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Mittelklasse-Navis mit Breitbildschirm ab 200 Euro

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Ein Navi kann man schon für um die 100 Euro kaufen, muss sich dann aber mit einem kleinen Bildschirm und auf Deutschland beschränktem Kartenmaterial begnügen. In der nächsthöheren Klasse gibt es eine bessere Ausstattung.


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Navigationsgeräte sind in puncto Streckenberechnung und Qualität der gesprochenen Anweisungen halbwegs ausgereift. Auch das Kartenmaterial und die GPS-Empfangschips bereiten kaum noch Probleme. Was bei heutigen Modellen deshalb zählt, sind Komfort, Geschwindigkeit und Ausstattung. Wer ausschließlich innerhalb Deutschlands von A nach B möchte, wird schon für etwa 150 Euro fündig.

Für Extras wie TMC-Staumelder, einen großen Bildschirm und Europa-Karten muss der interessierte Käufer etwas tiefer in die Tasche greifen. Wir haben acht Navis der Mittelklasse getestet. Sie kosten zwischen 200 und 280 Euro.

Einige von ihnen enthalten Luxus-Features wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder bieten Funktionen wie eine Notfall-Hilfe, die auf Knopfdruck die aktuellen Standortinformationen liefert und die nächsten Krankenhäuser und Polizeistationen nebst Adresse und Telefonnummer anzeigt. Fahrspurhilfen zeigen dem Anwender anschaulich in 3D-Perspektive, in welche Spur er wechseln muss. Zwei Navis, das Garmin nüvi 255WT und das Mio Moov 370, können auch GPS-Daten aus dem EXIF-Anhang von Fotos als Zielvorgabe übernehmen.

Ein einziges, das Mio Moov 370, enthält sogar einen TMCpro-Empfänger, der vor allem in Ostdeutschland genauere Verkehrsinformationen liefert als TMC. Das Mats 70E sticht mit seinem 7 Zoll großen Display hervor, alle anderen haben nur 4,3 Zoll Diagonale. Zwei Kandidaten können die Audio-Ausgaben über UKW ans Autoradio senden. Falk will mit seinem F6 Europe durch Reiseführer-Funktionen überzeugen. Das Modell XL Traffic von TomTom bringt hingegen Innovationen wie Kartenkorrektur oder ausgefeilte Notfall-Hilfen mit ins Spiel. Garmins nüvi 255WT und das Navigon 2110 Max enthalten eine Diebstahlsicherung. Becker stellt mit seinem Traffic Assist das mit 200 Euro günstigste Navi im Test.

Der Bildschirm des Asus R700t ist kontrastreich, gut entspiegelt und hell genug. Die zusätzlichen Informationen auf der Kartenansicht sind aber trotzdem kaum lesbar, weil hierfür winzige Schriftarten Verwendung finden. Auch bei der Zieleingabe sind die Tasten viel zu klein, sodass man sie mit dem Finger nur schwer trifft. Immerhin blendet das Gerät alle Buchstaben aus, die bei der Eingabe nicht vorkommen können.

Nach der Zieleingabe verwöhnt das Asus-Navi den Nutzer während der Streckenführung mit fast ruckelfreier Kartenanimation und sehr gutem Autozoom. Fixe Neuberechnungen von Strecken vermeiden Stress, wenn man mal eine Abfahrt verpasst hat.

Die vergleichsweise androgyne Damenstimme scheint allerdings lieblos aus einigen wenigen Samples zusammengesetzt zu sein. Zuweilen gibt die immerhin recht laute Stimme auch schon mal verwirrende Anweisungen: Beim Wechsel von einer Autobahn zur anderen forderte das R700t zum Abfahren von der Autobahn auf und wähnte das Auto für eine kurze Zeit auf einer gewöhnlichen Straße, obwohl das Autobahnnetz nicht verlassen wurde. Immerhin leitet die Stimme gut durch unübersichtliche Kreuzungen mit schnellen Abbiegefolgen.

Der Geschwindigkeitswarner ist verbesserungswürdig: Im Test stimmten die Ansagen der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten nur in etwa der Hälfte aller Fälle.

Als Bluetooth-Freisprecheinrichtung taugt das R700t gut: Lautstärke und Mikrofon-Empfindlichkeit genügen den Anforderungen beim Telefonieren. Als einziges Navi im Test liest das R700t, sofern es das Bluetooth-Handy unterstützt, sogar SMS-Nachrichten vor – und das gar nicht mal so schlecht.

Bei der Installation in unserem Testwagen, einem Volvo V50, gab es mit dem Asus R700t Probleme, denn das Spiral-Ladekabel war mit etwa 22 Zentimetern im zusammengezogenen Zustand zu kurz und spannte sich über den Schaltknüppel, was beim Gangwechsel massiv störte.

Das Asus R700t wartet immerhin mit der besten Kartenanimation und -darstellung auf und enthält Extras wie einen Medienplayer und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Die zuweilen zweideutigen Anweisungen der Navi-Stimme verführen aber allzu oft zum Blick auf den Bildschirm.

Ohne Anleitung fühlt sich der Nutzer beim Becker Traffic Assist Z101 zunächst überfordert. Es dauert ein Weilchen, bis man die Knöpfe für die Einstellungen und die Zieleingabe in der als fortschrittlich angepriesenen Menüführung entdeckt. An der Qualität der Navigation und Sprachausgabe gibt es indes nichts auszusetzen.

Auf Wunsch berechnet das Navi auch schöne Strecken, bei denen es an möglichst vielen Sehenswürdigkeiten entlangführt. Dieses Feature besitzt auch der Testkandidat von Navigon – kein Wunder, trägt das Z101 doch die gleiche Software in sich, der Becker eine eigene Bedienführung überstülpt. Auf den berechneten Strecken kommt der Fahrer gut zum Ziel und wird von eindeutigen und lauten Ansagen geleitet. Das Display ist sehr kontrastreich, dadurch gut ablesbar und enthält alle wichtigen Infos übersichtlich geordnet.

Die Navi-Fähigkeiten des Becker Traffic Assist Z101 können sich durchaus an der Konkurrenz messen.

Anders als alle anderen Navis im Test dockt das Falk F6 Europe per Magnet-Verschluss an die Saugnapf-Halterung an. So hat man es nach der Fahrt schnell entfernt und beim Einsteigen wieder eingesetzt – der beste Diebstahlschutz.

Mit seinen abgerundeten Ecken und der Metallic-Oberfläche ist das F6 auch optisch eine Bereicherung für das Cockpit. Menüs und Optionen sind übersichtlich gegliedert. Zuweilen braucht es allerdings etwas Zeit, um Optionsfelder oder Zieleingabemasken auf den Bildschirm zu bringen. Auch bei der Routenerstellung und Kartenanimation ist es nicht das schnellste. Ein gutes Display und gefällige Sprachansagen entschädigen dafür aber. An der Navigation selbst gibt es nichts auszusetzen: Die berechneten Strecken sind sinnvoll und die Anweisungen auch bei unübersichtlichen Verkehrswegen präzise.

Als kleines Schmankerl hält das Falk-Navi eine kleine Reiseführer-Option namens City-Guide bereit. Es handelt sich dabei um eine erweiterte POI-Datenbank mit etwa 900.000 Einträgen für die größten Städte Deutschlands, die mit Beschreibungen und Audio-Dateien unterlegt sind. Allerdings pflegt Falk die Datenbank offenbar nur unzureichend. Obwohl das Regenwaldhaus in Hannover schon seit zwei Jahren nicht mehr existiert, wird es dort noch als Sehenswürdigkeit geführt.

Außer einem Multimedia-Player und einer Notfallhilfe mit Standort-Anzeige hält das Falk F6 nicht viele Extras bereit. Unter dem edlen Design des F6 verbirgt sich unterm Strich doch nur ein Standard-Navi mit guter Navigations-Software und einfachen Reiseführer-Funktionen.

Das Mittelklasse-Navi von Garmin zeichnet sich besonders durch seinen hellen Bildschirm und eine leichte Bedienung aus. Der Startbildschirm zeigt außer einigen Einstellungsoptionen lediglich zwei große Knöpfe: einer führt zur Kartenansicht, der andere zum Navigationsmenü – das begreifen auch Anfänger schnell. Die Stimme klingt zwar etwas harsch, tönt aber erfreulich laut aus der internen Box und gibt genaue Anweisungen, sodass der Autofahrer keinen Kontrollblick aufs Display riskieren muss. Auf den berechneten Strecken kommt der Fahrer gut zum Ziel.

Auf Fahrspurhilfe, Bluetooth-Freisprecheinrichtung oder eine Sprach-Engine zum Aufsagen von Straßennamen muss der Anwender beim 255WT verzichten. Immerhin besitzt es aber einige kleine Programme wie eine Umrechnungstabelle und einen Taschenrechner und kann eingebettete GPS-Daten in Fotos als Zielvorgabe übernehmen. Um die Fotos in das Gerät zu bekommen, muss es mit einem PC per USB verbunden werden, wo es sich als Massenspeicher anmeldet. Nachdem man alle gewünschten Bilder auf dem Garmin-Navi gespeichert hat, stehen sie bei der nächsten Navigation unter den Favoriten als Ziele zur Verfügung.

Mit Hilfe der Diebstahlsicherung Garmin Lock verpasst man seinem Navi ein Passwort. Gleichzeitig speichert das Gerät den aktuellen Ort ab. Zum Entsperren gibt man entweder das Passwort ein oder befindet sich zum Zurücksetzen des Kennwortes am Ort der Passworteingabe.

Das nüvi 255WT bietet bewährte Technik und eine ausgereifte Bedienung, gewürzt mit einigen Extras. Komfort und Neuerungen bleiben weitgehend außen vor. Andere bieten in dieser Preisklasse schon eine Idee mehr Luxus.

Ein Sieben-Zoll-Display macht das Mats 70E von Matsunichi zum Mammut unter den Navigationssystemen. Entsprechend groß sind Menü-Buttons und Symbole. Selbst bei ruppiger Fahrt trifft man die Maxi-Icons noch ohne Probleme mit dem Finger. Die großen Buchstaben-Tasten erleichtern die Zieleingabe. Das Bediensystem an sich erweist sich allerdings als gewöhnungsbedürftig, denn allzu oft muss sich der Nutzer durch mannigfaltige Optionen kämpfen. Da hilft auch die beigelegte Fernbedienung wenig.

Das Display ist zwar riesig, aber auch dunkel und winkelabhängig. Die im Datenblatt angegebene hohe Helligkeit von 450 candela pro Quadratmeter konnten wir nicht nachvollziehen. Bei unseren Messungen kam das Display noch nicht mal auf einen Wert von 100 cd/m² – zu wenig für die Navigation bei Tageslicht.

Die Suche nach Point-of-Interest-Einträgen gestaltet sich schwierig, weil lediglich der gesamte Datenbestand durchforstet werden kann, aber keine ortsabhängige Suche enthalten ist. Wer also Tankstellen oder Parkplätze in der Nähe sucht, guckt in die Röhre. Auch außerhalb des Autos ist das Matsunichi-Navi nicht zu gebrauchen, denn ein Akku fehlt. Sobald der Strom am Zigarettenanzünder versiegt, erlischt die Anzeige. Beim Starten des Wagens muss auch erst das Navi hochfahren. Glücklicherweise speichert es letzte Ziele, Favoriten und andere Daten im stromunabhängigen Flash-Speicher.

Die Navigationsanwendung erfüllt ihren Zweck, enthält mannigfaltige Optionen zur Streckenberechnung und auch die Kartenanimation läuft weitgehend flüssig ab. Die etwas lieblose Stimme leitet den Fahrer gut zum Ziel und an den berechneten Strecken gibt es nichts auszusetzen. Straßennamen kann die Navi-Stimme nicht aufsagen. Zudem tönt sie etwas leise aus den Stereo-Lautsprechern. Zum Glück enthält das Gerät einen UKW-Sender, mit dem sich alle Audio-Signale auch am Autoradio ausgeben lassen.

Das Mats 70E besitzt neben der Navi-Anwendung auch noch weitere Programme inklusive Medienplayer für Audio- und Video-Inhalte. Als einziges Navi im Test hat es einen analogen Audio-/Video-Eingang, sodass man es als Video-Monitor verwenden kann. Im Test zeigte das Navi ohne Probleme einen von DVD zugespielten Film im richtigen Seitenverhältnis an. Allerdings trüben Störungen in den Rottönen das Filmvergnügen.

Beim Mats 70E gefällt besonders die gute Ausstattung und Navigation. Der dunkle Bildschirm vermiest aber – trotz seiner Größe – ein wenig den Spaß.

Bei der aktuellen Moov-Serie handelt es sich um die erste Modellreihe, die Mio nach dem Kauf des Navi-Herstellers Navman auf den Markt bringt. Von den Navman-Geräten hat das hier getestete Moov 370 die Navpix-Funktion geerbt. Mit dieser kann das Navi Fotos mit eingebetteten GPS-Daten als Zielvorgabe verwenden. Man überträgt sie per USB vom PC, wo das Navi sich als Massenspeicher anmeldet.

Das Display ist für den Tageslichteinsatz zu blass und die Leitstimme zu leise. Beim Verwenden der Buetooth-Freisprechfunktion knarzt es gehörig im Lautsprecher und der Gesprächspartner hört Störgeräusche, wenn auch hier die Lautstärke stimmt.

Die Bedienung lahmt, genau wie die Streckenberechnung. Immerhin gibt das Navi eindeutige Anweisungen, auch wenn die Stimme nicht sehr gefällig ist und die Karte bei der Animation ruckelt.

Das Moov 370 enthält mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, TMCpro-Staumelder, Fahrtenbuch inklusive Kilometerzähler und Navpix-Foto-Navi-Funktion vergleichsweise viele Extras, die sonst nur in der Oberklasse zu finden sind. Doch wegen seines dunklen Bildschirms und der geringen Lautstärke bleibt es unter Durchschnitt.

Mit dem hellsten Display im Test liest man die Inhalte des Navigon 2110 Max auch bei direktem Sonnenlicht noch mühelos. Die Bedienung gibt sich etwas verspielt und lahmt zuweilen, erschließt sich aber auch dem Neuling schnell. Animierte Menüs und Texte sollte man zugunsten frei werdender Rechenressourcen lieber abschalten.

Die ausgereifte Navigation führt mit präzisen Anweisungen auf sinnvollen Strecken schnell zum Ziel – oder auf Wunsch auch langsam, wenn man die Option "schöne Route" aktiviert. In diesem Fall leitet das Navi an möglichst vielen Sehenswürdigkeiten aus der Point-of-Interest-Datenbank vorbei. Das ersetzt noch nicht den Reiseführer, mag aber für eine erste Stadtbeschau ausreichen.

Ein Fahrspur-Assistent hilft beim rechtzeitigen Spurwechsel – besonders bei Autobahnkreuzungen und verschachtelten Abfahrten eine große Hilfe. Streckenneuberechnungen dauern allerdings ein wenig lange.

Die Diebstahlsicherung beschränkt sich auf einen PIN-Schutz. Aufkleber mit einem Hinweis darauf sollen Langfinger schon im Vorfeld abschrecken.

In seiner Kernkompetenz überzeugt das Navigon 2110 Max und wartet zudem mit einem hellen und gut ablesbaren Display auf. Unterm Strich bleibt es ein Mittelklasse-Navi ohne viel Firlefanz, das etwas flotter bei der Streckenneuberechnung sein könnte.

Statt Embedded Windows CE verwendet TomTom in seinen Geräten eine angepasste Linux-Version, die offenbar weniger Rechenressourcen verschlingt. In Folge davon bedient sich der TomTom XL wesentlich flotter als alle anderen Geräte im Test, und wegen seiner klaren Menüstruktur ist ein Blick ins Handbuch nicht nötig. Auch in puncto Streckenberechnung und Streckenneuberechnung erweist sich das TomTom als echter Sprinter und lässt die Konkurrenz in dieser Disziplin hinter sich.

Das Display lässt sich gut ablesen und ist hell genug für den Einsatz bei Tageslicht. Die Hauptansicht sieht sehr aufgeräumt aus und alle wichtigen Daten erscheinen in ausreichender Schriftgröße.

Die Leitstimme ist so laut, dass man sie fast schon als Lärmbelästigung bezeichnen kann. Mühelos übertönt sie Fahrgeräusche und das Autoradio bei normaler Lautstärke. Durch die präzisen Anweisungen fühlt man sich jederzeit gut geleitet, sodass ein Blick auf das Display nicht nötig ist. Auf Wunsch schaltet das XL sogar den Bildschirm ab einer vorgegebenen Geschwindigkeit aus, um den Fahrer nicht unnötig abzulenken. Besonders bei nächtlichen Autobahnfahrten dürfte sich diese Funktion als nützlich erweisen.

Die bewährte Navi-Software leitet entweder auf schnellen oder kurzen Strecken gut zum Ziel. Benzinsparende Routen oder eine Reiseführer-Option spart sich das niederländische Unternehmen bei diesem Modell aber.

Mit Hilfe der MapShare-Funktion lassen sich Sperrungen, Richtungsänderungen, Straßennamen, Abbiegeverbote und Geschwindigkeitsbegrenzungen im Kartenmaterial editieren und mit anderen Nutzern im Web austauschen. Man kann selbst wählen, ob das Navi mit allen Änderungen der MapShare-Community befüllt werden soll, ob nur von TomTom verifizierte oder ausschließlich eigene Einträge auf das Gerät wandern. Um die Aktualität des Kartenmaterials muss man sich beim Kauf eines TomTom-Navis aber auch sonst keine Sorgen machen, denn in den ersten dreißig Tagen nach dem Erwerb kann man nach Registrierung aktuelles Kartenmaterial aus dem Web laden.

Mit den Notfall-Optionen stellt man schnell seinen aktuellen Standort fest und lässt sich auf Wunsch gleich zum nächsten Polizeibüro, Krankenhaus oder Pannenhilfedienst leiten. Des Weiteren findet man dort Erste-Hilfe-Tipps und grundlegende Reparatur-Anleitungen für das Auto.

Das TomTom XL punktet vor allem durch seine flotte, eingängige Bedienung und eine ausgereifte Navigation. Die Kartenkorrektur und Notfallhilfe erweisen sich als nützlich. Reiseführer-Ambitionen hat TomTom aber offenbar nicht.

Ein Luxus-Navi mit reichhaltiger Ausstattung und Premium-Navigation findet man in der Klasse zwischen 200 und 300 Euro nicht. Man muss sich noch für eines von beiden entscheiden.

Das Asus R700t für 280 Euro bringt immerhin schon eine gute Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit und trumpft mit fast ruckelfreier Kartenanimation auf, zeigt aber Schwächen bei den Sprachansagen. Beim ebenso teuren Mio Moov 370, das sogar noch einen TMCpro-Empfänger drauflegt, verärgert das dunkle Display und die leise Leitstimme.

Da verzichtet man lieber auf Luxus-Beiwerk und greift zu Navis, die immerhin ihre Kernkompetenz besser beherrschen, etwa das Navigon 2110 Max für 250 Euro oder das Garmin nüvi 255WT für 240 Euro. Auch das Falk F6 Europe für 240 Euro kann in diesem Punkt überzeugen. Als Reiseführer, wie ihn der Hersteller bewirbt, mag man es allerdings nicht benutzen, weil der Datenbestand offenbar veraltet ist.

Wer eine flotte und einfache Bedienung gepaart mit pfiffigen Funktionen wie intelligenter Notfallhilfe und Kartenkorrektur möchte, wählt das TomTom XL für 260 Euro aus. Es protzt zwar nicht mit einer umfangreichen Ausstattung, läuft aber in puncto Streckenberechnung und Verarbeitungsgeschwindigkeit allen anderen davon. (dal)

[1] Daniel Lüders, Leitende Angestellte, Edel-Navis mit Breitbildschirmen, Reiseführern und Notfallhilfen, www.heise.de/mobil/artikel/107628
[2] Daniel Lüders, Preiswerte Führungskräfte, Navis ab 100 Euro, www.heise.de/mobil/artikel/104161
[3] Daniel Lüders, Wo geht's lang?, Neue Navi-Konzepte auf der IFA, www.heise.de/mobil/artikel/115297

|[(-5t]Mittelklasse-Navis mit Breitbildschirm (Teil 1)| |[s]Produkt|[s]R700t|[s]Traffic Assist Z101|[s]F6 Europe|[s]nüvi 255WT| |Hersteller|Asus|Becker|Falk Marco Polo|Garmin| |Lieferumfang|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, microSD (1 GByte) mit Kartenmaterial, microSD-Adapter für SD-Slot, Netzteil, Ohrhörer mit Lautstärkeregelung, Schutztasche, DVD mit Kartenmaterial, Anleitungen|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, DVD mit Kartenmaterial, Anleitung|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, DVD mit Kartenmaterial, Anleitung|Saugnapf-Halterung, Klebeplatte für Saugnapf, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, Anleitungen| |Kartenmaterial|38 Länder Europas (Tele Atlas)|40 Länder Europas (Navteq)|Westeuropa (Navteq)|33 Länder Europas (Navteq)| |Navi-Software|iGO Nav N Go|Navigon Mobile Navigator|Falk Navigator 7|Garmin| |Staumelde-System|TMC|TMC|TMC|TMC| |GPS-Chip|SiRFstar III|SiRFstar III|GloNav|k. A.| |Kartenslot|microSD|microSD|SD/MMC|SD/MMC| |Schnittstellen|2,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB|3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB|3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB|Mini-USB| |UKW-Sender|v|–|–|–| |Bluetooth (Funktionen)|v (Freisprechen, SMS, Kontakte)|–|–|–| |POI-Datenbank|v (in der Nähe, rund um Adresse, in Ziel-Nähe, auf Route)|v (in der Nähe, landesweit, in einem Ort)|v (in der Nähe, Stadt, Adresse, bei Ziel, entlang der Route, an Kartenposition)|v (in der Nähe, Zielwahl)| |Routenoptionen|schnell, kurz, leicht, sparsam, PKW, Taxi, Bus, Notfall, Fahrrad, Fußgänger|kurz, schnell, optimal, schön, PKW (langsam, schnell, normal), Motorrad, LKW, Fahrrad, Fußgänger|streckenoptimiert, zeitoptimiert, ökonomisch, PKW, Motorrad, Fahrrad, Fußgänger|kurz, schnell, Luftlinie| |Ausschlüsse|Autobahnen, Mautstraßen, Fähren, vignettenpflichtige Straßen, unbefestigte Straßen, Wenden, Genehmigung notwendig|Autobahn, Mautstraßen, Fähren|Autobahn, Mautstraßen, Fähren, vignettenpflichtige Straßen|Autobahnen, Mautstraßen, Fähren, Verkehrsfunk, Wenden, Fahrgemeinschafts-spuren, ungeteerte Straßen| |Laufzeit|3,2 h|3,5 h|3,5 h|4,8 h| |Größe / Gewicht (Haupteinheit)|128 mm × 80 mm × 14 mm, 189 g|125 mm × 83 mm × 18 mm, 187 g|118 mm × 82 mm × 17 mm, 176 g|122 mm × 71 mm × 20 mm, 169 g| |Sonstiges|liest SMS vor|–|enthält drei Spiele und Taschenrechner, Reisewörterbuch in 7 Sprachen, Währungsrechner|kann eingebettete GPS-Daten in Fotos als Ziel verwenden, enthält Taschenrechner und Einheitenrechner| |Preis (Straße)|280 EUR|200 EUR|240 EUR|240 EUR| |[(-5]v vorhanden   – nicht vorhanden   k.A. keine Angabe|

|[(-5t]Mittelklasse-Navis mit Breitbildschirm (Teil 2)| |[s]Produkt|[s]Mats 70E|[s]Moov 370|[s]2110 Max|[s]XL Traffic| |Hersteller|Matsunichi|Mio|Navigon|TomTom| |Lieferumfang|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, Fernbedienung, AV-Kabel, Anleitung|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-pro-Wurfantenne, USB-Kabel, DVD mit Kartenmaterial und Dokumentation, Anleitung|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, USB-Kabel, SDCard mit Kartenmaterial, Anleitungen, Aufkleber (Diebstahlschutz)|Saugnapf-Halterung, Kfz-Ladekabel, TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, Anleitungen| |Kartenmaterial|37 Länder Europas (Tele Atlas)|22 Länder Europas (Tele Atlas)|39 Länder Europas (Navteq)|31 Länder Europas (Tele Atlas)| |Navi-Software|Cydle Navigation (Nav N Go)|MioMap 2008 (Navman)|Navigon Mobile Navigator 7|TomTom Navigator| |Staumelde-System|TMC|TMCpro|TMC|TMC| |GPS-Chip|SiRFstar III|SiRFstar III|Nemerix|SiRFstar III| |Kartenslot|SD/MMC|SD/MMC|SD/MMC|-| |Schnittstellen|3,5-mm-Klinke, AV-in, GPS-Antenne, Mini-USB, Host-USB|Mini-USB|GPS-Antenne, Mini-USB|Mini-USB| |UKW-Sender|v|–|–|–| |Bluetooth (Funktionen)|–|v (Freisprechen, Datentransfer)|–|–| |POI-Datenbank|v (nur direkte Suche)|v (in der Nähe, Stadt/Gebiet, nach POI-Name, Online suchen)|v (in der Nähe, in einem Ort, im ganzen Land)|v (in der Nähe, Stadt, Heimatort, bei Ziel, auf der Route)| |Routenoptionen|kurz, schnell, sparsam, PKW, Taxi, Bus, LKW, Notfall, Fußgänger, Fahrrad|kurz, schnell, Autobahn bevorzugen/vermeiden|schnell, kurz, optimal, schön, PKW (schnell, normal, langsam), Motorrad, LKW, Fahrrad, Fußgänger|kurz, schnell, PKW, Fahrrad, Fußgänger| |Ausschlüsse|Autobahn, Mautstraßen, Fähren, Wenden, Genehmigung notwendig, unbefestigte Straßen|Autobahn, Mautstraßen, unbefestigte Straßen, Fähren|Autobahnen, Mautstraßen, Fähren|Autobahn, Mautstraßen| |Laufzeit|– (kein Akku)|2,5 h|3 h|3 h| |Größe / Gewicht (Haupteinheit)|187 mm × 120 mm × 22 mm, 389 g|130 mm × 77 mm × 18 mm, 170 g|122 mm × 77 mm × 19 mm, 180 g|118 mm × 83 mm × 25 mm, 185 g| |Sonstiges|enthält ein Spiel und ein Notizbuch,Videos können per SD/MMC oder AV-Signal eingespeist werden|kann eingebettete GPS-Daten in Fotos als Ziel verwenden, Kilometerzähler|–|Linkshänder-Bedienung möglich| |Preis (Straße)|250 EUR|280 EUR|250 EUR|260 EUR| |[(-5]v vorhanden   – nicht vorhanden   k.A. keine Angabe|

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