Linux: Monitor drahtlos anbinden

Schlangen vermeiden

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In der c’t 9/2020 berichteten wir über den Betrieb von Linux mit mehreren Monitoren. Für eine drahtlose Monitoranbindung unter Ubuntu fehlt allerdings eine Lösung. Oder?

Ich habe Ihren Artikel zum Betrieb von Linux mit mehreren Monitoren interessiert gelesen („Gute Aussichten“, c’t 9/2020). Dazu fehlt mir unter Ubuntu eine Lösung, wie ich einen Monitor drahtlos anbinde. Ich benötige das für Präsentationsbildschirme und für Schulungen. Haben Sie eine Lösung?

Dies gelingt recht einfach mit einem Chromecast-Empfänger und dem Browser Chrome beziehungsweise dessen Open-Source-Pendant Chromium. Installieren Sie Chromium beispielsweise unter Ubuntu über die Software-Verwaltung. Wählen Sie anschließend „Streamen“ aus dem Menü oben rechts. Dort werden Cast-Geräte aus ihrem lokalen Netzwerk aufgelistet – neben dedizierten Chromecast-Empfängern auch Fernseher mit ­integriertem „Google Cast“.

Mit der Schaltfläche „Quellen“ bestimmen Sie, was gestreamt wird: Zur Auswahl stehen Browser-Tabs, (Multimedia-)Dateien und der Desktop. Um die Übertragung zu starten, klicken Sie auf den ­gewünschten Chromecast-Empfänger. Haben Sie den Desktop als Quelle gewählt, fragt ein Dialog, ob Sie ein einzelnes Anwendungsfenster oder den gesamten Bildschirm übertragen wollen. Bei mehreren angeschlossenen Bildschirmen müssen Sie sich für einen entscheiden.

Während der Übertragung erscheint das Chromecast-Symbol in der Symbolleiste und leuchtet blau. Klicken Sie noch mal auf den Namen des Chromecast-­Gerätes, um das Streamen zu beenden. Möchten Sie öfter Inhalte mit Chromium streamen, dann können Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol klicken und im Kontextmenü „Symbol immer anzeigen“ auswählen. So haben Sie schnell ­Zugriff auf die Funktion. (ktn)

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