Größere WLANs mit WDS-Repeatern

Wireless Distribution System erweitert die Funkversorgung

Praxis & Tipps | Praxis

Reicht das Funknetz des Breitband-Routers nicht vom Flur bis in den Garten, dann stellt man einfach einen WLAN-Repeater dazwischen und erweitert so die Funkblase, ohne dafür extra Kabel legen zu müssen.

Kaum hängt der vom Provider frisch gelieferte WLAN-Breitband-Router im ersten Stock neben dem DSL-Modem an der Telefonbuchse, lauert schon die erste Enttäuschung: Die Kids haben eine erstklassige Verbindung zum Zocken, und auch die Partnerin kann mit dem Notebook im Wohnzimmer drahtlos surfen. Doch im Garten ist die Funkverbindung schon zu schwach. Repeater versprechen schnelle Hilfe. Das sind WLAN-Basisstationen, die das schwache Funksignal empfangen und mit neuer Kraft wieder abstrahlen. Sie bilden so ein Wireless Distribution System (WDS).

Repeater kosten mit 60 bis 80 Euro nicht die Welt, doch ein blinder Kauf kann sich als nutzlos erweisen: Zwar ist WDS-Technik bereits im WLAN-Basisstandard IEEE 802.11 definiert, doch lässt dieser den Geräteherstellern große Freiheiten bei der Umsetzung. Der erste Rat lautet deshalb, möglichst einen Repeater vom Hersteller des WLAN-Routers zu beschaffen, damit man nur einen Ansprechpartner bei Problemen hat. Vorsichtige Naturen versuchen ferner, mit dem Verkäufer eine Rückgabemöglichkeit bei Nichtfunktion zu vereinbaren. Oder sie nutzen gleich die im Versandhandel gesetzlich gewährte 14-Tage-Rückgabe.

Der Begriff Repeater muss sich nicht auf ein konkret als solches verkauftes Gerät beziehen: Viele WLAN-Router arbeiten wahlweise auch als schlichte Access Points (APs, Basisstationen) oder eben als Funkverlängerung. Will man teure ADSL-WLAN-Router nicht als simple Repeater unterfordern, kann ein kleiner Umweg Geld sparen: Man deaktiviert das interne WLAN des vorhandenen Routers und rüstet zwei günstige APs nach. Einer steht beim Router, der andere dient als Repeater. Richtantennen helfen in solchen Fällen nicht immer weiter, denn sie funktionieren nur im Freien optimal. Innerhalb von Gebäuden beeinflussen metallische Elemente wie Türrahmen oder Schränke die Funkausbreitung, sodass die bestmögliche Ausrichtung der Antenne schlecht vorhersagbar ist. Außerdem können Repeater über ihren LAN-Anschluss auch stationäre PCs ins Funknetz holen, was einen WLAN-Adapter einspart.

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