Islanders angezockt: Stressfreier Städtebau

Islanders: Stressfreier Städtebau

Test & Kaufberatung | Spielekritik

In der minimalistischen Städtebau-Simulation Islanders bebaut man kleine und größere Inseln – und versucht dabei, den Highscore zu knacken. Das Spiel gibt es seit kurzem auch für Linux und macOS.

Islanders ist Entspannung pur: Eine kleine, unbesiedelte Insel irgendwo im Meer, ein paar Gebäude, um sie darauf zu bauen. Die schiebt man dann hin und her, bis ein optimales Plätzchen dafür gefunden ist. Ganz in Ruhe, ohne Eile. Baumaterial, Geld – all das spielt hier keine Rolle, stattdessen gibt es Punkte für jedes Gebäude. Mal mehr, mal weniger, je nachdem wo es platziert wird.

Das klingt nach einem angenehmen Zeitvertreib und das ist es auch. Mit ruhiger Hintergrundmusik haben die Entwickler des Berliner Studios Grizzly Games eine angenehme Atmosphäre geschaffen, in der nie Hektik aufkommt. Man kann in aller Ruhe die Insel hin und her drehen, sich an der hübschen, bunten, aus wenigen Polygonen zusammengesetzten Low-Poly-Grafik erfreuen und die Gebäude setzen. In Islanders dreht sich alles um das Bebauen von Inseln, mit ausgefeilten Städtebau-Simulationen wie Cities: Skylines hat es wenig gemein. Denn es gibt weder Verkehrswege, noch Menschen, die in den Städten wohnen oder ein Budget, das eingehalten werden müsste. Das sorgt dafür, dass das Spiel nie mühsam und hektisch wird.

Angezockt: Wir haben die minimalistische Städtebau-Simulation Islanders angespielt.

In Wettbewerb steht man bei diesem Spiel vor allem mit sich selbst: Nur wenn man genug Punkte erreicht, erhält man neue Gebäude und vor allem Gebäudearten. Wieviele Punkte es für ein Gebäude gibt, hängt von den umliegenden Bauten und natürlichen Gegebenheiten wie Bäumen und Blumen ab. Welche Dinge jeweils zu berücksichtigen sind, verrät ein Tooltipp im Spiel.

Etwas zu bauen kostet keine Ressourcen, stattdessen hat man eine begrenzte Anzahl an Gebäuden zur Verfügung. Setzt man diese strategisch günstig, erhält man Punkte. Sind es derer genug, erhält man neue Gebäude und kann weiterbauen. Geht es zunächst nur um kleine Häuschen, Holzfällerhütten, Sägewerke und Fischerhütten, kann man später einen Park, Brunnen, große Türme, ein großes Plateau oder gar einen Zirkus und eine Markthalle hinzufügen.

Islanders: Ganz entspannt Inseln bebauen (8 Bilder)

Islanders: Minimalistische Städtebau-Simulation

Das Berliner Entwicklerstudio Grizzly Games hat mit Islanders einen entspannenden Zeitvertreib geschaffen. Ganz ohne Stress baut man niedliche Städte auf immer neue Inseln.

Irgendwann ist allerdings auch auf der größten Insel kein Platz mehr: Sobald beim Bauen genug Punkte zusammengekommen sind, kann man zur nächsten Insel weiterziehen oder erstmal noch die alte ein wenig ausbauen. Die Inseln sind prozedural generiert, so dass jede anders ist, mal mit Schnee, mal in der Wüste oder schön grün. Hat man schließlich keine Gebäude mehr und auch nicht genug Punkte für eine neue Insel, ist das Spiel zu Ende. Den eigenen Highscore speichert Islanders in der Steam Cloud. Dabei konkurriert man auch mit anderen Spielerinnen und Spielern weltweit, die Rangliste mit der eigenen Platzierung kann man in Islanders direkt aufrufen. Neben diesem Highscore-Modus hat Islanders auch eine Sandbox, in der alle Gebäude frei verfügbar sind. Islanders gibt es bei Steam für rund fünf Euro, mit dem letzten Update sind neben dem Sandbox-Modus auch native Spielversionen für Linux und macOS dazugekommen.

Wer nach Feierabend noch schnell ein paar Häuschen bauen möchte, findet in Islanders eine entspannte Spielatmosphäre, die genau dazu passt. Die Highscore-Rangliste und die Neugier auf immer neue Inseln sorgt dafür, dass man so schnell nicht aufhört. Schließlich möchte man doch zu gern noch ein paar Türme bauen und ein Zirkuszelt aufstellen. Dass Islanders nicht mit Städtebau-Strategiespielen wie Cities: Skylines mithalten kann, hat auch sein Gutes, denn es ist weniger anstrengend und braucht längst nicht so viel Zeit. (lmd)

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