Komfortabel geführt

Navis entdecken das Internet, planen die Fahrt ins Blaue und werden lernfähig

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Ordentliche Navigation, Staumelder und ein bisschen Multimedia reichen für ein Oberklasse-Navi nicht mehr aus. Die Hersteller setzen nun auf bessere und komfortablere Streckenführung.

Optimierungspotenzial für Navi-Hersteller gibt es zuhauf: Schließlich hängt die optimale Route nicht nur von Länge und Durchschnittsgeschwindigkeit einer Folge von Streckenabschnitten ab. Dienstags um 5 Uhr hat man freie Fahrt, am Freitag um 17 Uhr steht der Wagen an derselben Stelle im Stau. Kartenmaterial ist nach wenigen Monaten veraltet. Einen Stau zu umfahren bringt manchmal einen Vorteil, manchmal nicht. Und dann gibt es Situationen, bei denen man sich im Navigationsgerät einen aufmerksamen Beifahrer wünscht: War da gerade ein Tempolimit angezeigt, muss ich bei der nächsten Kurve hart bremsen, und wo ist denn bitteschön die Spur halbrechts?

Die Frage nach dem optimalen Straßenführer versuchen die Hersteller nun zu beantworten. Blaupunkt schickt mit dem Travelpilot 700 ein Gerät mit Video-Navigation, WLAN und DVB-T ins Rennen. Das Falk F10 soll durch die Erfahrung aller Nutzer schlauere Routen finden. Mit dem nüvi 550 stellt Garmin einen Mix aus Straßennavi und Outdoor-GPS-Führer vor, das nüvi 860 lässt sich komplett über die Stimme bedienen. Merians Scout P_Navigator ersetzt nicht nur die Straßenkarte, sondern auch den Reiseführer. Mit Kurvenwarner und als 3D-Modelle visualisierten Sehenswürdigkeiten will das Navigon 7210 ansehnlicher und übersichtlicher durch die Straßen führen. Vielfahrern ermöglichen das TomTom Go 630 Traffic und das Go 940 Live mehr Feintuning bei der Routenkalkulation, im Fall des 940 Live sogar mit aktuellen Informationen aus dem Internet.

Bei der Navigation erweisen sich fast alle Geräte im Prüfstand als zuverlässig. Das TomTom Go 940 Live sticht heraus, weil es bei schlechtem GPS-Signal – beispielsweise in einem Tunnel – mit einem Beschleunigungssensor die Position des Fahrzeugs abschätzen kann und beim Losfahren Daten zur schnelleren Positionserkennung über die Mobilfunkverbindung nutzt. Auf Testfahrten mit dem Falk F10 und dem nüvi 860TFM dagegen rutschte die virtuelle Fahrzeugposition einige Mal auf eine Seitenstraße ab und stiftete so Verwirrung. Das deutet auf ein unausgereiftes Map-Matching hin. Das Merian Scout P_Navigator forderte gerne zum Wenden auf, statt eine echte Umleitung anzubieten. Auf der Suche nach Adressen nimmt es das Navigationsgerät nicht ganz so genau und versetzte in einem Fall die Hausnummer um knappe hundert Meter.

Bei den Sprachansagen überzeugen vor allem das Blaupunkt Travelpilot 700 und das Falk F10. Sie führen mit präzisen Anweisungen durch den Straßenverkehr, sprechen selbst komplizierte Straßennamen korrekt aus und verpacken sie in grammatikalisch richtige Sätze. Das Navigon 7210 leistet Ähnliches, allerdings übersteuert der Lautsprecher etwas. Der Merian Scout P_Navigator meldet sich mit gesprochenen Anweisungen zu selten und ist selbst bei maximaler Lautstärke nicht laut genug.

Die Sprachausgabe beim TomTom 630 Traffic und beim 940 Live hört sich arg gekünstelt an, Sätze sind lieblos aneinandergereiht. Bei den beiden Garmin-Geräten wiederum klingt die Stimme etwas unfreundlich. Das nüvi 860TFM spricht viele Straßennamen falsch aus und kennt selbst bei den eigenen Menüpunkten nicht immer die korrekte Aussprache. Als einziges Gerät im Prüfstand kann das nüvi 550 keine Straßennamen vorsprechen.

Beim Travelpilot 700 kann der Fahrer mit Hilfe einer integrierten Videokamera von der obligatorischen 2D-Ansicht auf einen Videomodus umstellen. Dann überträgt die Kamera das aktuelle Straßenbild auf den Bildschirm und das Navi legt die Anzeige, Hinweise und eine Pfeilnavigation über die Ansicht. So sind die Navigationshinweise nicht auf den Straßen einer Karte, sondern als Pfeil auf dem Live-Bild des Straßenverkehrs abgebildet. Wer dabei allerdings erwartet, dass die Software per Bilderkennung Fahrspuren erkennt und die Pfeile daran ausrichtet, wird enttäuscht. Die Hinweise liegen immer mittig auf der aktuellen Fahrbahn, egal wo sie hinführen. Wer mit dem virtuellen Kartenmaterial von Navis nicht so gut zurechtkommt, mag die Videonavigation schätzen. Allerdings geht ohne Kartenansicht die Übersicht über angrenzende Straßen verloren, und das doppelte Straßenbild – real und auf dem Bildschirm – verwirrt eher.

Im Kartenmodus versucht die Kamera, Verkehrsschilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erkennen. Bei Testfahrten missachtete das Gerät allerdings einige Schilder, und temporäre Tempolimits auf Leuchtanzeigetafeln erkannte es gar nicht. Ist die Navigation abgeschaltet, kann man die Kamera zum Schießen von Fotos oder zur Aufnahme von Video-Clips mit befriedigender Qualität nutzen.

Beim DVB-T ruckelt das Bild auch bei gutem Empfang so stark, dass ein angenehmes Fernsehen kaum möglich ist. Darüber kann auch die gelungene Menüführung mit Videotext und einem hübschen EPG nicht hinwegtrösten. Mit Drahtlosnetzwerken (IEEE 802.11b/g) verbindet sich das Travelpilot 700 zuverlässig und kommt auch mit WPA-Verschlüsselung zurecht. Die darüber geführten VoIP-Telefonate klangen im Test auf beiden Seiten ausgezeichnet und Internetradios streamte das Navi flüssig. Der Web-Browser (Netfront 3.4) öffnet Webseiten in Tabs und zeigt sie überwiegend korrekt an; Flash unterstützt er nicht komplett, einige Spiele funktionieren, nicht aber beispielsweise YouTube-Videos. Der E-Mail-Client stürzt gelegentlich ab und gestaltet sich unübersichtlich. Für die Texteingabe verwenden Browser und Mail-Client das zu klein geratene Input Panel von Windows CE.

Mit dem Travelpilot 700 erhält man ein zuverlässiges Navigationsgerät mit einer hervorragenden Sprachansage. Allerdings können die eigentlich neuen Features – Video-Navigation und Schilder-Erkennung – nicht so recht überzeugen.

Mit einer Lernfunktion soll das Falk F10 mit der Zeit schlauer durch die Straßennetze navigieren. Dazu müssen Nutzer ihr Fahrtprofil via PC-Synchronisation an Falk senden, wo die Daten zur Neuberechnung von Streckenabschnitten ausgewertet werden – selbstständig verändert das Gerät seinen Datenbestand nicht (siehe Navi 2.0). Die Ergebnisse können die Nutzer in monatlichen Updates über den PC auf ihr Navi laden. Testen konnten wir diese Funktion allerdings nicht: Zum Heftschluss gab es noch kein einziges Lern-Update.

Das Bedien-Menü des Falk F10 gestaltet sich aufgeräumt, es reagiert allerdings in der Kartenansicht etwas träge. Während der Fahrt sorgt der Splitscreen-Modus für mehr Übersicht, bei dem links die 3D-Karte, rechts die 2D-Übersicht zu sehen ist.

Über einen Magnet dockt das Navi an die Saugnapfhalterung an und fällt leicht ab, wenn man es von der Seite greift – möglicherweise ein Sicherheitsrisiko in Unfallsituationen. Unangenehm fällt die lange Wartezeit bei entladenem Akku auf: Nach Anschluss des Stromsteckers benötigt das F10 dann über sieben Minuten, bis es gestartet ist.

Das Falk F10 beherrscht die Kernkompetenzen eines Navis bis auf gelegentliche Probleme mit dem Map-Matching. Bei der Lernfunktion hat sich Falk ein interessantes Konzept ausgedacht, das sich aber noch bewähren muss.

Für den Einsatz auch abseits der Straße hat Garmin das nüvi 550 wasserdicht und robuster als vergleichbare Navis gebaut. Das Display kann man getrost als Taschenlampe benutzen: Es ist das hellste unter den vorgestellten Navis. Das verlangt dem Akku viel ab, der wohl das größte Manko für den Outdoor-Sportler darstellen dürfte: Der Hersteller gibt bei günstigen Bedingungen eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden an, das ist deutlich weniger als bei Outdoor-Navis. Die werden in der Regel mit überall erhältlichen AA-Batterien betrieben und können Laufzeiten von bis zu 30 Stunden erreichen.

Das Menü ist übersichtlich gestaltet und flott, allerdings reagiert der Touchscreen nur auf festeres Drücken. Ärgerlicherweise sind die Tasten der virtuellen Tastatur auf dem 3,5-Zoll-Display zu klein geraten und bei einigen Dialogen fehlt die deutsche Übersetzung. Im Fußgängermodus führt das Navi durch unwegsames Terrain präzise, zeichnet Tracks auf und zeigt auf der Karte die Zielpeilung. Die fürs Wandern so wichtigen topografischen Karten fehlen. Bei Garmin kosten sie für Deutschland 150 Euro, Kartenmaterial aus anderen Quellen ist nur über Umwege auf das Gerät zu übertragen. Routen und Wegpunkte importiert und exportiert man komfortabel im GPX-Format über die PC-Software. Erprobte Bergsteiger oder Wandersleute vermissen Informationen zur Genauigkeit des GPS-Signals, einen echten Kompass und Details wie die Anzeige der vertikalen und der zum Ziel gutgemachten Geschwindigkeit.

Für Wanderer mit Pkw ist das Garmin nüvi 550 eine Alternative zu Standard-Navis. Pendler und echte Bergsteiger werden aber in beiden Welten Funktionen vermissen.

Für die komplette Bedienung über Sprachbefehle legt Garmin dem nüvi 860TFM eine Funkfernbedienung bei, die der Fahrer mit einem Plastikband ans Lenkrad anbringt. Ein Knopf startet die Spracherkennung, ein zweiter bricht sie ab. So steuert der Fahrer durch die Menüs oder spricht Adressen als Navigationsziel ein, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen. Das gelingt recht zuverlässig, solange kein Radio oder laute Motorengeräusche stören. Bedient man das Gerät doch einmal über das Touch-Display, erweist sich die Menüführung als ziemlich flott.

Mit klar gezeichneten Straßen, Flächen und Anweisungspfeilen bleibt die Kartenansicht auch in komplizierten Verkehrssituationen übersichtlich, allerdings ruckelt sie während der Fahrt. Das Gerät bietet diverse Programme wie MP3-Player, Bildbetrachter, Sprachführer und Wecker sowie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, über die Telefonate auch bei Störgeräuschen gut zu verstehen sind.

Im Scout P_Navigator steckt neben der Navigation ein Merian-Reiseführer. POIs wie Hotels, Restaurants oder Clubs im deutschsprachigen Raum beschreibt das Navi mit informativen Texten und Bildern der Merian- und Feinschmecker-Redaktionen und kennt auch echte Geheimtipps. Bei größeren Sehenswürdigkeiten spielt es mit Texten und Fotos unterlegte Hörspieleinlagen ab.

Damit das üppige Bildmaterial des Touristenführers auf einem kleinen Gerät gut aussieht, hat Merian ein Display mit 640 × 480 Pixeln eingebaut. Leider ist es recht dunkel und zu allem Ärger auch noch spiegelnd. So hat man an sonnigen Tagen Probleme, die Straßenführung zu erkennen.

Die Bedienung des Geräts erfordert einen Blick in die Anleitung, denn die Symbole sind mehrdeutig und nicht beschriftet. Zudem hat Merian einen allzu empfindlichen Touchscreen verbaut. Die Kartenansicht zeigt wenig Details, ruckelt aber dennoch ein wenig.

Bei den Kernkompetenzen bleibt der Merian Scout P_Navigator weit hinter anderen Oberklasse-Navis zurück, aber man erhält den einzigen wirklichen Reiseführer auf dem Markt. Wer das Gerät vor einer Kaufentscheidung erst einmal ausprobieren möchte, kann über test.merianscout.de ein Testgerät für drei Tage anfordern.

Von allen Navis im Prüfstand wartet das Navigon 7210 mit den optisch ansehnlichsten Navigationskarten auf. POIs werden mit aussagekräftigen Symbolen und Logos dargestellt und viele Sehenswürdigkeiten wie Rathäuser, Tierparks oder Schlösser hat Navigon als 3D-Modelle hinterlegt.

Während der Fahrt zeigt das Navigon viele Details, die auf komplizierten Strecken bei der Orientierung helfen. Bei mehrspurigen Straßen weist das Navi die richtige Fahrbahn aus, Ausfahrten visualisiert es entweder als Verkehrsschild oder zeigt Illustrationen der Straßenführung. Diese überlagern die Kartennavigation allerdings für 800 Meter, das ist zu lang und trägt deshalb wenig zur Orientierung bei. Ein Kurvenwarner meldet sich bei gefährlichen Stellen, er nährt sich allerdings aus einer unvollständigen Datenbank. So richtig verlassen kann man sich darum auf den Warner nicht.

Die Bedienung des Navigon 7210 fällt leicht, bei den kleinen Buttons in der unteren Leiste vertippt man sich allerdings hin und wieder. Die Menüs wirken auch deshalb so aufgeräumt, weil Navigon auf Multimedia und andere Zusatzfunktionen verzichtet.

Eine ausgereifte Navigation und ein schickes Design machen das Navigon 7210 zu einem zielsicheren und ansehnlichen Navi, der so kräftig beworbene Kurvenwarner ist aber unzuverlässig.

Das TomTom Go 630 Traffic richtet sich vor allem an Vielfahrer und hält Werkzeuge zum Feintuning bereit. So kann der Fahrer beispielsweise einzelne Streckenabschnitte, Staumeldungen oder Hindernisse bei der Routenkalkulation ausschließen. Fehler im Kartenmaterial korrigiert der Nutzer direkt auf dem eigenen Gerät und kann sie anderen TomTom-Fahrern über die PC-Software zur Verfügung stellen.

Zur Routenberechnung greift das Go 630 auf TMCpro für Verkehrsinformationen und auf IQ Routes zurück, das die günstigste Strecke unter anderem daran festmacht, ob man werktags oder am Wochenende fährt (siehe Navi 2.0). Trotz der zusätzlich zu berücksichtigenden Streckenmerkmale berechnet es auch lange Routen sehr fix.

TomTom hat beim Go 630 die Menüs klar strukturiert, man findet sich schnell zurecht. Zu einer komfortablen Bedienung trägt außerdem das Display bei, das ohne Verzögerung reagiert und selbst leichtes Antippen zuverlässig erkennt. Während der Fahrt gefällt die aufgeräumte Anzeige mit Fahrspurassistent und Geschwindigkeitswarner. Wie das Navigon zeigt das TomTom für Autobahnabfahrten Illustrationen an, auch hier überlagern sie die Karte zu lange.

Das Eingeben von Adressen über die Sprachsteuerung funktioniert nur mäßig, denn das Go 630 versteht Straßennamen und Hausnummern nur unzuverlässig und verlangt bei abschließenden Fragen zur Streckenführung doch wieder ein Tippen auf das Display.

Abgesehen von den Schwächen bei den Sprachanweisungen ist das Go 630 Traffic mit komfortabler Bedienung und vielen Optionen zum Strecken-Feintuning ein zielsicherer Begleiter für Pendler, Vielfahrer und Routentüftler.

Mit dem Go 940 Live bringt TomTom als erster Hersteller ein Navigationsgerät mit eingebauter Mobilfunkkarte auf den deutschen Markt. Telefonieren oder mit einem Browser durchs Web surfen kann man mit der SIM-Karte von Vodafone allerdings nicht, ausschließlich ausgewählte TomTom-Dienste wie der Download aktueller Verkehrsinformationen über HD Traffic (siehe Navi 2.0), Wetterinfos oder eine schnellere Erkennung des GPS-Signals stehen zur Verfügung.

Eine echte Bereicherung für den Fahrer ist die lokale Google-Suche: Für Suchbegriffe liefert sie Ergebnisse aus dem Netz, die in der Nähe oder bei einer eingegebenen Position liegen. Diese sind aktuell und enthalten oft kurze Info-Texte sowie Bewertungen der Google-Gemeinde.

Die Dienste der Vodafone-Karte kann der Fahrer nur auf deutschen Straßen in Anspruch nehmen, in anderen Ländern liegen die Mobilfunkfunktionen brach. Für die ersten drei Monate ist die Mobilfunkverbindung kostenlos; danach verlangt TomTom eine monatliche Gebühr von knapp 10 Euro, recht viel für eine arg eingeschränkte Internetverbindung.

Mit den häufig aktualisierten Verkehrsnachrichten kalkuliert das Navigationsgerät die optimale Strecke während der Fahrt immer wieder neu, was aber in der Regel nur wenige Sekunden dauert und deshalb nicht stört. Bei der Menüführung und dem Erstellen von Routen erweist sich das Go 940 Live als souverän und weist keine wesentlichen Unterschiede zum Go 630 Traffic auf.

Das TomTom Go 940 Live zeichnet sich vor allem durch die Aktualität von Streckeninformationen aus, die es durch Internet und IQ Routes erreicht. Die Audio-Navigation leistet für ein Oberklasse-Navi zu wenig, aber komfortable Bedienung, präzise Navigation und die vielen Möglichkeiten zum Feintuning überzeugen am Ende doch.

Bei den vorgestellten Edel-Navis muss man sich entscheiden, welches zum eigenen Nutzungsprofil passt, denn Geräte, die alle neuen Features vereinen, gibt es noch nicht.

Für Vielfahrer und Pendler eignet sich das TomTom Go 940 Live, denn es beachtet bei der Routenberechnung die Tageszeit und aktuelle Verkehrsdaten per Mobilfunk. Für 100 Euro weniger gibt es das bis auf das Kartenmaterial, Beschleunigungssensor und Multimedia identische Go 740 Live. Wem das immer noch zu teuer ist, der erhält mit dem Go 630 Traffic für 300 Euro ein Navi ohne monatliche Mobilfunkgebühr, das bei Staumeldungen zwar nicht ganz so aktuell ist, aber wie das 940 Live die Tageszeit berücksichtigt. Das leistet auch das Falk F10, sofern das Gerät in Zukunft tatsächlich von den Fahrerfahrungen anderer Nutzer profitiert.

Vielen ist die komfortable Navigation durch übersichtliche Menüs ein wichtiges Argument bei der Kaufentscheidung, in dieser Kategorie sind die beiden TomToms ungeschlagen. Alternativ bietet sich das 860TFM von Garmin an, das komplett mit Sprache bedient werden kann.

Wer das abstrakte Kartenmaterial von Standard-Navis nur schwer mit der Realität in Verbindung bringt und sich in komplexen Straßensituationen mehr Hinweise wünscht, greift beim 350 Euro teuren Navigon 7210 zu. Mit seinen schick aufbereiteten Karten und hohem Informationsgehalt auf unübersichtlichen Straßen erweist es sich als aufmerksamer Beifahrer. Ist der Umgang mit Karten generell ein Problem, sollte man sich das Blaupunkt Travelpilot 700 anschauen, denn im Videomodus verzichtet es auf die Karten-Ansicht und legt eine Pfeilnavigation auf das tatsächliche Straßenbild.

Als On- und Offroad-Mischling ist das Garmin nüvi 550 für 350 Euro ein ordentliches Gerät für Gelegenheitsfahrer und -wanderer. Allerdings spart man mit dem Kauf von einem statt zwei Geräten kein Geld, denn ein günstiges Mittelklasse-Navi fürs Auto und ein funktionsreicheres Einsteiger-Handheld kosten zusammen knapp den Preis des nüvi 550. Im Merian Scout P_Navigator finden Reiselustige den einzigen echten Reiseführer auf dem Navi-Markt. Weil die Navigationsfunktionen aber eher spartanisch sind, erscheint der Preis von 800 Euro recht hoch. (acb)

Top-Navis (Teil 1)
Produkt Travelpilot 700 F10 nüvi 550 allround nüvi 860TFM
Hersteller Blaupunkt Falk Garmin Garmin
Lieferumfang KFZ-Halterung, Autoladekabel, TMC-Antenne, Netzladekabel, USB-Kabel, Anleitung, DVD mit Kartenmaterial, Stereo-Kopfhörer mit Mikrofon, Videokabel, Adapter für Steckdosen in Großbritannien KFZ-Halterung, Autoladekabel, TMC-Antenne, USB-Kabel, Netzteil, Anleitung, DVD mit Kartenmaterial KFZ-Halterung, Autoladekabel, Armaturenbrett-halterung, Kurzanleitung KFZ-Halterung, Autoladekabel mit integrierter TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, Armaturenbrett-halterung, Funkfern-bedienung, Kurzanleitung
Kartenmaterial 42 Länder Europas (Tele Atlas) 44 Länder Europas (Navteq) 33 Länder Europas (Navteq) 33 Länder Europas (Navteq)
Kartenkorrektur-Funktion v (nur online)
Karten-aktualisierungen Preis noch nicht festgelegt 2 Jahre kostenlos, dann 100 EUR/2 Jahre 80 EUR pro Karte 100 EUR pro Karte
Navi-Software Travelpilot Falk Navigator 8 Garmin Garmin
GPS-Chip Sirf Titan GloNav k. A. k. A.
Display 4,3", 480 × 272 (127 dpi), resistiv, matt 4,3", 480 × 272 (127 dpi), resistiv, matt 3,5", 320 × 240 (113 dpi), resistiv, matt 4,3", 480 × 272 (127 dpi), resistiv, matt
interner Flash-Speicher 8 GByte 3 GByte 2 GByte 4 GByte
Schnittstellen 3,5 mm Klinke, Mini USB, GPS-Antenne, AV in/out 3,5-mm-Klinke, Mini-USB Mini-USB 3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB
Bluetooth (Funktionen) v (Freisprechen, Telefonbuch, SMS, Dateitransfer, Audioübertragung, Dial Up) v (Freisprechen, SMS, Kontakte) v (Freisprechen)
FM-Transmitter v v
Sprachsteuerung v (Zieleingabe und Menüsteuerung) v (Zieleingabe und Bluetooth-Handy) v (Zieleingabe und Menüsteuerung)
Staumeldesystem TMC TMCpro – (TMC nachrüstbar) TMC
Routenoptionen schnell, kurz, ökonomisch, ökologisch, Luftlinie, eigene (Mix aus schnell und kurz) schlau, schnell, kurz, ökonomisch, Pkw, Motorrad, Fahrrad, Fußgänger schnell, kurz, Luftlinie, Pkw, Fußgänger, Fahrrad, Scooter, Boot schnell, kurz, Luftlinie, Pkw, Fahrrad, Fußgänger
Routenplaner mit Zwischenzielen v v v v
Navigation nach Karte/ Koordinaten/ Fotos v / v / v – / v / – v / v / v v / v / v
zeitabhängige Routen v
Laufzeit (Herstellerangabe) bis zu 5 h k. A. bis zu 8 h bis zu 4 h
Größe / Gewicht (Haupteinheit) 123 mm × 90 mm × 20 mm, 245 g 118 mm × 82 mm × 17 mm, 177 g 107 mm × 85 mm × 24 mm, 216 g 125 mm × 78 mm × 18 mm, 184 g
austauschbarer Akku (Preis) v (k. A.) v (25 EUR) v (25 EUR)
Sonstiges Video-Navigation, DVB-T, erkennt Verkehrsschilder, Voice Recorder, Text-Editor, Malprogramm, Kamera für Fotos und Videoclips bewertet anhand von Nutzerprofilen Streckenabschnitte neu (Lernfunktion) Geocaching-Funktionen, Wherigo, Umstellung auf verschiedene Koordinaten-systeme, wasserdicht
Preis (Hersteller/Straße) 600 EUR / 560 EUR 400 EUR / 350 EUR 350 EUR / 330 EUR 400 EUR / 370 EUR
v vorhanden   – nicht vorhanden – k.A. keine Angabe
Top-Navis (Teil 2)
Produkt Scout P_Navigator 7210 Go 630 Traffic Go 940 Live
Hersteller Merian Navigon TomTom TomTom
Lieferumfang KFZ-Halterung, Autoladekabel mit integrierter TMC-Wurfantenne, Netzladekabel, Stereo-Kopfhörer, Anleitung, Ledertasche zum Umhängen, Putztuch KFZ-Halterung, Autoladekabel mit integrierter TMC-Wurfantenne, USB-Kabel, DVD, Kurzanleitung, Hülle KFZ-Halterung, Autoladekabel, TMC-Antenne, USB-Kabel, Anleitung, CD KFZ-Halterung, Autoladekabel, Anleitung, CD, Dockingstation für den Rechner
Kartenmaterial 41 Länder Europas (Navteq) 40 Länder Europas (Navteq) 26 Länder Europas (Tele Atlas) 33 Länder Europas sowie USA + Kanada (Tele Atlas)
Kartenkorrektur-Funktion v v
Karten-aktualisierungen 100 EUR pro Karte 20 EUR für die ersten 2 Jahre, dann 100 EUR/2 Jahre 68 EUR/Jahr 68 EUR/Jahr
Navi-Software Elektrobit/Merian Scout Navigon Mobile Navigator 7 TomTom Navigator TomTom Navigator
GPS-Chip Centrality RF SiRF Titan + Instant Fix II Global Locate Global Locate
Display 3,7", 640 x 480 (218 dpi), kapazitiv, spiegelnd 4,3", 480 x 272 (127 dpi), resistiv, matt 4,3", 480 x 272 (127 dpi), resistiv, matt 4,3", 480 x 272 (127 dpi), resistiv, matt
interner Flash-Speicher 4 GByte 2 GByte 2 GByte 4 GByte
Schnittstellen 3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne 3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB 3,5-mm-Klinke, GPS-Antenne, Mini-USB Dockingstation
Bluetooth (Funktionen) v (Freisprechen, Telefonbuch) v (Freisprechen, SMS, Kontakte, Dial Up) v (Freisprechen, SMS, Kontakte, Datentransfer, Dial Up)
FM-Transmitter v v
Sprachsteuerung v (Zieleingabe) v (Zieleingabe) v (Zieleingabe und Menüsteuerung)
Staumeldesystem TMC TMC TMCpro HD Traffic
Routenoptionen schnell, kurz, Pkw, Motorrad, Fahrrad, Fußgänger schnell, optimal, kurz, schön, Pkw (schnell, mittel, langsam), Lkw, Fahrrad, Fußgänger schnell, kurz, Pkw, Fahrrad, Fußgänger schnell, kurz, Pkw, Fahrrad, Fußgänger
Routenplaner mit Zwischenzielen v v v v
Navigation nach Karte/ Koordinaten/ Fotos – / – / – v / – / – v / v / – v / v / –
zeitabhängige Routen v v
Laufzeit (Herstellerangabe) bis zu 3 h k. A. bis zu 5 h bis zu 3 h
Größe / Gewicht (Haupteinheit) 109 mm x 88 mm x 25 mm, 245 g 116 mm x 75 mm x 19 mm, 185 g 119 mm x 85 mm x 26 mm, 219 g 127 mm x 85 mm x 23 mm, 217 g
austauschbarer Akku (Preis) v (30 EUR)
Sonstiges Kurvenwarner, Fahrtenbuch, 3D-Sehens-würdigkeiten Beschleunigungs-sensor
Preis (Hersteller/Straße) 800 EUR / 800 EUR 350 EUR / 315 EUR 300 EUR / 270 EUR 500 EUR / 475 EUR
v vorhanden   – nicht vorhanden – k.A. keine Angabe
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