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Eigenwerbung im Web: Software, Praxis, Recht

Wissen | Hintergrund

Aufmerksamkeit erregen. Um jeden Preis. Damit die private Homepage, das komplexe Firmen-Angebot oder die multimediale Werbekampagne im Internet-Kosmos nicht untergeht, muß man schon allerhand Aufwand treiben.

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Kaum eine Firma, Institution, Partei oder Behörde kommt heute noch an einer Selbstdarstellung im World Wide Web vorbei. Täglich häufen sich die Nachrichten von neuen Servern, das Angebot wächst mit atemberaubender Geschwindigkeit. Wo noch vor einem Jahr eher verhaltenes Engagement zu beobachten war, bemühen sich heute eigens eingestellte Administratoren und neu gegründete Internet-Agenturen um die Werbemillionen.

Das Problem ist nur: wo anfangs schon eine Seite aus dem Gros der HTML-Dokumente auffiel, wenn sie nur in Deutsch gestaltet war, bedarf es heute weit mehr, um einen Internet-Surfer zu begeistern. Denn diesem begegnen auf seiner Reise von Link zu Link einfach zu viele Seiten, die sich kaum voneinander unterscheiden. Wer zur Avantgarde des WWW zählen möchte, sollte seinen Server nicht nur regelmäßig pflegen, sondern die jüngsten HTML-Schikanen kennen und auch animierte Grafiken, Audio- oder Video-Daten sowie - ganz modern - Java-Applets in Betracht ziehen.

Das World Wide Web bot mit den ersten Versionen von HTML (Hypertext Markup Language) zunächst nur die Möglichkeit, HyperText-Systeme im Internet aufzubauen, die neben einfachem Text auch Grafiken sowie Verweise auf andere Dokumente enthalten konnten. Inzwischen hat sich die HTML-Sprache gehörig weiterentwickelt, haben Browser-Hersteller eigene proprietäre Erweiterungen geschaffen, sind spezielle HTML-Dialekte entstanden.

Der Konkurrenzkampf unter den Browser-Herstellern, am schärfsten ausgetragen zwischen Marktführer Netscape und Erzrivale Microsoft, droht zu eskalieren: immer wieder neue Gimmicks sollen den Navigator oder den Internet Explorer vom Gegner abheben. Diese Streitereien verlaufen zum Nachteil des Benutzers - schon jetzt sind viele WWW-Seiten speziell auf eine Browser-Variante optimiert. Wer in den Genuß aller Vorteile kommen möchte, muß streng genommen beide Programme auf der Festplatte haben.

Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, und vor allem nicht tatenlos dabei zuzusehen, tat sich jüngst das World Wide Web Consortium (W3C) mit eben diesen beiden Softwareproduzenten sowie mit Sun, Novell, SoftQuad und Spyglass zusammen, um die HTML-Version 3.2 zu definieren. Sie vereint die wichtigsten proprietären Erweiterungen wie zum Beispiel Tabellen in sich und soll endlich wieder einen einheitlichen Standard schaffen.

Andererseits gibt es auch eine diametrale Entwicklung: manche Serverbetreiber verzichten auf die erweiterten Browser-Features und HTML-Tags, weil sie ihre Seiten allen Anwendern zugänglich machen möchten.

Letztlich müssen Sie die Entscheidung, welche Features Sie nutzen, natürlich selbst fällen. Frames (horizontale und vertikale Unterteilungen in Bereiche) erhöhen die Übersicht, Forms (Editierfelder, Buttons, Checkboxen, Popup-Menüs) ermöglichen Formulare im Web; zusammen mit CGI-Programmen oder -Skripten erlauben sie eine einfache Interaktivität wie zum Beispiel Umfragen oder Statistiken. Java geht als echte Programmiersprache und als gänzlich anderes Konzept noch einen Schritt weiter: ein Java-fähiger Browser ist darauf vorbereitet, auf Geheiß des Benutzers oder Servers ein Stäck Programmcode zu laden und auf Client-Seite auszufähren. Bereits jetzt gibt es mehrere tausend Java-Applets (http://www.gamelan.com), die passende Browser um mehr oder weniger sinnvolle Funktionalität erweitern. Und schließlich ist da noch JavaScript, eine einfachere, Batch-ähnliche Variante, die Netscape für den eigenen Browser erschaffen hat.

Für Werbetreibende mag es - je nach angepeilter Zielgruppe - Erfolg versprechen, WWW-Seiten mit Hintergrundmusik zu untermalen, auf Kommando ein Audio- oder Videostück abzuspielen oder den Anwender per VRML durch eine virtuelle Landschaft fliegen zu lassen. Auch hierfär sind die Entwicklungen voll im Gange: wo sich fär die älteren WWW-Browser kostenlose Plug-Ins anbieten (die oft untereinander kollidieren), fahren die neuesten Versionen mit der bereits eingebauten Technik vor (Näheres hierzu im Artikel 'Übersprudelnd' auf Seite 86).

Solange solche modernen Techniken von der Web-Gemeinde noch als 'hip' eingestuft werden, finden sich die entsprechend aufgemotzten Server auch ganz oben in den Hitlisten des Internet. Auf Dauer dürften aber eher jene Betreiber Anerkennung finden, und damit letztendlich ein positives Ergebnis in der Bilanz sehen, die ihre Informationen schnell, übersichtlich und an die Bedürfnisse ihrer Leser angepaßt servieren. Denn was würde ein Klaviergeklimper schon bei der Lektüre eines 'Zeit'-Online-Artikels nutzen? Was hilft ein ausgetüfteltes Internet-Spiel, wenn dadurch nur die Bandbreite in die Knie geht und sich die eigentlich gesuchte Information kaum mehr übertragen läßt?

Noch wichtiger als die Überlegung, welche WWW-Techniken angebracht und welche völlig überflüssig sind, ist die Werbetrommel im Internet. Selbst die interessanteste, lustigste, bunteste oder interaktivste Homepage bringt nichts, wenn sie niemand findet. Um das zu vermeiden, haben wir im Kasten [#k1 'Bekannt werden im WWW'] einige Tips zusammengetragen, mit denen Sie schnell und preiswert auf Ihre Seiten aufmerksam machen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir außerdem Werkzeuge vor, die Ihnen die Arbeit beim Gestalten von WWW-Seiten abnehmen oder erleichtern. Anhand von Tips und Tricks zeigen wir, wie man einen Server optisch und funktionell an den Stand der Technik anpassen kann und was man aus juristischer Sicht beachten muß, um sich mit seinem Web-Server nicht auf dünnes Eis zu begeben. (se)

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Submit It!
http://www.submit-it.com/

HomeCom Communications
http://www.homecom.com/global/pointers.html

WebPromote
http://www.webpromote.com/

PostMaster
http://www.NetCreations.com/postmaster/

AAA Internet Promotions
http://www.websitepromote.com/home.htm

Zusammenfassung zum Thema
http://members.tripod.com/~jpsp1/publicise.html

Deutsches Internet Verzeichnis
http://web.de

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Deutsches Internet-Organisationssystem
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http://www.gwdg.de/~ifbg/links.html

WWW-Server der FU Berlin
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http://www.rz.uni-karlsruhe.de/Outerspace/VirtualLibrary/

Registrierung
EMail an vl-de@rz.uni-karlsruhe.de

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