Musik, zwei, drei, vier ...

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Sounds abspielen, aufnehmen, bearbeiten und produzieren, CDs grabben und den MP3-Player bestücken – die wichtigsten Werkzeuge für derartige Aufgaben sind bei Linux-Distributionen schon im Lieferumfang enthalten oder im Handumdrehen nachgerüstet.

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Vorabdruck aus dem c't Special Linux 1/08 Dieser Artikel ist ein Vorabdruck aus dem c't-Special Linux 1/08, das am 13. November erscheint. Das Sonderheft kostet 8,50 Euro und ist ab dem 19.11. am gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Ab sofort kann es über den heise-Kiosk bestellt werden.


Multimedia, hört man immer wieder, gehöre zu den Bereichen, in denen Linux noch Schwächen zeigt. Zumindest im Audiobereich ist das längst nicht mehr wahr: Eine große Zahl an einfach zu bedienenden Tools bietet alles, was man braucht, um Musik auf die Platte zu kriegen, zu bearbeiten, zu verwalten und abzuspielen.

In diesem Jahr konnten die Entwickler des Audio-Editors Audacity eine besondere Auszeichnung einheimsen: Die Nutzer der Developer-Webseite SourceForge.net wählten das Programm zum besten Projekt in der Sparte Multimedia. Die Popularität ist sicher zu einem guten Teil auf die einfache Bedienung zurückzuführen. Zwar ist das Programm bei weitem nicht so flexibel und mächtig wie die ausgewachsene Studiolösung Ardour (siehe Seite 104), dafür fällt der Einstieg aber deutlich leichter. Und selbst wenn man zum Bearbeiten größerer Mehrspurprojekte später auf Ardour umsteigen sollte, leistet Audacity als Datei-Editor immer noch gute Dienste.

Audacity: Zwitter zwischen Audio-Editor und Mehrspur-Recorder (zum Vergrößern anklicken).

Ubuntu 7.10 enthält Audacity im Universe-Repository, zum Installieren verwendet man "Anwendungen hinzufügen/entfernen" oder die Software-Verwaltung Synaptic. Das Universe Repository stellt die aktuelle Entwicklerversion 1.3.3 bereit, die für den täglichen Einsatz durchaus stabil genug läuft. Wenn es trotzdem Probleme geben sollte: Die Audacity-Homepage hält auch die ältere, stabile Version 1.2.6 zum Download vor.

Die großen Transportknöpfe unter der Menüleiste erledigen die üblichen "Tapedeck"-Funktionen Pause, Start, Stop, Spulen und Aufnahme. Daneben befindet sich der Audacity-Werkzeugkasten. Es gibt fünf Einzel- und ein Kombiwerkzeug: Das Auswahlwerkzeug dient dazu, Bereiche etwa zum Ausschneiden zu markieren. Mit dem Hüllkurvenwerkzeug kann man Lautstärkeverläufe einzeichnen, der Stift bearbeitet einzelne Samples, wozu man aber zunächst mit der Lupe in die Soundkurve hineinzoomen muss. Hinter dem Doppelpfeil verbirgt sich ein Zeitverschiebungswerkzeug, mit dem man die Aufnahmen einer Spur auf der Zeitleiste verschieben kann. Als sechstes Werkzeug im Bunde gesellt sich noch das mit einem Stern gekennzeichnete Multifunktionswerkzeug hinzu, das alle Funktionen in sich vereint: Je nach der Position der Maus in einer Spur bearbeitet dieses Tool zum Beispiel die Hüllkurve oder ändert die Auswahl.

>> Weiter: Arbeiten mit Audacity, LADSPA-Plug-ins

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