Hilfe beim Smartphone-Kauf: So viel Handy bekommen Sie fürs Geld

Hilfe beim Smartphone-Kauf: So viel Handy bekommen Sie fürs Geld

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Sie wollen ein Smartphone kaufen und überlegen, wie viel Sie dafür ausgeben sollten? Wir stellen die für drei Preisklassen typische Ausstattung vor.

Sie wollen sich ein neues Smartphone zulegen und wissen nicht, welche Preisklasse Ihren persönlichen Ansprüchen gerecht wird? Die Bandbreite der Angebote reicht immerhin von unter 200 bis weit über 1000 Euro. Dementsprechend gibt es große Unterschiede im Hinblick auf Laufzeit, Leistung und Ausstattung des Smartphones. Wir geben Ihnen einen Überblick, was Sie für Ihr Geld erwarten können.

In Sachen Fotoqualität dürfen Nutzer von sehr günstigen Smartphones keine allzu großen Wunder erwarten – gerade in schlecht beleuchteten Räumen beziehungsweise draußen in den Abend- und Nachtstunden ist die Fotoqualität meist nur bedingt brauchbar. Bei guten Lichtverhältnissen oder für kurze Schnappschüsse liefern die Einstiegs-Smartphones dagegen akzeptable Bilder.

Was bei den Modellen der unteren Preisklasse dagegen erstaunlich positiv auffällt: Auch in der unteren Preisklasse findet man etliche Geräte mit fein aufgelöstem Display. In puncto Geschwindigkeit zeigen sich vor allem beim Öffnen von großen Dateien erhebliche Unterschiede zur High-End-Konkurrenz. Schuld sind die kleinen Hauptspeicher, die auch beim häufigen App-Wechseln zu längeren Wartezeiten führen können. Im Falle von Speicherplatzmangel besteht bei fast allen Modellen die Möglichkeit, den Flash-Speicher durch eine SD-Karte zu erweitern; zusätzliche Kartenslots findet man in vielen günstigen Geräten.

Leider versorgen die Hersteller ihre günstigen Modelle relativ selten mit Updates. Einige Produzenten haben auf ihren Smartphones zudem hauseigene Apps vorinstalliert, die Speicherplatz belegen und sich vom Nutzer nur schwer deinstallieren lassen.

Die Budget-Smartphones bieten üblicherweise keinen nach IP-Standard zertifizierten Schutz vor Nässe und Staub. Wer sein Smartphone also gerne mal mit in die Badewanne oder an den Strand nimmt, sollte sich vielleicht doch lieber für den Kauf eines höherpreisigen, entsprechend geschützten Modells entscheiden.

Für Wenig-Nutzer ist die untere Preisklasse definitiv ausreichend. Dennoch kann es sich lohnen, genau hinzusehen: Einige günstigen Smartphones besitzen viel Speicher und liefern eine ordentliche Hardware-Performance.

Tipp: Wer sein Smartphone vor allem fürs Telefonieren oder für Whatsapp & Co. nutzt, liegt mit einem preiswerten Smartphone goldrichtig. Vielfotografierer sollten sich besser in höheren Preisgefilden umschauen.

Günstige Smartphones (7 Bilder)

Das Cubot P20 zeigt seine Stärken im großen Flash- und Hauptspeicher und im leistungsstarken Display. Die nur geringe Akkulaufzeit und die schlechte Verarbeitung lassen allerdings etwas zu wünschen übrig. Der zusätzliche Kartenslot taugt zur Speichererweiterung oder für eine zweite SIM-Karte.

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Bereits für 300 Euro bekommt man heutzutage ein Smartphone, das sich mit High-End-Produkten messen kann. Den Schnäppchenjägern kommt dabei die Tatsache zugute, dass einige Modelle schon ein Jahr nach Veröffentlichung wesentlich weniger kosten als zur Markteinführung.

Smartphones des mittleren Preissegments (etwa 300 bis 400 Euro) sind üblicherweise ordentlich verarbeitet und sehen wertig aus. Zusätzlich gibt es IP-zertifizierte Geräte, die kurze Tauchgänge problemlos überstehen. Die Mehrzahl der Mittelklasse-Handys nutzt LCD-Technik, einzelne Modelle sind sogar mit kontrast- und farbstarken OLEDs ausgestattet.

Zwar hat sich die Qualität der Kameras bei den Spitzenmodellen immens verbessert, doch noch ist dieser Trend nicht bei den preiswerteren Smartphones angekommen: Die Qualität der Fotos bei guten Lichtverhältnissen kann sich sehen lassen, sie nimmt aber bei Dunkelheit merklich ab. Im Vergleich zu Billig-Handys erzielen die Geräte aus dem mittleren Preissegment dennoch deutlich bessere Fotos.

Komplett überzeugen können die Smartphones der aktuellen Mittelklasse mit überdurchschnittlicher Akkulaufzeit und Prozessoren, die bei alltäglicher Nutzung noch längst nicht an ihre Leistungsgrenzen kommen.

Tipp: Besonders für Nutzer, die nicht an einem bestimmten Hersteller beziehungsweise einer bestimmten Marke hängen, kann sich der Blick auf günstige Vorjahresmodelle lohnen. Die überzeugen nicht nur laufzeittechnisch, sondern liegen auch optisch auf der Höhe der Zeit.

Smartphones der mittleren Preisklasse (12 Bilder)

Die Stärken des Huawei Mate 20 Lite liegen in seiner guten Rechenleistung und seiner langen Akkulaufzeit. Minuspunkte gibt es für das relativ dunkle Display und die schlechte Versorgung mit Sicherheitspatches.

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Bei den Superphones geht der Trend eindeutig zum OLED – fast alle teuren Handys nutzen diese Technik, die ein besonders sattes Schwarz und damit hohe Kontraste liefert. Viele Spitzenmodelle erreichen eine enorme Helligkeit von bis zu über 700 cd/m2 – damit sind sie selbst in hellstem Sonnenschein problemlos ablesbar.

Die Frontkamera befindet sich aufgrund der schwindenden Smartphone-Rändern wahlweise als Loch im oberen Bildschirmrand oder in einer länglichen Einkerbung, dem sogenannten Notch. Viele High-End-Smartphones besitzen zudem nicht nur eine, sondern zwei und mehr Kameras. Einige Modelle nutzen die Zusatzmodule für künstliche Tiefenunschärfe, andere für Superweitwinkel oder für dreifaches Tele. Eine derartige Ausstattung führt dementsprechend selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen zu erstklassigen Fotos.

Zwar haben inzwischen auch viele Smartphones der höheren Preisklasse Dual-SIM, allerdings besitzen einige Modelle nur einen einzigen physischen SIM-Karten-Slot. Der zweite Anschluss muss mit einer virtuellen SIM-Karte (eSIM) betrieben werden – die relativ teuren eSIM-Tarife gibt es bislang nur von Vodafone und Telekom. Unabhängig von SIM oder eSIM: Die Topmodelle werden von den Herstellern regelmäßig mit Updates versorgt.

Tipp: Smartphone-User, die technisch up to date bleiben wollen, sind mit einem Kauf eines High-End-Produkts gut beraten. Die Spitzenmodelle sind in nahezu allen Bereichen wegweisend, weshalb man beim Kauf wenig falsch machen kann – vorausgesetzt, man besitzt das nötige Kleingeld. (rbr)

High-End-Smartphones (8 Bilder)

Das Google Pixel 3 XL überzeugt mit seiner Kamera, die besonders bei Dunkelheit sehr gute Ergebnisse liefert. Die häufigen Updates und das schlanke Android-System sind weitere Pluspunkte. Das einzige Manko ist der nicht erweiterbare Speicher.

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