Große weite Welt

Sprachführer für Windows Mobile, Palm OS und iPod

Wissen | Know-how

Mit der richtigen Software helfen mobile Geräte dem Weltenbummler, sich im Restaurant, an der Hotelrezeption oder bei Notfällen im Ausland verständlich zu machen.

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Wer wegen geringer Kenntnisse der Landessprache mit einem Sprachführer in Buchform verreist, hat es nicht leicht: Hektisches Blättern und falsche Aussprache sind beinahe unvermeidlich. Mit PDA-Datenbanken samt eingebauter Sprachausgabe kommt man da schon weiter. Sowohl die Hersteller Beiks, H&H Soft, LingvoSoft als auch MobiLearn haben ihre Programme verwirrenderweise Talking Phrasebook genannt, während Ectano und Speereo jeweils einen Voice Translator anbieten. Alle Kandidaten wollen Touristen und Geschäftsreisenden unterwegs in allen Lebenslagen assistieren. Der iPod Translator aus dem Jourist Verlag hilft Reisenden, die einen MP3-Player von Apple im Koffer haben.

Die Datenbanken enthalten Satzpaare wie "Dieses Gepäck gehört mir"/"Ce sont mes affaires personelles" oder "Ich muss zur Polizei"/"Debor ir a la policia". Man sucht im deutschen - bei Programmen mit englischer Bedienoberfläche: englischen - Teil nach dem gewünschten Quellsatz und startet die Audioausgabe in der Landessprache. Alle Programme bringen dafür Tonaufnahmen von menschlichen Sprechern mit.

Alle Sätze sind nach Kategorien wie "Konversation", "Verkehrsmittel" oder "Sehenswürdigkeiten" sortiert. Die Auswahl einer Formulierung per Stifteingabe ist Standard und funktioniert so einfach, dass man zur Not auch dem Gesprächspartner im Zielland den Stift in die Hand drücken kann, damit er seine Antwort auf dem Bildschirm antippt. Zwei Kandidaten beherrschen alternativ die Spracheingabe, die jedoch nur funktioniert, sofern der Anwender exakt den Satz ins PDA-Mikrofon spricht, der auf dem Display zu lesen ist.

Insgesamt erwies sich die linguistische Qualität aller Kandidaten als gut. Man sollte dennoch auf ein Grinsen des Gegenübers vorbereitet sein. So nannte einer der Sprachführer in der Liste der Farben neben Rot, Blau und Weiß auch die Einträge Mandel, Aprikose und Schnittlauch. Das französische Pendant zu "Haben Sie diesen Bikini auch in Schnittlauch?" würde im modebewussten Nachbarland vermutlich Heiterkeit erregen.

Wir testeten unter Windows Mobile 2003 SE auf einem Asus A730W und unter Windows Mobile 5.0 auf einem HP iPAQ hx2490; für die Palm-OS-Programme verwendeten wir einen Tungsten T5.

Für die sinnvolle Bedienung einiger Kandidaten sind recht gute Englischkenntnisse erforderlich sind – manche kommen lediglich mit einer englischen Oberfläche daher oder bieten nur Englisch als Quellsprache an. Dennoch haben wir sie ins Testfeld aufgenommen, denn exotische Sprachen wie Vietnamesisch oder Thailändisch werden in der Kombination mit Deutsch nicht angeboten.

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Mit 256 Einträgen sind die Talking Phrasebooks der Firma Beiks die Minimalisten unter den sprechenden Reisebegleitern. Vergrößern

Die Talking Phrasebooks von Beiks gibt es mit deutscher Oberfläche sowohl für Windows Mobile als auch für Palm OS in elf Einzelversionen von Arabisch bis Ungarisch, außerdem als Bundle für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Die Setup-Routine installiert einmalig das BDicty-Leseprogramm von Beiks. Es dient als gemeinsame Oberfläche aller Produkte des Herstellers. Die Bedienung gelingt leicht, wir konnten uns das Programm jedoch an manchen Stellen etwas komfortabler vorstellen. So sind die Quellsätze zum Teil länger, als das Display breit ist. Zwar kann der Anwender die Schriftgröße wählen, aber ein Zeilenumbruch bei längeren Sätzen wäre hier dennoch hilfreich. Die 14 Kategorien erwiesen sich im Test als Sprungmarke: Wählt man das Thema Geld, so springt die Software in der Liste aller Sätze zwar zum ersten Eintrag dieser Rubrik - alle anderen Quellsätze sind jedoch weiterhin sichtbar, was etwas verwirrend ist.

Mit einem bequemen Klick auf das große Feld mit dem Zielsatz kann man dieser Software keine Sprachausgabe entlocken, stattdessen muss der Anwender entweder doppelt auf einen Quellsatz tippen oder ein kleines Lautsprechersymbol am Bildschirmrand auswählen, was Fingerfertigkeit oder genaues Zielen verlangt. Erneutes Tippen auf den Lautsprecher bricht die Ausgabe des aktuellen Satzes ab - sehr praktisch, falls man in der Zeile verrutscht und statt "Vielen Dank, es hat sehr gut geschmeckt" versehentlich die Übersetzung von "Entschuldigen Sie, wo befindet sich die Herrentoilette?" startet.

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Für eine gute Sprach-erkennung sollte man beim Voice Translator von Ectaco Software und Mikrofon sorgfältig abstimmen. Vergrößern

Der Sprachführer von Ectaco erlaubt alternativ zur Stifteingabe die Auswahl eines Quellsatzes per Sprache - allerdings nur aus der jeweils aktuellen Kategorie. Hat man also aus den 15 verfügbaren Themen "Bauty salon" ausgewählt, so kann man mit "Where do I get tickets?" nicht landen, wohl aber mit der auf Englisch vorgetragenen Bitte um einen Haarschnitt, welche die Software anschließend auf Spanisch oder Französisch wiederholt. Das funktionierte im Test recht überzeugend, solange wir uns bei den Spracheingaben um authentische Aussprache und den typisch englischen Tonfall bemühten.

Mit knapp 3200 Einträgen ist die Liste der Quellsätze beeindruckend lang - ein Nebeneffekt der Arbeitsweise dieses Programms. Für Standardfragen nach Tickets oder Einkaufsmöglichkeiten kennt es beispielsweise bis zu zehn sehr ähnliche Formulierungen, sodass man per Spracheingabe mit unterschiedlichen Formulierungen zum Ziel kommt. Die Software übersetzt diese jedoch stets in denselben Zielsatz, der Vorrat an Sätzen ist also in den Zielsprachen deutlich kleiner. Der programmeigene Lautstärkeregler erlaubt es, die Sprachausgabe an Umgebungsgeräusche anzupassen, ohne die Audio-Einstellungen des Rechners zu verbiegen.

Der Hersteller empfiehlt die Software aus dem Jahr 2002 nur für die Windows-Mobile-Versionen 2002 und 2003, in unserem Test lief sie jedoch unter der aktuellen Version 5.0 ohne Probleme und sogar ohne die Meldung, die Programmdateien seien veraltet, welche beim Einrichten unter Windows Mobile 2003 auftaucht.


Sprachführer für PDA und iPod, Teil 1
ProduktBeiks Talking PhrasebookPartner Voice Translator
HerstellerBEIKSEctaco
SystemvoraussetzungenPalm OS ab 5.0, Windows Mobile 2003SE/5.0Windows Mobile 2002/2003SE
Quell-/ProgrammspracheDeutschEnglisch
Zielsprache(n)Englisch, Französich, Spanisch, ItalienischDeutsch, Französisch, Spanisch
Preis pro Sprachpaar20 US-$65 EUR
Preis für mehrsprachige Version40 US-$ (4 Zielsprachen)75 EUR (3 Zielsprachen)
Download

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Zu den meisten Sätzen zeigt der Reiseführer von H&H Software auf Wunsch inhaltlich passende Phrasen als Ergänzung an. Vergrößern

Die Programme von H&H heißen "France2Go" oder "Spain2Go". Neben neun Einzelversionen gibt es auch das Asian Pack und das European Pack, welches wir uns näher angesehen haben. Die Bestandteile der Pakete lassen sich getrennt voneinander installieren und deinstallieren.

Während sich die Ausgabe für Windows Mobile auf größeren Displays breitmacht, füllt die Palm-OS-Ausgabe den Bildschirm aktueller Geräte nicht: Die Software wurde für 320 x 320 Pixel große Displays entwickelt und nutzte vom länglichen Bildschirm unseres Palm Tungsten T5 nur knapp zwei Drittel. Palm-Besitzer müssen daher sehr viel genauer zielen, wenn sie auf eines der zehn recht kleinen Icons zur Wahl einer Hauptkategorie tippen. Innerhalb der Kategorien präsentieren beide Versionen die Quell- und Zielsätze gut lesbar, denn die klare Oberfläche verzichtet auf jeglichen Schnickschnack. So bleibt angenehm viel Platz für das Feld mit der Übersetzung. Tippt man in diesen Kasten, startet die Sprachausgabe.

Spanische, italienische und französische Sätze erklingen in angenehmen Frauenstimmen, deutlich und recht langsam gesprochen. Sie sind auch dann noch zu verstehen, wenn es in der Kneipe hoch hergeht. Und wer anhand der überdeutlich artikulierten Sätze abends im Hotelzimmer übt, kann die nette Bedienung am Frühstücksbüffet vielleicht in der zweiten Urlaubswoche schon mit Selbstgesprochenem beeindrucken. Lieblingssätze lassen sich hier in der Kategorie "Favoriten" sammeln.

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Der zum iPod Translator mitgelieferte Lautsprecher will nicht recht zum schicken iPod passen - in einer Notsitation sind Stilfragen aber vermutlich weniger wichtig. Vergrößern

Zum Lieferumfang des iPod Translator gehört ein Lautsprecher für den Kopfhörerausgang des MP3-Players. Inklusive des mitgelieferten zweisprachigen Wörterbuchs belegt die Anwendung 40 MByte. Dank Lautsprecher und unkomprimierten Audio-Files glänzt sie mit einer brillanten Sprachausgabe, auf die man allerdings ein bis zwei Sekunden warten muss.

Während auf PDAs oft der begrenzte Speicherplatz eine Einschränkung darstellt, ist es hier die Größenbeschränkung für Notizen, da der Inhalt von Sprachführer und Wörterbuch als Notizen auf dem Player abgelegt ist. Daher zeigt etwa die zweite Kategorie - "Reisen" - zunächst sinnvoll 13 Unterkategorien mit Themen wie Flugabfertigung oder Zug/Bus. Wählt man diesen Punkt aus, so findet man ihn aus Platzgründen erneut gegliedert in "Teil 1" und "Teil 2", was die Handhabung etwas erschwert.

Insgesamt gelingt die Bedienung iPod-geschulten Anwendern jedoch auf Anhieb. Ein ausführliches gedrucktes Handbuch, das neben einer Anleitung auch alle Quell- und Zielsätze nach Kategorien geordnet enthält, rundet den positiven Eindruck ab.


Sprachführer für PDA und iPod, Teil 2
ProduktH&H Talking PhrasebookiPod Translator
HerstellerH&H SoftJourist Verlag
SystemvoraussetzungenPalm OS ab 5.2, Windows Mobile 2003SE/5.0iPod (Modell mit Display)
Quell-/ProgrammspracheEnglischDeutsch
Zielsprache(n)Deutsch, Französisch, Spanisch, ItalienischEnglisch
Preis pro Sprachpaar25 US-$30 EUR
Preis für mehrsprachige Version60 US-$ (4 Zielsprachen)-
DownloadJourist Verlag

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LingvoSoft-Sprachführer bieten viele Sätze in mehreren Varianten an - die Oberfläche bleibt dennoch übersichtlich. Vergrößern

Der Übersetzungsprofi LingvoSoft beeindruckt mit einer enormen Auswahl: Insgesamt sind 39 Sprachen im Angebot, zehn davon in der Kombination mit Deutsch. Das Einrichten der Software gelang leicht, bei der Deinstallation war dagegen etwas Handarbeit vonnöten.

Die von uns getestete Ausgabe Deutsch - Englisch überzeugte mit einer aufgeräumten Oberfläche, deren Inhalt man auch bei schlechter Beleuchtung problemlos erkennt. Die Bedienung des Programms ist einfach: Um zur Übersicht mit 15 Themen zu gelangen, genügt es, einmal auf das Icon für das Hauptmenü zu tippen. Zwei Pfeiltasten erleichtern das Navigieren und ein Sprechblasensymbol führt in jeder Kategorie direkt zu dem sehr sinnvollen Unterpunkt "Das könnten Sie hören". Beim Oberthema Polizei findet sich hier etwa die Frage "Was vermissen Sie?", in der Medizin-Rubrik der Satz "Ist Ihnen übel?" und in der Abteilung Körperpflege die Frage "Wie hätten Sie Ihr Haar gern geschnitten?", jeweils mit Übersetzung in die Fremdsprache. Ein gesonderter Übungsmodus fragt Vokabeln und ganze Sätze nach dem Karteikartenprinzip ab.

Englische Sätze spricht eine gepflegte Männerstimme mit leicht amerikanischem Akzent in normalem Tempo. Die deutsche Sprachausgabe klingt dagegen schleppend - vermutlich ein Zugeständnis an englischsprachige Lerner, aber für den deutschen Benutzer etwas ermüdend. Um die Audio-Ausgabezu zu starten, tippt man auf das Lautsprechersymbol - unverständlich, warum das Programm keine Eingaben im Feld mit dem Zielsatz akzeptiert, sondern Anwender zwingt, genau zu zielen.

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Im Quiz-Modus kann man mit dem MobiLearn Talking Phrasebook seine Sprach-kenntnisse ausbauen. Vergrößern

Quizmodus und Erfolgsstatistik dieser Software sollen beim Fremdsprachenlernen helfen. Während das Multiple-Choice-Verfahren für Einzelwörter gut geeignet ist, lässt sich die richtige Lösung bei ganzen Sätzen leicht erraten, ohne dass man dabei unbedingt viel lernt.

Die Sprachausgabe kann man differenziert steuern, etwa eine zeitliche Verzögerung oder mehrmaliges Wiederholen der fremdsprachlichen Formulierungen einstellen. Hier gelingt die Sprachausgabe sehr deutlich und artikuliert, dabei weniger verschlafen und nervenschonender als bei anderen Kandidaten mit pädagogischen Ambitionen.

Dank Sortier- und Suchfunktion kann man sich in den sieben Hauptkategorien mit jeweils vier bis acht Unterthemen leicht orientieren. Eine Bookmarks-Kategorie für persönliche Favoriten rundet das kompakte Programm ab. Die Anwendung bringt Microsoft SQL Mobile 2005 mit; die Datenbank darf - anders als die Sprachdateien - nicht auf einer externen Speicherkarte installiert werden.


Sprachführer für PDA und iPod, Teil 3
ProduktLingvoSoft PhraseBook 2006MobiLearn Talking Phrasebook 5.0
HerstellerLingvoSoftMobiLearn
SystemvoraussetzungenWindows Mobile 2002/2003SE/5.0Windows Mobile 2003SE/5.0
Quell-/Programmsprache(n)Deutsch, EnglischEnglisch
Zielsprache(n)Deutsch, EnglischDeutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch
Preis pro Sprachpaar50 US-$-
Preis für mehrsprachige Version-100 EUR (4 Zielsprachen)
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Der Voice Translator von Speereo kommt auch mit kyrillischen und asiatischen Schriftzeichen zurecht. Vergrößern

Bei der Mehrsprachen-Version dieses Programms wählen Reisende Quell- und Zielsprache frei aus. Lediglich die Kategorie-Namen stehen stets in Englisch auf den Knöpfen und Reitern, da man diese per Spracheingabe auswählen kann, was nur auf Englisch vorgesehen ist.

Die Spracherkennung gelang im Test bemerkenswert zuverlässig. Alternativ zur Stifteingabe lassen sich alle Phrasen der aktuellen Kategorie anwählen. Außerdem kann der Anwender etwa mit "Show main menu" das Hauptmenü herbeizaubern und die Anwendung mit "Exit translator" schließen ... jedenfalls fast: Der "Do you really want to exit?"-Dialog erwartet dann doch noch eine Stifteingabe.

Das Programm enthält erstaunlich kleine Audiodateien, die allerdings recht verwaschen und nuschelig klingen. Für einige Sprachen bietet der Hersteller weniger stark komprimierte Audiodateien zum kostenlosen Download an. Diese haben eine hörbar bessere Qualität und lassen sich problemlos in die Anwendung integrieren. Die Sprachausgabe startet direkt nach dem Tippen auf einen Quellsatz - ein zweites Tippen auf Lautsprechersymbol oder Zielsatz ist nicht nötig.

Variable Schriftgrößen erleichtern in einer schummrigen Bar das Auffinden des passenden Satzes. Der Voice Translator enthält auch einen Kontext-Knopf; wer hier klickt, bekommt jedoch keine sehr spezifische Auswahl passender Sätze, sondern eine etwas wahllos zusammengestelle Untermenge an Phrasen angezeigt. Nettes Extra: Die Software fragt - eine Funk-Verbindung vorausgesetzt - aktuelle Flug- und Wetterdaten ab.


Sprachführer für PDA und iPod, Teil 4
ProduktSpeereo Voice Translator 3.0
HerstellerSpeereo
SystemvoraussetzungenWindows Mobile 2003SE/5.0
Quell-/Programmsprache(n)wie Zielsprachen
Zielsprache(n)Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Türkisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch
Preis pro Sprachpaar20 US-$
Preis für mehrsprachige Version40 US-$ (10 Zielsprachen)
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Besitzer eines iPod machen mit dem iPod Translator nichts falsch. Die Software bietet eine deutsche Bedienoberfläche und die beste Sprachqualität im Testfeld.

Palm-Anhänger wählen zwischen den Mini-Sprachführern von Beiks mit deutscher Oberfläche und der etwas ausführlicheren 2go-Serie, die mit schöner Kontext-Funktion und Favorites glänzt, aber Englischkenntnisse voraussetzt.

Für Windows-Mobile-Benutzer ist die Auswahl an Programmen am größten. Wer die Software vor allem zum Selbststudium nutzen möchte, wird dabei von den MobiLearn- und LingvoSoft-Produkten am besten unterstützt. Der Quiz-Modus von MobiLearn mit je drei Anwortvorgaben kann allerdings zum Schummeln verführen.

Anwender, die im Englischen nicht ganz sattelfest sind, wählen sinnvollerweise ein Programm mit deutscher Bedienoberfläche, die von Beiks, Lingvo und - mit Einschränkung - von Speereo angeboten wird. Ersteres hat einen eng begrenzten Satzvorrat, der die grundlegende Kommunikation jedoch gut abdeckt und Platz spart. Die umfangreicheren PhraseBooks von LingvoSoft bieten ein besonders gelungenes Bedienkonzept. Der Speereo Voice Translator punktet mit großem, sinnvoll untergliedertem Satzvorrat, überzeugt dagegen bei der Qualität der Sprachausgabe nicht ganz.

Wer Wert auf Spracheingabe legt, entscheidet sich zwischen den beiden Produkten namens Voice Translator von Ectaco und Speereo. Beide übersetzen nicht - wie der Name vermuten lassen könnte - auf Zuruf beliebige Sätze, sondern erkennen nur in der Datenbank vorhandene Phrasen der jeweils aktuellen Kategorie. Das klappte in unserem Test mit der Ectaco-Anwendung in etwa neun von zehn Fällen, beim Speereo-Programm sogar fast völlig fehlerfrei. Aber auch wenn die Sprachsteuerung ordentlich funktioniert - den Eingabestift sollte man stets dabeihaben.

Vor der Kaufentscheidung empfiehlt es sich, eine Demoversion zu installieren, um insbesondere zu prüfen, ob die Sprachausgabe auf der eigenen Hardware einwandfrei funktioniert. (dwi)

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