Feinschliff und Anbauten – Die wichtigsten Neuerungen von Linux 2.6.26

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Die neue Kernel-Version bringt neue und überarbeitete WLAN-Treiber, Unterstützung für eine PCI-Express-Stromspartechnik und den Kernel-Debugger KGDB mit. Hinzu kommen wie immer eine Flut weiterer Verbesserungen an Treibern und Infrastruktur.

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Nachdem Linux 2.6.24 und 2.6.25 neue Rekorde beim Umfang der eingepflegten Änderungen aufstellten, ließen es die Kernel-Hacker in den vergangenen zwölf Wochen beim Zusammenstellen der jetzt freigegebenen Linux-Version 2.6.26 wieder ein klein wenig ruhiger angehen. Mit knapp zehntausend Commits und einer Vielzahl neuer, modifizierter oder entfernter Zeilen Quellcode bringt die jüngste Linux-Version aber dennoch wieder einen Berg von Neuerungen. Von denen profitieren vielfach auch Linux-Anwender über kurz oder lang, denn selbst wenn sie sich mit der zentralen Instanz ihres Linux-Systems normalerweise nicht näher auseinandersetzen, so werden doch viele Distributionen bald diese oder darauf aufbauende Kernel-Versionen ausliefern.

So hat Linus Torvalds unter anderem seine alte Abneigung gegenüber Kernel-Debuggern aufgegeben und mit KGDB einen solchen aufgenommen. Weniger die Fehlersuche erleichtern als die Performance verbessern soll die Unterstützung für die Page Attribute Tables (PAT), über die der Kernel das Caching-Verhalten moderner Prozessoren besser beeinflussen kann. Hinzu stießen ferner Readonly-Bind-Mounts und eine Fülle von Verbesserungen für die Virtualisierungslösungen KVM und Xen; zudem kann der Kernel nun mit dem unter anderem bei Blu-ray-Medien eingesetzten UDF-Version 2.50 umgehen.

Die Hardware-Unterstützung von Linux verbessern wie bei jeder neuen Version der Hauptentwicklungslinie eine Vielzahl von Änderungen an Treibern und der sie umgebenden Infrastruktur. So gab es wie schon bei 2.6.24 und 2.6.25 wieder eine ganze Menge Verbesserungen für WLAN-Hardware, wodurch Linux nun schnelle WLAN-Übertragungen besser beherrscht und mit Mesh-Netzwerken umzugehen vermag. Hinzu stießen ferner zahlreiche neue und überarbeitete Video-4-Linux- und Audio-Treiber – darunter der generische Treiber uvcvideo, der zahlreiche Notebook-Kameras anspricht. Beim Stromsparen soll ferner die Unterstützung der PCI-Express-Stromspartechnik Active State Power Management (ASPM) helfen.

Die bislang genannten Änderungen sind jedoch nur die bedeutsamsten von Linux 2.6.26. Das detaillierte Changelog listet alle Anpassungen seit der Version 2.6.25 im Detail für all jene, die es ganz genau wissen wollen und genug Zeit zum Studium des mehrere Megabyte großen Dokuments mitbringen. Das folgende Kernel-Log bietet einen flotter zu lesenden Überblick über eben jene Neuerungen, die einen Großteil der Linux-Nutzer direkt oder indirekt betreffen:

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Im Artikel finden sich zudem einige Verweise auf das Glossar von heise online, das einige allgemeine und zeitlose Hintergrundinformationen zum Linux-Kernel und dessen Entwicklung bereithält:

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