Lang und breit

Informatikstudium an Deutschlands Universitäten

Wissen | Hintergrund

Angeregt durch den hohen Bedarf an IT-Spezialisten überlegen immer mehr Menschen, das Hobby ‘Computer’ zum Beruf zu machen. Eine vielfältige Auswahl an Studiengängen existiert bereits, aber welcher Studiengang oder welche Uni ist die richtige?

Aufmacher

Seit 1970 kann man Informatik als eigenständiges Studienfach belegen. Seitdem hat sich allerdings einiges geändert; sowohl an der Technik als auch an den Anforderungen der Wirtschaft an die Studienabgänger. Die Universitäten sind bemüht, mit den steigenden Ansprüchen Schritt zu halten und passen Studienpläne und Prüfungsordnungen mit einiger Verzögerung an.

Angetrieben durch den akuten Spezialisten-Mangel in Deutschland gewinnt die Modernisierung des Studiengangs Informatik an Fahrt. Studiengänge wie Medien- oder Geo-Informatik entstehen, neue Abschlüsse orientieren sich an internationalen Gepflogenheiten: Seit kurzem gibt es auch in Deutschland den Bachelor und Master of Science. Mit einer deutlich kürzeren Studiendauer verspricht zumindest ein Bachelor-Studiengang den Geldbeutel der Eltern und der Steuerzahler erheblich zu entlasten. Auch die Überfüllung der Universitäten könnte dadurch gemildert werden.

An Deutschlands Hochschulen wird es inzwischen nämlich eng. Angeregt durch den allerorten intonierten Fachkräftemangel der Industrie strömen die Jugendlichen in die IT-Studiengänge. Dumm nur, dass sie nicht mehr frei unter allen deutschen Hochschulen wählen können. Wegen Überfüllung planen einige Universitäten bereits die Einführung eines Numerus clausus. In Berlin soll er kommendes Wintersemester eingeführt werden, in Dortmund, Darmstadt und vielen anderen Städten finden Diskussionen zu diesem Thema statt. Wirtschaftsinformatik ist in Nordrhein-Westfalen schon jetzt im allgemeinen Auswahlverfahren der ZVS (siehe auch Seite 181).

Die Bundesregierung will 100 Millionen Mark für den Ausbau der Informatikausbildung in Deutschland zur Verfügung stellen. Doch was sich zunächst nach einer großen Summe anhört, entpuppt sich als Tropfen auf den heißen Stein. Darüber entrüstet sich nicht nur Hans Decker, Geschäftsführer des Dekanats Informatik der Dortmunder Uni: ‘Das ist ein Witz. Verteilt auf fünf Jahre und über 100 Hochschulen in Deutschland kommt kaum noch etwas bei den einzelnen Universitäten an. Mit viel Glück reicht es, um einen Professor anzustellen. Steigen die Studentenzahlen auch in diesem Wintersemester wie schon im letzten Jahr, wird unsere Auslastung im kommenden Wintersemester von 150 auf 180 Prozent steigen. Dann werden auch wir nicht mehr ohne eine Zulassungsbeschränkung auskommen’, erläutert Decker weiter. Mittel aus anderen Fachbereichen ließen sich ebenso wenig abzweigen: ‘Das Geld fehlt einfach überall.’ Einige Universitäten greifen zu ungewöhnlichen Mitteln: Die Dekanin des Fachbereichs Informatik der Freien Universität Berlin wünscht sich zum Beispiel zu ihrem Geburtstag eine Spende für die Informatik-Ausbildung; in Göttingen plant man eine Professur durch Sponsoren aus der Industrie zu finanzieren.

Studenten-Absolventen
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Trotz der Probleme werden auch in Zukunft jedes Jahr mehrere tausend Jugendliche an die Universitäten strömen. Immerhin versprechen betriebliche Ausbildungen sowie Kurz- und Aufbaustudiengänge eine Entlastung. Neue Berufsbilder werden auch in den nächsten Jahren hinzukommen, denn die Branche boomt. Ein Ende ist bisher nicht in Sicht.

Alle IT-Studiengänge sind letzten Endes aus der Informatik hervorgegangen. Die Universitäten unterteilen das Fach meist in drei Bereiche: Die praktische Informatik beschäftigt sich mit Themen wie Rechnernetzwerken oder Programmiersprachen und -techniken. Die Grundlagen der E-Technik und des Chipentwurfs sind Teil der technischen Informatik, während die theoretische Informatik sich mit Themen wie Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie auseinander setzt. Den größten Teil des Grundstudiums nimmt aber immer noch - sehr zum Leidwesen vieler Studierender - die Mathematik ein. Fast jeder, der noch vor dem Vordiplom das Studium abbricht, gibt als Grund die schweren Mathe-Vorlesungen an.

Nach dem Vordiplom, das normalerweise nach vier Semestern abgelegt wird, erhält der angehende IT-Spezialist dann die Möglichkeit, seinen Interessen größeren Spielraum zu geben. Dazu wählt er mehrere Vertiefungsfächer aus der Informatik sowie ein Anwendungs- oder Nebenfach, beispielsweise Betriebswirtschaft, Luft- und Raumfahrttechnik oder Architektur. Nach weiteren vier oder fünf Semestern stehen dann die Diplomprüfungen auf dem Plan, gefolgt von einer mindestens sechsmonatigen Diplomarbeit. Mit dieser Arbeit soll der Student beweisen, dass er nach wissenschaftlichen Maßstäben arbeiten kann.

Sofern man es schafft, gemäß der Studienordnung zu studieren, ist die Zeitdauer bis zum Diplom mit acht bis neun Semestern gar nicht so lang. Die zukünftigen Arbeitgeber sehen es aber gerne, wenn der Absolvent eine gewisse Zeit im Ausland verbracht hat oder aber in einem Praktikum erste Erfahrungen sammeln konnte. Auch die Diplomarbeit kann wesentlich länger dauern als geplant. Schließlich ist auch gelegentliches Jobben mit dafür verantwortlich, dass die durchschnittliche Studiendauer in Deutschland bei etwa 14 Semestern liegt.

Kein Wunder also, dass die Industrie kürzere Studiengänge fordert. Klar ist aber auch, dass dann nicht das gleiche Wissen vermittelt werden kann, weshalb auch an deutschen Universitäten zunehmend neue Abschlüsse eingeführt werden. Den Titel des Bachelor of Science in Computer Science kann man zum Beispiel nach nur drei Jahren erwerben. Der aus England importierte Abschluss setzt ein wesentlich praxisorientierteres Studium voraus und ist international anerkannt. Neben den wichtigsten theoretischen Kenntnissen erhält der Student in einem Praxissemester und begleitenden Vorlesungen wie Medientechnik oder Medizin anwendungsorientiertes Wissen, um sofort auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Interessant ist diese Lösung also für alle, die keine Forschungslaufbahn anstreben.

Wer dann noch nicht direkt ins Berufsleben starten möchte, kann nach weiteren eineinhalb bis zwei Jahren den Master of Science erwerben. Dieser Abschluss ist in etwa mit dem deutschen Diplom vergleichbar. In den zusätzlichen Semestern wird verstärkt Wert auf die theoretische Ausbildung gelegt. Danach steht dann auch der Weg in die Forschung offen. Die beiden neuen Abschlüsse sollen das Diplom erst längerfristig ersetzen und bis dahin nur ergänzen. Master und Bachelor müssen nicht unbedingt im gleichen Studiengang erworben werden. Wer einen Bachelor in allgemeiner Informatik hat, kann beispielsweise später auch Master in Medientechnik werden.

Durch den immer breiteren Einsatz von Computern entstehen ständig neue Berufe. Unter einigen kann sich kaum einer etwas vorstellen; für den ‘Web-Reporter’ zum Beispiel gibt es noch nicht einmal eine definierte Ausbildung. Andere Bereiche konnten sich bereits etablieren und wurden als eigenständiges Fach an den Universitäten aufgenommen. Oftmals bilden diese Fächer eine Verschmelzung von bereits vorhandenen Disziplinen wie etwa die medizinische Informatik, die sich um Lösungen für den Einsatz von Computern in der Humanmedizin bemüht. Im Hauptstudium bietet sie Themen wie medizinische Bildverarbeitung und Biokybernetik. Wer schließlich ‘Diplom-Informatiker der Medizin’ ist, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Ähnlich verhält es sich mit der Bioinformatik. Die Forschung in der Biologie, Chemie und Pharmazie findet in immer höherem Maße unter Einsatz von Computern statt, beispielsweise die Sequenzierung des menschlichen Genoms. Dabei kommen verschiedene Teilgebiete der Informatik zum Einsatz: Mustererkennung, neuronale Netze, Computergrafik, Datenbanken, Robotik und Automatisierungstechnik, um nur einige zu nennen. Der Absolvent soll in seinem Berufsleben Wissenschaftler der Chemie, Biologie und Pharmazie beim Einsatz der IT-Technik unterstützen und passende Lösungen für diese Bereiche entwickeln.

Auch in die Geowissenschaften hat der Computer mittlerweile Einzug gehalten. Geoinformatik befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung von Methoden zur computergestützten Lösung von Aufgaben der Geologie, Geografie und Landesökologie. Anwendungsgebiete erschließen sich dabei im Vermessungs- und Katasterwesen, in Kartografie, Stadt- und Regionalplanung, Umweltüberwachung, Land- und Forstwirtschaft und auch in militärischen Bereichen.

Eine besondere Art der interdisziplinären Ausbildung stellt die angewandte Informatik dar. Hier kann der Student nicht nur ein, sondern mehrere Nebenfächer wählen. Dazu zählen unter anderem Fächer aus Technik, Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft oder Biologie. Die Berufsaussichten sind für solche Allround-Talente besonders gut.

Besonders bekannt dürfte der Studiengang Wirtschaftsinformatik aufgrund seines Alters sein, dessen Absolventen auf kaufmännische Anwendungen spezialisiert sind. Dazu gehören Fächer wie Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, aber auch Zivil- und Wirtschaftsrecht. Mehr als in allen anderen Ausprägungen des Fachs liegt hier der Schwerpunkt auf der Mathematik.

Besonders jung ist die Medieninformatik. Sie verknüpft den Entwurf komplexer Anwendungssysteme mit den gestalterischen Aspekten multimedialer Präsentation von Informationen. Die Aufgaben der Medieninformatiker bestehen beispielsweise in der Planung und Implementierung von Internet-Inhalten, interaktiven CD-ROMs oder der Entwicklung von Computer-Effekten für Film und Fernsehen. Auch der wachsende Markt des E-Commerce spielt in diesem Studiengang eine Rolle. Neben den traditionellen Fächern der Informatik und Mathematik enthält er deshalb Vorlesungen zu Design und Computergrafik.

Wer sich noch mehr auf den Bereich der Computergrafik spezialisieren möchte, sollte sich Computervisualistik genauer ansehen. Die Studenten werden hier auf Berufe vorbereitet, die den systematischen Umgang mit Bildern und Computern fordern. Neben den traditionellen Bereichen der Informatik kommen deshalb besonders Themen wie Bildverarbeitung und Mustererkennung zur Sprache. Einen anderen Zugang zu Bildern vermitteln darüber hinaus Vorlesungen der Geistes- und Erziehungswissenschaften. Ein einsemestriges Berufspraktikum ist im Unterschied zu anderen Studiengängen bereits eingeplant. Der Aufgabenbereich der Absolventen erstreckt sich später auf den Bereich der neuen Medien, aber auch auf die Forschung. Gerade bei der Umweltüberwachung haben zum Beispiel die Visualisierungen des Ozonlochs zu einem besseren Verständnis des Problems beigetragen. Darüber hinaus werden die Diplom-Ingenieure der Computervisualistik aber auch von Filmproduzenten oder im Bereich Virtual Reality gesucht.

Nicht nur die Unterhaltungsindustrie hat einen wachsenden Bedarf an Informatikern. Immer mehr Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft profitieren von anspruchsvollen Computeranwendungen. Wer sich von vornherein für einen maßgeschneiderten Studiengang entscheidet, dürfte sich nachher einen Arbeitgeber aussuchen können. (mst)

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Viele Universitäten werben um Studienanfänger mit interessanten Fächerkombinationen und guter technischer Ausstattung. Aber wie steht es mit der Qualität der Ausbildung? Wie viele Studenten hat ein Professor zu betreuen und wie motiviert sind diese bei ihrer Arbeit?

Auf diese Fragen geben die Universitäten keine direkte Auskunft. Um trotzdem eine gute Wahl zu treffen, kann man sich der so genannten Uni-Rankings bedienen. In regelmäßigen Abständen veröffentlichen zum Beispiel die Magazine ‘Der Spiegel’ und der Stern-Ableger ‘Start’ ihre in Umfragen gesammelten Ergebnisse. Sie befragen sowohl Studenten als auch Professoren.

Durch die unterschiedlichen Bewertungsschwerpunkte der Studien kommt es teilweise zu sehr unterschiedlichen Noten. Start fragte die Studenten nach der durchschnittlichen Semesterzahl bis zum Diplom sowie der internationalen Ausrichtung und Güte des Lehrangebots. Für jeden Bereich wurden von den Studenten Einzelnoten vergeben, die zu einer Gesamtnote zusammengefasst wurden. Die Endnoten entschieden dann über die Platzierung in der Uni-Rangliste. Der Spiegel wollte wissen, wie sich die Dozenten verhalten, wie voll die Hörsäle sind und wie gut das Lehrangebot und die Ausstattung der Universitäten ist. Analog zu Start wurden die Einzelnoten der Studenten zusammengefasst und für die Erstellung einer Rangliste verwendet. Zusätzlich fragte der Spiegel die Professoren, an welcher Universität sie ihre eigenen Kinder studieren lassen würden und vor welchen Hochschulen sie warnen. Der Dozenten-Tipp ging nicht in die Rangliste ein, sondern wurde getrennt ausgewertet.

Die Noten geben einen wichtigen Anhaltspunkt, der bei der Hochschulwahl helfen kann. Unabhängig von den Rankings ist es aber auch sinnvoll, die Situation selbst in Augenschein zu nehmen und mit Studenten zu sprechen. Viele Fachbereiche veranstalten regelmäßige Treffen, auf denen auch Nicht-Studenten gerne gesehen sind. Hier bietet sich die Möglichkeit, die Betroffenen selbst mit den Ergebnissen der Rankings zu konfrontieren und genauere Einblicke in die aktuelle Situation zu erhalten.

Wenn man sich die Bewertungen beider Untersuchungen genauer betrachtet, fällt auf, dass überwiegend kleinere Universitäten wie Ilmenau, Clausthal, Magdeburg oder Ulm auf den vorderen Plätzen landen. Renommierte Hochschulen wie München oder Heidelberg erhalten von Studentenseite dagegen eher schlechte Noten. Grund dafür ist die wesentlich persönlichere Betreuung an den kleineren Fakultäten.

Größtenteils stimmen die Ergebnisse beider Umfragen überein; es lassen sich aber gegensätzliche Meinungen auf Professoren- und Studenten-Seite finden: Die vom Spiegel befragten Professoren warnten unisono vor der Universität Bremen. Die Studenten hingegen bewerteten ihre Universität sowohl in der Start- als auch der Spiegel-Umfrage mit der Note 1,9. Die größten Abweichungen der Studentenmeinungen gibt es im oberen Bereich der Rangliste: Unter der Hitliste der ersten fünf Universitäten finden sich nur zwei, die in beiden Ranglisten weit oben auftauchen: Bremen und Rostock. Ulm, in Start auf Platz vier, musste sich im Spiegel mit einem mageren 23. Platz zufrieden geben.

Die letzten Umfragen wurden in der Spiegel-Ausgabe 15/1999 veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser Umfrage sind auch in unserer [#k3 Tabelle] auf Seite 193 enthalten. Das Heft kann unter der Telefonnummer 0 40/30 07-29 66 oder per E-Mail an nachbestellung@spiegel.de geordert werden. Das Fach Informatik wurde zudem in der Start-Ausgabe von 1999 durchleuchtet, die unter 0 40/37 03-0 bestellt werden kann.

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Der Sprung vom Studentenleben in die Berufswelt erschreckt immer noch viele Studenten, bedeutet dieser Schritt doch meist Abschied nehmen von gewohnten und anpassen an neue Verhaltensweisen. Der Wille des Chefs steht dann über dem eigenen, so die Befürchtungen. Das muss allerdings nicht immer so sein: Aus einer guten Idee während des Studiums kann ein nach eigenen Vorstellungen gestaltetes Unternehmen heranwachsen, in dem man selbst das Ruder in der Hand hat.

Marcel Odendahl
Marcel Odendahl aus Braunschweig hat im Wintersemester 1993/94 mit dem Informatik-Studium begonnen. Erste Erfahrungen mit der Berufswelt sammelte er schon während des Studiums in zahlreichen Praktika und Nebenjobs. Durch einen glücklichen Zufall lernte er dann Anfang 1999 in einer Uni-Kneipe seinen zukünftigen Geschäftspartner kennen. Manfred Miller hatte eine Geschäftsidee, suchte aber noch nach einem Informatiker, der seine Pläne in die Wirklichkeit umsetzen konnte. Odendahl war begeistert und so gründeten beide im September 1999 die Firma NORDSYS, die sich seitdem in ihrem Kerngeschäft um die Bereiche E-Commerce, IT-Consulting, Datenbanken und Netzwerke kümmert. Die Idee, die letztlich zur Gründung der NORDSYS geführt hat, baut zwar auf die Kernpunkte der Geschäftstätigkeit, mit ihr wollen die beiden Unternehmensgründer jedoch einen ganz neuen Markt im Internet erschließen.

Das Konzept kam auch bei Außenstehenden so gut an, dass das Start-up-Unternehmen bereits vier Preise bei Gründungswettbewerben entgegennehmen konnte. Die Preisgelder investieren die Jung-Unternehmer in den Ausbau ihrer Firma. Wie bei vielen Neugründungen reicht eine Idee alleine nicht aus, sie muss auch entsprechend finanziert sein. Erste Gespräche mit Investoren laufen bereits und gleichzeitig arbeiten die beiden an der Umsetzung ihrer Pläne. ‘Es ist für ein so junges Unternehmen schon eine ganz schöne Anstrengung, die Gründungsphase aus eigener Kraft zu finanzieren und gleichzeitig auch noch ein neues Produkt zu entwickeln’, resümiert Odendahl. Mittlerweile hat die Firma schon sieben freie Mitarbeiter für Programmierung und Grafik engagiert und ein Umzug in neue Firmenräume steht kurz bevor, inklusive der ersten Festanstellungen.

Die Zeichen stehen also auf Expansion, deswegen haben beide auch alle Hände voll zu tun: Miller hat die Organisation und das Marketing übernommen, während Odendahl sich um die Programmierung kümmert. Dabei greift er oftmals auf das im Studium vermittelte Wissen zurück: ‘Durch das Studium habe ich vor allem gelernt, strukturiert zu arbeiten, was bei größeren Projekten sehr hilfreich ist.’ Er ist aber trotzdem davon überzeugt, dass auch Praktika an Universitäten oder in Betrieben einen wichtigen Teil zur Ausbildung beitragen, der durch die Professoren nicht vermittelt werden kann. ‘Im Hauptstudium habe ich neben den Vorlesungen auch zwei Praktika in unterschiedlichen Bereichen der Uni absolviert, die mir persönlich eine Menge an neuem Wissen gebracht haben. Vor allem der krasse Unterschied zu den Aufgabenstellungen im restlichen Studium war sehr interessant.’

Das Beispiel zeigt, dass eine Firmengründung durchaus schon zu Studienzeiten erfolgreich verlaufen kann. Man kann dabei allerdings leicht das Ziel des Studiums aus den Augen verlieren.

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Universitäten mit IT-Studiengängen
PLZ Hochschulname Studienfächer Diplom Bachelor Master Spiegel-
Gesamt-
note1
Telefon Homepage
01069 Technische Universität Dresden Computational Logic, Informatik, Informationssystemtechnik, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik + + + 2,50 03 51/
46 3-0
www.tu-dresden.de
03044 Brandenburgische Technische Universität Cottbus Informatik + - - -2 03 55/
69-0
www.tu-cottbus.de
04109 Universität Leipzig Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - 2,47 03 41/
97-10 8
www.uni-leipzig.de
06108 Martin-Luther-
Universität Halle-Wittenberg
Informatik, Wirtschaftsinformatik, Bioinformatik + - - -2 03 45/
55 2-0
www.uni-halle.de
07743 Friedrich-Schiller-
Universität Jena
Informatik + - - 1,91 0 36 41/
93-00
www.uni-jena.de
09111 Technische Universität Chemnitz Informatik, Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - 2,14 03 71/
53 1-0
www.tu-chemnitz.de
10117 Humboldt-Universität zu Berlin Informatik + - - 2,31 0 30/
20 93-0
www.hu-berlin.de
10623 Technische Universität Berlin Informatik + - - 3,07 0 30/
31 4-0
www.tu-berlin.de
14195 Freie Universität Berlin Informatik + - - 3,62 0 30/
83 8-1
www.fu-berlin.de
14469 Universität Potsdam Informatik + - - 2,20 03 31/
97 7-1 22 0
www.uni-potsdam.de
18051 Universität Rostock Informatik, Wirtschaftsinformatik + + + 2,02 03 81/
49 8-0
www.uni-rostock.de
20146 Universität Hamburg Informatik, Wirtschaftsinformatik + + - 2,24 0 40/
42 83 8-1
www.uni-hamburg.de
21073 Technische Universität Hamburg-Harburg Informatik + + + -2 0 40/
42 87 8-0
www.tu-harburg.de
23538 Medizinische Universität zu Lübeck Informatik + - - -2 04 51/
50 0-0
www.mu-luebeck.de
24118 Christian-Albrechts-
Universität zu Kiel
Informatik, Ingenieurinformatik + - - 2,98 04 31/
88 0-0 0
www.uni-kiel.de
26129 Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Informatik + - - 2,34 04 41/
79 8-0
www.uni-oldenburg.de
28359 Universität Bremen Informatik + - - 1,94 04 21/
21 8-1
www.uni-bremen.de
30167 Universität Hannover Informatik, Angewandte Informatik, Bauinformatik + - - 2,09 05 11/
76 2-0
www.uni-hannover.de
33098 Universität-
Gesamthochschule Paderborn 3
Informatik, Ingenieurinformatik, Wirtschaftsinformatik + + + 3,05 0 52 51/
60-0
www.uni-paderborn.de
33615 Universität Bielefeld Informatik + - - 2,53 05 21/
10 6-0 0
www.uni-bielefeld.de
35032 Philipps-Universität Marburg Informatik + - - 2,49 0 64 21/
28-0
www.uni-marburg.de
37073 Georg-August-
Universität Göttingen
Wirtschaftsinformatik + - - -2 05 51/
39-0
www.uni-goettingen.de
38106 Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig Informatik, Wirtschaftsinformatik, Informations-Systemtechnik, Computational Sciences in Engineering + - + 2,57 05 31/
39 1-0
www.tu-bs.de
38678 Technische Universität Clausthal Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - 1,87 0 53 23/
72-0
www.tu-clausthal.de
39106 Otto-von-Guericke-
Universität Magdeburg
Computervisualistik, Informatik + - - 1,73 03 91/
67-01
www.uni-magdeburg.de
44227 Universität Dortmund Informatik + - - 2,68 02 31/
75 5-1
www.uni-dortmund.de
44801 Ruhr-Universität Bochum Informationstechnik + - - -2 02 34/
70 0-1
www.ruhr-uni-bochum.de
45141 Universität -
Gesamthochschule Essen 3
Wirtschaftsinformatik + - - -2 02 01/
18 3-1
www.uni-essen.de
48149 Westfälische Wilhelms-Universität Münster Geoinformatik, Wirtschaftsinformatik + + + -2 02 51/
83-0
www.uni-muenster.de
50931 Universität zu Köln Wirtschaftsinformatik + - - -2 02 21/
47 0-0
www.uni-koeln.de
52062 Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen Informatik + - - 2,57 02 41/
80-1
www.rwth-aachen.de
53113 Rheinische Friedrich-Wilhelms-
Universität Bonn
Informatik + - - 2,62 02 28/
73-1
www.uni-bonn.de
54296 Universität Trier Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - -2 06 51/
20 1-0
www.uni-trier.de
55124 Universität Koblenz-Landau Computervisualistik, Informatik + - - 2,10 0 61 31/
37 46 0-0
www.uni-koblenz.de
57072 Universität - Gesamthochschule Siegen 3 Wirtschaftsinformatik, Technische Informatik + - - -2 02 71/
74 0-1
www.uni-siegen.de
58097 FernUniversität - Gesamthochschule Hagen 3 Informatik + - - -2 0 23 31/
98 7-01
www.fernuni-hagen.de
60325 Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main Informatik + - - 2,38 0 69/
79 8-1
www.uni-frankfurt.de
64289 Technische Universität Darmstadt Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - 2,35 0 61 51/
16-0
www.tu-darmstadt.de
66123 Universität des Saarlandes (Saarbrücken) Informatik + - - 2,15 06 81/
30 2-0
www.uni-sb.de
67663 Universität Kaiserslautern Informatik, Angewandte Informatik, Technoinformatik + - - 2,06 06 31/
20 5-0
www.uni-kl.de
68131 Universität Mannheim Wirtschaftsinformatik, Technische Informatik + + - -2 06 21/
29 2-0
www.uni-mannheim.de
69117 Ruprecht-Karls-
Universität Heidelberg
Medizinische Informatik + - - -2 0 62 21/
54-0
www.uni-heidelberg.de
70174 Universität Stuttgart Informatik, Softwaretechnik + - - 2,47 07 11/
12 1-0
www.uni-stuttgart.de
72074 Eberhard-Karls-
Universität Tübingen
Bioinformatik, Informatik + - - 2,39 0 70 71/
29-0
www.uni-tuebingen.de
76131 Universität Fridericiana zu Karlsruhe Informatik + - - 2,32 07 21/
60 8-0
www.uni-karlsruhe.de
79085 Albert-Ludwigs-
Universität Freiburg im Breisgau
Informatik + - - 2,12 07 61/
20 3-0
www.uni-freiburg.de
80333 Technische Universität München Informatik + - - 2,47 0 89/
28 9-2 22 00
www.tu-muenchen.de
80539 Ludwig-Maximilians-
Universität München
Informatik + - - 2,33 0 89/
21 80-0
www.uni-muenchen.de
85579 Universität der Bundeswehr München Informatik + - - -2 0 89/
60 04-1
www.unibw-muenchen.de
86159 Universität Augsburg Informatik + - - -2 08 21/
59 8-1
www.uni-augsburg.de
89081 Universität Ulm Informatik + + + 2,39 07 31/
50 2-01
www.uni-ulm.de
91054 Friedrich-Alexander-
Universität Erlangen-Nürnberg
Informatik, Wirtschaftsinformatik + - - 2,21 0 91 31/
85-0
www.uni-erlangen.de
93053 Universität Regensburg Wirtschaftsinformatik + - - -2 09 41/
94 3-01
www.uni-regensburg.de
94032 Universität Passau Informatik, Medizinische Informatik + - - 2,19 08 51/
50 9-0
www.uni-passau.de
95447 Universität Bayreuth Informatik + - - -2 09 21/
55-0
www.uni-bayreuth.de
96047 Otto-Friedrich-
Universität Bamberg
Wirtschaftsinformatik + - - -2 09 51/
86 30
www.uni-bamberg.de
97070 Bayerische Julius-Maximilians-
Universität Würzburg
Informatik + - - 2,78 09 31/
31-0
www.uni-wuerzburg.de
98693 Technische Universität Ilmenau Informatik, Ingenieurinformatik, Wirtschaftsinformatik + - - 2,06 0 36 77/
69-0
www.tu-ilmenau.de
1 Noten der Umfrage des Magazins ‘Der Spiegel’ von 1999, siehe Kasten ‘[#k1 Uni-TÜV’ ]
2 Nicht in der Umfrage erfasst
3 Bieten auch Fachhochschul-Studiengänge an, siehe Tabelle Seite 184

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