Anhang: Mehr Treiber

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Die im voranstehenden Artikel erwähnten Neuerungen der jüngsten Linux-Version stellen nur eine Auswahl der bedeutsamsten Änderungen dar – die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs, der bei jeder neuen Linux-Version im Hauptentwicklungszweig aus Tausenden von Commits im Quellcodeverwaltungsystem besteht. Zahlreiche weitere ebenfalls wichtige Neuerungen – sozusagen die etwas unterhalb der Eisbergspitze – finden sich im Folgenden als thematisch sortierte Aufzählung mit einer Kurzbeschreibung. Bei ihr handelt es sich zumeist um die (teilweise leicht angepasste) englische Überschriften des Commits, die auf die jeweilige Änderung im Webfrontend des Quellcodeverwaltungssystems verlinkt. Das hält in der Regel detailliertere Information und Hintergründe zur Anpassung sowie den Patch selbst vor.

Welche Treiber alle geändert wurden Über das Git-Web-Frontend auf Kernel.org lassen sich auch Informationen zu Änderungen an einzelnen Dateien des Linux-Kernels aufrufen – so lässt sich beispielsweise herausfinden, ob es Neuerungen an den auf dem eigenen System eingesetzten Treibern gab. Dazu muss man allerdings wissen, wo sich die Treiberdateien im Quellcodebaum des Linux-Kernels finden. Bei den zumeist stark auf Modulen setzenden Kerneln der Distributionen helfen häufig die Ausgaben des Programms modinfo bei der Suche: [VERBATIM0] Liegt ein kompiliertes Modul etwa in [...]/kernel/drivers/net/e100.ko, dann findet sich dessen Sourcecode im Linux-Quellcodearchiv normalerweise im Verzeichnis drivers/net/ in Dateien mit ähnlichem Namen – etwa e100.c im Falle des für Intel-100-MBit-Netzwerkhardware zuständigen Treibers e100. Andere Module wie der für Intels PCI-Gigabit-LAN-Chips zuständige Treiber e1000 haben hingegen ein Verzeichnis für sich alleine. Kennt man die ungefähre Position des Treiber-Quellcodes, navigiert man im Git-Webinterface über die Tree-Ansicht zu den jeweiligen Quellcode-Dateien und ruft über den Link history eine Übersicht über die jüngsten Änderungen an den zugehörigen Dateien oder dem ganzen Verzeichnis auf. Im Verzeichnis für die Netzwerktreiber lassen sich so beispielsweise die Änderungen am Treiber-Code von e100 (drivers/net/e100.c) und e1000 (drivers/net/e1000/) anzeigen und näher unter die Lupe nehmen.

Powermanagement, ACPI and PCI:

Notebook- and PDA specific:

USB:

Input Subsystem (input devices like keyboard, mice or joysticks):

Storage

Libata (newer drivers for Parallel- and Serial-ATA controllers):

IDE (alternative/older drivers mainly for Parallel-ATA controllers):

SCSI:

Network:

General:

LAN specific:

WLAN specific:

Graphics:

Audio:

V4L (Video-4-Linux):

Hardware-Monitoring/I2C:

Miscellaneous:

Architecture code:

x86:

Others:

General kernel infrastructure:

Filesystems, VFS, Block, DM, MD:

  • /proc/pid/mountinfo (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7)

Virtualization:

Documentation:

Miscellaneous:

Eine diesem Auflistung ähnlichen Überblick sowie eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Änderungen von 2.6.26 pflegen zumeist auch die Kernelnewbies in ihrem Wiki. Wer es noch detaillierter möchte durchkämmt das mehrere Megabyte große Changelog, das die zu jeden einzelnen Commit im Quellcodeverwaltungssystem von Linux gehörenden Kommentare enthält, welche den jeweiligen Patch des Commits beschreiben. Alternativ kann man sich auch im Git-Webinterface durch die Kernel-Quellen und deren jüngste Änderungen arbeiten; dort hat man zum jeweiligen Kommentar auch gleich den zugehörenden Patch im Zugriff. (thl/c't)

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