Infrarot-Handy und Windows ME: Es geht doch!

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Sowohl Windows Millennium als auch Windows 2000 bringen zwar IrDA-Treiber mit, unterschlagen aber den Teil des Protocol Stack, der einen virtuellen COM- und LPT-Port für die IrDA-Hardware reserviert. Da sowohl die Mobiltelefone als auch alle PDAs eine Infrarot-Schnittstelle als seriellen Port ansprechen, kommt unter Microsofts neuesten Betriebssystemen keine Verbindung zu Stande.

Für Windows 2000 bietet Extended Systems einen Treiber an (www.irDA4W2k.com, www.extendsys.de), der einen COM-Port bereitstellt (c't 19/2000, S. 55). Für Windows Millennium genügen stattdessen Bordmittel, um sowohl einen virtuellen COM-Port als auch einen virtuellen LPT-Port (zum Drucken über Infrarot) nachzurüsten. Das Betriebssystem bringt die Software also mit, Microsoft hat diesen Teil des IrDA-Treibers aber aus welchen Gründen auch immer versteckt.

Voraussetzung ist ein bereits installierter IrDA-Treiber unter Windows Millennium, bevor man in der Systemsteuerung das Icon Hardware öffnet. Nach dem Klick auf Nein, Hardware in der Liste wählen muss man unter Andere Komponenten aus der Liste Microsoft ein Infrarot-Übertragungsgerät installieren.

In der Registry (regedit in Start, Ausführen) den Eintrag HKEY_LOCAL_MACHINE\Enum\INFRARED\COM\ROOT&INFRAED&000\PortName auswählen. Ein Doppelklick darauf öffnet ein Fenster mit dem Feld Wert, in das ein freier COM-Port als virtueller COM-Port eingetragen wird, beispielsweise COM4. Den virtuellen LPT-Port wählt man auf die gleiche Weise in INFRARED\LPT\ROOT&INFRAED&000\PortName aus.

Nach dem Windows-Neustart kann man sich im Gerätemanager davon überzeugen, dass zu den Anschlüssen jeweils ein virtueller Infrarot-COM- und -LPT-Anschluss dazugekommen sind. Sollten Mobiltelefonbesitzer Verbindungsprobleme haben, empfiehlt es sich, die maximal mögliche Verbindungsrate in den Eigenschaften der Netzwerksteuerung in Serieller Infrarotanschluss auf einen niedrigeren Wert einzustellen. (jr)

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