Mit acht Mikrofonen gegen Lärm: Bose Noise Cancelling Headphones 700 ausprobiert

Mit acht Mikrofonen gegen Lärm: Bose Noise Cancelling Headphones 700 ausprobiert

Test & Kaufberatung | Hands-on

Boses QC-Kopfhörer sind etwas in die Jahre gekommen. Die Noise Cancelling Headphones 700 sehen frischer aus - aber hören sie sich auch besser an?

Noise-Cancelling-Kopfhörer sind nicht nur auf Langstreckenflügen allgegenwärtig, sondern inzwischen auch in vielen (Großraum-)Büros. Mit seinen QC-Hörern war Bose in diesem Marktsegment lange nahezu ohne Konkurrenz, inzwischen gibt's aus mehreren Richtungen Gegenwind: So bietet Sony beispielsweise mit seinen XM-Modellen sehr gutes Noise-Cancelling und guten Klang.

Mit den ab sofort für 400 Euro erhältlichen Noise Cancelling Headphones 700 (im folgenden NC700 genannt) frischt Bose das Design grundlegend auf; schließlich wirkt das Äußere der QC-Modelle inzwischen etwas angestaubt. Auch das zuvor aktuelle Topmodell QC 35 II von 2017 kann seine Designverwandtschaft zu den fast 20 Jahre alten ersten QC-Modellen nicht verleugnen. Laut Bose löst der NC700 den QC 35 II übrigens nicht ab, das QC-Modell bleibt vorerst im Handel. Der QC 35 II ist deutlich günstiger, man bekommt ihn zurzeit für rund 260 Euro.

Im Vergleich zum QC35 II (Mitte) wirkt das Design des NC700 deutlich frischer. Der neue Kopfhörer ist in zwei Farben erhältlich.

Der neue NC700 wirkt nicht nur filigraner als der QC35 II, sondern besteht auch aus edleren Materialien. Der Kopfbügel ist aus Edelstahl, die am Kopf aufliegenden Stellen sind mit weichem Silikonmaterial ausgekleidet. Die Ohrpolster bestehen nach wie vor aus Kunstleder. Bei einem kurzen Probelauf empfanden wir den NC700 als mindestens genauso angenehm auf dem Ohr wie den QC 35 II.

Wichtigste technische Neuerung ist das Noise-Cancelling bei Anrufen. Das bedeutet, dass nicht nur der Kopfhörerträger in den Genuss gedämpftem Umgebungslärms kommt, sondern auch der Gesprächspartner bei Telefonaten oder Videoanrufen. Bei einer kurzen Demo unter Idealbedingungen klappte das beeindruckend gut, ob die Funktion immer so gut funktioniert, werden wir noch testen. Zum Einsatz kommen im NC700 insgesamt 8 Mikrofone, wovon zwei alleine fürs Telefonieren zuständig sind.

Über ein Touchfeld steuert man beim NC700 die Musikwiedergabe.

Über ein Touchfeld an der rechten Außenseite des NC700 lässt sich der über Bluetooth gekoppelte Audioplayer fernsteuern: Wischbewegungen nach oben und unten ändern die Lautstärke, Seitwärtswischer wechseln zum vorherigen oder nächsten Lied, ein Doppeltipp pausiert die Wiedergabe. Die Touchsteuerung funktionierte in unserem Probelauf angenehm zuverlässig.

Ansonsten ähneln sich QC 35 II und NC700: Bei beiden Modellen gibt Bose die Akkulaufzeit mit 20 Stunden an, beide unterstützen digitale Assistenten (Amazon Alexa, Google Asssistant und Apple Siri). Beide beherrschen die Bluetooth-Codecs SBC und AAC, AptX können beide nicht.

Nett: Die Noise-Cancelling-Intensität lässt sich nun in 11 Stufen von 0 bis 10 einstellen. Stufe 0 klingt ohne Musikwiedergabe fast so, als hätte man keine Kopfhörer auf. Drei Stufen lassen sich direkt am Gerät mit einem Knopf auf der (Bild: c't / jkj)

Nett: Die Noise-Cancelling-Intensität lässt sich nun in 11 Stufen von 0 bis 10 einstellen. Stufe 0 klingt ohne Musikwiedergabe fast so, als hätte man keine Kopfhörer auf. Drei Stufen lassen sich direkt am Gerät mit einem Knopf auf der linken Seite durchschalten; voreingestellt sind die Stufen 0, 5 und 10. Andere Werte lassen sich in der "Bose Music"-App für Android und iOS festlegen. Für den Betrieb der App muss man einen Bose-Account erstellen und außerdem den Standortzugriff erlauben.

In Sachen Klangqualität und Noise Cancelling (für den Hörer) ähnelten sich QC35 II und NC700 bei unserem kurzen Probelauf recht stark. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass der NC700 die Umgebungsgeräusche eine Idee besser dämpft. Im Vergleich zum Sony XM-1000XM3 wirkte die Basswiedergabe etwas schwächer und die Höhen etwas brillanter – ein fundierteres Urteil folgt im Test im c't Magazin.

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