dieser Videomonitor jedoch ein interessantes Novum dar.

Neben den genannten Herstellern werden weitere Anbieter ihre Displays auf der CeBIT präsentieren. Wer sich auf die Suche nach LCDs begibt, sollte vor allem die Hallen 12 und 13 im Auge behalten.(uk)

ADI Kulkoni, Halle 12, C40
Compaq, Halle 13, C18
Hitachi, Halle 12, D06
IBM, Halle 1, 4g2
Iiyama, Halle 12, D67
LG Electronics, Halle 12, B30
Mitsubishi, Halle 12, A16
NEC, Halle 13, C58
Nokia, Halle 12, B06
Philips Halle 12, C54
Princeton, Halle 12, B33
Quatographic, Halle 1, 301
Samsung, Halle 12, C49
Sanyo, Halle 1, 7g6
Sharp, Halle 1, 7a
Silicon Graphics, Halle 21, D40
Sony, Halle 13, Stand C18
Viewsonic Halle 12, D16

Anzeige
Anzeige