IPv6-Zugang fürs LAN nachrüsten

Zweit-Router bringt IPv6 ins eigene LAN

Praxis & Tipps | Praxis

Wer echtes IPv6 per DSL-Leitung haben will, hat derzeit nur wenig Auswahl. Noch liefert kaum ein großer Provider das Protokoll aus. Bis dahin helfen Übergangstechniken, von denen die IPv6-Tunnel sogenannter Tunnelbroker (Gogo6, Sixxs) sehr gut funktionieren.

Im Folgenden zeigen wir, wie man mit einem zweiten zusätzlichen Linux-Router einen IPv6-Tunnel einrichtet, das lokale Netz mit Routing- und Präfix-Informationen für das Protokoll versorgt und das LAN mit einer einfachen IPv6-Firewall vor dem Zugriff aus dem IPv6-Internet schützt. Dieser IPv6-Router läuft in einem per NAT abgetrennten LAN, also hinter einem bereits vorhandenen Internet-Router, der die Internetverbindung per IPv4 aufbaut, Anfragen ins IPv4-Internet leitet und sich über das Domain Name System um die Namensauflösung kümmert.

Für den IPv6-Router muss man nicht gleich einen zusätzlichen Linux-Rechner aufsetzen. Für erste Experimente reicht schon eine virtuelle Maschine, die sich über eine Netzwerkbrücke ins lokale Netz einklinkt. Schöner und vor allem stromsparender erledigen billige Router wie D-Links DIR-300 (Revision A) diese Aufgabe, die man bei eBay bereits ab 10 oder 15 Euro bekommt. Hat man noch einen alten wie den Linksys WRT54(GL) im Schrank, kann auch er als zusätzlicher IPv6-Router im LAN arbeiten. Einzige Voraussetzung: Auf dem Gerät lässt sich ein Router-Linux wie OpenWRT installieren.

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