Funkmodul

Praxis & Tipps | FAQ

Seite 9: Funkmodul

Wie konfiguriere ich den WiPort?
Ein fabrikneuer WiPort lauscht entweder auf dem LAN- oder dem WLAN-Interface auf erste Kommandos. Das Programm Device-Installer von Lantronix hilft bei der ersten Konfiguration. Steht der WiPort auf LAN verbindet man ihn wie einen gewöhnlichen PC mit dem Netzwerk oder schließt ihn mit einem gekreuzten Netzwerkkabel direkt an den PC an. Steht er auf WLAN, kann man versuchen, ihn im Adhoc-Modus zu erreichen. Voreingestellt ist der Netzwerk-Name "LTRX_IBSS" und Kanal 11. Jegliche Verschlüsselung ist deaktiviert.
Normalerweise findet der Device-Installer den WiPort, sobald man ihm einen Suchauftrag erteilt hat. Sollte dies einmal nicht klappen, so kann man über den Knopf "Assign IP" den WiPort auch direkt ansprechen. Dabei fragt das Programm nach der MAC-Adresse die ein Aufkleber auf dem WiPort verrät. Sobald man dem WiPort eine IP-Adresse zugewiesen hat, kann man ihn auch direkt per HTTP ansprechen und konfigurieren.
Klappt der Zugriff per LAN oder WLAN nicht, lesen Sie bitte bei der Frage "Der Lantronix Device-Installer findet den WiPort nicht (mehr). Wie komme ich an den Baustein heran?" weiter.
Ich verwende Linux oder MAC OS X. Daher läuft der Device-Installer bei mir nicht. Wie komme ich an den WiPort heran?
Für die Erstinstallation am einfachsten über den USB-2-Bot-Adapter (siehe nächste Frage). Sobald der WiPort eine IP-Adresse hat, kann man ihn per HTTP (Port 80) oder per Telnet (Port 9999) konfigurieren. Wer keinen USB-2-Bot-Adapter zur Hand hat, findet im Lantronix-Handbuch eine Anleitung, um per Hand einen Behelfs-ARP-Eintrag auf dem PC zu machen.
Der Lantronix Device-Installer findet den WiPort nicht (mehr). Wie komme ich an den Baustein heran?
Meist stimmen in diesem Fall die Netzwerkeinstellungen des WiPort nicht. Da der Baustein entweder per WLAN oder per LAN erreichbar ist, führt beispielsweise ein falscher WPA-PSK-Schlüssel schnell dazu, dass der WiPort nicht mehr im Netz zu sehen ist.
Über den USB-2-Bot-Adapter kommt man aber wieder ins Konfigurationsmenü des WiPort. Dazu verbindet man den Adapter mit J12 -- Pin 1 liegt auf der dem Transportfach abgewandten Seite. Nun nimmt man ein Terminalprogramm wie das Windows-eigene Hyperterm und stellt die Übertragungsrate auf 9600 Baud (8N1). Die Flusskontrolle schaltet man ab. Hält man nun während dem Einschalten des c't-Bot die x-Taste auf der PC-Tastatur gedrückt, sollte im Terminalprogramm das Text-Menü zur Konfiguration des WiPort auftauchen. Hier kann man Punkt für Punkt alle Einstellungen kontrollieren und verändern. Der WiPort erwartet, dass man jede Eingabe mit "Enter" bestätigt.
Wie bekomme ich eigene Webseiten in den WiPort?
Am einfachsten geht das mit dem Device-Installer von Lantronix. Allerdings verbirgt sich der Upload von Webseiten hinter dem Knopf "Upgrade Firmware". Alternativ dazu kann man auch per TFTP Dateien hochladen. Vorher muss man die Dateien mit dem von Lantronix bereitgestellten Programm Web2cob die Dateien in ein Archiv verpacken:
web2cob /o /d 
packt den ganzen Inhalt des angegebenen Verzeichnisses in ein einzelnes .cob-Archiv und lässt sich als externes Tool in viele Entwicklungsumgebungen integrieren. So steht nach jedem Build eine aktuelle Version der Webseite und des Java-Applets als .cob-Datei zum Flashen bereit.
Diese darf maximal 64 KByte groß sein und entspricht einem der Speicherbereiche des Webserver-Flashs. Diese Speicherbereiche tragen die Namen WEB1, WEB2, usw.. Einzelne Dateien, die größer als 64 KByte sind, lassen sich gar nicht auf den WiPort übertragen und mehrere Dateien mit einer Gesamtgröße von mehr als 64 KByte nur mit dem Device Installer.
TFTP, eine abgespeckte FTP-Version auf UDP-Basis, überträgt dann die COB-Datei auf den WiPort:
tftp -i put <.cob-Archiv> 
Eine Anleitung zum Upload von eigenen Applets findet sich bei Lantronix.
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